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Apple Watch am Steuer: ADAC nicht interessiert – AvD rät zur Vorsicht

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Nachdem der ADAC die zunehmende Vernetzung im Auto bereits im vergangenen Jahr kritisierte und eine ifun.de-Anfrage zum Thema CarPlay mit dem Verweis auf einen immer höher werdenden Ablenkungsfaktor beantwortet, haben wir im vergangenen Monat erneut den Kontakt zum Allgemeinen Deutschen Automobil-Club gesucht.

watch-auto

Wir wollten von den Münchnern wissen, wie der Verein der immer größeren Verbreitung intelligenter Uhren gegenübersteht. Ändern die smarten Handgelenks-Begleiter das Fazit des vergangenen Jahres?

[…]Allen Usern, die Autofahrer sind und die neuen Technologien nutzen, sollte klar sein, dass es in letzter Instanz – also in Grenzsituationen der Mobilität – um Menschenleben geht und nicht um Infotainment und Vernetzung.

Wie steht der ADAC dem Einsatz der Apple Watch bzw. der Produktkategorie Smartwatch grundsätzlich gegenüber? Ist die Freisprecheinrichtung am Handgelenk vergleichbar mit einer im Fahrzeug integrierten? Kann die Nutzung der intelligenten Uhren (etwa wenn die rechte Hand das Display auf dem linken Handgelenk benutzt) unter Umständen gegen die StVO verstoßen?

Ein Monat, zwei Telefonate und mehrere E-Mails später steht fest: Der ADAC ist am Thema nicht interessiert. „Wenn die Fachabteilung keine Stellung zum Thema nimmt, ist dies auch eine Antwort“, so die ADAC-Sprecherin Katja Legner gegenüber ifun.de

Immerhin: Nicht alle Interessenvertreter wischen das Thema Smartwatch so non­cha­lant vom Tisch wie der ADAC. So verweist die Saarbrücker Zeitung heute auf eine Einschätzung des Automobilclub von Deutschland (AvD). Dieser empfiehlt: Autofahrer sollten während der Fahrt keine Smartwatch bedienen.

So jedenfalls, dies unterstreich AvD-Verkehrsjurist Herbert Engelmohr, stehe man momentan auf der sicheren Seite. Zwar würde die Straßenverkehrs-Ordnung den Gebrauch intelligenter Armbanduhren nicht explizit untersagen, unklar ist jedoch, wie die hiesigen Gerichte in einem entsprechenden Verfahren urteilen würden.

Die Straßenverkehrsordnung regelt in Paragraph 23 lediglich das Handy-Verbot. Demnach dürfen Autofahrer bei eingeschaltetem Motor nicht telefonieren, wenn das Smartphone «aufgenommen oder gehalten werden muss». 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg drohen in solchen Fällen. Auf Smartwatches hat das Gesetz bislang keine konkrete Antwort. «Hier muss der Gesetzgeber eindeutig nachbessern», fordert Engelmohr.

Montag, 08. Jun 2015, 14:41 Uhr — Nicolas
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  • „Zwar würde die Straßenverkehrs-Ordnung den Gebrauch intelligenter Armbanduhren nicht explizit untersagen, unklar ist jedoch, wie die hiesigen Gerichte in einem entsprechenden Verfahren urteilen würden.

    Das ist nicht unklar, sondern klar. Die Gerichte werden nach aktueller Rechtslage urteilen, und somit ist der Gebrauch einer Apple Watch legal. Interessant wird es erst ab dem Moment wo die SmartWach eine eigene SIM-Karte hat und kein Handy mehr braucht.

    • Joachim von Caron

      Die StVO gibt sehr wohl die Möglichkeit dies zu ahnden. Schau dir 23.1 an. Der wird gern herangezogen. Also nicht explizit verboten, jedoch geregelt und kann zu einer Verurteilung führen.

  • Der Gesetzgeber wird sich schon wie in vergleichbaren Fällen eine möglichst hirnrissige Regelung einfallen lassen.

