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1000 Putzkraft-Vermittler: Die Ersten springen aufs iPhone

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27 Kommentare 27

Nach dem fast zeitgleichen iOS-Start zahlreicher Car-Sharing-Unternehmen, dem Boom der Smartphone-gestützten Fastfood-Bestellung und dem darauf folgenden Run auf die sozialen Mitfahrgelegenheiten (sprich: Uber, Flinc, Wundercar und Co.) hat die deutsche Gründerszene jetzt die Vermittlung von Putzkräften für sich entdeckt.

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Von Helpling, über CleanAgents und Homejoy bis hin zum „Book A Tiger„-Projekt der Lieferheld-Macher schießen derzeit so viele Reinigungsvermittler aus dem Boden, dass inzwischen nicht mehr von zufälligen Firmengründungen ausgegangen werden kann. Hier kopiert sich die Branche und wirft die unbeantwortete Frage in den Raum, wer hier eigentlich wen imitiert.

Konzeptuell unterscheiden sich die am Markt vertretenen Unternehmen nur marginal. Für fixe Stunden-Preise bieten Helpling (12,90€), „Book A Tiger“ (15€), Homejoy (15€) und Cleanagents (12€) die Reinigung von Privat und Gewerberäumen an und treten allesamt mit den gleichen Versprechen an: 1. Die Mitarbeiter werden besser bezahlt, als die durchschnittliche Putzkraft am Markt. 2. Schwarzarbeit kann ausgeschlossen werden. 3. Die Buchung lässt sich ohne lange Vorlaufzeiten und feste Verträge anstoßen.

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Fast nicht voneinander zu unterscheiden

Punkt 1 dürfte sich durch den fast gleichzeitigen Start der vier Mitbewerber relativ schnell in den Hintergrund rücken, vor allem die 15€-Anbieter werden ihre Stundenpreise wohl nicht mehr lange halten können. Punkt 2 ist geschenkt. Einzig Punkt 3 bietet aktuell noch Potential zur Differenzierung.

Hier setzt das Berliner Startup Helpling an und bietet jetzt eine iOS-Applikation zur Buchung der angebotenen Reinigungskräfte an.

Mit der Helpling App (AppStore-Link), so die Macher gegenüber ifun.de, lässt sich jederzeit und überall in nur 60 Sekunden eine professionelle Reinigungskraft buchen.

Die Nutzer der App geben einfach die Adresse, Zimmeranzahl sowie besondere Reinigungswünsche an und wählen Ihren Wunschtermin aus. Ein eigens entwickelter Algorithmus findet dann die perfekte Reinigungskraft. Direkt nach der Übermittlung des Auftrags können die Nutzer ihren Termin im Kalender ihres Smartphones speichern oder an ihren Partner beziehungsweise Mitbewohner weiterleiten. Nach erfolgreicher Buchung können Kunden die Details zur Reinigung per E-Mail oder SMS direkt an den Partner oder Mitbewohner weiterleiten.

Kunden können einen über die App gebuchten Termin direkt in den Kalender ihres Smartphones übertragen und sich dadurch automatisch an die Reinigung erinnern lassen.

In Deutschland ist Helpling bereits in über 50 Städten vertreten – ein Wachstum, das wir gespannt beobachten. Derzeit fällt es uns noch schwer die Jobvermittler einzusortieren. Im besten Fall etablieren die vier Konkurrenten faire Preise und die Abkehr von schwarz-bezahlten Reinigungsarbeiten – im Schlechtesten Fall drückt das Überangebot und die direkte Vergleichbarkeit den Stundensatz langfristig unter die etablierte Schwelle vor dem Aufkommen der 1-Klick-Putzfrauen-(und Männer)-Bestellungen.

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Montag, 11. Aug 2014, 11:38 Uhr — Nicolas
27 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Cleaning Woman!!!!?!!

    Erinnert mich an Steve Martin ;-)

  • Interessant wär wie man sich als Reinigungskraft da zur Verfühung stellt, bzw wie die Firma bei der ich zB angestellt bin an der Ausschreibung solcher Aufträge teilnehmen kann.

  • „jederzeit und überall“ ist ein schönes Werbeversprechen. In meiner Region ist Helpling jedenfalls nicht vorhanden. Und so in der Pampa wohne ich auch nicht.
    Schade.

