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3-Euro-Prämie für Schwarzfahrer

Ab Januar 2022: Bahn streicht Ticketverkauf im Zug

75 Kommentare 75

Die Deutsche Bahn streicht ihren Bordservice zusammen und wird ab Januar 2022 auf den Verkauf von Fahrkarten um Zug verzichten. Eigentlich sollte dieser Schritt schon im Oktober 2021 erfolgen, nach einer Intervention der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sich die Bahn nun jedoch noch drei zusätzliche Monate Zeit lassen, die Fahrgäste über die Änderung zu informieren.

Db Navigator Ticket Anzeige

Im Zug nur noch App-Tickets

Diese müssen ihrerseits auf die offizielle Mobil-Applikation DB Navigator oder die Webseite des Unternehmens ausweichen, haben nach Angaben der Bahn allerdings nur noch maximal 10 Minuten nach Zugabfahrt, um die entsprechenden Digital-Tickets zu lösen.

Ein kurzes Zeitfenster, das für Konfliktpotenzial an Bord sorgen wird. Dies befürchten die in der EVG organisierten Zugbegleiter, die den kaufwilligen Fahrgästen ab kommendem Jahr täglich erklären werden müssen, dass diese keine Tickets mehr bei ihnen lösen können, wohl aber mit einer Fahrpreisnacherhebung zu rechnen haben.

3-Euro-Prämie für Schwarzfahrer

Für eben jene Fahrpreisnacherhebung will die Bahn ihren Zugbegleitern fortan eine Prämie in Höhe von 3 Euro zahlen, die jährlich um 2 Prozent dynamisiert werden soll. Und Schwarzfahrer ist man nach der neuen Logik auch bei unverschuldeter Ticketlosigkeit durch defekte Automaten oder nicht besetzte Ticket-Schalter.

Kristian Loroch, Vorstandsmitglied der EVG kommentiert:

„Wir haben immer für ein offenes System plädiert, das Reisenden im Fernverkehr spontan die Möglichkeit eröffnet, den Zug als ideales Verkehrsmittel zu wählen.“

Nach Angaben von inside-digital soll die Bahn immerhin an neuen „Möglichkeiten des digitalen Ticketkaufs“ arbeiten, allerdings ist unklar wie diese ausfallen sollen. Wir würden uns eine ähnlich einfache Möglichkeit wünschen wie die 2018 von der Berliner BVG eingeführte.

Diese ergänzte ihre Standard-Applikation (mit Streckennetz, Routenplanung und Co.) um eine abgespeckte Ticket-Applikation, die sich auf den Verkauf von Fahrkarte konzentriert und diesen im Gegensatz zur Standard-App deutlich beschleunigt hat.

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‎DB Navigator
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Entwickler: Deutsche Bahn
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11. Feb 2021 um 09:05 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Oh, übel.
    Bin notorisch ein bisschen zu spät.

  • Von wegen wenige Minuten ’nach‘ Abfahrt. Ende letzten Jahres wollte ich noch vor Eintreffen des Zuges ein Ticket lösen. Da der Zug Verspätung hatte, war das also problemlos möglich.
    Allerdings erhielt ich die Fehlermeldung, dass ein Ticketkauf nur bis 3 Minuten _vor_ Abfahrt möglich ist.

    • Das ging mir vor ein paar Tagen ebenfalls so, der Zug hatte nicht mal nennenswerte Verspätung, aber das Ticket ist ja in ’ner halben Minute auf dem iPhone gekauft. Da stand ich dann am Bahngleis, ein Automat gab’s an dem Haltepunkt auch nur am anderen Gleis. Früher hab‘ ich auch noch beim Einsteigen in die Bahn das Ticket lösen können, so eine Änderung sollte dick und fett angezeigt werden und nicht still und heimlich eingeführt. Da wird’s einem nicht leicht gemacht ehrlich ein Ticket zu ziehen…

      • Habt ihr den Artikelgelesen? Der Kauf nach Reisebeginn Ist ab 2022 beabsichtigt!

    • Das soll ja erst kommen. Aktuell nimmt man ein Flex Ticket für einen späteren Zug und fährt eben mit dem jetzigen Zug.

