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Theoretisch auch unter iOS möglich

250 Android-Spiele als Abhörwanzen für die Werbeindustrie

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Einem Bericht der New York Times zufolge spionieren mehr als 250 im Google Play Store erhältliche Android-Apps ihre Nutzer aus. Konkret lauschen die Apps selbst während sie im Hintergrund geöffnet sind auf die Audioausgabe von TV-Geräten, um mittels der Spezialsoftware Alphonso TV zu analysieren, was die Smartphone-Besitzer gerade sehen. Teils werden diese Daten sogar mit weiteren Faktoren, darunter Ortsinformationen abgeglichen. Die gewonnenen Daten werden dann an werbetreibende Unternehmen weiterverkauft oder gleich direkt für die Anzeige von passender Werbung verwendet.

Android Spiel Mikrofon Zugriff

Die betroffenen Anwendungen lassen sich mittels einer Suche nach dem Namen der genutzten Spionagesoftware gesammelt im Google Play Store listen. Ein Teil dieser Apps ist auch für iOS erhältlich, bislang gibt es allerdings keine Hinweise darauf, dass die Software auch hier eingesetzt werden.

Genau genommen findet die Mikrofonüberwachung nicht einmal heimlich statt. Auch unter Android muss ein Nutzer den Apps den Zugriff auf das Mikrofon erlauben, dabei wird auch recht konkret auf die Absichten hingewiesen:

Diese App möchte auf das Mikrofon zugreifen und nutzt Audio, um TV-Werbung sowie Inhalte zu erkennen und passende Werbebanner anzuzeigen.

Somit bleibt uns nur, einmal mehr die Empfehlung auszusprechen, dass ihr auf Bildschirmen angezeigte Meldungen nicht nur wegklicken, sondern nach Möglichkeit auch aufmerksam lesen sollt.

Auch wenn uns bislang keine vergleichbaren Fälle auf iOS bekannt sind: Der Entwickler Felix Krause hat bereits vor Monaten auf mit der pauschalen Freigabe von Mikrofon- und Kamerazugriff zusammenhängende Probleme aufmerksam gemacht, und ein ähnliches Szenario im Zusammenhang mit den Kamerafunktionen beschrieben.

Mittwoch, 03. Jan 2018, 8:24 Uhr — chris
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  • Unfassbar, sogar Dystopien werden hier noch übertroffen

  • Frage mich gerade was schlimmer ist, Alexa und Co., oder unser Smartphones. Am besten alles abschalten.

  • Eigentlich kann das doch aber nur funktionieren, wenn die App aktiv genutzt wird. Ansonsten würde man das doch schnell an der Akkulaufzeit merken. Kleine Kritik am Rande, ihr habt ja mit eurer Äußerung absolut recht und man sollte immer die Meldungen lesen, bevor man sie akzeptiert und überlegen, ob die App den Zugriff wirklich braucht. Auf der anderen Seite aber propagiert ihr so extrem Echo und Amazon, die von der Werbewirksamkeit kein Deut besser sind. Ich kann heute noch alle Bestellungen bis ins Jahr 2000 zurückverfolgen. Ich möchte mir nicht ausmalen, was mit diesen Daten alles machbar wäre. Zumal Amazon ja auch konkret weiß, wer ich bin. Ich beobachte allerdings auch ein ganz interessantes Phänomen bei digitalen nutzern: Werbung wird zumindest dann in aller Form akzeptiert, wenn ein gewisser Komfort beziehungsweise Bequemlichkeit als Gegenleistung geboten wird. Dann fragt man nicht, was unternehmen mit den Daten anstellen. Bei einer unbedeutenden Anwendung oder spielen ist es dann allerdings das große Drama. Daran sieht man auch sehr schön, Das Blogger auch nur Menschen sind und sich den Grundprinzipien des Marketing genauso unterwerfen, wie normale Nutzer.

  • Der „ich habe ja nichts zu verbergen“ Fraktion wird ihr Sprüchelchen noch im Halse stecken bleiben…..

  • Tja, mikrofon nicht freigeben und problem gelöst.

