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Piper nv: Heim-Überwachungskamera mit Smarthome-Features im Review

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Die Piper nv schlicht als „Kamera“ zu bezeichnen, wird dem Leistungsumfang des Geräts nicht gerecht. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein vielseitiges Heimüberwachungssystem mit Smarthome-Erweiterungen. Wir haben die Piper jetzt mehrere Wochen in Betrieb und das Gerät hat uns insbesondere durch seine Vielseitigkeit überzeugt.

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Wer lediglich eine Kamera sucht, mit der er ab und zu von unterwegs zuhause reinschauen kann, findet zweifellos günstigere Möglichkeiten. Für die Piper ist dies eher ein Nebenjob, den aber insbesondere das Modell nv allerdings hervorragend erledigt. Die 3,4-Megapixel-Kamera liefert ein 180°-Weitwinkelbild und „sieht“ dank ihrer Infrarotsensoren auch bei Dunkelheit. Das günstigere Standardmodell verzichtet auf diesen Nachtsichtmodus und hat eine 2-MP-Kamera verbaut.

Aber wie eingangs erwähnt, kann Piper noch ein ganzes Stück mehr. Verbaute Sensoren für Bewegung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und Geräusche überwachen die Umgebung der Kamera. Beim Abruf mit der Piper-App könnt ihr euch so auch aus der Ferne jederzeit ein aussagekräftiges Bild von der heimischen Situation über die letzten 48 Stunden hinweg machen. Wem die bereits integrierten Sensoren nicht genügen, der kann per Z-Wave zusätzlich Tür- und Fenstersensoren sowie Schalter mit der Kamera verbinden.

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All diese Sensoren und Geräte lassen sich dann auch mit verschiedenen Aktionen verknüpfen. Die erste Gedanke wäre eine simple Alarmanlage. Wenn beispielsweise laute Geräusche oder Bewegung registriert, oder auch eine bestimmte Tür geöffnet wird, heult die in Piper eingebaute Sirene los, und die hat es in sich. Mit 105 dB hat man da ruckzuck mal alle Nachbarn aus dem Bett geholt. Kann man machen, muss man aber nicht. Piper bietet hier eine Menge weiterer, ausgesprochen brauchbarer Optionen. Am besten lässt sich das am unserem unserem Praxisbeispiel demonstrieren.

Piper nv im Alltagseinsatz

Die Piper ist so in der Wohnung platziert, dass sie einen Weitwinkelblick ins Wohnzimmer und bei geöffneter Wohnzimmertür durch den Flur auch einen Blick auf die Haustür zulässt. Vor Einbrechern haben wir weniger Angst, da hier in der Regel zwei Hunde einen guten Job machen, aber ab und an sind auch die beiden aus dem Haus und daher schadet eine zusätzliche Überwachungsoption nicht. Wichtiger ist uns aber auch die Kontrolle darüber, dass die Hunde wenn sie zuhause sind nicht gerade die Wohnung zerlegen oder aus irgend einem Grund die Nachbarschaft durch Gebelle auf Trab halten.

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Mit dem zentralen Bedienelement im Dashboard der Piper-App könnt ihr einen von vier verschiedenen Zuständen auswählen und für jeden von diesen unterschiedliche Regeln vergeben. Einfachstes Beispiel ist der Urlaubsmodus. Diesen wählen wir immer dann an, wenn weder Mensch noch Tier zuhause sind. Es sind dann folgende Regeln aktiv: Schlage Alarm, wenn die Haustür geöffnet wird, ein lautes Geräusch vernehmbar ist oder Bewegung erkannt wird. Was genau auf einen dieser drei Auslöser folgt, lässt sich dann wieder jeweils separat festlegen. Bei uns wäre dies jeweils eine automatische Videoaufzeichnung von 35 Sekunden Länge verbunden mit einer Benachrichtigung per Push-Mitteilung. Optional wäre es noch möglich, eine Mitteilung oder E-Mail an einen ausgewählten Personenkreis zu senden oder die Sirene zu aktivieren. Wer Z-Wave-Schalter an Piper angebunden hat, könnte hier beispielsweise auch das Licht angehen lassen oder sonst ein Gerät aktivieren.

