Speicherkapazität beim Modellsprung verdoppelt
Solarbank 4 Pro angeschaut: Zwischen Balkonkraftwerk und Heimspeicher
Mit der Solarbank 4 E5000 Pro bietet Anker sein Speichersystem für Balkonkraftwerke seit wenigen Wochen in einer neuen Version an. Die Weiterentwicklung macht vor allem dadurch auf sich aufmerksam, dass sich die Speicherkapazität gegenüber dem Vorgängermodell quasi verdoppelt hat.
Kapazität konkurriert mit Heimspeichern
Anker hat in der Solarbank 4 Pro einen Akku mit 5.024 Wh verbaut. Damit stößt das System in einen Bereich vor, der bislang eher klassischen Heimspeichern vorbehalten war. Durch einen zusätzlichen BP5000-Erweiterungsakku wächst die Kapazität auf rund 10 kWh, während die Stellfläche mit lediglich etwa 30 × 46 × 66 cm bemerkenswert kompakt bleibt. Insgesamt lässt sich das System auf bis zu 30 kWh erweitern.
Die erweiterte Kapazität macht sich allerdings deutlich beim Gewicht der Solarbank 4 Pro bemerkbar. Mit rund 50 kg gehört der Akku definitiv nicht zu den Geräten, die man mal eben alleine installiert. Der Zusatzakku bringt rund 42 kg auf die Waage. Erfreulicherweise ist man bei der Wahl des Aufstellorts sehr flexibel. Das Gehäuse ist nach IP66 gegen Staub und Strahlwasser geschützt und mit Arbeitstemperaturen zwischen -20 und 55 °C auch für den Außeneinsatz geeignet.
Großes Info-Display integriert
Bereits die bisherigen Solarbank-Modelle konnten mit hochwertiger Verarbeitung und ansprechendem Design punkten. Die Solarbank 4 Pro führt dieses Konzept fort, verfügt jedoch wie das seit dem Frühjahr als Erweiterung für bestehende Solaranlagen erhältliche Modell Solarbank Max AC über ein großes Display. Neben dem aktuellen Akkustand lässt sich direkt am Gerät erkennen, wieviel Watt momentan geladen oder abgegeben werden. Dadurch erhält man bereits ohne Smartphone einen guten Überblick über den aktuellen Betriebszustand. Die App bleibt wesentliche Voraussetzung für die Einrichtung und Konfiguration.
Auch bei der maximalen Eingangsleistung hat Solarbank in ihrer neuesten Generation deutlich zugelegt. Das Gerät ist mit vier MPPTs ausgestattet, die jeweils 1.250 Watt aufnehmen können. Insgesamt kann man somit Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 5.000 Watt an der Solarbank 4 Pro betreiben.
Optional auch mehr als 800 Watt ins Hausnetz
Trotz dieser stattlichen Leistungsdaten bleibt die Solarbank 4 Pro zunächst ein klassischer Speicher für Balkonkraftwerke, der sich ohne Elektriker per Plug-and-Play in Betrieb nehmen lässt. An eine gewöhnliche Haushaltssteckdose angeschlossen, arbeitet der Akku mit einer auf die zulässigen 800 Watt begrenzten Einspeiseleistung.
Neu ist jedoch die von Anker als „PluginPower“ bezeichnete Möglichkeit, bis zu 2.500 Watt einzuspeisen. Dafür wird das System über einen Wieland-Anschluss mit dem Hausnetz verbunden. Diese Variante setzt allerdings zwingend die Installation durch einen Elektriker sowie eine Anmeldung beim Netzbetreiber voraus.
Dadurch wird die Solarbank 4 Pro auch für Nutzer interessant, die mit einem einfachen Balkonkraftwerk einsteigen und sich eine spätere Erweiterung offen halten wollen.
Nur mit ausreichend Solarleistung sinnvoll
Die fünf Kilowattstunden Speicherkapazität wollen allerdings auch gefüllt werden. Wer nur über begrenzten Platz für Module verfügt und spätere Erweiterungen ausschließt, ist vermutlich mit einem kleineren und günstigeren Akku besser bedient.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. In Verbindung mit einem Smart Meter können die Solarbanks von Anker auch den von einer Dachanlage erzeugten Überschuss erkennen und speichern. Eine offizielle Dokumentation dazu haben wir zwar nicht gefunden, die Funktion ist uns jedoch schon beim Vorgängermodell aufgefallen.