  • Android-Nutzer nicken meißt pauschal alle App-Rechte ab um Ruhe zu haben. Die denken nicht groß nach.

    • Ich bin mit jetzt nicht 100% sicher ob es noch so ist, aber als ich das letzte Mal ein Android Gerät in der Hand hatte konnte man nur pauschal alles genehmigen oder ablehnen und nicht einzeln.
      Da hat man dann keine andere Wahl.

      • App nicht nutzen?

      • Ist so. Und dann kannst du mühsam in den Einstellungen wieder aktualisieren. Habe von meinem AG ein Samsung.
        Bin anfangs manchmal ob der Einstellungen beinahe abgedreht.

      • Beim ersten Starten einer App, werden einzeln die verschiedenen Berechtigung abgefragt und um Erlaubnis gebeten. Ablehnen kann man auch immer.

        Geben tut es da: Kalender, Kamera, Kontakte, Körpersensoren, Mikrofon, SMS, Speicher, Standort, Telefon, Chatnachrichten-lesen, Chatnachrichten-verfassen und Fahrzeuginformationen.

        Ich kann auch im Nachhinein für jeden App die Berechtigungen entziehen bzw geben, nach Lust und Laune. Dazu muss ich nichtmal die einzelne App suchen sondern kann über das Menü App-Berechtigungen auf einen Schlag alle Arten sehen und in den einzelnen Arten die Apps, dir diese nutzen. Mittels Schieberegler, kann ich dann erlauben oder verbieten.

        So dir Praxis auf Stock Android. Was Samsung und Co machen, davon habe ich keine Ahnung.

      • Also seit Android 6 ist dem nicht mehr so. Und die Rechteverwaltung ist spätestens mit Android 7 sehr komfortabel, da man sowohl einsehen/einstellen kann, welche Rechte ein App einfordert bzw., der umgekehrte Weg, über die Rechte sehen, welche Apps diese gerne nutzen wollen. Bei dem Tehma war Android sogar mal kurzzeitig besser als iOS (nachdem sie jahrelang hinterher hinkten), mittlerweile sollte eigentlich Gleichstand sein.

      • Hatten die nicht die Zugriffsrechte der Nutzer wieder eingeschränkt mit Android 6? Bei meinem OnePlus x mit Android 5 kann ich mehr einstellen als bei meinem NVIDIA Shield mit Android 6. Kurioserweise stellen sich die Einstellungen dann bei jedem Update wieder um auf die Standartwerte. Lagere ich die Apps auf die SD Karte aus, sofern überhaupt möglich, ist die App immer wieder im internen Speicher bei den nächsten Updates, die kommen sehr häufig, fast täglich. Mittlerweile habe ich wieder die Schnauze voll von Android und nutze es überhaupt nicht mehr außer ein Bekannter will was gemacht haben. Die großen Vorteile die viele Android Nutzer gerne als Argumente bringen sind in der Praxis meist nervige Nachteile die nur Arbeit machen.

      • @blub
        Costum Roms (mit dem auch die OnePlus Geräte laufen) hatten schon lange vor Android die Möglichkeit der Berechtigungsverwaltung. Und je nach Rom ist die auch umfangreicher als das was Android und iOS bieten.
        Aber einen Reset der Berechtigung nach einen Update gibt es zumindest unter Android nicht. Gut, vielleicht bei einer Version, wo der Hersteller dran rum frickelt, aber im Normalfall bleibt alles so wie es eingestellt ist.

  • Habe bisher noch keiner App irgendwelche Rechte erlaubt. Die dadurch unbrauchbaren wieder gelöscht, deswegen aber keinerlei Abstriche machen müssen. Bin aber auch jemand der sich über die horrende Anzahl inzwischen verfügbarer Apps nur wundert.

  • Der Dummschwätzer

    Also bei so einem Hinweis kann ja nicht mehr von Abhörwanzen gesprochen werden. Wenn man dem Zustimmt ist es halt so gewollt, das ist kein 1000 Seiten AGB Dokument.
    Wenigstens wird da hingewiesen, ich erinnere mich an fiepende iPhones, wo Facebook sich durch den Ton aktiv gehalten hat. Sorry aber das ist eine unbewusste Wanze, das hier eher nicht.

