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Smartes Krafttraining auf einem Quadratmeter

Speediance Gym Monster 2 ausprobiert: Fitnessstudio mit Apple Watch

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Ein komplettes Krafttraining zu Hause, ohne Hantelständer, Gewichtsscheiben und einen halben Raum als Fitnessstudio zu opfern: Genau das verspricht das Speediance Gym Monster 2. Statt klassischer Gewichte erzeugen zwei Elektromotoren bis zu 100 Kilogramm Widerstand, während ein großer Touchscreen durch Übungen und Trainingspläne führt. Besonders spannend für uns: iPhone, Apple Watch und Apple Health sind inzwischen eng in das System eingebunden.

Speediance Gym Monster 2 Produkt

Zuletzt haben wir bereits den neuen Speediance Strap und das kompakte Gym Nano vorgestellt.. Das Gym Monster 2 geht den entgegengesetzten Weg: Es will möglichst viele Geräte eines klassischen Fitnessstudios in einer einzigen Station vereinen.

100 Kilogramm ohne Gewichtsscheiben

Die Grundidee funktioniert erstaunlich gut. Zwei separate Seilzüge werden von Elektromotoren angetrieben und stellen gemeinsam bis zu 100 Kilogramm Widerstand bereit. Die Belastung lässt sich fein dosieren und für beide Seiten getrennt einstellen. Griffe, Langhantel, Trizepsseil oder Fußmanschetten sind mit wenigen Handgriffen befestigt, die Seilzüge selbst lassen sich in unterschiedlichen Höhen positionieren.

Nach kurzer Eingewöhnung fühlt sich das Training überraschend natürlich an. Natürlich fehlt das typische Gefühl einer Langhantel mit echten Scheiben, dafür zieht das System angenehm gleichmäßig. Gewichte müssen nicht umgesteckt werden und längere Umbaupausen zwischen den Übungen entfallen.

Speediance Gym Monster 2 Training

Hinzu kommen Möglichkeiten, die sich mit normalen Hanteln nur schwer nachbilden lassen. Neben dem Standardmodus gibt es einen Kettenmodus, bei dem der Widerstand mit fortschreitender Bewegung zunimmt. Im Exzentermodus erhöht das Gym Monster die Belastung während der negativen Bewegungsphase. Ein konstanter Modus kann wiederum Geschwindigkeit beziehungsweise Widerstand begrenzen.

Digitaler Widerstand kann mehr

Gerade beim Training alleine spielt das digitale System weitere Vorteile aus. Speediance kann den Widerstand erst ab einer festgelegten Position aktivieren und ihn wieder lösen, wenn eine problematische Bewegung erkannt wird. Das gibt bei Kniebeugen, Bankdrücken oder Übungen bis nahe ans Muskelversagen zusätzliche Sicherheit. Noch cooler ist jedoch der mitgelieferte Ring: An ihm kann man das Gewicht schnell nachjustieren oder im Notfall auch deaktivieren.

Speediance Stangen

Mit wenigen Handgriffen lassen sich Trainingsstangen gegen Griffe, Stricke und anderes austauschen.

Eine Kamera zur Beurteilung der tatsächlichen Körperhaltung besitzt das Gym Monster allerdings nicht. Die Analyse basiert stattdessen auf den Bewegungsdaten der Seilzüge. Dabei werden Wiederholungen, Bewegungsumfang und Leistung erfasst. Auch das persönliche 1RM, also das theoretisch maximal mögliche Gewicht für eine Wiederholung, kann fortlaufend aktualisiert werden.

Das alles erscheint auf einem 21,5 Zoll großen Full-HD-Touchscreen. Videos zeigen die jeweilige Übung und erklären, wie Griffe, Bank oder Langhantel eingesetzt werden sollen. Gerade Einsteiger werden dadurch wesentlich besser an neue Übungen herangeführt als mit einer einfachen Liste auf dem Smartphone.

