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Strenge Regeln für die Apple-Kreditkarte

Apple Card: Kein Erwerb von Bitcoins, keine Casino-Besuche

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Die Apple-Kreditkarte „Apple Card“ wird zumindest vorerst nicht in Deutschland verfügbar sein. Den für diesen Monat erwarteten Start in den USA vor Augen, hat Apples Finanzpartner Goldman Sachs nun die zugehörige Kundenvereinbarung und damit verbunden einen ganzen Stapel „Kleingedrucktes“ veröffentlicht. Das hier einsehbare PDF überrascht mit teils überzogen wirkenden Reglementierungen.

Apple Card Iphone Abrechnung

So verbieten die Nutzungsbedingungen nicht nur die Verwendung der Karte für den Erwerb von illegalen Gütern oder die Nutzung von in den USA verbotenen Online-Angeboten, sondern schließen auch eine Reihe von Diensten aus, die zumindest aus juristischer Sicht nicht angreifbar sind. Die Karte darf demnach beispielsweise nicht für den Erwerb von Reiseschecks sowie Fremd- oder Kryptowährungen verwendet werden und auch direkte Geldtransfers oder der Erwerb von Lotterielosen oder Casino-Chips (sowohl online als auch offline) sind untersagt.

Weniger überraschend ist dagegen auch der Hinweis enthalten, dass soft- oder hardwareseitige Manipulationen an den verbundenen Endgeräten, insbesondere auch das Durchführen von Jailbreaks, eine Sperrung der Karte zur Folge haben kann.

Bis zu 3% Cashback bei Apple-Einkäufen

Goldman Sachs schlüsselt auch die Vorteile bei Verwendung der Karte auf. So erhalten Nutzer bei gewöhnlicher Verwendung der Karte sogenannte „Daily Cash“-Gutschriften in Höhe von einem Prozent des Umsatzwerts, bei Apple-Pay-Transaktionen erhöht sich dieser Wert auf zwei Prozent und für Einkäufe bei Apple gibt es drei Prozent zurück. Die Gutschriften landen dann direkt auf dem persönlichen „Apple Cash“-Konto, „Apple Cash“ ist genau genommen eine digitale Prepaid-Karte in der iOS-Wallet.

Als klassische Kreditkarte erlaubt es die Apple Card, Einkäufe ohne entsprechendes Guthaben zu tätigen. Allerdings müssen diese Schulden innerhalb von 28 Tagen nach Rechnungsstellung beglichen werden, andernfalls fallen Zinsen im Bereich zwischen 13,24 und 24,24 Prozent an. Sonstige Gebühren werden nicht fällig.

Via MacRumors

Montag, 05. Aug 2019, 12:08 Uhr — chris
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  • Wenn man sich für einen Anbieter entscheidet, dann hat man auch die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren… ob man das nun gut findet oder nicht ;)

  • Scheint, als wenn sie einige der häufigeren Nutzungen von gestohlenen Karten verhindern wollen.

    • Genau das wird es wohl sein. Eine logischere Erklärung gibt es für mich nicht – einfacher kann man kein Geld schnell ausgeben / bekommen. Allerdings ist doch in nahezu jedem Kasino ne Überwachungskamera, ich vermute, da ist die Aufklärungsrate noch am Höchsten..

      • Ich denke bei einigen Sachen geht’s vor allem um das cashback. Wer im Casino Chips für 100.000€ kauft und sie sich dann direkt auszahlen lässt, soll nicht 1% davon geschenkt bekommen

  • Apple weiß also wie ich meine Kreditkarte benutzen würde. Super…..

  • Die Zinsen sind heftig… naja wer nach 28 Tagen das Geld nicht zurückzahlen kann sollte nochmal Mathe Nachhilfe nehmen das man nicht mehr ausgibt was man hat!

  • Schön wäre es, wenn auch Waffenkäufe/-geschäfte auf der Liste wären….

  • Tja, diejenigen, die einen Jailbreak auf ihrem iPhone haben, gucken da wohl in die Röhre. Ansonsten sind die Regelungen überhaupt nicht überzogen ^^

  • Naja, das ist doch bei so gut wie jeder KK so geregelt und auch in dem Fall nichts, was von Apple so gewünscht ist – sondern von der kartenausgebenden Bank dahinter die Spielregel darstellt.

  • Krasse Policy was die Ausschlüsse angeht. Sie wollen halt bei den kommenden Nachhaltigkeits-Fonds nicht nicht negativ auffallen mit Glücksspiel und Kriminalitätsbegünstigung.

