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Scott Forstall war begeistert

Zum Widerrufen schütteln: Vom Treppenwitz zum iPhone-Feature

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Was viele Anwender nicht auf dem Radar haben: Zahlreiche Aktionen, die in Apples Werksanwendungen, im iOS-Betriebssystem oder in entsprechend vorbereiteten Drittanbieter-Applikationen ausgeführt werden, lassen sich durch ein flinkes Schütteln des iPhones widerrufen.

Schuetteln

Habt ihr etwa eine Notiz gelöscht, die eigentlich noch behalten werden sollte, könnt ihr das Gerät kurz wie ein Polaroid-Foto schütteln und bekommt umgehend eine Info-Meldung eingeblendet, mit deren Hilfe sich der Löschvorgang rückgängig machen lässt.

Die Undo-Funktion, die auf dem iPad (zumindest in textverarbeitenden Applikationen) durch eine gesonderte Taste oberhalb der Tastatur repräsentiert wird, ist auf dem iPhone hinter der Geste Entdeckt, die im iPhone-Handbuch folgendermaßen beschrieben wird:

Letzten Bearbeitungsvorgang widerrufen: Schüttele das iPhone und tippe anschließend auf „Widerrufen“. […] Falls du eine E-Mail versehentlich bewegt hast, schüttele unmittelbar danach das iPhone, um dies rückgängig zu machen.

Dass die Widerrufen-Funktion unglaublich wichtig sein kann, ist nicht von der Hand zu Weisen – Apples Newton hatte dafür sogar eine dedizierte Taste – warum jedoch hat Apple die Aktion hinter der Schütteln-Geste versteckt?

Undo Taste

Apple-Blogger John Gruber gibt eine Anekdote zum besten, die die Provenienz der umständlichen Undo-Funktion einem Treppenwitz des iOS-Teams zuschreibt:

Scott Forstall beauftragte das iOS-Team damit, eine Interface für den Rückgängig-Befehl zu entwickeln – das Team war sich einig, dass das iPhone eine entsprechende Funktion besitzen sollte, aber niemand hatte eine gute Idee, wie diese umzusetzen war. Ein Ingenieur scherzte, dass man das iPhone einfach schütteln könnte, um die Funktion aufzurufen. Forstall sagte, dass er die Idee liebte. Was initial als Witz vorgeschlagen wurde, ist seitdem das offizielle Undo-Interface des iPhones.

Freitag, 24. Aug 2018, 16:18 Uhr — Nicolas
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  • Der gute alte Newton, ich habe nie verstanden, warum der damals eingestellt wurde. Der war seiner Zeit weit voraus, Apple hat damals einen enormen Vorsprung verschenkt.

    • Ehm, weil er vielleicht doch nicht so erfolgreich war und sich nicht verkauft hat?

    • Wa das nicht das Ding mit Stift?

      Dann war es genau der Stift den Steve nicht mochte und deshalb das Gerät eingestampft hat.
      (Quelle: steve jobs Film)

      Tach pencil

      Man könnte auch sagen, er hat das Gerät eingestampft von dem Typen der ihn gefeuert hatte..

      Ich war sowieso eher Palm Fan.

    • Du hast selbst die Antwort gegegen, es ist ganz einfach: Die Konsumenten waren nicht bereit für ein solches Gerät. Alles zu seiner Zeit.

  • Für mich gibt es keine nervigere Funktion als diese auf dem iPhone…

    • Ich fand die Funktion anfangs sogar recht praktisch. Aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass ich das iPhone schleudern muss als würde ich mit einer Sektflasche auf der Formel-1-Tribüne stehen. Schließlich wurde sie damit auch echt nervig und abgestellt…

    • Und warum schaltest du die Geste dann nicht einfach ab?

      • Sagt er doch „abgestellt“

      • @Turgi: Wie du der Einrückung entnehmen kannst, bezieht sich meine Frage auf das was „CanausElbistan“ von sich gegeben hat. Da ist nichts von „abgestellt“.

    • @CanausElbistan: Ich habe den Eindruck, dass Schütteln ist nicht die einzige Design-Entscheidung in iOS, die eigentlich als Witz gedacht war…

      Nur zwei Beispiel:
      Beim iPad PRO 12,9″ sind – gegenüber dem iPad PRO 10,5″/9,7″ – die beiden Sondertasten („Zahlen“ und „Tastaturen“) links unten auf der Tastatur vertauscht – welch ein Spaß, wenn man mit beiden Geräten arbeitet!
      Dafür ist das iPad PRO 10,5″/9,7″ offenbar nicht PRO genug, um eine TAB-Taste zu erhalten – ein Brüller!

    • Ich find die Funktion klasse, ich weiß ja nicht was ihr mit eurem iPhone macht, bei mir reicht leichtes schwenken des Gerätes. Vielleicht habt ihr euch alle nicht richtig damit befasst, man muss das iPhone nur beschleunigen und abbremsen.

  • Leider werden in Mail mit dem Schütteln alle gelöschten Mails wiederhergestellt, nicht nur die zuletzt (versehentlich) gelöschte. So hat man dann wieder den ganzen schon gelöschten Müll im Postfach.

  • Geht das auch irgendwie anders ohne schütteln? Ich habe immer Angst, dass mir das Handy aus der Handy fliegt.

  • Das ist das erste was ich mit deaktiviert habe. War immer lästig die Meldung.

  • „Wird das iPhone häufig aus Versehen geschüttelt…“!? Mensch, nehmt das iPhone beim Schütteln doch einfach in die andere Hand :p

  • Google erlaubt sich seit Jahren die Dreistigkeit, Feedback und Nutzerverhalten aus deren iOS-Apps abzugreifen, nachdem man diesem ja per „Schütteln“ bewusst zugestimmt hat. Die Auslegung für dieses Schütteln, sind bei Google berits leichte Bewegungen des Gerätes.

    Zu finden z.B. unter: Google Maps > Zahnrad für Einstellungen > Nach unten scrollen > „Schütteln, um Feedback zu senden“

  • Interessanter Vergleich mit dem schütteln eines Polaroid Fotos.
    Wer kennt denn die Dinger heute noch? :-)

    • Sind heute beliebter, als mancher denkt. Besonders junge Leute haben Spaß daran, Fotos in die Hand nehmen zu können und „ältere“ (30+) erinnert’s an früher… vgl. z.B. Fuji Instax oder Leica „Sofort“ – wobei das Schütteln der Polaroids noch nie nötig war und sogar die Qualität der Fotos verschlechtern konnte.

    • Gibt doch gerade wieder Polaroid-Kameras, die „in“ sind.

      Vor einigen Jahren ist mir aufgefallen, dass dieses Polaroid-Konzept durch Lieder wieder aufgerüttelt wurde. Daher wissen auch jüngere Leute darüber Bescheid. Und seit 1-2 Jahren (oder sogar länger?) gibt es wieder welche auf dem Markt.

  • > ist auf dem iPhone hinter der Geste _Entdeckt_

    Falsches Wort.

  • Mit solchen Features kann man natürlich die Einnahmen durch „Service“ auch ganz gut erhöhen. Nein wird nicht genutzt.

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