Nach dem Training wird zusammengeklappt

Mit rund 78 Kilogramm ist das Gym Monster 2 kein Gerät, das man mal eben durch die Wohnung trägt. Das hohe Gewicht sorgt allerdings für einen stabilen Stand. Ausgeklappt misst die Station rund 1,22 (L) × 0,69 (B) × 1,85 (H) Meter und benötigt etwa 0,84 Quadratmeter Fläche.

Nach dem Training lässt sich die Bodenplatte hochklappen. Die Tiefe reduziert sich dadurch auf lediglich 37 Zentimeter und der Platzbedarf auf rund 0,25 Quadratmeter. Genau das ist einer der größten Vorteile gegenüber einem klassischen Home-Gym aus Rack, Hanteln, Gewichten und Kabelzug.

Unterschätzen sollte man nur die Anlieferung nicht. Das Gym Monster kommt per Spedition und bringt samt Zubehör einiges auf die Waage. Am endgültigen Standort möchte man die Station trotz vorhandener Rollen nicht ständig umstellen.

Speediance Geklappt

Zusammengeklappt kann man das Gym Monster auch einfach im Flur abstellen.

Die App gehört zum Konzept

Für uns wird das Gym Monster vor allem durch die kostenlose Speediance-App interessant. Sie steht für iPhone und iPad bereit und dient längst nicht nur als Fernbedienung. Trainings lassen sich planen, eigene Einheiten zusammenstellen und absolvierte Workouts detailliert auswerten. Trainingshistorie, persönliche Bestleistungen und die Belastung einzelner Muskelgruppen bleiben damit auch fernab des großen Displays verfügbar.

Speediance nennt mittlerweile mehr als 500 von Trainern zusammengestellte Workouts und über 90 Trainingspläne. Zusätzlich gibt es den freien Trainingsmodus und die Möglichkeit, eigene Routinen zusammenzustellen. Das gefällt uns, denn ein Gerät dieser Preisklasse sollte sich nicht nur dann sinnvoll verwenden lassen, wenn dauerhaft noch ein Abonnement bezahlt wird.

Speediance App

Hardware und Software bewegen sich allerdings nicht ganz auf demselben Niveau. Während Mechanik und Widerstandssystem sehr ausgereift wirken, ist die App an manchen Stellen etwas überladen. Zudem sind deutsche Übersetzungen von Übungen und Funktionen teilweise ungewöhnlich formuliert oder noch gar nicht vorhanden.

Apple Watch als Pulssensor

Erfreulich umfangreich fällt inzwischen die Apple-Watch-Unterstützung aus. Speediance bietet eine eigene Watch-App an und kann die Uhr während des Trainings als Herzfrequenzsensor verwenden. Puls und Kalorienverbrauch werden in Echtzeit übertragen und erscheinen direkt auf dem großen Display des Gym Monster.

Das erspart zumindest für viele Nutzer einen zusätzlichen Brustgurt. Wer ohnehin eine Apple Watch trägt, startet das Training und bekommt die Herzfrequenz anschließend gemeinsam mit Gewichten, Wiederholungen und Leistungsdaten ausgewertet.

Speediance Ring Training

Der mitgelieferte Ring lässt das Gewicht anpassen oder auch deaktivieren.

Ganz so unsichtbar wie bei Apples eigenen Fitnessfunktionen arbeitet die Verbindung allerdings noch nicht. Aktuelle Nutzerberichte nennen gelegentlich verlorene Watch-Verbindungen, was wir während unserer Testphase (mehr als 6 Monate) nicht feststellen konnten. Eine Komplikation für das Zifferblatt bietet Speediance bislang ebenfalls nicht. Der Hersteller hat bestätigt, eine solche Erweiterung zumindest zu prüfen.

