Erste Innenansichten zeigen Änderungen
AirTag der 2. Generation: Lautsprecheraufbau stärker verklebt
Kurz nach dem Marktstart des AirTag der zweiten Generation haben sich Bastler und Sicherheitsforscher mit dem neuen Tracker beschäftigt und erste Zerlegearbeiten veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht weniger der Funktionsumfang, der sich äußerlich kaum vom Vorgänger unterscheidet, sondern der innere Aufbau.
Die neuen AirTags von innen | Bild: @stacksmashing
Die Analysen liefern Hinweise darauf, welche Komponenten Apple beibehalten hat und an welchen Stellen Veränderungen vorgenommen wurden.
Aufbau der Elektronik und bekannte Bauteile
Nach dem Öffnen zeigt sich, dass die grundlegende Architektur dem ersten AirTag ähnelt. Weiterhin vorhanden sind ein Beschleunigungssensor sowie zahlreiche Testpunkte auf der Platine, die in Aufbau und Anordnung an die erste Generation erinnern. Auch das Ultra-Wideband-Modul, das für die präzise Ortung im Nahbereich genutzt wird, sitzt an vergleichbarer Position und ist über eine sichtbare Antennenverbindung angebunden.
Als Hauptprozessor kommt erneut ein Mikrocontroller aus der Nordic-Serie zum Einsatz. Es handelt sich um einen nRF52840, der bereits im Vorgänger verwendet wurde. Einzelne Variantenkennzeichnungen tauchen allerdings nicht in öffentlich zugänglichen Datenblättern auf. Das deutet darauf hin, dass es sich um eine speziell angepasste Version handeln könnte. Beobachter vermuten zusätzliche Schutzmechanismen, die den Zugriff auf interne Speicherbereiche erschweren sollen.
Lautsprecheraufbau stärker verklebt
Neu beziehungsweise erneut bestätigt wurde der Einsatz eines externen Flash-Speichers von Winbond mit einer Kapazität von 64 Megabit. Obwohl der Mikrocontroller selbst internen Flash besitzt, lagert Apple offenbar Teile der Firmware oder Daten bewusst aus. Als Gründe werden eine robustere Update-Strategie oder Platzreserven für künftige Funktionen diskutiert.
Mechanisch fällt auf, dass die Platine insgesamt etwas dünner wirkt als beim Vorgänger. Auch die Anordnung von Batterieanschlüssen und Testpads wurde leicht verändert. Der Lautsprecheraufbau mit Spule und Magnet ist weiterhin in das Kunststoffgehäuse integriert, scheint aber stärker verklebt zu sein. Das könnte Reparaturen oder Modifikationen erschweren.
In der Praxis verhalten sich die neuen AirTags beim Koppeln mit dem iPhone weitgehend identisch zur ersten Generation. Die akustischen Signale unterscheiden sich nur minimal in der Tonhöhe. Insgesamt zeigen die bisherigen Zerlegearbeiten, dass Apple hier überschaubare Produktpflege geleistet hat.

