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Zäher Start in Australien: Banken boykottieren Apple Pay

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Die australischen Banken scheinen bei Apple Pay nicht so recht mitspielen zu wollen. Einem Zeitungsbericht zufolge machen die Institute dem dort erst kurze Zeit verfügbaren Apple-Bezahlsystem den Start bewusst schwer.

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Der australische Politiker Ed Husic hat in dieser Angelegenheit an die Bankenaufsicht und die Zentralbank des Landes zum Handeln aufgefordert. Seiner Ansicht nach sorgt die Praxis der Banken dafür, dass die Bürger seines Landes mit Blick auf die verfügbaren Bezahlverfahren nur eingeschränkte Wahlmöglichkeiten haben. Bislang unterstützt nämlich keine einzige australische Bank das neu eingeführte System, lediglich American-Express-Kunden können „Down Under“ mit ihren iPhones bezahlen.

Der Grund für die Boykotthaltung der Banken ist vermutlich bei den von Apple festgelegten Gebühren zu suchen. Apple kassiere in den USA derzeit 0,15 Prozent von jedem Apple-Pay-Umsatz und fordere den selben Obolus auch in Australien. Dies übersteige den Teil, den die Banken mit solchen Transaktionen erwirtschaften allerdings deutlich. Kreditkartenfirmen haben da mit ihren traditionell hohen Gebühren deutlich mehr Spielraum. So sei offenbar auch Mastercard an einer Apple-Pay-Partnerschaft interessiert, Visa dagegen positioniere sich auf Seite der Banken.

Ein weiterer Motivator für die Boykotthaltung sei die Tatsache, dass in Australien bereits verschiedene Mobile-Payment-Systeme mit Beteiligung der Banken erfolgreich am Markt sind.

Freitag, 27. Nov 2015, 16:23 Uhr — chris
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  • Landet Apple nur noch Rohrkrepierer? Apple Music läuft wie Apple Pay eher schlecht, die Apple Watch ist zwar Spitze und die weltweit meistverkaufte Uhr, aber die erhofften Rekordverkäufe scheint sie auch nicht zu bringen, die neuen Mac- und iOS-Betriebssysteme wollten vor allem Fehler beseitigen, fügen aber in erster Linie neue hinzu und die Home-Automatisierung ist bislang auch nur was für seltsame Nerds, die das Licht statt einfach per Hand lieber kompliziert über ein Telefon einschalten. Einzig das iPad Pro scheint zu überzeugen, aber es friert beim Laden ein (hat Apple das vorher nicht getestet?!) und ist eher was für ein Nischenpublikum

    • Du hast Recht, alles scheisse. Wir sollten verlangen das diese Seite dichtgemacht wird.

    • Leider eine gute Zustandsbeschreibung
      Ergänzen könnte man noch:
      – statt dem Prinzip ‚Keep it simple“ zuflogen wird die Bedienung des iPhones durch neue Gesten und 3D Touch immer komplizierter
      – mit Live Fotos wird ein neues Feature eingeführt, dass eigentlich Potential hat, aber von Apple selbst nur halbherzig unterstützt wird (keine Anzeige auf ATV, kein bewegt-Export zu iMovie (z.B. Für Diashows) keine Darstellung bei Diashows in Foto, bewegtansicht in Fotos nur mittels 3D Touch (und das noch sehr unbefriedigend) und nicht automatisch im Thumbnail Modus (das können nur third Party Apps)
      – ATV völlig unbefriedigend umgesetzt
      ………..

    • Ralf, ich glaube du siehst das zu einseitig negativ. In deiner Aufzählung blendest du bewusst oder unbewusst viele Dinge aus. Ein kleines Beispiel nur: Früher baute Apple nur Computer. Plötzlich kommt der iPod, Plötzlich kommt das iPhone, plötzlich kommt das iPad auf den Markt. Aus dem Stand heraus muss Apple die Firma in mehreren Wellen intern umstrukturieren. Dann der Tod von Steve. Meinst du nicht, dass diese ganzen Dinge Folgen auch für die Produkte haben müssen? Andererseits haben sie auch viel richtig gemacht. Ich nehme mal das neue Design vom Mac Pro. Oder das MacBook 12 Zoll als lüfterloser Mac, der sowas in die Zukunft blickt. Only WLAN und Bluetooth und WWW. Auch wenn s darüber viele Negativ-Nachrichten gegeben hat. Der Fakt ist nicht weg zu diskutieren. Zum Schluss nun das iPad Pro mit seinem sagenhaften Stift.