Apple Health verbindet die Welten

Noch wichtiger ist für uns die Integration von Apple Health. Speediance unterstützt inzwischen ausdrücklich die Synchronisierung von Trainingsdaten mit Apples Gesundheitsplattform. Ein Workout am Gym Monster muss damit nicht in einem abgeschotteten Herstellerkonto verschwinden, sondern kann gemeinsam mit Laufen, Radfahren oder anderen über die Apple Watch erfassten Aktivitäten betrachtet werden.

Die Verbindung funktioniert auch in Gegenrichtung. Speediance kann Daten aus Apple Health auslesen und in seine eigenen Auswertungen einbeziehen. Dazu zählen etwa Gewicht und Körperfettanteil. Für die weiterführenden Gesundheitsfunktionen können zudem Wearable-Daten in das System einfließen. Speediance nennt hier unter anderem Schlaf, Trainingsbelastung und Erholung.

Speediance Apple Health

Apple Health wird damit praktisch zur Drehscheibe. Selbst Gesundheitsdaten von anderen Anbietern können Speediance erreichen, sofern deren Apps sie zuvor an Health übergeben. Der Hersteller nennt hierfür beispielsweise Garmin, Whoop oder Withings.

Perfekt ist die Synchronisierung bislang nicht. Es kann immer mal wieder verspätete, doppelte oder gelegentlich fehlende Trainingseinträge geben. Wer großen Wert auf eine vollständig gepflegte Fitness-Historie und korrekte Aktivitätsringe legt, sollte nach den ersten Einheiten kontrollieren, welche Lese- und Schreibrechte Speediance in Health erhalten hat. Im Zweifelsfall kann parallel auf der Apple Watch ein klassisches Krafttraining gestartet werden.

Wellness+ bleibt zum Glück optional

Mit Wellness+ baut Speediance die App inzwischen zu einer umfassenden Fitness- und Gesundheitsplattform aus. Der Dienst kombiniert Trainingsdaten mit Schlaf und Erholung, erstellt personalisierte Trainingspläne und bietet KI-Auswertungen sowie Ernährungstracking.

Die Idee erinnert zunehmend an einen digitalen Trainer, der nicht nur wissen möchte, wie viel gestern gehoben wurde, sondern auch, wie gut der Nutzer geschlafen hat und wie belastbar er heute ist. Apple Health ist dafür eine wichtige Datenquelle.

Speediance Apple Music

Auch Apple Music ist an Bord.

Notwendig ist Wellness+ für das Gym Monster erfreulicherweise nicht. Ein Großteil der Trainingsfunktionen bleibt kostenlos nutzbar. Hinter der Bezahlschranke liegen vor allem personalisierte Trainingspläne und erweiterte KI- beziehungsweise Gesundheitsfunktionen. Aktuell verlangt Speediance 22,99 Euro monatlich, bei jährlicher Zahlung fällt der rechnerische Monatspreis niedriger aus.

Fitnessstudio-Ersatz mit Grenzen

Kann das Gym Monster 2 damit tatsächlich ein Fitnessstudio ersetzen? Für viele Nutzer erstaunlich gut. Wer hauptsächlich Krafttraining betreibt und keine Lust auf Anfahrt, volle Studios oder ständig belegte Geräte hat, findet auf sehr kleiner Fläche ausreichend Möglichkeiten für nahezu den gesamten Körper. Gerade die schnellen Wechsel zwischen Übungen und Widerständen machen spontane und kurze Trainingseinheiten ausgesprochen angenehm.

Speediance Einstellungen

Bei den Trainings lassen sich vorab schon diverse Einstellungen vornehmen.

Grenzen setzt der maximale Widerstand von 100 Kilogramm. Für Einsteiger und fortgeschrittene Freizeitsportler ist das reichlich, ambitionierte Kraftsportler stoßen etwa beim Kreuzheben irgendwann darüber hinaus. Außerdem bleibt das Gym Monster trotz aller Aufsätze im Kern ein Seilzugsystem. Freie Gewichte fordern Koordination und stabilisierende Muskulatur auf andere Weise.

