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Android- und Windows-Entwicklung im Verhältnis zu teuer? Björk stoppt App-Projekt

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Die isländische Sängerin Björk hat ein Kickstarter-Projekt, bei dem Geld für die Finanzierung einer Windows- und Android-Version ihrer Biophilia-App gesammelt werden sollte, gestoppt. Die seit letzten Sommer für iOS erhältliche Anwendung enthält multimedial aufbereitete Versionen der Songs des gleichnamigen Björk-Albums.

Nach der Veröffentlichung der iOS-App gab es wohl etliche Anfragen für eine Portierung auf Android- und Windows-Systeme. Björk hatte daraufhin eine Kickstarter-Kampagne gestartet, mittels derer die Entwicklung der Anwendungen finanziert werden sollte. Hierbei kamen bislang allerdings nur knapp fünf Prozent des erforderlichen Gesamtbetrags von 375.000 Pfund zusammen.

Wie das Musikmagazin Pitchfork nun berichtet, hat Björk die Finanzierungsaktion mit der Begründung gestoppt. Man sei zu optimistisch gewesen, die Kosten aber doch zu gigantisch. Möglicherweise sei es ja in einem Jahr oder gar schon in ein paar Monaten realistischer, ein solches Projekt zu realisieren.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang eigentlich nicht die eigentliche Höhe der Entwicklungskosten, sondern die Tatsache, dass das sichtlich eingeschränkte Nutzerinteresse auf anderen Plattformen die wohl wirtschaftliche Entscheidung für eine Veröffentlichung nur auf iOS im Nachhinein zu bestätigen scheint.

Freitag, 08. Feb 2013, 10:12 Uhr — chris
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  • Wenn wir Apps für Kunden entwickeln sollen, ist die Android Version auch oft mit das erste, was aus Kostengründen aus dem Angebot gestrichen werden soll.

      • GULP befasst sich allerdings nicht damit, ob die Arbeit lukrativ ist oder nicht. Entsprechend werden dort nur Trends bezüglich neuer Freelancer/Angestellter bezüglich der letzten Monate gezeigt, allerdings kann sich dies jederzeit ändern, wenn die ITler realisieren, dass ihre Arbeit kein Brot abwirft und werden einfach mehr oder weniger spontan umschwenken und das System wechseln.
        Insofern ist der Artikel von GULP in Bezug auf diese Situation aussagelos.

    • Wir machen auch keine Apps mehr für Android. Nutzen und Kosten stehen in keinem Verhältnis.

    • Wir haben beides. iOS Kunden sind aber deutlich Kaufkräftiger. Nutzer sind in der Anzahl fast gleich.

      • Man sollte nicht vergessen, App’s einkaufen ist beim Android wesentlich schwieriger. Auch gibt es für iOS überall iTunes Karten, somit kann jeder relativ schnell Geld ausgeben. Da hängt der Android hinterher.

    • Das gleiche hier. Zum einen ist die (native) Entwicklung aufwendiger, zum anderen – ein wichtiger Punkt bei vielen Kunden – geht die Bereitschaft der User, später Geld für die App zu bezahlen, gegen Null. IOS-User sind klar kaufkräftiger und die Kiddies mit ihren Androiden wollen alles umsonst. Die Verkaufszahlen von Apps sind hier deutlich niedriger als bei einer funktionsgleichen iOS-Version.

      • Wenn ich mich in meinem Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis umsehe sind es vor allem die Älteren, die mit ihren Androidgeräten für Softwareprodukte nicht zahlungswillig sind. Bei einigen scheint auch noch die meist kostenlose Linuxwelt zu wirken.

  • Ähem, das mag jetzt Werbung sein, aber vielleicht für den ein oder anderen Entwickler interessant: Mit Delphi von Embarcadero kann man unter FireMonkey mit einer Codebasis auf Knopfdruck nach Windows (32 und 64bit), Mac OS X und iOS compilieren. Das reduziert den Aufwand gewaltig und demnächst auch noch Android und Windows Mobile Phone 8 dazukommen. Das reduziert die Kosten dann gewaltig, weil man nur einmal coden muß und auch Veränderungen nicht immer wieder für jede Plattform einpflegen muß, sondern halt nur in einem Code.

    • Ja ne ist klar.! Dein „kompiler Button“ hat auch sicher eine Funktion für die Prozessor-Generation.! Ist natürlich völlig egal ob arm oder Intel…. Und die Auflösungen sind auch völlig egal.!! Man, man, man..

    • Ja, das ist sicherlich nur Werbung. Ein Werkzeug für viele verschiedene Plattformen kann nicht optimal für alle Plattformen umsetzen. Es ist eher für die Zielgruppe gedacht, bei der es wichtig ist, dass einfache (Desktop-) Funktionen einigermaßen überall funktioniert.
      Aber im künstlerischem Bereich müssen gewisse Dinge nahezu perfekt umgesetzt werden. Dazu Spezialfunktionen und Tricks in der Programmierung für Performance nötig. Und das kann diese App ganz sicher nicht.
      Es sieht wohl so aus, dass dir nicht klar, was die Zielgruppe und die Anforderungen einer solchen App sind.