      • Genau so geht es. ;-)

      • Nur use ein flex ticket ungemein teurer als der Rest der Tickets …

      • @Dennis: Die Flex Tickets sind nur teurer als Spartickets, aber die „normalen“ Tickets, die man unterwegs kauft sind immer Flex-Tickets. Hatte schon oft die Situation, dass ich einen verspäteten Zug knapp erwischt habe und dann im Zug einfach ein Ticket für den nächsten Zug gelöst habe. Das wird auch nicht beanstandet, wenn es ein Flex-Ticket ist.

      • Wie buche ich das flex ticket im DB Navigator?
        Hab mal testweise eine Strecke eingegeben, da gibt es nur Tagesticket, Kinder, Einzelticket usw.

    • Den Fall hatte ich auch schon zwei mal, weshalb ich mich über die 10 Minuten Zeit wundere.

  • Ich wusste nightmare dass das geht xD

  • V. a. auch toll, wenn man genau auf der Strecke kein Netz hat …

  • Ich glaube das sollte „im Zug“ und nicht „um Zug“ heißen, oder? Hatte mich beim Lesen erst verwirrt und ich wusste nicht was gemeint ist ^^

  • wow – ist das die viel gepriesene kundenfreundliche Offensive der DB ?

  • kauft die Tickets doch einfach rechtzeitig, z.B. während der Fahrt zum Bahnhof oder schon zu Hause vor dem losfahren. Man könnte den Eindruck bekommen die Leute fahren alle spontan und bekommen alle zwei Minuten ne andere Idee wohin sie fahren könnten….. Bekommt mal euer Leben in den Griff. Ich bin seit 30 Jahren öfters mit der Bahn unterwegs, so planbar und unkompliziert wie derzeit wars noch nie…..

    • nicht alle – aber viele nutzen spontan die DB – das ist doch so gewollt – statt das Auto zu nehmen … oder habe ich was verpasst?

      • Genau. Ich kaufe auch öfter mal die Tickets spontan vorher.
        Manchmal weiß ich einfach nicht genau, wann ich nach der Arbeit loskomme. Für mich gibt es dann verschiedene Verbindungen über verschiedene Routen. Und wenn ich den IC erwische nehme ich den und kaufe dafür das Ticket knapp vorher. Ist günstiger als das vom ICE. Warum soll ich dann also schon vorher nen ICE-Flexpreis nehmen? Hab keine lust auf die Diskussionen weil ich dann vielleicht die falsche Strecke genommen habe etc.

        Und manchmal wird es richtig knapp, da renne ich dann und weiß nicht ob ich den Zug bekomme, bis ich drin bin. Da ist die 10min Frist ein Segen, wenn sie kommt.
        Was hat das jetzt bitte damit zu tun, ob ich mein Leben im Griff habe?

    • Ist das tatsächlich Dein Ansatz? Wo ist denn das Problem einen kurzfristigen Ticketkauf in der Bahn zu realisieren! Worum geht es denn der Bahn? Um den Ticketverkauf? Oder darum Schwarzfahrer zu generieren?
      Die Bahn ist eines der kundenunfreundlichsten Unternehmen die ich kenne! Und arbeitet immer weiter daran das es auch so bleibt! Den Menschen vorzuwerfen sie hätten ihr Leben nicht im Griff nur weil sie selbst entscheiden wollen wann sie ihr Ticket kaufen ist total daneben!!

      • Herr Kaffeetrinken

        Es verursacht unnötig Kosten und Zeitaufwände für das Zugpersonal. Es geht darum dass nur 1% (Aussage der Bahn) der Tickets überhaupt in Papierform im Zug gekauft werden. Für 1% der Fälle wird hier wieder ein Riesenballon aufgeblasen. 99% der Tickets werden vor Fahrtantritt gekauft. Also sind 99% der Falle gar nicht betroffen. Wären es nur 80% wäre die Kritik nachvollziehbar. Aber es ist völlig legitim etwas einzustellen was nur in 1% der Fälle überhaupt genutzt wird. So was nennt man Effizienz. Und nur weil es immer schon Tickets in der Bahn zu kaufen gab muss es ja nicht ewig so weitergehen. So was nennt man Veränderung. Ich kann mir auch kein S-Bahn Ticket in der S-Bahn kaufen. Sind alle Verkehrsverbünde deshalb kundenunfreundlich? Fahren deshalb alle schwarz, weil ja alle auf die letzte Minute zur S-Bahn rennen und keine Zeit mehr haben ein Ticket vor Fahrtantritt zu lösen?

