Zweistellige Aufschläge
Qualcomm erhöht Preise – Apple macht sich zunehmend unabhängig
Qualcomm dreht zum 1. September an der Preisschraube. Der Chipkonzern hat seine Kunden bereits im Juli über höhere Preise informiert, die je nach Produkt und Abnehmer teils im zweistelligen Prozentbereich liegen sollen. Für Apple kommt die Anpassung ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem der iPhone-Hersteller seine Abhängigkeit von Qualcomm zunehmend reduziert.
Qualcomm begründet den Schritt mit gestiegenen Kosten entlang der Halbleiter-Lieferkette. Teurer geworden seien unter anderem Wafer-Fertigung, Packaging, Tests, Speicher und weitere Materialien. MacRumors berichtet, dass die Aufschläge individuell mit den Kunden ausgehandelt werden.
Apple hängt noch an Qualcomm
Ganz unabhängig ist Apple noch nicht. Wie wir im Juli aufgeschlüsselt haben, nutzen iPhone 17, iPhone 17 Pro und Pro Max weiterhin Qualcomm-Modems. Mit dem iPhone 16e brachte Apple allerdings erstmals das selbst entwickelte C1-Modem in den Handel. iPhone 17e und iPhone Air verwenden bereits die leistungsfähigere Weiterentwicklung C1X.
Bei den Partnern für 6G fehlt Apple bereits.
Eigene Modems zahlen sich aus
Mit der iPhone-18-Generation soll Apple den Wechsel weiter beschleunigen. Für Teile der neuen Modellfamilie wird das C2-Modem erwartet. Qualcomm selbst rechnet inzwischen damit, beim kommenden iPhone-Start deutlich weniger Komponenten zu liefern als zunächst angenommen.
Der strategische Vorteil liegt damit auf der Hand: Eigene Modems geben Apple mehr Kontrolle über Technik, Liefermengen und Einkaufskosten. Die höheren Qualcomm-Preise zeigen, warum Cupertino jahrelang Milliarden in diesen Bereich investiert hat.
Billiger werden die nächsten iPhones dadurch allerdings nicht. Auch Apples eigene Chips werden von externen Fertigern produziert und sind von steigenden Speicher-, Packaging- und Produktionskosten betroffen. Beim iPhone 18 Pro rechnen wir ohnehin mit höheren Preisen. Apples Abschied von Qualcomm reduziert also vor allem die Abhängigkeit – nicht zwingend die Rechnung für Kunden.


Apple erhöht doch auch die Preise. Kommt irgendwie aufs selbe hinaus