  • Wundert mich fast ein wenig, dass Pornografie nicht auch ausgeschlossen wurde! :)

  • Ich wette, ist die Karte in DE zu haben, kann ich damit über Apple Pay ohne Probleme bei Lotto/Totto bezahlen, ohne Kosenquenzen.

  • Naja die Karte kann generell nicht für Bargeld-Auszahlungen genutzt werden. Daraus ergibt sich dann, dass auch keine Waren gekauft werden dürfen, die äquivalent zu Bargeld wären. Für US-Standards jetzt nicht besonders komisch, meist sind „Cash equivalent“-Käufe dort zumindest sehr teuer. Bei der Apple Card verzichtet man halt komplett drauf.

  • Soso, kein Casino … ob das auch für die Apps aus dem AppStore in diesem Bereich gilt?!

    • Wäre Wünschenswert, glaube ich aber irgendwie nicht. Denn das sind ja In App Käufe und da verdient Apple ja auch ganz gut mit.

      So bei der Karte, denke ich das Apple nicht so viel selber mitverdienen wird, sondern eher Goldman Sachs.

  • Einziger „Vorteil“ gegenüber einer normalen Kreditkarte ist der Cash back.
    Also eher uninteressant…

    • Und die niedrigen Zinsen.

      Wenn diese Karte mal nach Deutschland kommt schätze ich, dass es keinen Cash-Back geben wird. Dafür dann aber auch 0€ Effektivgebühren. Außer man begleicht nicht nach einem Monat.

      • Niedrige Zinsen für Amerikanische Verhältnisse aber nicht für Deutsche. 0€ als Effektivgebühr (falls das bei uns dann so sein sollte) sehe ich auch nicht als Vorteil, haben bei uns auch diverse Karten. Oft sogar die Karten der Hausbank bei irgendwelchen Aktionen.

  • Es ist ganz normal, das diese Risikogeschäfte ausgeschlossen werden. Warum denn bitte auch nicht? Immerhin muss der Kartenanbieter erstens schauen, ob ihr auch solvent seit, damit er euch einen Kreditkartenrahmen einräumen kann. Zudem muss er (in Europa gesetzlich gezwungen) das Risiko des Karteneinsatzes einschätzen und entsprechend absichern. Und Freud-Absicherung kostet eben.
    Es ist aber immer schön zu lesen, dass man alles kostenlos haben will, aber nie weiß, wie es gegenfinanziert wird. In Europa erhalten die Kartenherausgeber bei Kreditkarten max. 0,3% des Umsatzes. Ok, die eine oder andere kleine Fee kann es noch geben, aber trotz alledem muss der Anbieter eben seinen Bestand im Auge behalten. Hier kostet jeder Ausfall aufgrund von Betrug richtig Geld. Und ach ja, das kommt ja auch noch der Schutz des Verbrauchers zu tragen: sagt der Kunde und erklärt es Eides statt, dass er die Transaktion nicht getätigt hat, dann muss er das Geld zurückbekommen, denn die Haftung trägt der Kartenherausgeber. Somit also schön die Kohle im Kasino verzocken oder mit Bitcoins und dann sagen „war ich wirklich nicht“ – zack, Probleme für die Herausgeber und irgendwann Probleme für alle, da alles Wiederrum teurer wird.

  • Sehe da jetzt nichts, was schlimm daran wäre? Alles, was dort aufgelistet ist, außer den Schecks, ist ein Geldgrab. Wer da Geld reinsteckt, ist eh bescheuert. Vor allem dieser Krypto-Mist.

  • Ist bei Karten mit Cashback überhaupt nicht ungewöhnlich und soll eigentlich nur manufactured spending verhindern. Denn wenn ich mit der Karte für 10.000$ Cryptos kaufe, darauf 1-2% Cashback bekomme und die Cryptos anschließend wieder ohne Verlust verkaufe, kann ich so ne Menge Geld generieren…
    Amex geht dagegen zB schon seit Jahren aktiv vor…auch wenn ich PayPal „Freunde“ Geld von der Amex aus versende wird das nicht gerne gesehen, da das häufig für manufactured spending missbraucht wurde…das ist in den USA teils zum Volkssport geworden.

  • Das sollte für alle Kreditkarten gelten

  • Ja geil. Die Leute wollen alles mit der tollen Karte machen aber regenreich dann auf dass die Anbieter alles wissen ? Mein Gott wie dumm ist der Mensch

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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