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Ausprobiert: Das Nike FuelBand und die zugehörige iPhone App im Video-Test

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Mit dem FuelBand hat Nike ein mit dem iPhone synchronisierbares Sportarmband im Programm, das eure körperliche Aktivität in so genannten Fuel-Punkten misst und anzeigt.

Auf offiziellem Wege ist das Gadget Deutschland zwar noch nicht zu beziehen, wie ihr hierzulande dennoch rankommt, steht ganz unten im Artikel. Wir haben uns zwei FuelBands bestellt und sie ausprobiert.

Grundgedanke beim FuelBand ist sicherlich nicht das exakte Tracking von Laufstrecken oder dergleichen, sondern Motivation, insbesondere durch den Wettbewerb mit anderen Besitzern des Armbands. Ähnlich wie beispielsweise beim Schrittzähler Fitbit sollte man somit die angegebenen Schritt- oder Kalorienzahlen nicht auf die Goldwaage legen. Die Sensoren des FuelBand zeigen „Fuel-Punkte“ als Aktivitätsindex an und helfen so dabei, das Gesamtmaß an körperlichen Betätigungen zu kontrollieren. Selbst gesteckte Tages- oder Wochenziele animieren dazu, vielleicht doch noch schnell eine Runde um den Block zu laufen oder eine Partie Tennis auf der Wii zu spielen.

Das Armband selbst ist in drei verschiedenen Designs erhältlich, recht unauffällig, und geht gut auch als moderne Armbanduhr durch. Die Uhrzeit lässt sich nämlich neben dem aktuellen Fuel-Punktestand, zurückgelegten Schritten und verbrannten Kalorien ebenfalls per Knopfdruck im LED-Display anzeigen. Dies allerdings nicht dauerhaft, die Anzeige erlischt nach wenigen Sekunden wieder automatisch.

Nike verkauft das Armband in drei verschiedenen Größen, die sich zusätzlich noch in der Größe anpassen lassen, ein 8mm-Stück kann entnommen oder ein zusätzliches 16mm-Stück eingesetzt werden. Für die Auswahl der Basisgröße bietet Nike zudem ein „Maßband“ zum Ausdrucken an, somit ist eine Bestellung der passenden Größe problemlos möglich. Das Armband lässt sich locker und angenehm tragen, einzig die 6mm Stärke könnten für manche Nutzer störend sein, beispielsweise bei der Handauflage bei der Arbeit am Computer. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich das Gros der Anwender schnell an das Band gewöhnt und dementsprechend keine Probleme damit hat. Wir haben hier zwei Bänder im Test und tragen diese seit dem ersten Tag permanent. Laut Nike kann man das FuelBand auch beim Duschen am Arm lassen, lediglich schwimmen sollte man damit nicht, da das Band nur spritzwassergeschützt aber nicht komplett wasserdicht ist.

Die Ersteinrichtung erfolgt am Computer. Hier wird das FuelBand per USB angeschlossen und gleichzeitig auch geladen. Die Konfiguration geht mithilfe des auch für die Nike Sportwatch zuständigen Programms „Nike+ Connect“ einfach und schnell vonstatten. Ihr könnt hier beispielsweise das Uhrzeitformat einstellen oder konfigurieren, ob ihr auch verbrannte Kalorien und zurückgelegte Schritte über das Armband abrufen wollt. Sobald diese Einstellungen vorgenommen sind und der Akku komplett geladen wurde kann’s los gehen.

Das Armband erfasst nun nach einem offenbar ganz gut austarierten System eure Bewegungen und schreibt euch dafür Punkte gut. Joggen oder ein kurzer Sprint bringt mehr als langsames Gehen, Kniebeugen zahlen sich ebenfalls aus, wer nur am Computer sitzt und auf die Tastatur einhackt, macht so gut wie gar keine Punkte. Natürlich lässt sich die Erfassung der Werte austricksen und beeinflussen, aber das führt den Kauf eigentlich ad absurdum. Wer sich vom FuelBand nicht zu mehr Bewegung motivieren lässt, sondern mit „unlauteren“ Mitteln die Punktzahl hochschraubt, kann sich die Anschaffung eigentlich auch sparen.