      • Wo ist denn das Problem, dein Ticket rechtzeitig zu kaufen?
        Du buchst doch auch dein Flugticket nicht erst unmittelbar vor dem Abflug oder sogar erst drei Minuten nach Abflug?
        Oder kaufst Du in der Trambahn oder im Bus dein Ticket auch erst wenn Du schon eine Station gefahren bist?
        In der Regel hast Du sowohl im Flieger (da auf jeden Fall) und auch im Bus Dein Ticket schon VOR Fahrtantritt und betrittst das Verkehrsmittel mit einem gültigen Fahrschein

      • Sind nur 1% bzw under 1% um genauer zu sein und jetzt regen sich hier alle auf, obwohl sie bisher nicht zu den 1% gehört haben.

        Stattdessen gibt es nur Bahn bashing zu etwas was auf viele garnicht zutrifft. Aber bashing macht mehr Spaß. :-(

        Es soll übrigens keiner entlassen werden. Dafür sollen die Begleiter mehr Zeit haben, sich um Service zu kümmern. Ist schon Wahnsinn, wie viele z.B. unter normalen Umständen nach Verbindungen fragen. Bei täglichen 3 Stunden Fahrzeit kann ich das hautnah miterleben.

    • Ich bin leider schon häufiger an die Haltestelle gekommen und obwohl es 5 Minuten vorher noch keine Information online gab‘ ist der Zug ausgefallen oder hatte massiv Verspätung. Da hab‘ ich keine Lust mich später gegenüber dem Kontrolleur zu erklären warum mein Ticket auf ’nen anderen Zug gebucht ist…
      Die Bahn sollte also mal Ihren Service in den Griff bekommen.
      Ich hab‘ auch eigentlich kein Problem mit dem früheren Kauf, aber solche Änderungen müssen halt schon klar kommuniziert werden und nicht erst nach dem Buchungsprozess angezeigt…

      • @B3n3 wenn der Zug ausfällt ist das die allereinfachste Begründung.
        Jeder Schaffner kann das in 10 Sek prüfen.
        Mann ohh Mann – Mücke und Elefant, sag ich da nur.

    • Ich glaub eher du hast dein Leben nicht ganz im Griff über andere Menschen zu urteilen, ohne sie zu fragen, warum sie etwas machen, so wie sie es tun. Nur weils bei dir passt, passts nicht bei allen.

    • Als ich noch regelmäßig die DB genutzt hatte ist es mir tatsächlich mehrfach passiert, dass ich frühzeitig ein Nahverkehrsticket gelöst hatte und der Zug dann ersatzlos ausfiel und erst nach langem Warten die Durchsage gemacht wurde, dass auch die nachfolgenden Züge ausfallen werden und man auf (nicht vorhandene) alternative Verkehrswege ausweichen möge. Damit waren dann spontane Städtetripps meist auch vorzeitig beendet. Nur der nötige Aufwand um die 3,60€ zurückerstattet zu bekommen stand in keinem Verhältnis. Also jedes Mal nicht nur verlorene Zeit, sondern ebenso weggeworfenes Geld. Ergo war ich irgendwann dazu übergegangen mein Ticket erst dann zu ziehen, wenn ich hörte, dass sich tatsächlich ein Zug nähert.

    • @ Tommi
      Es gibt mehrere Gründe für Leute, sich spontan ein Zugticket zu kaufen.

      Und das ist tatsächlich unabhängig davon, ob Du es Dir vorstellen kannst.

      Aber ich fühle mit Dir: meine Lieblingsfarbe ist gelb, und ich kann nicht verstehen, wieso es noch andere Farben gibt. Völlig unnötig!

