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ÖPNV und Deutsche Bahn

10 Mio. Deutschlandtickets verkauft. Platzreservierungen werden teurer.

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46 Kommentare 46

Seit dem Debüt des so genannten Deutschlandtickets Anfang Mai wurden insgesamt rund 10 Millionen Ticket-Abonnements verkauft. Darauf hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) jetzt in einer Zwischenbilanz hingewiesen, die dem Deutschlandticket durchaus positive Noten ausstellt.

Vdv Dticket Infozahl 10mio

Bilder: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)

10 Mio. Deutschlandtickets verkauft

Demnach soll es sich bei knapp der Hälfte der 10 Millionen Abonnenten (4,3 Millionen) um Neukunden handeln, die bislang noch kein ÖPNV- Abonnement besessen haben, sondern sich vorwiegend mit Einzelfahrscheinen in den Angeboten des öffentlichen Personennahverkehr bewegt haben.

Bei der anderen Hälfte soll es sich um bestehende Abo-Kunden handeln, die aus Preisgründen zum neuen Deutschlandticket gewechselt sind. Die Anzahl der Kunden, die den öffentlichen Personennahverkehr bislang gar nicht oder nur sehr selten in Anspruch genommen haben und erst durch das Deutschlandticket überhaupt zu regelmäßigen ÖPNV-Nutzern geworden sind, beziffert der VDV mit rund 700.000 Menschen.

Aktuell observiert der Branchenverband eine gestiegene Auslastung der Beförderungsangebote, sieht jedoch noch keine Überlastungen der Infrastruktur.

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Platzreservierung werden teurer

Kennzahlen, die von Änderungen und Preiserhöhungen bei der Deutschen Bahn flankiert werden.

So hat die Deutsche Bahn jetzt angekündigt, die kostenfreie Sitzplatzreservierung in der 1. Klasse fortan streichen zu wollen, wenn das Ticket mit einem „Sparpreis“ oder einem „Super-Sparpreis“ gebucht wurde. Die Kosten für Sitzplatzreservierungen in der 2. Klasse steigen auf 4,90 Euro beziehungsweise auf 9,80 Euro für Familien. Dauerreservierungen fallen komplett aus dem Angebot der Deutschen Bahn.

Zudem bietet die Bahn ihre BahnCard 25, der 2. Klasse noch bis zum 30. Juni für Besitzer des Deutschlandtickets 10,90 Euro günstiger an als üblich. Die Änderungen im Wortlaut haben wir im Anschluss abgedruckt.

Änderungen zum Fahrplanwechsel

Neue Angebote, Aktionen und Änderungen im Fernverkehr ab dem 11. Juni 2023.

Aktionen

  • Super Sparpreis Europa Young zusätzlich für Reisen von und nach Ungarn, Dänemark, Schweden, Kroatien, Slowakei, Slowenien und Polen bis Ende des Jahres
  • BahnCard 100 für Senioren (ab 65 Jahren) und junge Erwachsene (unter 27 Jahren) zum Aktionspreis in der 1. Klasse und 2. Klasse bis 30. September
  • BahnCard 25 2. Klasse bis 30. Juni für Deutschland-Ticket-Inhaber:innen um 10,90 Euro günstiger
  • Verlängerung der Angebote 10- und 20-Fahrten-Ticket um ein Jahr sowie erweiterte Gültigkeit auf zwei Monate bis 30. September 2023

Anpassungen von Preisen und Leistungen

  • Bei Super Sparpreisen und Sparpreisen ist keine kostenfreie Sitzplatzreservierung in der 1. Klasse mehr enthalten. Die Reservierung können Sie bei Bedarf hinzubuchen.
  • Anpassung des Reservierungsentgelts 2. Klasse auf 4,90 Euro, bei Familienreservierung auf 9,80 Euro
  • Wegfall des Angebots der Dauerreservierung (46 Reservierungen für 31 Tage)

Ausweitungen im Fahrplan

  • Ab 11. Juni fährt ein neues, zusätzliches 6. Zugpaar zwischen Berlin und Warschau.
  • Vom 26. Mai. bis 10. September verkehrt an an den Wochenenden ein ICE-Zugpaar der Linie 26 zwischen Hamburg und Karlsruhe via Schwarzwaldbahn bis Konstanz (Ankunft Konstanz Fr 20:09 Uhr/ Sa 18:08 Uhr, Abfahrt Konstanz Sa 11:48 Uhr /So 13:48 Uhr).
  • Vom 3. Juni bis 26. Oktober fährt täglich ein IC-Zugpaar zwischen Stuttgart – Karlsruhe – Schwarzwaldbahn – Konstanz.
  • Vom 8. Juli bis 26. August verkehrt samstags ein neuer Zug zwischen Frankfurt und Bordeaux mit Zwischenhalten in Mannheim und Karlsruhe auf deutscher Seite (Sa ab FFM Hbf 6.56 Uhr an Bordeaux 14.35 Uhr, zurück 15.58 Uhr ab Bordeaux an FFM Hbf 23.51 Uhr).