Verbrauchskosten bei dynamischen Tarifen optimieren
Das System kann zudem gezielt in Verbindung mit dynamischen Stromtarifen genutzt werden. Dabei lässt sich der Akku beispielsweise nachts zu günstigen Strompreisen laden, um den gespeicherten Strom während der teureren Morgen- und Abendstunden wieder bereitzustellen. Die über die App konfigurierbaren Automatisierungsfunktionen ermöglichen diesen Betrieb grundsätzlich sogar ohne angeschlossene Solarmodule.
In Verbindung mit einem Smart Meter kann die Leistungsabgabe des Akkus zudem automatisch am aktuellen Hausverbrauch ausgerichtet werden. Alternativ lassen sich Tages- und Wochenpläne erstellen oder intelligente Steckdosen in die Steuerung einbinden. Die Anker-App stellt somit unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, um den Eigenverbrauch zu optimieren.
Die Live-Ansicht innerhalb der App liefert aktuelle Leistungsdaten und verschafft einen schnellen Überblick über den Betriebszustand. In der Praxis kann dieser Bereich unserer Meinung nach allerdings noch etwas Feinschliff vertragen. In der aktuellen App-Version benötigt der Startbildschirm vergleichsweise lange zum Laden, das war schon mal besser. Hier würde uns eine einfachere und übersichtlichere Darstellung mit schneller verfügbaren Statusangaben deutlich besser gefallen.
USV-Funktion und Notstromversorgung
Die Unabhängig von der direkten Netzintegration befindet sich direkt am Gerät eine Steckdose mit bis zu 2.500 Watt Ausgangsleistung. Daran können einzelne Verbraucher direkt angeschlossen werden, beispielsweise auch, um einen Stromausfall zu überbrücken.
Solarbank 4 Pro verfügt auch über eine integrierte USV-Funktion. Bei einem Stromausfall kann die Umschaltung laut Hersteller innerhalb von 10 Millisekunden erfolgen, sodass mit der Steckdose verbundene Verbraucher unterbrechungsfrei weiterbetrieben werden können.
Zwischen Balkonkraftwerk und Heimspeicher
Unser Fazit haben wir oben bereits vorweggenommen. Die Solarbank 4 Pro präsentiert sich als leistungsfähiges Speichersystem und schickt sich an, die Lücke zwischen klassischen Balkonkraftwerkspeichern und größeren Heimspeichern zu schließen. Interessant ist der Akku vor allem dann, wenn ausreichend Solarleistung vorhanden ist oder sich diese später erweitern lässt. Wenn es beim einfachen Balkonkraftwerk mit zwei oder drei Panels bleibt, raten wir eher zu kleineren Modellen wie der Solarbank 3 oder vergleichbaren Speichern.
Anker bietet die Solarbank 4 Pro aktuell zum Preis von 1.599 Euro an. Der Preis für den Erweiterungsakku liegt bei 1.099 Euro. Im Rahmen der Markteinführung erhält man zudem ein Smart Meter im Wert von 99 Euro kostenlos dazu.







Für dynamische Tarife würde ich diese Power Bank nicht anschaffen. Berechnungen haben ergeben, da es nur ein paar Euro sind, die man einspart. Dabei muss man aber genau darauf achten, wann man welche Geräte einschaltet. Im schlimmsten Fall könnte man sogar drauflegen, wenn es ganz dumm läuft.
Super Gerät! Habe ich seit einer Woche mit 6 Panelen a 500 Watt im Einsatz. Damit ist an Sommertagen der Speicher Abends voll und deckt den gesamten Nachtverbrauch ab.
Also 3000W sind ja schon kein Balkonkraftwerk mehr.
Habe mir die Anlage inkl Erweiterungsakku und acht 500W Modulen bestellt. Zusätzlich werden noch zwei vorhandene 385W Module angeschlossen.
Idee ist die zwei vorhandene Module mit Südausrichtung an einem Eingang, zwei neue Module mit Ostausrichtung an einem Eingang und zwei mal jeweils drei 500W Module mit Südausrichtung an die verbleibenden zwei Eingänge.
Anlage dann durch einen Elektriker anschließen und anmelden lassen für die 2500W Einstellung. Ich nutze keinen dynamischen Stromtarif und wir sind ein Eigenheim mit sechs Personen.
Bin gespannt auf die Ausbeute.
Ich habe die Solix 3 Pro und bin voll zufrieden. Die Akkus kann man gut alleine heben und es ist ja einfach erweiterbar.