  • Bei der „Pünktlichkeit“ der Züge wird es wohl sehr viele geben, welche unverschuldet als Schwarzfahrer abtropfen. Gerade jetzt wird ja wieder eindringlich unter Beweis gestellt, dass im Februar keiner – schon gar nicht die DB – mit Schnee und Kälte hätte rechnen können!
    Super Plan der Bahn…

  • Zitat:

    Die Deutsche Bahn nimmt schon Änderungen am Ticket-System vor. Genauer gesagt, geht es hier um das digitale Ticket, das Kunden auf dem Smartphone erwerben können. Bislang war es nur möglich, diesen Fahrschein bis drei Minuten vor der Abfahrt des Zuges zu erwerben. Da das Unternehmen nun aber künftig die Möglichkeit entfallen lassen will, Tickets beim Bordpersonal zu kaufen, wir das Ganze gelockert.
    Künftig soll es möglich sein, die digitalen Tickets auch noch nach der Abfahrt des Zuges zu kaufen. Hier gibt die Deutsche Bahn einen Zeitraum von zehn Minuten nach Start an, wie die Tagesschau berichtet. Schon ab April 2021 soll die Neuerung in Kraft treten. Bis zur Abschaffung des Bordtickets Anfang 2022 ist also noch genug Zeit, die neuen Möglichkeiten gegenüber den Kunden ausreichend zu kommunizieren.

    Noch Fragen Kinder?

    • Sind da auch die Verspätungen berücksichtigt? Also der Zug kommt 20 Minuten zu spät, kann dann immer noch ein Ticket 10 Minuten nach einsteigen (also etwa 30 Minuten nach Regelabfahrtszeit) gebucht werden?

      • warm konstruierst du solch ein Szenario?
        „Abfahrt des Zuges“ ist unabhängig von Uhrzeit! selbst wenn er eine dreiviertel Stunde Verspätung hat, gelten die 10 Minuten erst ab dann??
        Hier stehen sich manche echt selbst im Weg, vor allem mental.

  • Solange man ja noch Zugbindung bucht, kann man auch nach 10 Minuten einfach den nächsten Zug buchen.

  • Für wen diese Entscheidung richtig übel ist: Leute, die kein Smartphone haben, z.B. Senior*innen. Wenn dann tatsächlich der Automat am Bahnhof kaputt ist oder der Schalter nicht besetzt (gerade an kleineren Bahnhöfen), dürfen sie entweder nicht einsteigen oder fahren automatisch schwarz. Ich hoffe, dass da Fahrgastverbände wie Pro Bahn massiv dagegen Sturm laufen.

    • Ältere Leute können sich häufig die Tickets nicht mehr leisten.
      Ich hatte den Fall dass eine Großmutter zu den Enkelkindern wollte und hatte 50€ in Bar. Dass seid ihrer letzten Bahnfahrt sich die Preise verzehnfacht haben, hatte sie nicht mitbekommen. Habe die dann mit auf meinen Firmenrabatt mitgenommen- da passte das dann auch mit dem Preis.
      Aktuell haben wir 100% Rabatt – zahlen nur noch den Grundpreis für die Firma gesamt.

      • @SWERNER
        Find ich cool, dass Du das gemacht hast!!!

      • Die Preise haben sich verzwanzigfacht, die Züge fahren nur noch rückwärts und die Toiletten wurden alle ausgebaut und nach Albanien verkauft…!!!

    • Wenn alle Automaten an einem Bahnhof/Haltepunkt defekt sind, dann muss man keine Strafe (erhöhtes Beförderungsentgelt) bezahlen.
      Es wird halt höchstens etwas schwierig, das nachzuweisen.

      Aber prinzipiell steht an jedem Automaten eine Telefonnummer. Wenn man dort anruft und die Störung des Automaten meldet, sollte man kein Problem bekommen.

      • Stimmt, nur leider kommen die wenigsten auf die Idee.
        Durch den Anruf ist es dokumentiert und es gibt für die Kontrolle einen Nachweis. ;-)

    • Das hast Du aber jetzt schon in der S-Bahn oder Nahverkehr, da konnte man noch nie Fahrkarten im Zug kaufen. Dort wo der Fernverkehr hält gibt es auch Automaten.

      • Am Besten ist es wenn der einzige Entwerter am Bahnhof nicht funktioniert und Du sitzt in der Sbahn und es ist Fahrkarten-Razzia.