31. Mai 2023 um 16:02 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    46 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Danke für die Info. Wo kann man die BahnCard mit D-Ticket-Rabatt erwerben?

  • Gibt es auch Statistiken von Leuten die ihr bestehendes Abo gekündigt haben aufgrund der höheren Auslastung? Meine Schwiegermutter fährt seit der Einführung des Deutschlandtickets jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit und hat nun ihr Abo gekündigt. Wohl gemerkt: sie fuhr über 20 Jahre täglich mit dem ÖNV.
    Aber die Flut an Leuten erschwert ihr den Weg. Manchmal muss sie eine U-Bahn oder einen Bus später nehmen. In der Summe verliert sie täglich 25 Minuten im Vergleich zu der Zeit vor dem Deutschlandticket. Aus einem einmaligen Pendeln von ca 30 Minuten wurde 40-45 Minuten. Mit dem Auto braucht sie 15-20 Minuten je nach Verkehr. Sie hat für sich ausgerechnet dass sie weniger als 49€ pro Tankfüllung brauch im Monat für den Dienstweg.
    Es handelt sich hier bestimmt um einen Einzelfall. Allerdings werden genau diese Seiten totgeschwiegen. Und die drohende Preiserhöhung macht aus dem deutschlandticket keine langfristige Alternative. Wenn das Lockangebot 2.0 erstmal vorüber ist, werden Statisten interessant sein.

    • Einzelfälle werden nicht totgeschwiegen, sondern in Nachrichten eben nicht erwähnenswert.
      Wie soll das denn aussehen? 10 Millionen Kunden sind zufrieden (außer Oma Erna und Onkel Paul)

    • Also bei deutschlandweit 700.000 neuen Abos finde ich jetzt schwer vorstellbar, dass es da auf einmal eine dermaßen große Flut von Menschen irgendwo gibt. Bei den Arbeitgebersubventionen (wir zahlen so nur 15 Euro) gibt es davon sicherlich auch noch viele die damit gar nicht regelmäßig pendeln.

      • Kleiner Tipp: Heißt übrigens: „Mann, Mann, Mann!“
        Der Ausspruch hat nix mit dem Pronomen „man“ zu tun…
        Ja, ich weiß: Schreiben doch alle so. Ist aber trotzdem falsch.

    • Allerdings werden genau diese Seiten totgeschwiegen.“? Natürlich wird hier nichts *totgeschwiegen*. Es gibt regelm. auch negative Berichte zum DE-Ticket, und das bekommst du doch auch mit (oder?). Vllt solllte deine Mama an die Presse gehen, dann wird evt auch ihr Fall bekannter.
      Das DE-Ticket ist nicht das „Wir machen es allen Recht im ÖNV“.

    • Danke für die Sachlichkeit. Im Endeffekt ging fast niemand auf die Frage ein, es wurde sich nur auf einzelne Formulierungen eingeschossen.

      wie bereits vorweg erwähnt, handelt es sich hier um eine subjektive Wahrnehmung. In erster Linie ging es mir darum, wissen zu wollen, ob Andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

      Meine Frau bekommt das Ticket auch vom Arbeitgeber. Meine Schwiegermutter leider nicht.

      Prinzipiell bin ich nicht gegen ein solches Ticket. Meiner Meinung nach ging die Berichterstattung nur sehr einseitig einher.

      Darum interessiert mich persönlich, ob es auch viele Bestandskunden gibt, die ebenfalls ihr Abo gekündigt haben.

      im Umkehrschluss bedeutet das schließlich auch etwas positives: die abgeschlossenen Abos sind noch höher!

      • @Harald: Die einzige Frage in deinem urprünglichen Kommentar bezieht sich auf eine Statistik. Niemand von uns kann etwas dazu sagen, vermutlich weil niemand dies weiss? Vermutlich nur die DB könnte das beantworten. Du hast nicht nachgefragt, ob es andere Personen gibt mit ähnlichen Problemen (das kam erst in deiner Antwort ans Licht).

        Ich weiss nicht, ob dein „Danke für die Sachlichkeit“ ironisch gemeint war. Wenn ja, dann mache dir bitte bewusst, dass dir, im Vergleich zu vielen anderen Kommentaren, relativ sachlich geantwortet wurde. Zudem war dann dein Ausgangskommentar nicht entsprechend klar formuliert.

