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Einmal Geofencing, immer Geofencing: “iPhone, kümmere dich darum, wenn du dort bist.”

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Seit iOS 5.1 versteht sich das iPhone auch auf das sogenannte “Geofencing” und bietet den installierten Applikationen entsprechende Schnittstellen zur Abfrage der momentanen Geräte-Position an. Die deutsche Wikipedia erklärt den Kunstgebriff recht knackig:

“Unter Geofencing (Kunstwort aus Geographie und fence [engl. = Zaun]) wird in der Telematik die Verbindung zwischen Geoinformationssystem, der Lokalisation der Objekte und aktiven Eingriffen verstanden, wenn das lokalisierte Objekt vordefiniertes Gebiet (innerhalb des gedachten Zauns) verlässt oder betritt.”

Anders formuliert: Setzt eine eurer Applikationen das auf das Geofencing-Modul des Betriebssystems, checkt iOS in regelmäßigen Abständen den aktuellen Aufenthaltsort eures Gerätes und aktiviert die entsprechende Anwendung immer dann, wenn die dort voreingestellten Geo-Koordinaten betreten bzw. verlassen wurden; je nach den in der App gesetzten Einstellungen.

Da sich nicht die einzelnen Applikationen, sondern die Betriebssystem-Komponenten um den Geo-Check kümmern, braucht man sich um den Akku des eigenen iPhones nur bedingt Sorgen zu machen. Sicher, habt ihr in einer App die Geofencing-Option aktiviert, nagt iOS etwas mehr am Akku als sonst – der Stromverbrauch steigt jedoch nicht weiter an, wenn ihr auch noch in 10 anderen Apps von der Geofencing-Option Gebraucht macht.

Wie gesagt, nicht die Anwendungen kontrollieren den aktuellen Ort, sondern das Apples iOS. Dieses schüttelt die im Hintergrund schlafenden Apps nur wach, sobald ihr einen gekennzeichneten Ort erreicht habt.

Der angenehme Neben-Effekt: Wenn ihr euch für die Geofencing-Option einer App entschieden habt, könnt ihr den Schalter bei allen Apps die die virtuellen Zäune beachten auf “AN” stellen. Eine kleine Auswahl:

  • Downcast (AppStore-Link) Die Podcast-Applikation hält hinter der Geo-grenze nach neuen Episoden Ausschau.

  • PassBook Um euch direkt am Flughafen das Ticket und vor dem Konzertsaal die Einlasskarte anzuzeigen, bedient sich Apples Passbook standardmäßig der Geofencing-Funktion.
  • Instapaper (AppStore-Link) Der Später-Lesen-Dienst gleicht sich mit eurem Online Konto ab und lädt neue Artikel.

  • Mayormaker die nur in den USA erhältliche App für Foursquare-Nutzer schummelt euch durch Geofencing-Erinnerungen automatisch zum Bürgermeister ausgesuchter Lokale hoch.
  • Checkmark (AppStore-Link) die To-Do Liste verknüpft Orte und Erinnerungen um euch noch auf den ausstehenden Einkauf beim Bäcker auf der anderen Straßenseite aufmerksam zu machen.

  • Erinnerungen & Meine Freunde Suchen (AppStore-Link) Auch Apples Haus-Applikation verstehen sich auf ortsabhängige Erinnerungen, lassen sich jedoch nur umständlich bedienen.

Ihr kennt noch mehr Geofencing-Apps? Gebt uns in den Kommentaren kurz bescheid.

Diskussion 27 Kommentare.
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  1. Zitat: “Da sich nicht die einzelnen Applikationen, sondern die Betriebssystem-Komponenten um den Geo-Check kümmern, braucht man sich um den Akku des eigenen iPhones nur bedingt Sorgen zu machen. Sicher, habt ihr in einer App die Geofencing-Option aktiviert, nagt iOS etwas mehr am Akku als sonst – der Stromverbrauch steigt jedoch nicht weiter an, wenn ihr auch noch in 10 anderen Apps von der Geofencing-Option Gebraucht macht”.
    Sorry, hab ich das ganze Zeug an schafft der Akku des iPhone 5 keinen Arbeitstag. Kommt noch ein bißchen Musik hören und Internet dazu, ist spätestens am Nachmittag eine Steckdose von nöten. Was für ein Mist dieser Akku!