  • Sind da in den Apps dann auch Feedback Buttons drin? Bzw. irgendwelche Bewertungsmöglichkeiten, bei denen man das „Ergebnis“ bewerten kann?
    Interessant wäre, wenn man dann bestimmte Putzkräfte buchen könnte, die eine besonders gute Bewertung bekommen haben. Viele gute Bewertungen können sich dann ja auch in einem höheren Stundensatz niederschlagen…

  • Auf kurz oder lang werden sich Zeitarbeitsfirmen da mit reinhängen. Bei den stundensätzen ist das nur logisch. Und dann war es das mit fair.

    • Es liegt immer am Kunden, ob er Ausbeutung durch seine Buchungen unterstützt, oder ob er sagt „Gute Arbeit und Zuverlässigkeit sind mir auch mal 15 oder 20€ die Stunde wert“.
      Ich für meinen Teil bin auch bereit gut zu bezahlen, wenn das Ergebnis passt und ich nicht nach jedem Besuch der Putzkraft mein Inventar auf Vollständigkeit prüfen muss.
      Meiner Meinung nach sollte sowas auch gleich mit einem Bewertungsmodell verknüpft werden. Bekommt eine Putzkraft viele gute Bewertungen, dann steigt die Zahl der Buchungswünsche für speziell diese Putzkraft und der Preis (und somit hoffentlich auch die Bezahlung für die Putzkraft) steigt. DAS wäre dann fair für alle Beteiligten!

      • Nuja, so einfach ist es für den Kunden leider nicht immer zu erkennen, wer der vielen Mittelsmänner, und/oder Vermittler, denn nun genau welchen Anteil vom bezahlten Lohn der Putzkraft bekommt.

        Ich dachte früher auch, das die Klofrauen die Pfennige, die auf ihren Tellern liegen für sich behalten hätten, wurde aber -in einigen Gesprächen mit ebendiesen, eines besseren belehrt…

      • Hallo DaM und Ein Fan. Helpling erhält 20% des Stundenpreises für die Vermittlung der Putzkraft. Dieser Betrag fällt an, um die Kosten für unsere Vermittlung, den Kundenservice, unsere technische Plattform (App und Desktop), das Marketing etc. zu decken. Unsere Hilfskräfte profitieren davon, dass wir Aufträge in ihrer Nähe anbieten und sie wählen können, welchen Auftrag sie annehmen. Dadurch sind sie nicht mehr von wenigen Kunden abhängig, entscheiden flexibel über ihre Zeiteinteilung und müssen sich nicht der Eigenvermarktung/Kundenakquise widmen. Zusätzlich sind sie versichert – sprich: Geht etwas beim Putzen zu Bruch, so springt unsere Versicherung ein. Viele Grüße, Ben | Helpling

  • Gerade bei privaten Putzkräften ist das ja auch ein auf längerfristige Zusammenarbeit angelegtes Vertrauensverhältnis.
    Zum Einen fehlt mir unter diesem Aspekt der Mehrwert der Vermittler, und zum Anderen gehe ich davon aus, das die guten Kräfte schnell wieder privat ausgebucht werden und nur der „Rest“ im System bleibt.
    Ansonsten gibt’s auch noch die privaten Empfehlungen…..

    • ja, sehe ich genauso – ein Vertrauensverhältnis ist sehr wichtig. Es gibt in dem Bereich auch organisierte Kriminalität.

    • Sehe ich auch so – immerhin wird sie jetzt auch putzen, wenn ich nicht zu Hause bin und ggf. den Code der Alarmanlage bekommen – da ist Vertrauen das a und o

    • Sehe ich genauso, ich lasse doch nicht irgendwelche fremden Putzen bei
      mir ein- & ausgehen. Eine Private putzkraft basiert auf Vertrauen und Empfehlungen.
      Glaube kaum, dass sie damit großen Erfolg haben, zumindest nicht im jetzigen Stadium. Da fehlen – wie oben bereits genannt – Bewertungsmöglichkeiten usw…

  • Habe 2x versucht bei Helpling zu buchen. Beim ersten Mal kam niemand, beim 2. Mal kam eine Absage am Vorabend. Für mich war es das erst mal…

    • Die Erfahrung hat ein Freund auch gemacht. Und kritische Kommentare dazu werden bei Facebook gelöscht. Derartige Unternehmen sind für mich dann nicht mehr vertrauenswürdig – ging mir schon bei iDoorbot so.

