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Anwender getäuscht: Gehirnjogging-App Lumosity zahlt Millionenstrafe

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Die Kniffelspiel-Applikation Lumosity haben wir euch im Februar 2014 präsentiert und sind damals ganz bewusst nicht auf den pseudowissenschaftlichen Ansatz eingegangen, mit denen die 120 Lumosity-Mitarbieter aus San Francisco ihr App seit Jahren anpreisen.

brain

Für uns war der iOS-Download, der sich durch ein optionales Premium-Abo finanziert, nicht viel mehr als ein visuelles Kreuzworträtsel und als solches durchaus empfehlenswert. Für das Entwickler-Team jedoch, die allein bis August 2014 mit satten Risikokapital-Spritzen in Höhe von 67,5 Mio. USD ausgestattet wurden, verfolgte Lumosity schon immer einen ernsteren Ansatz.

Die Gehirntraining-App sei von Neurowissenschaftlern entwickelt und – wir zitieren aus einer älteren Pressemitteilung – „durch Forschungsstudien auf ihre Wirksamkeit geprüft und optimiert“.

Ein Versprechen mit dem das Team 60 Millionen Mitglieder in 180 Ländern weltweit zum Sign-Up überreden konnte und ordentlich an den In-App-Abos verdiente, die für 15 Euro pro Monat bzw. 80 Euro pro Jahr angeboten wurden.

Damit ist nun Schluss. Die amerikanische Aufsichtsbehörde FTC hat die für Lumosity verantwortlichen Lumos Labs wegen irreführender Werbung zu einer Strafzahlung von $2 Millionen verdonnert. Ein Vergleich, aber immerhin. So kreidet die FTC dem Spiel an, seinen Anwendern die Verbesserung der Gehirnleistung in Beruf und Schule zu Unrecht in Aussicht gestellt zu haben.

The creators and marketers of the Lumosity “brain training” program have agreed to settle Federal Trade Commission charges alleging that they deceived consumers with unfounded claims that Lumosity games can help users perform better at work and in school, and reduce or delay cognitive impairment associated with age and other serious health conditions.

„Lumosity preyed on consumers’ fears about age-related cognitive decline, suggesting their games could stave off memory loss, dementia, and even Alzheimer’s disease,” said Jessica Rich, Director of the FTC’s Bureau of Consumer Protection. “But Lumosity simply did not have the science to back up its ads.”

Eigentlich wurde Lumos Labs zu einer Strafzahlung von $50 Millionen verdonnert, mit Blick auf die finanzielle Lage des Unternehmens, habe sich die FTC jedoch auf einen kleineren Vergleich geeinigt. Zudem müssen die App-Anbieter alle Abo-Bestandskunden, die den Dienst zwischen dem 01.01.2009 und dem 31.12.2014 genutzt haben eine einfache Option anbieten, die automatische Abo-Verlängerung zu deaktiveren.

Mittwoch, 06. Jan 2016, 9:39 Uhr — Nicolas
5 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Na, dann warten wir mal auf die zivilrechtliche Sammelklage. Das könnte noch teurer werden.
    Aber so hat die App letztlich vielleicht nicht das Erinnerungsvermögen, aber das Wissen vermehrt: Betrüger arbeiten mit vielen Tricks
    ;-)

  • Eine Liquidation des Unternehmens wäre wohl angebrachter gewesen…
    Die finanzielle Lage der Firma berücksichtigt…ja klar…

    • Dachte ich mir auch…

      Muss die Masche mal im Einzelhandel testen, vielleicht bekommt man ja dann ein iPhone für 1/25 des Preises.
      Das wären nicht einmal 40€ für ein Gerät, wäre ein schönes Schnäppchen :D

  • „…Blick auf finanzielle Lage…Vergleich….“
    Blödsinn, einfach plattmachen, den Schlangenölhändler!

  • Seht ihr? Es wirkt schon!
    Ich kenn das noch mit Kürbiskernen …

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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