      Ich denke, dass viele da draußen die Negativ-Nachrichten der Medien aufsaugen – diese verinnerlichen und zu ihrer Meinung machen. Früher nannte man so etwas Manipulation und Propaganda. Warum muss alles negativ sein? Warum rücken die Medien alles ins Negative? Es geht letztlich nur um Quote, Story und Absatz, denn positive Nachrichten verkaufen sich schlechter. JEDER will sich besser fühlen, also sucht man negativen Schwingungen, die dieses Gefühl vermitteln.

      Du kannst gerne deine Meinung haben, aber ob es letztlich wirklich real ist…

    • @ Ralf und gast22: I-wo in der Mitte ist die Wahrheit. Muss gast22 da vollkommen zustimmen. So schlecht ist es auch nicht. Aber Ralf hat auch recht, es könnte doch besser sein in manchen Dingen.
      ApplePay ist kein Rohrkrepierer, es ist eher etwas, das sich in einen hart umkämpften Markt einmischt und ein Stück vom Kuchen abhaben will. Niemand gibt da gerne was ab und so einfach ist das auch nicht.

      @ k-H: Ehrlich gesagt ist 3D Touch richtig cool. Die Gesten erweitern und erleichtern das ganze nochmal.

    • Die Watch ist doch genial. Apple verdient richtig Geld mit einem Gerät, mit dem wir nicht mehr aufstehen müssen, um das Licht einzuschalten und uns dann im nächsten Moment sagt, dass wir mal wieder aufstehen sollten.

  • Das liegt wohl eher an den regulierten Interchanges, also den prozentualen Erträgen der kartenausgebenden Banken, und nicht an bestehenden Verfahren in Australien. Die Interchnage ist aus Wettbewerbsgründen stark reduziert, damit Händler günstige Konditionen aus der Kartenakzeptanz erhalten. Damit soll sichergestellt sein, dass Endkunden beim Einkauf und bei der Zahlung mit Karte von diesen Preisnachlässen unmittelbar profitieren. Soweit die Theorie, denn beim Endkunden kommt der Preisnachlass für den Handel ja in der Regeln nicht an, so dass in Folge der Regulator der Bandenentgelte erstmal der Handel von den Kostenvorteilen profitiert. Eine staatlich festgelegte Deckelung der Entgelt auf 0,2% bei Debitkarten (Maestro, V PAY, girocard, also der gemeinen EC-Karte, etc. mit direkter Kontobelastung) und 0,3% bei Kreditkarten (Visa, MasterCard Karten mit bspw. monatlicher Abrechnung am Konto oder Revolving Credit, etc.) greifen in der EU und in Deutschland ab 09. Dezember 2015, oftmals sind diese Nachlässe bereits heute schon vorweg genommen. Günstigere Konditionen sind verhandelbar, bspw. wenn ein Händler oder eine Händlergruppe viele Transaktionen und Umsatz generiert, dann kann auch zu einer niedrigeren Kondition (unter 0,2% vom Umsatz) abgeschlossen werden. In Deutschland liegt man bei Debitierten bei unter 0,18% im Schnitt. Nun mal die Frage an Apple: Warum sollte es den Kartenherausgebern es heute wert sein, von den 0,18% Erträgen an Apple Pay 0,15% abzugeben, zumal Apple weder das Zahlungssystem betreibet (es setzt auf den Bankverfahren auf) noch an den Risikokosten der Banken bei Zahlungsausfällen oder Missbrauch durch Dritte beteiligt ist. Klingt für mich nach einem schlechten Geschäft, das zu Mehrkosten für die Endkunden führt. Also für mich ein plausibler Grund, warum man bei Apple Pay nicht mitmachen will. Apple will mehr Geld, als manche Händler für die Gesamttransaktion heute bezahlen. Verabschiedet Euch davon, dass die Banken sich hier reich rechnen wollen. ;-)