      • Ben | Helpling Team

        @Devil-D:
        Btte schaut mal auf die Facebook-Seite. Wir nehmen uns Euer Feedback zu Herzen, antworten schnellstmöglich und transparent. Manchmal wird jedoch eine konstruktive Gesprächsebene verlassen, dann müssen wir – wie die Admins von Blogs – Kommentare entfernen. Niemand hat etwas davon, wenn wenige User ihre Comments spam-artig wiederholen – obwohl diese schon beantwortet wurden.

    • Ben | Helpling Team

      @Elektrozoo:
      Das ist ärgerlich und wir bedauern das. Wir sind im April gestartet und der Ansturm auf unsere Dienstleistung ist wirklich sehr groß. Wir erweitern unser Team von Putzkräften täglich, um flexibler auf Ausfälle reagieren zu können. Zudem optimieren wir stetig unseren Algorithmus, der Auftragsvorschläge an Helplinge schickt. All‘ das ist für Deinen Ausfall sicherlich kein großer Trost – aber vielleicht gibst Du uns in der Zukunft nochmal eine Chance…

  • Gar nicht so kritisch wie bei uber? ;-)

  • @Jan Schlauer als Du, reicht mir schon…;-)!

  • Helping und tiger werben mit zu jungen Gesichtern. Ich würde niemals so junge Menschen in die Wohnung lassen. Die meisten junge Leute haben keine Ahnung vom Putzen.

  • Meine Erfahrung mit Homejoy war leider eine einzige Katastrophe: Buchung auf der Website durchgeführt, Bestätigungsemail erhalten, aber die Putzkraft ist zum vereinbarten Termin nie aufgetaucht! Bei Homejoy habe ich niemanden erreicht, auf meine Emails würde nicht reagiert, dafür die 20 Euro für ein Abo abgebucht…

    IMO nicht zu empfehlen! Leider…

    kilian

  • In Berlin ist der gesetzl. Mindestlohn für Gebäudereiniger im Moment 9,31/h. Dazu kommen Abgaben für SV, PV, AV, Geld für Urlaub, Feiertag, Krankheit, Schwerbehindertenabgabe, Aufsichten, Verwaltung, Fahrzeug oder Fahrgeld, Fahrzeiten, Haftpflichtversicherung, Berufsgenossenschaft usw. Zum Schluss noch die 19% MWSt. 12,90 € (Minus Abgabe an den Vermittler) geht da nicht. Es sind also „Einzelunternehmer“ und fern vom Profi. Sie werden deutlich weniger, als den gesetzlichen Mindestlohn haben, der so unterlaufen wird. Lange macht das Niemand. Stammkräfte wird es selten geben.

  • Und ob die nun für öffentliche Ausschreibungen überhaupt geeignet sind , stell ich in Frage…
    Da muss man dann ja alles offenlegen…
    Ralf-Thomas…..
    Ich danke dir für diesen Beitrag ….
    Ich sehs genauso…..

  • In der Zeit, in der man hier herumgammelt, kann man seinen Scheiß auch selbst wegputzen…

  • Wenn der Mindestlohn schon bei 9€ liegt würde ich schon niemals in einer Firma anfangen die mich nicht nach dem bezahlen würde. Aber das sind dann Leiharbeiter aus dem Ausland die dann hier für 4-6 € pro Stunde arbeiten. Und nachts in so einen gamel Hotel mit 7-8 Leuten pro Zimmer untergebracht werden.
    Das ist Ausbeuterei und das unterstütze ich nicht.

  • meine frau ist so eine perle und arbeitet selbständig bezahlt krankenkasse steuern usw . erstmal zu dieser app ich glaube das die beste werbung die mundwerbung ist und wer für sich alleine arbeitet und das ordentlich macht hat genug zutun .meine frau hält das im übrigen so sie macht mit dem zukünftigen kunden ein kennenlern termin aus und dort entscheiden beide ob man ein vertrauens verhältnis aufbauen kann ist dem nicht so geht mann oder frau besser seiner wege übrigens wer rechnen kann weiss das 15,00 euro eigentlich unterbezahlt sind es bleibt netto na rechnet mal nach ja nicht mal 8,50€ die unsere bundesregierung für alle hier arbeitenden menschen beschlossen hat also viel glück mit eurer app meine frau ist nicht dabei

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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