    • Delphi? Ernsthaft? Mit Borland Delphi hatte ich mich damals noch in der Schule befasst. Embarcadero Delphi schaut nicht gerade so aus, als wäre es um Welten weiter (wurde 2009 aufgekauft).
      Klar, mit Delphi kann man – sofern man Masochist genug ist – ein paar simple Programme für den Kaufmännischen Bereich schreiben. Zumindest habe ich da schonmal von tatsächlicher Anwendung von Delphi gehört.
      Allerdings lassen sich komplexe Anwendungen mit Delphi einfach nicht effizient realisieren. Eine Anwendung wie die Biophilia-App mit Delphi realisieren? Viel Spaß…
      Schonmal etwas in Delphi programmiert? Lass es uns doch direkt in Pascal schreiben… ;o)

      • Das ist do ziemlich der größte Schwachsinn, den ich hier bisher gelesen habe.

      • Hast du schonmal Anwendungen mit Pascal geschrieben? (Delphi nutzt einen Objective Pascal Compiler)
        Klar, es ist nur meine Meinung, allerdings empfinde ich diese Programmiersprache als fürchterlich, umständlich und ineffizient.
        Aber du bist sicher Pascal-Programmiergott und siehst das ganz anders, hm? ;o)

  • We are the björk. You will be assimilated. Your biological and technological distinctiveness will be added to our own. Resistance is futile.

  • Die App ist wirklich toll anzusehen! Auch wenn man die Musik schon mögen muss, aber die Visualisierungen sind einmalig! Ein echter Mehrwert zum Album.

  • Ich entwickle sowohl für iPhone als auch für Android. Zumindest bei meinen Apps ist der Entwicklungsaufwand bei Android geringer als für iPhone und komischerweise ist auch der Umsatz über den Google Play Store größer als über den Apple App Store. Bei identischer App.

  • Kann ich gar nicht verstehen. Grade bei WindowsPhone sollte die Entwicklung am billigsten sein. Da es wohl mehr Entwickler für .net geben wird als z.b für Object-C

    • Da beide aber ungefähr den gleichen Stundenlohn verlangen, kommt es viel eher darauf an, wie schnell sich das Projekt in jeweiliger Programmiersprache realisieren lässt und wie viele ITler man für die Umsetzung benötigt.
      Der Nettoprogrammieraufwand entscheidet also über die Kosten.
      (Als nächstes kommt dann die Kaufkraft und -willen des jeweiligen Kundenstamm, sowie potentielle Konkurrenz. Aber ich schweife ab… :o) )

  • Ja, Android-User sind wirklich nicht sehr kauffreudig! Wie oft hör ich von denen, dass sie nur kostenlose apps laden!!!

    Mag aber auch an Android selbst liegen, da kann man ja soweit ich weiss nur per Kreditkarte oder mit bestimmten Handynetzen per Handyrechnung kaufen!

    Und was haben die meistens Android weder noch? :D weder ne Kreditkarte noch n Netzbetreiber der das anbietet… E+ / Base unterstützt das nicht!
    Korrigiert mich wenn ich falsch liege…

    • Grad nochmal gegooglet… Also Telekom, Vodafone und O2 bieten wohl den Kauf per Handyrechnung an… Base anscheinend nicht! Also als Basekunde ohne Kreditkarte siehts schlecht aus! :P naja, geiz is geil… :D

    • Inzwischen kann man oft per Handyrechnung zahlen. Aber das war lange Zeit nicht möglich. Und es gibt inzwischen wie in der USA nun Prepaidkreditkarten, wodurch man nicht mehr eine Kreditkarte haben muss um Apps zu kaufen.
      Aber vor ein paar Jahren war eine Kreditkarte unbedingt notwendig um Apps zu kaufen (in Android – beim iPhone gab es längst die Lösung mit Click&Buy).

  • Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wie

    Man durch eine App, die 89 Cent kostet Geld verdienen kann?

    • Die Menge machts ;)
      Lieber 1000x die App für 0,89€ verkaufen als 100x für 4€ :)
      Quantität ist manchmal doch mehr wert als man denkt xD

      • Das lohnt sich aber erst, wenn du noch mind. ein 0 dran hängst. Abzüglich der App Store Gebühren und Steuern bleiben nämlich höchstens 30 Cent für den Entwickler übrig.

  • Bei Asphalt7 frage ich mich schon, wie das funktioniert. Das Spiel ist so aufwändig, erhält ständig Updates und ist teilweise umsonst beziehungsweise für nur 0,89 € zu haben. Ob die inAp Käufe heute wirklich soviel Geld bringen?

  • Ich hab die Android Entwicklung auch wieder eingestellt: Zu großer Aufwand, zu geringe Einnahmen, ständig Ärger mit irgendwelchen Exotischen Varianten. Die Entwicklungsumgebung (ich scheue mich fast sie so zu nennen) ist ein Graus. Man ist gezwungen für alte OS Versionen zu entwickeln, da die neusten die wenigsten haben.

    iOS UND Windows Phone machen Spass und vielleicht macht Windows Phone auch bald Umsatzmäßig Spass (das ist jetzt noch nicht so)

    • Aber nur, wenn sie endlich eine andere Form der Bezahlung schaffen. Ich hatte fast 2 Jahre lang Windows Phone und war von dem System grundsätzlich begeistert. Ich habe jedoch nie eine App gekauft, weil ich meine Kreditkartendaten nicht bei Microsoft hinterlegen wollte. Sony hat ja gezeigt, warum das nicht immer lustig ist. Prepaid-Kreditkarten sind wegen der Zusatzgebühren keine Alternative. Bei Apple fällt es mir leicht einfach mal etwas über eine „Rubbelkarte“ zu kaufen.

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