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Nicht ohne iPhone voll nutzbar

Apple HomeView setzt bei Apps auf das CarPlay-Prinzip

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26 Kommentare 26

Mit HomeView hat Apple gestern sein erstes Smart-Home-Display vorgestellt. Das Gerät soll als zentrale Anlaufstelle für die Haussteuerung dienen, Musik abspielen und dank der neuen Siri AI auch komplexere Aufgaben übernehmen. Allerdings zeigt sich beim Blick ins Kleingedruckte, dass der integrierte A18-Chip nicht für sämtliche Funktionen ausreicht. Einige der interessantesten Möglichkeiten setzen weiterhin ein gekoppeltes iPhone oder iPad voraus. Auch bei der Unterstützung von Drittanbieter-Apps geht Apple einen etwas ungewöhnlichen Weg.

Apple Homeview Siri Ai App 261013

Siri benötigt Unterstützung vom iPhone

Obwohl HomeView selbst Apple Intelligence unterstützt, benötigt die neue Siri für Anfragen mit persönlichem Kontext ein zusätzliches Apple-Gerät. Soll der Sprachassistent beispielsweise Informationen aus Nachrichten und Kalendereinträgen heraussuchen oder Aktionen über mehrere Apps hinweg ausführen, muss ein kompatibles iPhone oder iPad gekoppelt sein. Darauf müssen die aktuelle Software und Siri AI in einer unterstützten Sprache eingerichtet sein.

Ohne ein solches Gerät bleiben nur grundlegende KI-Funktionen erhalten. Siri kann weiterhin allgemeine Fragen beantworten, natürlichere Gespräche führen und bei der Musiksuche helfen. Die Verarbeitung erfolgt dabei entweder direkt auf dem HomeView oder über Apples Private Cloud Compute.

Besonders streng fallen die Voraussetzungen für die individuell anpassbaren Siri-Stimmen aus. Wer Ausdrucksweise und Sprechtempo verändern möchte, benötigt unter anderem ein iPhone Duo, iPhone 18 Pro, iPhone Air oder iPhone 17 Pro. Alternativ funktioniert die Anpassung mit ausgewählten iPads ab dem M4-Chip und mindestens 12 GB Arbeitsspeicher. Die Funktion ist zunächst ausschließlich auf Englisch verfügbar.

Apple Homeview User Recognition 261013

Kein eigener App Store für HomeView

Eine weitere Besonderheit betrifft Anwendungen von Drittanbietern. HomeView erhält keinen eigenen App Store. Stattdessen setzt Apple auf ein Konzept, das bereits von CarPlay bekannt ist. Kompatible Anwendungen werden vom gekoppelten iPhone oder iPad auf dem Smart-Home-Display bereitgestellt.

Das soll beispielsweise mit Audio-Apps funktionieren, die bereits CarPlay unterstützen. Dazu gehören Spotify und Audible. Entwickler können zudem ihre bestehenden iOS-Video-Apps für HomeView anpassen. Apple selbst liefert unter anderem Apple Music, Podcasts, Kalender, FaceTime und Nachrichten direkt mit.

Apple Homeview Lifestyle Living Room 261013

Für den Zugriff auf persönliche Inhalte gelten zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen. HomeView erkennt bis zu sechs Personen anhand ihrer Gesichter und Stimmen. Persönliche Informationen und kompatible Drittanbieter-Apps werden erst angezeigt, wenn die jeweilige Person authentifiziert ist und sich ein gekoppeltes, kürzlich entsperrtes iPhone oder iPad in der Nähe befindet. Gemeinsam genutzte Fotoalben und Musik stehen dagegen auch Gästen zur Verfügung.

Die Abhängigkeit von anderen Apple-Geräten betrifft außerdem bestimmte Kamerafunktionen. Für KI-generierte Videozusammenfassungen und die Suche in HomeKit-Secure-Video-Aufnahmen ist zur Einrichtung ein Apple-Intelligence-fähiges iPhone oder iPad erforderlich. Hinzu kommt ein entsprechendes iCloud+-Abonnement.

HomeView erscheint am 13. November in einer Tischversion und einer Variante für die Wandmontage. Beide kosten in den USA 299 Dollar. Einen Verkaufsstart in Deutschland gibt es vorerst nicht. Apple begründet den Verzicht auf die EU mit der fehlenden Verfügbarkeit von Siri AI auf dem iPhone und iPad in der Europäischen Union.

14. Okt. 2026 um 15:05 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    26 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Also ich bleib bei meinem iPad im Bilderrahmen an der Wand. Dank Kurzbefehl und Bewegungsmelder geht es an wenn man davor steht … und die Familienfreigabe verhindert „Missbrauch“ durch die Kinder (es ist ja immer entsperrt).
    Darauf läuft: Kalender, Wetter, smarthome Bedienung und Radioapp

    • Könntest du vielleicht mal näher erläutern, wie du das mit den Kurz Befehlen hinbekommen hast?

      • Falls du HomeAssistant nutzt, geht das noch viel einfacher:
        iPad an die Wand, geführten Modus aktivieren und nur die App erlauben (Z.B. die Homeassistant App im Kiosk Mode) und dann eine Push Benachrichtigung an das iPad senden.
        Dafür braucht man einen Bewegungsmelder der im selben Raum ist und in HA konfiguriert.
        Einfach mit der Aktion „notify“ das iPad aufwecken.