    uD_Bandit
    • Vielleicht nicht das richtige für dich, aber ich habe das Betreiberlogo aus einer alten News auf mein iPhone 5 gepackt. Nebeneffekt war das der LTE Schalter zu einem 3G Schalter wird. Alleine das hat bei mir ausgereicht meinen Akku nichtmehr nur bis 18 Uhr aufrecht zu erhalten sondern bis sogar weit in den nächsten Tag und das bei gleicher Nutzung. Jetzt geht zwar definitiv kein LTE mehr, selbst wenn ich’s Buchen würde (hab eh kein LTE am Wohnort, und 3G auch nur eingeschränkt) aber dafür eine fast Akkuverdopplung

      — komacrew
      • Du kannst auch einfach die aktuellen Netzbetreibereinstellungen aktiv lassen und schaltest den LTE Schalter aus, dann hast du immer noch 3G und die Akkuvorteile

        MeisterMiyagi
      • dann hast du mich glaube ich nicht ganz verstanden ;)
        Ich habe kein LTE gebucht da es eh nicht verfügbar ist. Ob der LTE Schalter an oder aus ist spielt keine Rolle, denn mein iPhone wechselt immer von 1 Balken 3G zu 3 Balken Edge hin und her, was viel mehr Akku kostet als jetzt wo ich die LTE Einstellungen jetzt “verloren” habe und jetzt kann ich endlich 3G an und ausschalten. Dadurch das ich kein 3G mehr anhabe habe ich einen deutlichen Akkuvorteil. ob LTE an oder aus ist macht doch garkeinen Unterschied wenn man kein LTE gebucht und verfügbar hat, da es sich ja eh nicht verbinden kann

        — komacrew
  2. Ich kann mir auch kaum vorstellen, das es wenig am Akku nagen soll, wenn man den ganzen Tag ein GPS Signal sucht. Ob das nun eine App macht oder das System selbst, sollte doch keinen Unterschied machen. Der Standort wird ja nunmal abgefragt. Und da bringt es auch nix, das 10 Apps genauso “wenig/viel” am Akku nagen wie eine App.

    — ennienns
    • Stimmt schon was du sagst aber ich meine mich erinnern zu können das Geofencing garkein GPS Signal verwendet sondern nur die Triangulation. Dazu im Vergleich entleert sich mein Akku mit Navigon auch definitiv schneller als mit “nur” aktiviertem Geofencing bei den Erinnerungen und dem Wetter

      — komacrew
    • der standort wird nur EINMAL für z.b. 10 Apps pro zeitintervall abgefragt und nicht 10 mal für 10 apps die im hintergrund laufen. das ist der clou.

      — MstrBrightside
    • Es wird ja gar nicht ständig ein GPS Signal gesucht/verwendet.
      iOS fragt in einem bestimmten Intervall die Position ab, bsw alle 30 Minuten. Wie oft genau weis ich nicht.
      In den meisten Apps die geofencing verwenden kann man einen bestimmten Radius einstellen, bsw 10km. Fragt das iOS nun die Position ab und die App bemerkt das sich die aktuelle Position irgendwo innerhalb dieses 10km radiuses befindet, kann die App die genau Bestimmung der Position via GPS aktivieren.

      — Gerd
  3. Bis auf die Apple Apps Meine Freunde suchen und Erinnerungen bzw. andere to-do Apps sehe ich keinen Vorteil darin Geofencing zu aktivieren…. Podcast, News etc. lade ich eh immernur mit WLAN und wo das ist, ist mir und dem OS doch egal ;)
    Und meine Freunde suchen macht doch kaum jemand oder? Bei der Paranoia die es immer gibt von wegen Datenschutz ^^

    PS: die Beschreibung zu Mayormaker verstehe ich sinngemäß mal überhaupt nicht…

    — komacrew
    • Naja, der Witz ist ja, dass es durch die Geofencing Funktion erst möglich wird, dass die App automatisch Podcasts runterlädt. Denn das Geofancing ist – neben dem eigentlichen, manuellen Start der App durch den Benutzer – die einzige Möglichkeit den automatischen Download zu triggern.

      Es ist z.B. nicht Möglich zu überwachen ob ein WLAN vorhanden ist und dann automatisch die neusten Podcasts zu laden. Dafür gibt es keine API und wenn die App gerade schläft, kann sie nur durch vier Dinge aufgeweckt werden: durch den Start durch den Benutzer, durch einen Location-Wechsel, durch einen eingehenden VOIP-Call oder durch eine eingehende Bluetooth 4.0 Verbindung mit der “neuen” CoreBluetooth API.

      Daher ist die Funktion den Download via Geofencing zu starten eigentlich eine ziemlich clevere Idee die sich einem nicht sofort erschließt, aber wirklich gut ist.