    • Der Gesetzgeber wird sich für solche Intelligenzbolzen wie du einer bist etwas Sinnvolles einfallen lassen. Ich hoffe inständig, dass bis dahin wegen der Smartwatch-Gehirnakrobaten, die diese Uhr während der Fahrt „unbedingt“ nutzen müssen, nicht allzu viel passiert und andere Menschen ums Leben kommen. Ansonsten wünsche ich mir knallharte Strafen (StVO und StGB reichen meiner Meinung nach dazu jetzt schon aus, falls etwas passiert).

      • Joachim von Caron

        StVO 23.1 regelt das

      • @Hu, dir ist aber bewusst dass der Gesetzgeber im Prinzip alles erlaubt außer die Handynutzung. Und sei es Fußnägel schneiden bei 400 km/h auf der Autobahn.

      • Wenn etwas passiert reicht § 1 der StVO zunächst vollkommen aus, um z. B. mindestens eine fahrlässige Körperverletzung oder gar Tötung nach dem StGB anzunehmen, das gilt auch, wenn ich mir beim Autofahren die Zehennägel schneide…

      • Was vielleicht einige nicht wissen, wir haben eine Richtgeschwindigkeit von 130 auf deutschen Autobahnen und man bekommt bei einem Unfall eine Teilschuld, wenn man schneller fährt, auch wenn man an den Unfall nicht verursacht hat.

      • Aber da kann doch nichts passieren wenn ich mir die Fußnägel beim Autofahen schneide. Man hat doch immer einen Fuß zum bremsen über.

  • Ein Verbot der Apple Watch würde auch gegen das Analogieverbot verstoßen.

  • ADAC halt….die Arbeiten auch frei dem Motto: wie kann ich noch schlechter mit meinen Kunden umgehen und potenzielle Kunden vergraulen…so eine Stellungnahme schreibe ich während meines Studiums in 2 Tagen

  • Ich habe irgendwo gelesen das es genauso gemacht wird wie beim Telefon. Drauf gucken darf man, in dem Moment wo man die andere Hand „zur Hilfe nimmt“, nämlich zum bedienen für andere Features als „Uhrzeit ablesen“ wird es genauso teuer als wenn man am Handy spielt… und ganz ehrlich, das ist auch gut so!

    • …und was gilt bei mechanischen/analogen Uhren? Da kann ich z. B. auch die Zeit stoppen mit Zuhilfenahme der zweiten Hand ;)

      • Alleine schon um solchen fragen auszuweichen gleich mit verbieten! Würde mir sehr gut gefallen, 50% der Menschen sind eh überfordert beim führen eines KFZ.. Genauso wie essen, trinken und rauchen im Auto verboten werden sollte…

      • Sign! Was ich als Motorradfahrer schon mit Schrecken sehen musste. Ein Fahrer vom Logistikdienst tnt, der am Lenkrad ne Zeitung hält und Kreuzworträtsel WÄHREND der Fahrt löst!!! Telefonierende Autofahrer (meist junge Frauen) sind schon fast Standard. Wenigstens sehe ich die meisten Tippenden aber eher im Stehen an Ampeln und dergleichen. Möchte mal wissen, wie viele Verkehrsteilnehmer jährlich von abgelenkten Autofahrern verletzt oder gar getötet werden.

  • Das mit den Fußnägel kann man so aber auch nicht stehenlassen. Wenn du beim Fahren eine Situation, nämlich die dass das Fußnägelschneiden bei 400 km/h, nicht einschätzen kannst das es gefährlich sein kann, bist du nicht in der Lage ein Fahrzeug zu führen. Das würde bedeuten dass du potentielle Gefahren nicht richtig einschätzen kannst.

    • Ich kenne ein Fall beidem ein LKW zur Kasse gebeten würde, obwohl es zu keinem Unfall kam, weil er Zeitung am Steuer gelesen hat. Das ist auch nirgends explizit verboten.