        Grüße
        derMitch

      • Welchen kleinen bewgungsmelder kannst du empfehlen welchen man übers iphone hängt?

    • Kurzbefehl und Bewegungsmelder, daran habe ich bei meinen zwei iPads an der Wand bzw. in einen Ständer noch nicht gedacht. Ich schalte meine am Abend aus und morgens wieder an.

    • Wie macht ihr das mit der Familienfreigabe zB bei Nachrichten?

      • Ich hab eine Homematic daher geht das bei mir mit dem Anschalten über ne Schaltsteckdose. Die wird einfach mal An Aus bzw. Aus An gemacht und der Bildschirm geht an. Über Kurzbefehle geht dann direkt der Kalender an und nach ner Minute dann die Wetteranzeige … nach einigen Minuten geht dann alles aus. Geladen wird auch über Kurzbefehle… 20% Laden 80% Aus. Ich hab für das Tablet nen eigen User angelegt und kann über die Familiefreigabr Bildschirmzeit die ganzen Apps sperren (u.a. Safari YouTube usw)

  • Puh. Warum denn keinen AppStore? Die Leute nutzen nicht nur iMessage.
    Da überlege ich ja fast zu Google Home zu wechseln…

    • Du kannst doch das Gerät sowieso nicht hier kaufen. Du müsstest ja also wenn du so etwas benötigst logischerweise irgendwo zugreifen. Bis es hier ist gibt es dann durch KundenFeedback sicherlich auch den AppStore.

  • Josh so habe ich es auch mit Bewegungsmelder macht einen tollen Job das alte iPad !

  • Schön wäre es wenn youtube zb gehen würde. Grad für die Küche wäre das optimal. Bin mal gespannt ob sowas nicht doch nachkommen wird! Weil sonst sehe ich da eher kein großen Erfolg

  • Schreckliches Teil, kommt mir nicht ins Haus.
    Als ob man nen Display der Apple Watch vergrößert und auf nen Ständer gepackt hätte.

    • man findet es immer so lange schrecklich bis die Konkurrenz das 1:1 nachbaut.

      • siehe iPhone 17

      • Nein, die Konkurrenz lacht gerade erleichtert. Die sind bereits besser aufgestellt.

      • Wieso sollten die das ?! Design ist immer Geschmacksfrage – aber vom Funktionsumfang entlockt das Ding nur ein müdes Lächeln.
        Wir habe im Haus 2 Google Nest Hub der 2. Generation und 1 Nest Hub Max (aus Frankreich mitgebracht, da in D nie erschienen). Alle 3 schon lange mit Gemini welches super klappt. Im Gegensatz zu Siri funktioniert alles ala „Licht im Büro aus/an“ etc., ohne das es „hm das dauert etwas länger“ zurück kommt.
        Und alle 3 zusammen weniger gekostet las das eine kastrierte Ding von Apple was jetzt kommt.

        Nee. lass mal. Apple hat Home immer noch nicht verstanden ! Von ihrer mehr als zögerlichen Matter Umsetzung mal ganz abgesehen.

  • Wenn zur Nutzung ein iPhone in der Nähe sein muss, ist dieses Teil, im Großen und Ganzen, wertlos. Da kann ich doch gleich das iPhone zur Hand nehmen und mir das Geld dafür sparen.

    • Vor allem: Alle iPhones müssen quasi ständig eine CarPlay Kopplung zum HoneView via WLAN aufrechthalten. Das zieht ordentlich am iPhone Akku.

    • Ich finde es super das das iPhone in der Nähe sein muss . Erstens Daten Schutz und zweitens mischen sich so im einer Familie nicht die Nachrichten usw. .
      YouTube oder Safari müssen aber sein für Küche oder Werkstatt zb.

  • Eigentlich schade, von der Idee her sicher eine tolle Sache. So wie Apple das umsetzt, mit vielen Restriktionen, viel zu hohem Preis, dann die „tolle“ Idee mit völlig überteuerten Smarthomeproduktem ist meiner Meinung nach genaus ein totgeborenes Produkt wie die Visionbrille.
    Fehlt nur noch eine Abo-Pflicht für das Ding.
    Gut dass Tim Cook endlich weg ist und Apple zukünftig hoffentlich wieder mehr Technik- und Qualitätsgetriebeb wird, als wie unter Cook nur noch Cash-Cow

  • Peter Schneider

    Als ich das erste Mal von Home View gehört hatte dachte ich: gut Sache.
    Und jetzt: kein AI, Einschränkungen ohne Ende etc.
    Da habe ich deutlich mehr erwartet. Dann tut es mein iPad pro M1 doch viel besser. Wie kann so etwas im Jahr 2026 auf den Markt kommen. Mir nicht verständlich.

  • Damit wird es wohl ziemlich uninteressant. Ich hätte Interesse gehabt, da ich eben nicht immer mein iPhone dabei habe. Vielleicht liegt es grad in einem anderen Stockwerk oder einem anderen Raum – dafür wäre Homeview gut gewesen. Aber für meinen Anwendungsfall wird es das neue Apple TV wohl auch tun, wenn man Siri Homekit-Befehle zuwerfen kann ohne, dass das iPhone in der Nähe sein muss.

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