  • Wenn ich ein komischer Nerd bin, was bist dann bitte du :P seltsamer sudderant :D

    Bin eigentlich ziemlich glücklich mit meiner hue Bridge…

    • Naja, ganz so toll ist das jetzt auch nicht, wenn man zu siri sagt: „mache das licht in der Küche aus.“ dann geht das, sagt man aber „mache das licht im Wohnzimmer aus.“ bekommt man eine Hotel Übersicht der Umgebung. Hier muss man sage: „mache das wohnzimmerlicht aus.“ Mir reicht es einfach, dass ich siri-sch lernen muß und es eben doch nicht so geht wie apple das immer anpreist: einfach reden wie mit einem Assistenten. Andererseits würde ich so einen vorlauten Assistent auch gleich wieder entlassen.

    • Willst Du jetzt paar Hue Teile als Home Automation betiteln, Obernerd?!
      Damit kann man vielleicht im Kindergarten noch beeindruckend, aber hat mit Smart Home noch nichtmal annähernd was zutun!!!

  • Also zumindest in Amerika (und auch UK) scheint Apple Pay nicht so schlecht zu laufen. Da gibt’s auch genügend Firmen die mitmachen.
    Apple Music finde ich nicht, dass das so schlecht läuft, dafür wie kurz sie am Markt sind. Wieviel zahlende Abonnenten hatte Spotify nochmal nach vier Monaten?

  • haha also bei mir funktioniert das mit Licht an aus mit der jeweiligen Lampe sehr gut :D

    I glaub des is a Layer 8 Problem ;)

    Nein Scherz am Anfang hats da auch Probleme gegeben aber mittlerweile funktioniert es prima :D

  • Wenn man sich überlegt, dass man ein Gerät besitzt, dass NFC unterstützt und man es nicht einmal benutzten konnte in der Zeit in der man es besessen hat (tausche die iPhones jedes Jahr). Schon irgendwie merkwürdig. Apple sollte, wenn sie das schon nicht hinbekommen mit den Banken die Schnittstelle öffnen. Gut dann bekommen sie es niemals hin aber keine wirtschaftlich denkende Bank wird ihnen 0,15% in Deutschland oder Österreich abgeben. Die sind ja nicht irre.

  • Hahaha,,0,15%!!!! Applepay wird es in Deutschland also nie geben! Inzwischen funktioniert das friss oder stirb Prinzip von Apple nicht mehr wie früher! Inzwischen sagen sich die Anbieter: dann sterb eben Apple!

  • Die Qualität hat im Hardware – und Softwarebereich schon nachgelassen. Wie kann man Geburtstag in den Kontakten klein schreiben? Das wird wahrscheinlich in iOS 10 angepriesen.

  • Ich verstehe nicht, warum Apple so viel Geld für diesen Service haben will. Die könnten sich doch international darauf einigen, dass Apple 10% der Einnahmen der Banken behalten darf. Das wäre dann je nach Land und verfahren unterschiedlich viel. Wenn ich Deutschland die EC Gebühren auf 0,2% des Umsatzes gedrosselt werden, wird Apple auch keine 0,15% abbekommen können, sondern eher 0,02%.

  • Auch dann nicht. ApplePay zielt auf Kleinbeträge ab. Lass mal rechnen: 0,2% sind von 10 Euro 2 Cent. Davon müssen die Banken ein sicheres, hochperformantes und noch garantiertes Zahlverfahren unterhalten.

    Das ist heute schon nicht mehr kostendeckend bei Kleinbeträgen.

    Aber wenn nach deinem Vorschlag (leicht abgewandelt) an dem Gewinn der Banken beteiligen würde: würden die nicht nein sagen! :)

    Dann müsste Apple für jede Transaktion zahlen in Europa / Euroraum.

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