    • Ich darf doch bei jeder Geschwindigkeit die Fuss- und/oder Zehennägel schneiden.
      Ist auf dm Beifahrersitz eh bequemer, als wenn das Steuerrad im Weg ist.

  • Kann man eigentlich irgendwie ausschalten, dass die Watch „mit-navigiert“ wenn ich die Apple-Karten im Auto benutze? Ich finde das nämlich eher nervig.

  • Vollkommen sinnfreie Diskussion es gibt kein Verbot in Deutschland irgend eine Art von Uhr während der Fahrt zu benutzen, das wäre ja auch zu lächerlich. Also hat der ADAC vollkommen nachvollziehbar reagiert! Auf so eine Anfrage hätte ich auch keine Antwort gegeben;-)
    Und das Benutzen eines Smartphones oder Handys während der Fahrt ist in keinster Weise verboten. Es ist nur das HALTEN in der Hand bei BENUTZUNG des selbigen verboten. Ich bitte doch diesen kleinen aber wichtigen Unterschied zu beachten. Danke

  • Ich finde das sollte anders geregelt werden. Der Gesetzgeber kann nicht alles einzeln regeln, vor allem weil uns technische Innovation ständig neue Geräte usw. beschert. Die Gesetzestexte werden nur länger und länger und plötzlich wird eine Ihr zum Computer etc.
    Ich denke man sollte einfach nur „geprüfte“ Geräte nutzen dürfen. Integrierte Geräte wie Freisprecheinrichtungen können die Autohersteller direkt abnehmen lassen. Und Apple könnte nach Prüfung einer Institution für Verkehrssicherheit das Zertifikat „Fahrttauglich“ bekommen. Handies bekommen es nicht. Zeitungen nicht. Fertig.

  • dafür braucht es doch weder den Automobilclub noch ein Gesetz.

    Unfälle sind schlicht zu verhindern. Wenn es hilft, einfach die Finger von **** lassen und fertig.

    • Funktioniert nicht. Du darfst nicht von dir auf andere schließen! Du magst ja eine vernünftige Einstellung und ein gewisses Maß an Selbstdisziplin haben. Beides ist für das „Fingerweglassen“ nötig. Aber bei vielen Menschen fehlt tatsächlich mindestens einer dieser Faktoren. Ein Gesetz, (oder genauer, die fällige Strafe) ersetzt bei einigen von denen ein wenig die Selbstdisziplin. Gesetze machen unvernünftige Menschen aber nicht vernünftig. Das heißt, der Gestzgeber muss einfache Gesetze schaffen um die Selbstdisziplin einiger zu ersetzen und gleichzeitig mehr für Aufklärung tun für die Vernunft. Aber auch Apple & Co könnten was tun. ZB mit folgendem Feature: man kann als Nutzer einstellen, dass Watch und Handy bei nicht vorhandenem Apple in the car automatisch den nicht stören Mode aktivieren. Weil Apple sich um die Sicherheit aller kümmert. ;-) würden bestimmt einige aktivieren, denen es an Selbstdisziplin fehlt, die aber vernünftig sein wollen.

      • Oder einfach mal einen „nicht stören“-Modus der den Kalender mit benutzt oder auch nach Aktivierungen mit einem Timer sich selbst deaktiviert….fahre jetzt 45Min Auto….

  • Nur weil in Applewatch „watch“ vorkommt und die Dinger am Handgelenk getragen werden, Sind die schon lange keine Uhr mehr.
    Da könnte ich mir ja auch mein IPhone mit zwei Gummis ans Handgelenk binden…

    Es geht hier um die Nutzung, die mich vom Straßenverkehr abgelenkt.
    Und die ist alle Male gegeben, wenn ich mit meinen Fingern auf der kleinen Oberfläche rumwerkle.

  • Ich finde es gut, dass ihr das Thema mal beim ADAC nachgefragt habt.
    Die Antwort vom ADAC ist interessant, unterstreicht sie doch meine immer schlechter werdende Einstellung zu diesem Verein und seinen fingierten Testberichten.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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