Gast-Bots, Automatisierung und neue Suche
Telegram öffnet Chats für KI-Bots
Telegram hat ein größeres Update veröffentlicht und rückt dabei vor allem KI-Bots stärker in den Mittelpunkt. Nutzer können unterstützte Bots künftig in privaten Chats und Gruppen erwähnen, ohne dass diese dem jeweiligen Chat dauerhaft hinzugefügt werden müssen. Der Bot antwortet dann direkt auf die Anfrage.
Nach Angaben von Telegram erhalten solche Gast-Bots nur Zugriff auf die konkrete Nachricht, in der sie erwähnt werden, sowie auf direkte Antworten darauf. Sie sollen weder die übrigen Chatnachrichten noch die Mitgliederliste sehen können. Das ist deshalb so wichtig, weil die neue Funktion sonst schnell nach einem Freifahrtschein für KI-Assistenten in privaten Unterhaltungen klingen würde.
Entwickler können Bots zudem so einrichten, dass sie mit anderen Bots kommunizieren. Telegram spricht hier von autonomen Abläufen und KI-Agenten. Für normale Nutzer dürfte zunächst spannender sein, dass Bots ihre Antworten nun live anzeigen können, während der Text entsteht. Das kennt man bereits von klassischen KI-Chatbots.
KI-Automatisierung im eigenen Profil
Neu ist auch eine Chat-Automatisierung im Profil. Nutzer können einen Bot mit ihrem Telegram-Konto verbinden und festlegen, auf welche Chats dieser reagieren darf. Möglich ist etwa, Kontakte auszuschließen oder den Bot nur auf neue Unterhaltungen antworten zu lassen. Die Funktion findet sich in den Einstellungen unter „Chat Automatisierung“.
Ergänzend führt Telegram eigene KI-Stile für den Texteditor ein. Damit lassen sich Prompts speichern und teilen, um Texte in einem bestimmten Stil zu erzeugen oder zu überarbeiten. Für Teams, Kanäle und Community-Moderatoren kann das praktisch sein, birgt aber auch das bekannte Risiko, dass noch mehr glattgebügelte KI-Texte durch Messenger und Kanäle wandern.
Abseits der KI-Funktionen baut Telegram auch die Suche im Sticker-Panel aus. Über 100 Millionen Emoji und Sticker sollen sich nun über Begriffe in 36 Sprachen durchsuchen lassen. Dazu kommen neue Statistiken für Umfragen, Länder- und Kanalbeschränkungen für Abstimmungen, lautlos geplante Nachrichten sowie die Möglichkeit für Gruppenadmins, Reaktionen einzelner Nutzer zu entfernen.
Wie das Update zeigt, möchte Telegram die eigene Plattform weiterentwickeln: weg vom reinen Messenger, hin zu einer Mischung aus Chat-App, Bot-Plattform, Community-Werkzeug und KI-Oberfläche. Für iPhone-Nutzer sollten die neuen Funktionen nach und nach in der aktuellen Telegram-Version auftauchen.
Bots gehen bei Telegram ja schon lange. Bereits zum Start von Pokémon Go 2016 konnten gezielt Bots in Telegram Gruppen eingesetzt werden. Die Neuerung das man nun die Bots aber nicht mehr in der Gruppe haben muss und gezielter steuern kann ist begrüßenswert. Jetzt fehlt es nur noch vorallem daran, irgendwie die faulen Leute weg von WhatsApp zu bekommen…
Es ist schon sehr arrogant zu behaupten das Leute faul sind weil sie auf WhatsApp sind. Wir sind doch bis jetzt ein freies Land, in dem jeder das benutzen darf was er / sie möchte.
Man sieht, wo die Reise hin geht. Nicht nur bei telegram.
Keine gute Reise.