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Der nächste verfügbare Modus wäre der „Away mode“. Unser Beispiel hier wäre, wir gehen aus und die Hunde bleiben daheim. In diesem Fall macht das Aktvieren des Bewegungssensors also keinen Sinn, wir lassen und aber Benachrichtigen, wenn ein lautes Geräusch vernommen oder die Haustür geöffnet wird.

Der dritte Modus ist der Zu-Hause-Modus. Bei uns ist für diesen Fall alles deaktiviert. Ergänzend gibt es noch einen Standardmodus, die hier hinterlegten Aktionen werden immer dann aktiv, wenn keiner der anderen drei Modi aktiviert ist.

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Wenn einer der oben vorkonfigurierten Fälle eintritt, schickt die Piper eine Push-Mitteilung aufs iPhone. Ihr könnt nun die App öffnen und aufs Live-Bild schalten, um erst einmal nachzusehen ob alles okay ist. Sofern die automatische Videoaufzeichnung aktiv ist, habt ihr zudem Zugriff auf den direkt nach Auslösen des Alarms aufgenommenen 35-Sekunden-Film und seht im besten Fall noch die Ursache des Alarms. Piper erlaubt ohne zusätzliche Kosten das Speichern von bis zu 1000 solcher automatisch aufgenommener Clips.

Während des Betrachtens des Live-Videobilds habt ihr zudem auch die Möglichkeit, per Zwei-Wege-Audio mit Personen im Raum zu kommunizieren. Die Kamera hat einen Lautsprecher und ein Mikrofon integriert.

Die Qualität des Videobildes lässt sich in den Einstellungen für den Zugriff per WLAN und Mobilfunknetz getrennt einstellen. Grundsätzlich liefert die von uns getestete NV-Version allerdings hervorragende Aufnahmen, insbesondere der enorme Weitwinkel ist eindrucksvoll. Während der Videowiedergabe kann man frei Zoomen und den Kameraausschnitt bewegen. Alternativ ist es auch möglich, drei Videobilder mit unterschiedlichen Ausschnitten gleichzeitig anzuzeigen.

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Der Nachtmodus der Kamera wird standardmäßig automatisch anhand des Umgebungslichts aktiviert. Alternativ besteht auch die Möglichkeit des manuellen An- oder Abschaltens. Im Nachtmodus zeichnet die Kamera auch bei völliger Dunkelheit gut erkennbare Schwarzweißbilder auf (s.o.).

Die Piper iPhone-App im Video

Grundkonfiguration und Netzwerk

Die Piper kommt mit einem Standfuß und einer Wandhalterung. Ihr sucht den für euch besten Standort aus und wählt die dafür passende Halterung. Eine Steckdose sollte allerdings in der Nähe sein, die Kamera muss an ein mitgeliefertes Netzteil angeschlossen werden. Sonstige Kabel sind nicht nötig, allerdings sollte sich die Piper in Reichweite eines von euch kontrollierten WLAN-Netzes befinden.

Die Kommunikation zwischen der Piper und eurem iPhone läuft über das Internet. Live-Video streamt dabei direkt von der Kamera auf das Mobilgerät, aufgezeichnete Videos werden auf den Servern von Icontrol, der Firma hinter Piper gespeichert. Hier kommen natürlich die üblichen Fragen zum Thema Datenschutz auf. Der Anbieter betont vor diesem Hintergrund, dass sämtliche Kommunikation eine Authentifizierung erfordert und die Daten nach SSL-Standard verschlüsselt sind. Unbedingt empfehlenswert ist es daher allerdings, dass ihr für eure Benutzerkonto bei Piper ein sehr sicheres Passwort verwendet. Mit diesen Benutzerdaten können sich dann auch mehrere Familienmitglieder anmelden, für optimale Performance wird aber empfohlen, dass nicht mehr als zwei Nutzer gleichzeitig die App verwenden.

Preis und Versionen

Die Piper-Kameras lassen sich von Deutschland aus direkt über den Onlineshop des in Kanada ansässigen Hersteller beziehen. Das einfachere Modell mit 2 Megapixeln und ohne Nachtsichtfunktion kostet 225 Euro, die neuere Piper nv mit 3,4 Megapixeln und Infrarot-Leuchten ist zum Preis von 280 Euro erhältlich.
UPDATE: In Deutschland hat Cyberport den Vertrieb von Piper übernommen, beide Modelle der Kamera sollten in Kürze auch dort verfügbar sein.

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12. Jun 2015 um 19:21 Uhr von chris Fehler gefunden?


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