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Auch nachts regionale Meldungen

ARD-Radio: Wetter- und Verkehrsinfos künftig teils von KI gesprochen

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38 Kommentare 38

Die Rundfunkanstalten der ARD wollen künftig KI verwenden, um auch während ihrer gemeinsamen Abend- und Nachtsendungen regionale Wetter- und Verkehrsinformationen anbieten zu können. Betroffen sind die Formate „Pop – Die Abendshow“ und „Popnacht“, die bislang bundesweit einheitliche Serviceinformationen ausgespielt haben.

Als Starttermin für das neue System ist der 3. März vorgesehen. Von diesem Tag an sollen Hörer auch in den späten Programmstunden, wenn keine regionalen Sendungen mehr laufen, auf ihre Empfangsregion zugeschnittene Hinweise erhalten.

Bild Ard Patricia Neligan

Bild: SWR / Patricia Neligan

KI-Stimmen ersetzen Sprecher

Das KI-gestützte System soll mit der Problematik aufräumen, dass in den gemeinsamen Abend- und Nachtstrecken der Sender üblicherweise mehrere Programme zugleich von nur einer Person moderiert werden. Daran sei es bisher gescheitert, regionale Wetter- und Verkehrsmeldungen einzubinden. Die neue Technik soll es nun ermöglichen, dass zur vollen Stunde regionale Verkehrsmeldungen und zur halben Stunde kombinierte Wetter- und Verkehrsinformationen für jedes beteiligte Gebiet ausgespielt werden.

Nach Angaben der ARD erzeugt das System hierfür automatisiert regional unterschiedliche Sprachansagen. Diese seien so gestaltet, dass sie sich in das jeweilige Klangbild der einzelnen Popwellen einfügen.

Redaktionelle Verantwortung bleibt bestehen

Die ARD betont, dass die redaktionelle Arbeit weiterhin von Menschen übernommen werde. In den Wetter- und Verkehrsredaktionen würden Redakteurinnen und Redakteure die Texte erstellen, prüfen und den einzelnen Regionen zuordnen. Die Technik macht demnach nur den Einsatz von zusätzlichen Sprechern überflüssig.

Das Sprachsystem greift der ARD zufolge dabei auf speziell entwickelte Stimmen zurück, die sich an den Originalstimmen von Moderatoren orientieren. Diese Stimmen seien ausschließlich für diesen Einsatzzweck vorgesehen. Zudem werde jede Ausspielung als technisch erzeugt gekennzeichnet und das System dürfe zudem weder eigenständig formulieren noch Inhalte verändern. In besonderen Gefahrensituationen, etwa bei akuten Verkehrswarnungen, soll weiterhin die Live-Moderation eingreifen.

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25. Feb. 2026 um 18:00 Uhr von chris Fehler gefunden?


    38 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Das ist toll, dann können die Gebühren ja sinken, oder?

  • Doomsday AI scenario….June 2028
    ;-)

    Ich bin mal aus die Auswirkungen von der KI auf uns alle gespannt.

  • Leider bei Bayern 3 schon länger ab 24 Uhr aktiv, mit Auschnitten aus verschiedenen Sendungen des Tages nur noch wie Konserven Radio. Vermisse Matuschke und andere Moderatoren. Kann ich gleich ne Playlist starten.

  • Morgens das Duo im WDR2 M/W mit ihren halben Sätzen können auch ersetzt werden.
    Höre nur noch die Nachrichten und den Verkehrsfunk und schalte um .

  • ARD und ZDF haben sich ja letztens auch so sehr mit Ruhm bekleckert was KI betrifft…

    • Wenn dieser hohe Anspruch auch bei anderen Medien erwartet werden würde.
      Oder zumindest das Fehlen gleichermaßen kritisiert würde.

      • Die „anderen Medien“ muss ich nicht zwanghaft finanzieren – insofern erhebt sich aus der Nichtfinanzierung durch selektive Abwahl auch kein Anspruch und demzufolge auch keine Kritik … vielleicht verstehst Du ja den Unterschied …

      • Wenn du für das Produkt nichts bezahlst, bist du das Produkt.

      • @Slow mo
        Und ich dachte immer, vertrauenswürdige Medien und eine entsprechende Fehlerkultur seien unabhängig der Finanzierung.

        Gemäß deiner Eingebung dürften Medien, die per Werbung, Abo, Privat, usw. finanziert werden, Fehler machen, ohne diese zu korrigieren (ok, wie blöd, dass genau das passiert bei überwiegend unseriösen Medien, ohne dass wie bei den ÖR draufgeschlagen wird).

        Denk mal drüber nach, vielleicht verstehst du ja, was du da geschrieben hast.

  • Argh, können sie den KI Scheiß nicht für ihre Billig reality TV dinge machen?

  • Wenn die Rundfunkanstalten (schon allein das Wort!!!) ihren mittelmäßigen Content jetzt auch noch durch die KI Mühle drehen, dann kann man das auch gleich sein lassen. Der ganze Apparat sollte in ein freiwilliges Abo-Modell überführt werden und dann in einen fairen Wettbewerb treten.

  • Und warum braucht man bei manchen 3. Programmen 3 Moderatoren für 1 Nachrichtensendung? Das hat früher Dagmar Berghoff bspw. allein gemacht. Also Nachrichten, Sport, Wetter + Lottovorversage ;)

  • Ich hab jetzt in den letzten Jahren nicht so viele Wetter- und Verkehrsnachrichten gehört, die vor Enthusiasmus und Esprit nur so gesprudelt hätten! So what?

  • Die KI übersetzten/synchronisierten YouTube Videos sind ja schon ein absoluter Graus…

  • Da ich ja jetzt weniger Sprecher bezahlen muss, gehe ich davon aus, dass in Zukunft auch meine Abogebühren sinken werden

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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