      • Herr Kaffeetrinken

        Ist dumm gelaufen wenn das Handyticket nicht in den Entwerter passt. ;-)

    • Für wen die Entscheidung richtig übel ist: Für diejenigen, die sich in den Zug setzen und mit Ausreden und immer ein Abteil weiter wandernd über weite Strecken ohne Ticket fahren und man selbst sitzt als BahnCard-Kunde mit gültigem Ticket kopfschüttelnd daneben. Wer kein Smartphone besitzt, wird sich wohl kaum „spontan“ in einen Zug setzen um von A nach B zu fahren, denn der muss entweder zu Hause oder am Bahnhof erstmal schauen, wann der Zug kommt, auf welchem Gleis usw. Die angesprochene Gruppe ist so klein, dass man dann einfach mal durch das Raster fällt. Und wie man die Zugbegleitenden kennt, werden die in diesen wenigen Ausnahmefällen auch ein Auge zudrücken. Ich finde „massiv Sturm laufen“ auch etwas fraglich, nicht nur von der Formulierung her (Capitol?! Reichstag?!), sondern auch von der Botschaft: Ich begrüße die Änderung als zahlender und ehrlicher Kunde – und das sollten alle, die tatsächlich auch selbst Bahnfahren. Und genau denen nützt diese Regelung, ebenso wie der Deutschen Bahn.

  • Was machen Eheleute Ü80? Bei der Bahn arbeiten wohl nur noch Deppen. Und Deppen von Politikern lassen das durchgehen. Und wofür? Um paar Zugbegleiter zu sparen? Dilettanten.

    • Herr Kaffeetrinken

      Hallo McFly, jemand zu Hause?
      Weil sich über 80 Jährige ja auch alle immer Tickets im Zug nach Fahrtantritt kaufen.
      Die Personengruppe Rentner kauft sich die Tickets vorher am Schalter oder im Reisebüro aber ganz bestimmt nicht im Zug. Wie schon erwähnt werden 99% der Tickets vor Fahrantritt gekauft. Nur 1% im Zug. Es werden also nicht Hunderttausende von Rentnern auf den Enkeltrick reinfallen und sich ihre Tickets von dubiosen Ticketverkäufern falsche Tickets andrehen lassen. Und sie werden auch nicht einsam sterben, weil sie sich ihre Tickets VORHER kaufen. Und auch die Armen Menschen ohne Smartphone werden sich vorher Tickets am Automaten und am Schalter kaufen können. Es ändert sich faktisch nichts. Schon mal S-Bahn gefahren, da ist es genauso. Und kein Rentner bleibt stehen.

      • Du hast von Demografie anscheinend absolut gar keine Ahnung. Meine Ü80 Patienten, stecken dich beim Laufen, Ski-Fahren und Bergwandern locker in die Tasche. Viele sind spontan.

    • Mich erschreckt immer diese Überheblichkeit einiger Kommentatoren andere als Deppen oder Dilettanten zu bezeichnen nur weil das eigene Weltbild, ich will mal
      sagen, etwas unterkomplex ist.

  • Was macht der ältere Fahrgast, der nichts mit Apps zu tun hat?

  • Schon mal in Japan Metro gefahren?
    Da habe ich vor 15 Jahren schon einfach ein Handy beim ein und auschecken an den Transponder gehalten fertig. In China geht das auch. Die investierte Zeit ist eine kurze Verlangsamung der Laufgeschwindigkeit. Mehr nicht. Dort haben sich Leute echt Gedanken gemacht mit Menschenmassen klar zu kommen. Und für die Kunden ist es eine extrem geringe Barriere die Public transportation zu nutzen. Manchmal denken wir in Deutschland viel zu kompliziert. Der Schlüssel ist doch immer der gleiche. Es muss einfach sein. Es muss Spaß machen. Durch Sympathie gewinnt man die Menschen. Ich verstehe es einfach nicht.

    • Vor 15 Jahren? Welches Handy war das denn? ;)
      Aber richtig, es gibt Länder die haben die Thematik seit vielen Jahren gut gelöst.

