Frost verändert das Verhalten an Futterstellen
„Stunde der Wintervögel“: Vogelzählung per App startet morgen
Von Freitag bis Sonntag findet bundesweit die „Stunde der Wintervögel“ statt. Die Mitmachaktion wird vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gemeinsam mit seinem bayerischen Partner Landesbund für Vogel- und Naturschutz organisiert.
Vom 9. bis 11. Januar 2026
In diesem Jahr fällt der Zählzeitraum in eine Phase mit anhaltendem Frost und geschlossener Schneedecke. Diese Bedingungen erschweren es vielen Vogelarten, natürliche Nahrungsquellen zu erreichen. Deshalb suchen sie verstärkt Futterstellen in Gärten und auf Balkonen auf. Für Teilnehmer an der Aktion steigen damit die Chancen, häufiger und mehr Vögel zu beobachten.
Gezählt wird eine Stunde lang an einem selbst gewählten Ort, etwa am Fenster, im Garten oder im Park. Entscheidend ist nicht die Gesamtzahl aller Sichtungen, sondern die höchste Anzahl einer Art, die gleichzeitig beobachtet wird. Auf diese Weise lassen sich Doppelzählungen vermeiden und vergleichbare Daten erfassen. Die Ergebnisse helfen dabei, Entwicklungen bei Vogelarten im Siedlungsraum langfristig nachzuvollziehen. Eine Zählhilfe zum Ausdrucken gibt es hier.
Größte Mitmach-Aktion ihrer Art
Wer während der Zählung füttert, sollte laut NABU auf geeignetes Vogelfutter achten. Körner und fetthaltige Mischungen liefern bei niedrigen Temperaturen wichtige Energie. Besonders Sonnenblumenkerne werden von vielen Arten angenommen. Empfehlenswert sind ungenetzte Meisenknödel, da Kunststoffnetze für Vögel eine Verletzungsgefahr darstellen und häufig als Abfall in der Natur landen. Alternativ lassen sich Futterknödel auch selbst aus Körnermischungen und pflanzlichem Fett herstellen.
Die „Stunde der Wintervögel“ findet bereits zum 16. Mal statt und gilt als größte wissenschaftliche Mitmachaktion dieser Art in Deutschland. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 122.000 Menschen. Meldungen sind bis zum 19. Januar online oder über die frisch aktualisierte App NABU Vogelwelt möglich. Ergänzend lädt die Jugendorganisation NAJU Kinder im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ dazu ein, heimische Arten kennenzulernen und zu zählen.



Bei uns ist im Garten trotz bereitgestelltem Futterangebot kein Vogel weit und breit zu sehen. Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, da waren Dompfaff, Gimpel, Zeisig, Spatzen, Meisen, Amseln etc. zahlreich zu sehen….jetzt gähnende Leere. Erschreckend!
Dann hoffen wir mal auf Schneeammern, Schneefinken und Schneeeulen….;-)
Ja selten dämlicher Zeitpunkt bei extremen Unwetter
Eine Schüssel mit Wasser 2x täglich aufzustellen zzgl. Futter wäre jetzt hilfreicher. Und keine Kunststoff Meisenknödel kaufen, wo sich Vögel drin verheddern können.