      — Andi
  4. Nur zwei Beispiele:
    Bei Benutzung der neuen Geocaching App ist der Akku des 4S nach ca. 3 Stunden leer! Da wird dauernd das GPS Signal benötigt.
    Habe anfangs einmal das Geofencing mit der Erinnerungen App getestet. Da war bei normaler Benutzung des 4S der Akku mittags leer.

    Das GPS Modul ist meines Erachtens das Stromhungrigste Bauteil im iPhone.

    — ElBe
      • Triangulation
        Das Telefon errechnet aus (mindestens 3) Funkzellen, die es empfängt die Position.
        Aus diesem Gunde ist die Position auch nicht so genau ~50m genau.
        Dadurch brauch das Telefon also nicht fiel mehr Strom wie ohne, da es nur die Empfangsqualität auswerten muss.

        — DerDirk
      • Oder durch die WLAN-Netze in deiner Umgebung. Dafür nutzt Apple die Skyhook Datenbank, mit der die umgebenden WLAN-Netze abgeglichen werden und am Ende fallen dabei Koordinaten heraus. Dadurch bekommt man auch eine sehr genaue Positionsbestimmung hin, zumindest in Städten. So machen das z.B. der iPod Touch, die iPads ohne Cellular oder alle Macs.

        — Andi
  5. “Localscope” lässt sich mit “Erinnerungen” verknüpfen, was das Erstellen einer ortsbasierten Erinnerung deutlich erleichtert.

    — Cede
  6. 2Do App. nutze es oft. Funktioniert ganz gut. Nur manchmal paßt die Position nicht wirklich und die Nachricht kommt dann zu Früh oder gar nicht mehr. Am besten nimmt eher einen kleinen Radius unter 10km.

    — Kay
  7. GPS Alarm
    Der Name sagt eigentlich schon alles. Man definiert auf einer Karte einen Ort und den Abstand dazu und das iPhone meldet wenn man da ist.

    — BadTicket
  8. Hi
    Kann auch nur mit einem erhöhten Akkuverbrauch bei Aktivierung der Lokalisierung bei “Erinnerung”.
    Zwei Gründe warum ich nicht mehr nutze:
    1. Akku ruckzuck leer
    2. Meldung der Erinnerung bereits ~1km Entfernung

    So toll das Feature auch ist,… So nicht brauchbar

    — Doc
    • Bei mir springt die Erinnerung erst genau vor der Haustür auf. Sowohl zuhause, als auch vorm Büro.
      Bin zufrieden. Akku-Unterschied merk ich keinen. Abends noch 30-50% je nach Nutzung.

      — iLama
  9. Witzig finde ich, daß ich als 3GS User über die Freunde App einen Geofencing Alarm auf dem iPhone eines Freundes aktivieren kann.

    Irgendwie witzig, wenn man die Meldung erhält, XYZ hat den Ort verlassen.

    Erinnert mich irgendwie an elektronische Fußfesseln :-)

    — Mikesch
  10. Gibt es Erfahrungen zu Passbook? Grundsätzlich rufen die meisten Apps ja nur die Position ab, wenn man sie aktiv wieder nutzt. Bei Passbook geschieht dies aber doch wie bei Erinnerungen in regelmässigen Abständen. Und genau dies nagt doch an der Akkulaufzeit?! Aufgrund des Artikels hab ich Ortungsdienst auch bei Passbook mal angeschaltet – ohne machts eigentlich keinen Sinn – und bin sofort bei einer wesentlich kürzeren Akkulaufzeit gelandet. Haben andere hierzu Erfahrungswerte? So wird Passbook sicher kein Erfolg.

    — renestgt
  11. iPhone 4S, alles an (W-LAN, Blauzahn, Geofence mit autmo. Mitteilungen an Freunde). Bei gelegentlicher Nutzung hält der Akku einen Tag, bei intensiverer Nutzung nur bis zum Nachmittag.

    Was bitte soll an der Freunde-App umständlich sein? Ich finde es eine ganz feine Sache seine Freunde/Familie regelmäßig, automatisch informieren zu können :-) Genauso cool wie ein Gruppenchat im whatsapp.

    — m0hrms
  12. Ich fände es Sinnvoll, wenn man bestimmte Funktionen mit Geofencing verknüpfen könnte, wie z.B. wenn ich zu Hause oder das Büro verlasse, soll W-Lan deaktiviert werden oder und die Bluetooth-Funktion aktiviert werden…
    Die “elektronische Fussfessel” im Sinne von Freunde suchen, finde ich echt quatsch – da wundere ich mich dass die Datenschützer noch nicht ihr Veto eingelegt haben.

    — Spargel

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