Dynamische Tarifoptimierungsfunktion
Anker SOLIX verknüpft Stromspeicher mit dynamischen Tarifen
Anker SOLIX erweitert seine Energiemanagementsysteme um eine neue Softwarefunktion, die den Zugriff auf dynamische Stromtarife erleichtern soll. Mit dem Update können Haushalte ihre Geräte direkt mit mehr als 830 Energieversorgern in 32 europäischen Ländern verbinden.
Unterstützt werden unter anderem große Anbieter wie E.ON, Vattenfall, EDF France und Eprimo. Die Integration gilt für mehrere Produkte des Herstellers, darunter die Solarbank 3 Pro, der EV Charger und das Heimspeichersystem X1.
Dynamische Tarife in der Praxis
Über die Anker-App melden sich Nutzer mit ihrem bestehenden Stromanbieter-Konto an. Nach der Freigabe ruft das System automatisch aktuelle Preisdaten ab. Diese Informationen dienen als Grundlage für die weitere Steuerung der angeschlossenen Stromspeicher und Ladegeräte.
Dynamische Tarife unterscheiden sich von klassischen Stromverträgen, da der Preis im Tagesverlauf schwankt. Er richtet sich nach Angebot und Nachfrage im Stromnetz. In Zeiten geringer Auslastung ist Strom günstiger, während er in Phasen hoher Nachfrage teurer wird. Für Haushalte mit Batteriespeichern entsteht daraus die Möglichkeit, Strom gezielt zu speichern oder zu nutzen.
Anker SOLIX wertet diese Preissignale automatisch aus. Das System lädt den Speicher, wenn der Strompreis niedrig ist, und gibt die Energie wieder ab, wenn die Preise steigen. Der Haushalt nutzt dann bevorzugt den zuvor gespeicherten Strom. Das gilt auch dann, wenn nur wenig Solarstrom erzeugt wird, etwa in den Wintermonaten. Die Berechnungen basieren laut Anker auf den individuellen Tarifdaten der Nutzer und werden in der App nachvollziehbar dargestellt.
Einbindung von Stromspeicher und Elektroauto
Neben klassischen Balkonkraftwerkspeichern lassen sich auch größere Setups einbinden. Das Power Dock von Anker SOLIX kann mit der Solarbank 2 Serie sowie mit dem hauseigenen EV-Ladegerät kombiniert werden. Dadurch fließen sowohl der Haushaltsverbrauch als auch das Laden eines Elektroautos in die Tarifoptimierung ein. Auch hier entscheidet das System selbstständig, wann Energie aus dem Netz bezogen oder aus dem Speicher genutzt wird.
Die neue Funktion steht europaweit mit der Anker-App ab Version 3.15.0 zur Verfügung und wird per Softwareupdate auf kompatible Geräte verteilt.



Das hat Zendure letztes Jahr auch eingeführt und funktioniert wunderbar. Kann ich empfehlen, wenn man will, das der/die Akkus entsprechend geladen werden, wenn der Strom unter dem eingestellten Marktpreis liegt.
Kann ich bestätigen. Zendure löst das wirklich gut – von dem her gut, wenn Solix nachzieht.
Und was spart ihr dadurch so?
Kann man so ein Set selbst einrichten? Oder muss das ein Elektriker übernehmen. Zumindest die Netzumschaltbox (wichtig bei Stromausfall) sollte auf jeden Fall vom Elektriker installiert werden.
Da würde ich aber mal mindestens einen vollen Jahreszyklus abwarten mit der Bewertung.
Es gibt genug Fachartikel, die die Wirtschaftlickeit (für den PV-Anlagenbetreiber) mit einer bestimmten Mindestgröße verbinden. D.h. Kleinanleger kommen kaum in die Gewinnzone.
Sehr zu empfehlen hierzu; Andreas Schmitz („Akkudoktor“ auf YT), aber auch entsprechende Artikel bei Heise.de z.B. (und einige weitere).
Wer nur eine kleine Anlage hat, kann sich den Wärmepumpentarif bei Octopus ansehen. Dort ist der Strom von 0:00 bis 05:00 ca 10ct günstiger als den Rest des Tages. Bei mir 22/32ct. Ideal um nachts den Speicher für den Morgen vorzuladen.
Typisch deutsch anstatt für dauerhaft günstigen Strom für alle zu sorgen kommen da solche Auswüchse bei raus…
Dynamische Stromtarife gibt es inzwischen quasi weltweit und ist mit Sicherheit nicht „typisch deutsch“.
Außer dass der Strom in Deutschland besonders teuer ist. Die Versorger mit Milliarden aus der Atomenergie ausbezahlt hat und nun teuere Gaskraftwerke und Kohlekraftwerke betreibt.
@veron
Atomstrom ist mit Abstand die teuerste Art Energie zu erzeugen, wenn man die staatlichen Subventionen weg lässt.
Inflationsbereinigt war der Strom in der Hochzeit (die 90er) der Atomenergie übrigens ungefähr gleich teuer wie aktuell.
Aber ja, wir müssen auch weg von Gas und Kohle, dann kann der Strompreis noch mehr sinken kann.
Muss mal eine Dumme Frage stellen. Wenn doch nur 800 Watt vom Speicher ins Haus / Wohnung gehen, wie funktioniert das wenn Stärkere Verbraucher Strom ziehen?
Mein Solix2 kann das ja nicht, aber wie funktioniert das wenn ich den Solix3 hätte?
Danke im Voraus.
Thomas