    • Nicht nachvollziehbar. Bei uns kommt es nicht zu Kapazitätsproblemen. Am besten die Schwiegermutter verkauft einfach ihr Auto, dann hat sie eh keine Wahl.

  • BruderBleistift

    Geil. Dann darf man sich in der ersten Klasse jetzt auch um seinen Sitzplatz streiten.

    • In der ersten Klasse ist meistens genug Platz vorhanden. Und bei besonder nachgefragten Verbindungen kann man ja einfach 4,90 Euro extra ausgeben.

      • Stimmt im Prinzip, aber es war dennoch entspannter mit Platzreservierung. Aber wenn man davon ausgeht, dass schon aufgrund der Preiserhöhung keine weiteren Fahrgäste auf die 1. Klasse wechseln werden, wird es sich irgendwie wieder ausgehen. Und wie vermutlich viele andere spare ich durch das D-Ticket bei den Zubringern zum Fernverkehr mehr Geld, als die Reservierung kostet.
        Und wenn einem ein Super-Sparpreis 1. Klasse Siegburg-München für 30 Euro angeboten wird, kann man davon ausgehen, dass der ein oder andere Sitzplatz frei sein wird.

    • Ab sofort im Gang stehen. Auch in der 1. Klasse. Hahaha.

      • BruderBleistift

        Ja. Wenn aber ein Sparpreiskunde ohne Reservierung auf meinem reservierten Platz sitzt und nicht gehen will, geht das Diskutieren los. Was hätte ich im Artikel lesen sollen?

      • BruderBleistift, passiert(e) das wirklich so oft?
        Das Leben ist (leider) kein Streichelzoo. Aber es kommt den Gästen in der 1. Klasse sehr nahe. Manchmal ist dann halt das Fell beim Streicheln doch nicht so flauschig und weich.

      • Hat man diese Probleme nicht ohnehin?

      • Nicht in der 1. Klasse. Da die Reservierung kostenlos ist, reserviert auch jeder. Ausnahmen: Die Bahn fährt am Freitag vor Pfingsten nur mit einem statt 2 Zugteilen. Oder das Reservierungssystem funktioniert mal wieder nicht und überall wird „ggf. freigeben“ angezeigt.

  • 10 Millionen Karten die der Steuerzahler finanziert hat und Milliarden gekostet hat. Unter anderem dafür sollen alle länger Arbeiten und nicht mehr mit 67 in Rente dürfen. Ein Geschenk an die Bahn.

  • Bei den ständigen Zugausfällen habe ich mir die Reservierung eh abgewöhnt.

  • Wie die Idioten auf dem Foto grinsen, als hätten sie irgendetwas geleistet.
    Die meisten Bürger wollen einfach nur im Alltag sparen und die digitale Umsetzung in Deutschland ist eine Katastrophe.

  • Ich bin sehr zufrieden mit dem Deutschland Ticket. Im Bekanntenkreis sind einige auf den ÖPNV umgestiegen. Super !

  • Man hat es hier in berlin gemerkt. Die Flut an billig Touristen wird gesteigert.

    • Solange man den Stadtpanzerfahrern nicht verbietet, mit den 2 Tonnen Blech zum Brötchenkaufen zu fahren, sollte man erst recht Leute mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren lassen, wohin sie wollen…

  • Hahaha genial! Dadurch entstehen dann in der 1. Klasse genau die gleichen Szenen wie in der 2. Klassen, nämlich im Gang sitzende Menschen. Die Leuten haben dann halt für einen deutlichen Aufpreis ein 1. Klasse Ticket gekauft aber bekommen keinen Sitzplatz und stehen/sitzen in der 1st herum. Sowas kann man sich echt nicht ausdenken hahaha

  • DB tut alles um dauerhaft Scheiße und kundenfeindlich zu sein. Wirklich kaputtes Unternehmen.

    • Dann bewerb dich bei der DB und zeige allen wie man es besser machen sollte.

    • Igor, du bist eine einzelne Person. Du magst dein Leben (verm.) mehr oder weniger gut regeln, hast einen Überblick über das was du machst und machst dazu noch keine Fehler.
      Nur ist ein Grosskonzern wie die DB nicht ganz so banal und einfach wie dein Leben.
      Also, mal aus deiner Komfortzone heraus trauen und dann wird du vielleicht erkennen, dass es nicht ganz so banal da „draussen“ zugeht. Und das Leben da draussen auch nicht so negativ und scheisse ist. Mach dir mal bewusst, dass es in anderen (vielen!) Ländern wesentlich schlechter zu geht.
      Du jammerst auf sehr hohem „Niveau“.

  • Die Lohnforderungen müssen doch bezahlt werden! 12% !!! Pleite gehen

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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