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Jawbone UP – Fitnessarmband, Schlafkontrolleur und Wecker [Video]

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Seit nunmehr vier Wochen trage ich am linken Arm statt dem Nike FuelBand ein schwarzes UP-Armband von Jawbone. Um es vorweg zu nehmen, das Nike FuelBand wird wohl nicht zurückkehren. Auch wenn ich ein paar Funktionen misse (dazu später mehr), kann das UP im Moment zumindest besser Punkten.

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Das Jawbone UP ist in drei Größen und sechs verschiedenen Farben erhältlich. Dank seines schlanken Designs fällt es kaum als elektronisches Gadget auf, sondern geht eher als schlichtes Schmuckstück durch. Das Band ist deutlich schlanker und dezenter als Nikes FuelBand oder das neu vorgestellte Fitbit Flex. Dafür fehlt ihm allerdings auch ein Display und damit die Möglichkeit, mal eben einen Blick auf die heute bereits gelaufenen Schritte zu werfen. Diese schnelle Möglichkeit der täglichen Aktivitätskontrolle habe ich beim FuelBand sehr geschätzt, beim UP fehlt sie mir.

Um zu überprüfen, wie viel man bereits gelaufen ist oder um einen Blick auf den Schlafverlauf der letzten Nacht zu werfen, muss man eine mechanische Verbindung zum iPhone herstellen. Das Armband wird hierfür an den Ohrhöreranschluss des iPhone angesteckt.

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Eine Variante, mit der man sich sich zwar arrangieren kann, man zeitgemäß aber anderes erwartet. Der Vorteil beim Verzicht auf eine drahtlose Synchronisierung liegt sicherlich in der deutlich längeren Akkulaufzeit. Jawbone ist bekanntlich mit Bluetooth-Gerätschaften groß geworden, somit darf man vermuten, dass der Verzicht auf diese Technologie hier seine Gründe hat.

Laut Hersteller hält der Akku des UP übrigens 10 Tage. Bei mir sind es im Schnitt etwa 8, dies dürfte aber auch damit zusammen hängen, dass ich die integrierte Weckfunktion ausgiebig nutze.

Das Armband als Wecker

Der in das Armband integrierte „Vibrations-Wecker“ ist momentan zumindest meine Lieblingsfunktion beim UP. Man kann für jeden Wochentag unterschiedliche Weckzeiten programmieren und wird zu diesen dann durch ein sanftes aber durchaus merkliches Vibrieren des Armbands geweckt.

Aber damit nicht genug. Ihr habt zudem die Möglichkeit, dem Armband statt einer exakten Uhrzeit eine Zeitspanne vorzugeben, in der ihr aufstehen wollt. Nach Möglichkeit weckt euch euer Armband dann in einer Leichtschlafphase und ihr startet im besten Fall besser gelaunt in den Tag.

Dezente Aktivitätskontrolle

Tagsüber zählt das Armband dann eure Schritte. Dies funktioniert recht zuverlässig, wobei der angezeigte Wert für mich eher ein Aktivitätsindex ist. Man setzt sich ein Tagesziel und die Kontrolle soll dazu anspornen, dieses regelmäßig zu erreichen.

Hier vermisse ich wie schon gesagt die Möglichkeit, den Stand der Dinge mal eben zwischendurch und ohne aufwändige Synchronisierung abzurufen. In diesem Bereich liegt das Nike FuelBand mit der Direktanzeige des aktuellen Punktestands vorne.

Jawbone hat eher das gesamtheitliche Wohlbefinden im Auge. Während Nike permanent zum Challenge mit anderen Nutzern auffordert, fördert das UP eher die umfassende Kontrolle des alltäglichen Aktivitätspensums und Schlafverhaltens.

up-app

Zudem kann man noch ein Ernährungstagebuch führen. Hier bedarf es allerdings etwas Konsequenz bei der stetigen Eingabe der Mahlzeiten und Getränke – mir war dies schon nach kurzer Zeit zu aufwändig.

Basierend auf all diesen erfassten Werten liefert das Armband in regelmäßigen Abständen Tipps, beispielsweise zur Verbesserung des Schlafverhaltens oder mit Blick auf eine gesündere Ernährung.