  • Vielleicht wäre es wirklich jetzt an der Zeit, dass Apple Funktionen einbaut, über die man mit einem Klick alle Rechte der Apps blockieren oder gar ganz entziehen lässt.
    Komme halt auf JB zurück, über den man eine Firewall installieren kann, die genau das bietet.

    • Zum einen scheinst du den Text nicht gelesen zu haben und zum anderen lässt sich für jede App die Berechtigungen in den Einstellungen regeln. Eine Firewall mit der die ein und ausgehenden Verbindungen kontrolliert werden können fände ich jedoch auch sehr hilfreich.

  • wenn ich mir die App-Liste ansehe dann frage ich mich eh was mit den Leuten nicht stimmt; diese Kinderspiele für zero dollars nutzen Menschen? Normale Menschen!? Haben die alle keine Arbeit oder Hobbys? WTF!!

    • Unglaublich, aber wahr: Ja, Kinderspiele werden von Kindern genutzt! Ich gehe mal davon aus das man Kinder auch als „normale Menschen“ bezeichnen kann.

      • Ein Hauptgrund meinen Kindern kein Android zu geben. Da gibt es keinen Jugendschutz der wie bei Apple funktioniert und wenn man was machen will scheitert es meist an technischen Hürden. Ich habe es aufgegeben einen Jugendschutz bei meinem Shield TV zu aktivieren und ich bin durchaus technisch affin.

  • Ich bin jetzt nicht anfällig für Verschwörungstheorien, aber ab und an wundert es mich schon dass zum Beispiel Apps wie Pinterest auf iOS auf einmal Vorschläge und Artikel von Themen anzeigt, die ich zuvor nie in mein iPhone eingetippt habe und auch auf sonst keinem Gerät das cloudmässig verbunden ist. Diese Themen hatte ich mit Freunden oder Kollegen besprochen, das kommt mir dann schon ein wenig merkwürdig vor…

  • Ist es eigentlich immer noch so, dass man bei Android einer App alle von ihr geforderten Rechte gestatten muss wenn man sie nutzen will und nicht wie bei iOS wählen kann? Also Zugriff auf Standort „Ja“, Kontakte „Nein“ und bei Android müsste man Zugriff auf Standort UND Kontakte gewähren, weil sonst die App nicht installiert wird. War zumindest früher so. Ein Grund, warum ich mich nie mit Android anfreunden konnte.

    • Wo sind nur die Androiden Trolle wenn man sie mal braucht ^^

    • Theoretisch kannst du bei neueren Androud-Versionen inzwischen Rechte verweigern. Meiner Erfahrung ist aber, dass dann viele Apps direkt beim Start bereits abstürzen. Ein Beispiel wäre die Fernbedienungsapp von LG für deren TVs. Diese fordert Zugriff auf den Kalender. Wenn ich diesen verweigere, lässt sich die App nicht mehr starten. Nach den Richtlinien von Google ist so etwas verboten. Die Apps müssen auch ohne diese Berechtigungen grundlegend funktionieren. Aber wenn Google das halt nicht überwacht….

    • Sie etwas weiter oben, seit Android 6 (also seit mehr als 2 Jahren) können Rechte einzeln abgenickt werden. Unter Umständen stürzen aber nicht angepasste Apps ab, wenn man ein Recht nicht gewährt.

  • Mich nervt es schon das iOS pauschal den Internet Zugriff zulässt! Jedesmal bei einer neuen App guck ich ob sie die mobilen Daten nutzt und stelle das händisch ab.

    • Stört mich mittlerweile nicht mehr so, läuft schon fast automatisch, aber ja, ne Nachfrage für mobile Daten wäre toll.
      Noch besser wäre , wenn man auch Zugriff fürs WLan sperren könnte, wie bei den Iphones auf dem chinesischen Markt (echte von Apple, keine Fakes)!

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