Fazit: Die Hardware ist der Software noch voraus

Das Speediance Gym Monster 2 hat uns vor allem mit seinem unkomplizierten Trainingskonzept überzeugt. Widerstand auswählen, Übung starten und loslegen – ohne Gewichtsscheiben zu wechseln oder das Gerät zu sehr umbauen zu müssen. Die verschiedenen Widerstandsmodi und Sicherheitsfunktionen bieten sogar Möglichkeiten, die ein klassisches Home-Gym nur schwer nachbilden kann.

Auch der geringe Platzbedarf ist ein starkes Argument. Nach dem Training benötigt die eingeklappte Station gerade einmal rund ein Viertel Quadratmeter. Dadurch lässt es sich auch mal eben in eine Ecke rollen.

Speediance Programme

Man kann sogar gezielt bestimmt Muskelgruppen trainieren und zugehörige Programme auswählen.

Verbesserungspotenzial sehen wir vor allem bei der Software. App und Health-Anbindung sind inzwischen umfangreich, wirken aber noch nicht so durchgängig poliert wie die eigentliche Trainingshardware. Gerade die Apple-Health-Synchronisierung darf zuverlässiger werden. Umso besser gefällt uns, dass Apple Watch und Health nicht nur als Marketingpunkte auftauchen, sondern tatsächlich einen Mehrwert liefern.

Ein weiterer Punkt spielt inzwischen beim Kauf mit hinein: Mit dem Gym Monster 3 steht der Nachfolger bereits vor der Tür. Er bekommt unter anderem ein größeres Display, mehr Positionen für die Seilzüge und Sprachsteuerung. Das macht den Gym Monster 2 aber nicht automatisch uninteressant – im Gegenteil. Der Hersteller führt die Basic-Version regulär mit 3.569 Euro und bietet sie aktuell für 3.107 Euro an. Wer auf die Neuerungen der dritten Generation verzichten kann, bekommt dadurch das inzwischen gereifte Modell deutlich günstiger.

Für Nutzer, die ernsthaft und regelmäßig zu Hause trainieren möchten, ist das Gym Monster 2 damit eines der interessantesten Smart-Home-Gyms. Es ersetzt nicht jede freie Hantel und schon gar nicht jedes Spezialgerät eines Fitnessstudios. Es kommt einem kompletten Studio auf weniger als einem Quadratmeter aber erstaunlich nahe.

Laden im App Store
Speediance - Home Workout
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Entwickler: Shenzhen Speediance Living Technology Co., Ltd
Preis: Kostenlos+
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09. Okt. 2026 um 19:57 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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  • Schön, dass Ihr darüber berichtet. Ich habe selbst ein Gymmonster 2 und bin mehr als begeistert. Besonders reizvoll ist auch der exzentrische Training. Das ist mit Gewichten und herkömmlichen Studions nicht zu finden.
    Wer das Geld hat und viel Flexibilität auf engen Raum möchte ist hier bestens aufgehoben.

  • Ein Kumpel von mir hat’s auch seit über nem Jahr. Haben es als Bonus Fitnessübung zusammen in den Keller getragen, froh dass wir alle dabei heil geblieben sind.
    Er ist von dem Teil, das seit dem an Features hinzugewonnen hat, nach wie vor begeistert.

  • Habe das 2S jetzt seit Februar und trainiere seit dem fast täglich. Vorher waren es immer nur wenige Wochen Fitnessstudio und dann relativ schnell eine lange Phase in der ich nur wenig oder gar nicht war. Mit dem GM ist die Hürde klein 45-60min zu trainieren, muss nicht erst 15-20min einfach ins Studio fahren, habe keine belegte Geräte usw. Die Investition ist nicht gering, aber jeden Cent wert. Ein klasse Gerät, das Apps wie Monster Remote oder GM Voice (inklusive dem GM Manager) nochmal besser machen.

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