Intelligente Nickerchen

Auch sehr schön: das Nickerchen-Feature. Per Tastendruck lässt sich ein zwischen 20 und 45 Minuten langer „Power-Nap“ aktivieren. Wie lange euch das Armband am Ende ausruhen lässt, hängt davon ab wie schnell und tief ihr schlaft. Ihr werdet rechtzeitig geweckt, bevor ihr gar nicht mehr hoch kommt und sollte danach wieder halbwegs ausgeruht und fit sein.

Soziale Netzwerke

Alle UP-Aktivitäten könnt ihr wie man das heute so macht auf sozialen Netzen teilen. Zudem hat Jawbone erst dieser Tage die Schnittstellen für das Armband geöffnet und bietet nun Anbietern wie Withings oder RunKeeper die Möglichkeit, ihre Werte direkt an die UP-App zu übertragen.

Video

(Direktlink zum Video)

Fazit

Das UP ist ein kompetenter und angenehmer Begleiter und Fitness-Kontrolleur für den Alltag. Mir fehlt ein wenig der von Nike gewohnte Challenge mit meinen Freunden und die Möglichkeit des schnellen Blickes auf die aktuellen Werte, dafür möchte ich aber den angenehmeren Tragekomfort und auch die Weck Funktion des Armbands nicht mehr missen.

Technische Details:

Das UP ist in drei verschiedenen Größen erhältlich, eine Größentabelle könnt ihr hier laden. Das Armband hat keinen festen Verschluss, sondern wird einfach um die Hand geklemmt. Bewegt man sich mit dem Durchmesser des Handgelenks eher an der Obergrenze des Banddurchmessers, stehen die beiden Enden des Bandes etwas nach außen. Dies kann beim Anziehen oder auch Arbeiten störend sein. Dafür sitzt das engere Armband dann aber auch fester am Arm, wenn man es größer kauft, rutscht es umher und dreht sich unter Umständen. Was man lieber hat, ist am Ende wohl Geschmacksache.
Ich habe sowohl M als auch L anprobiert, weil ein Handgelenk mit 18 cm genau zwischen beiden Größen liegt und habe mich trotz der leicht abstehenden Enden für das kleinere entschieden. Das leichte dünne Band stört mich weder beim Arbeiten am Computer noch beim schlafen.

jawbone-up-groesse-unterschied-m-l

Die komplette Bedienung des Armbands erfolgt über einen einzigen Knopf. Durch einen längeren Druck schaltet man zwischen Tag- und Nachtmodus um, tags werden die Schritte, nachts der Schlaf analysiert. Zweimal drücken und halten startet die Stoppuhrfunktion. Mit dreimal drücken und halten aktiviert man den „Power-Schlaf“.

Am dem Knopf gegenüberliegenden Ende des Armbandes ist einer Kappe verborgen der Miniklinke-Anschluss für das Synchronisieren und Aufladen des Armbands. Das UP lässt sich nicht am iPhone laden sondern muss über einen mitgelieferten Adapter mit einem USB Anschluss verbunden werden. Sowohl die Kappe als auch der Adapter bergen ein Verlustrisiko, hier heißt es gut darauf aufpassen.

up-stecker

Die Ladezeit des integrierten Akkus beträgt etwa anderthalb Stunden. Danach sollte das Armband je nach Nutzung zwischen acht und zehn Tagen durchhalten. Synchronisiert wird empfohlenerweise morgens und abends, morgens um den Schlaf zu überprüfen, abends um zu sehen wie viel man sich schon bewegt hat und ob man noch was machen muss. Man gewöhnt sich an den wie gesagt leider etwas umständlich Synchronisierungsvorgang, dafür bietet die App dann nette Grafiken zur Tages- und Nachtaktivität.

Wo kaufen?

Bestellen lässt sich das Jawbone UP in Deutschland momentan entweder direkt beim Hersteller oder im Apple Store. Die deutschen Apple-Ladengeschäfte haben das Armband in verschiedene Farben auch direkt vorrätig. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 129,99 Euro.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
10. Mai 2013 um 20:08 Uhr von chris Fehler gefunden?


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