Die auf dem Armband zwischengespeicherten Ergebnisse lassen jederzeit per Tastendruck abrufen. Ein Farbverlauf von Rot nach Grün zeigt die aktuelle Entfernung zum Tagesziel an, zudem können neben der Uhrzeit auch die genaue Tagespunktzahl, Schritte und Kalorien angezeigt werden. Auf das persönliche Nike+ Konto werden die Ergebnisse dann beim Anschluss an den Computer oder per Bluetooth-Sync mit der NikeFuel iPhone-App übertragen. Den Übertragungsvorgang und die verschiedene Funktionen der App seht ihr unten im Video.


(Direktlink zum Video)

Die Laufzeit des Akku hängt nach unseren Erfahrungen übrigens stark davon ab, wie häufig man den Bluetooth-Sync mit der iPhone-App benutzt. Wer seine Punkte besonders oft überträgt, muss das Armband unter Umständen schon nach drei Tagen zum Laden einstecken, andernfalls lässt sich das FuelBand mit einer Akkuladung auch locker eine Woche tragen.

NikeFuel fügt sich nahtlos in das nunmehr bald sieben Jahre aktive Nike+ Onlineangebot ein. Punkte, Ziele und Belohnungen werden auf eurer persönlichen Nike+ Homepage angezeigt, umgekehrt addieren sich die mit der Nike-Running-App oder der SportWatch erzielten Ergebnisse auf die Gesamtzahl der NikeFuel-Punkte. Die auf dem Armband oder in der NikeFuel-App angezeigten Punkte geben allerdings stets nur die mit dem Armband ermittelten Aktivitäten wieder und auf der Nike+ Webseite könnt ihr diese Werte ebenfalls nach Art der Erfassung sortiert sehen.

Facebook-Nutzer werden sich über die hervorragende Anbindung an das Online-Netzwerk freuen. Sofern ihr dem zustimmt, werdet ihr bei Facebook-Freunden, die ebenfalls ein FuelBand besitzen in den „Charts“ angezeigt. Ebenso seht ihr in der Fuel-App, wie gut ihr im Vergleich zu euren Freunden aktuell punktemäßig da steht. Dies ist in unseren Augen ein enormer zusätzlicher Motivationsfaktor.

Wer sein Nike-Konto nicht mit Facebook-Verbinden will oder seine Ergebnisse aus anderen Gründen nicht mit seinen Freunden messen will, kann sich neben den frei konfigurierbaren Zielen auch mit sogenannten NikeFuel Missions Motivation holen. Ihr bekommt hier Aufgaben im Stil von „mach‘ mehr als 300 Punkte in 30 Minuten“ mit stetig wachsendem Schwierigkeitsgrad.

Fazit nach 10 Tagen mit dem FuelBand

Das Ding macht Spaß und sorgt in der Tat dafür, dass man sich mehr bewegt. Bei gutem Wetter gibt’s längere Spaziergänge oder Joggen, bei schlechtem Wetter eine Runde auf der Wii, Hauptsache am Abend ist die LED-Anzeige im grünen Bereich.

Nike hat ohne Zweifel eine sehr gute Kombi aus Hard- und Software am Start, das FuelBand und die zugehörige App machen Lust auf die regelmäßige Benutzung. Dank der zusätzlichen Anreize durch Wettbewerbe, Ranglisten und Belohnungen dürfte die Motivation auch längerfristig anhalten.

Das Band selbst sieht gut aus und gibt mit seinen hellen LED-Lämpchen auch eine hervorragende Armbanduhr ab. Die Verarbeitung ist soweit sich das bis jetzt beurteilen lässt ausgesprochen gut, der Verschluss hochwertig und robust.

Nike FuelBand in Deutschland

UPDATE: Das Nike FuelBand ist inzwischen offiziell in Deutschland verfügbar.

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04. Jan 2013 um 17:09 Uhr von chris Fehler gefunden?


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