      • Du wirst lachen, die Handys in Japan konnten sowas schon vor 15 Jahren. Klapphandys, die von aussen einfach aussahen, aber reichlich drauf hatten.
        Deswegen ist übrigens auch das erste iPhone in Japan gescheitert: es konnte einfach zu wenig.

  • Bahntickets kaufen ist so ein ätzendes Thema. Mir graut es regelrecht davor. Nur wer den Dreh raus hat bekommt vernünftige Preise.
    Wenn ich beruflich buche, sei es Leihwagen, Hotel, Flug. Dann geht das mit zwei Klicks. Aber Bahnticket? Fehlanzeige.

  • Warum sollte man auch als Staatskonzern do etwas wie Dienstleistung anbieten?

    Warum kann die DB nicht so etwas so etwas wie Easy Ride in ihrer app anbieten? In den Zug setzen, in der App einen Schalter aktivieren und beim aussteigen dann wieder deaktivieren. Die App berechnet dann den Fahrpreis und bucht diesen von der KK oder dem Girokonto ab.

    Aber so etwas funktioniert natürlich bei der Kundenunfreundfreundlichen DB anscheinend nicht.

    • Herr Kaffeetrinken

      Du solltest Dich als Innovationenchef bei der Bahn bewerben.
      1.) Dann funktioniert das auslastungsgesteuerte Sparpreissystem nicht mehr und Du zahlt den Normalpreis. Tolle Dienstleistung. Ist zwar supermodern, nur kann bzw. will dann niemand die Mondpreise bezahlen.
      2.) Weil ja ausschließlich über 80 jährige Bahn fahren oder Menschen ohne Smartphone (wie hier zu lesen) hat die Bahn dann keine Fahrgäste mehr. :-)
      3.) Und schließlich schreien die Datenschützer…wuahhh ich werde von der Bahn überwacht. Sie können Bewegungsprofile anfertigen und mich verfolgen…

  • Da es nur 1% sind die im Zug erst lösen finde ich sollten die Zugbegleiter es weiter anbieten müssen. Warum sollte es einzig in der völlig kundenfeindlichen BRD nicht möglich sein. Auch wenn Automaten defekt muss unbedingt dem Kunden im Zug geholfen werden. 10 Minuten Regel großzügig ausgelegt ist auch gut. Wenn kein Netz Kauf beim Zugbegleiter.

    • Herr Kaffeetrinken

      Und für 1% Waldorfschüler sollen die Zugbegleiter das Ticket dann vortanzen. ;-)

    • Ich halte das für Unfug: Die Einzigen, die ein echten Nachteil durch diese Regelung haben werden sind diejenigen, die hoffen, ohne Kontrolle = ohne Ticket bis zu Ihrem Halt fahren zu können und das wird damit ENDLICH ausgeschlossen. Zahlende und ehrliche Kunden, die regelmäßig fahren, bekommen genau dies regelmäßig mit. Und ärgern sich darüber. Die Regelung ist sauber und fair. Es geht einfach in einer sozialen Gesellschaft nicht, Schnorrer und Betrüger zu unterstützen. Unterstützt werden müssen Bedürftige! Aber „sozial“ ist ein Stichwort, dass insbesondere in sozialen Medien oft nur noch mit „a“ davor angewandt wird. Entschuldigt den Wortwitz. ;-)

  • Das wird zu lasten älterer Menschen oder ausländischer Urlauber übel ausfallen, wenn diese technisch nicht so begabt oder die Bahn-App nicht drauf haben und gar nicht buchen können, wenn ein Automat defekt ist oder der Schalter geschlossen ist, meines Erachtens ein Unding dies dann als Schwarzfahren auszulegen.

  • ich lese hier immer nurm wenn der automat defekt ist….
    wenn (z.Teil auch ältere, aber bei weitem nicht nur) Wenigfahrer vor Reiseantritt am Automaten ein Ticket lösen wollen, endet dass nicht selten damit, dass dieses dann doch erst im Zug gekauft wird… Immer wieder schön an zentralen Bahnhöfen zu sehen, wenn die Bedienung des Automaten deutlich von der im heimischen Verkehrsverbund abweicht, oder bei ausländischen Kunden.
    Was macht dann eigentlich z.B. der Asiate, in dessen appstore die App nicht angeboten wird?

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