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Angeschaut: Nest Protect Rauchmelder mit iPhone-Anbindung

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Das vom iPod-Erfinder Tony Fadell gegründete Unternehmen Nest hat sich mit „intelligenten“ Raumthermostaten und durchdachten Rauchmeldern einen Namen gemacht. Offiziell sind die Nest-Produkte in Deutschland noch nicht verfügbar, wer allerdings nicht warten will, bis die Nest-Produkte hierzulande direkt angeboten werden, kann diese heute schon völlig problemlos über Amazon UK oder Amazon Frankreich bestellen. Wir haben uns auf diese Weise den Rauch- und CO-Melder Nest Protect gegönnt.

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Unser Nest Protect kam innerhalb von 3 Tagen zum Preis von 109 Euro zuzüglich 6 Euro Versandkosten aus Frankreich. Falls ihr dort ebenfalls bestellen wollt, solltet ihr vorab wissen, dass die von Amazon Frankreich ausgelieferten Geräte von Haus aus nur Französisch oder Niederländisch sprechen. Wie hier beschrieben ist nach der Erstinstallation dann allerdings auch auch ein Wechsel zu Englisch möglich*. Sofern ihr mit diesen beiden Sprachen gar nichts anfangen könnt, solltet ihr euer Gerät vielleicht besser über Amazon UK bestellen, dort kommt ihr inklusive Versand auf einen Preis von etwa 124 Euro und habt sofort einen englisch sprechenden Rauchmelder.

Die schlichte, elegante Verpackung lässt ebenso wie die Wertigkeit des Geräts selbst erahnen, wo Fadell sein Handwerk gelernt hat. Verglichen mit den sonst üblichen Plastikpilzen für die Decke darf man den Protect sicher als „Mac unter den Rauchmeldern“ bezeichnen, dies gilt dann allerdings auch für den Preis. Der vergleichsweise hohe Funktionsumfang alleine macht die Mehrkosten wohl nicht wett, man muss sich darüber hinaus einfach auch über ein schönes Produkt freuen können, und das ist der Nest sicherlich.

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Die Einrichtung geht einfach und angenehm vonstatten, sofern man nicht auf eine Netzwerkkonfiguration mit mehreren Accesspoints mit gleicher SSID setzt. Dann wir das Ganze leider zum großen Ärgernis (unten mehr).

Die für die Einrichtung und Verwaltung der Nest-Geräte nötige App Nest Mobile kann man direkt im deutschen App Store laden und ihr richtet damit einen oder mehrere Nest Protect ein bevor ihr die Geräte montiert. Der Nest Protect lässt sich übrigens sowohl an der Decke als auch an der Wand betreiben, wobei die Deckenmontage wie bei allen Rauchmeldern die empfohlene Variante ist.

Der Setup geht mit nur wenigen Schritten wie hier auch im Video zu sehen komfortabel vonstatten. Ihr startet die App, knipst den QR-Code des Rauchmelders ab, aktiviert den Rauchmelder und verbindet das iPhone dann mit dem vom Nest erzeugten WLAN-Netz. Die App fordert euch dann dazu auf, euer lokales Netzwerk auszuwählen und das zugehörige Kennwort einzugeben, anschließend verbindet sich der Rauchmelder automatisch mit diesem Netz – fertig.

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Falls ihr mehrere Rauchmelder von Nest habt, könnt ihr diese gleich in einem Aufwasch installieren und miteinander verknüpfen. Ein Alarm im Keller beispielsweise wird dann auf allen Geräten angezeigt. Allerdings solltet ihr bei der Planung berücksichtigen, dass für den vollen Funktionsumfang auch eine WLAN-Abdeckung an den Aufstellungsorten erforderlich ist. Die Kommunikation der Geräte im Alarmfall funktioniert jedoch auch ohne WLAN-Verbindung. Für das „Nest Interconnect“ genannte Feature müssen die Geräte lediglich in einem Abstand von maximal 15 Metern montiert sein.

Und noch ein wichtiger Hinweis: Bereits für die Installation der Geräte ist ein kostenloses Benutzerkonto bei Nest zwingend erforderlich. Nach dem Einrichten lassen sich die Geräte zwar auch ohne Internet- und damit Verbindung zu den Servern von Nest betreiben, allerdings nehmt ihr dem Gerät damit dann auch ein ganzes Stück des mitbezahlten Leistungsumfangs. Dank dieser Verbindung habt ihr den Gerätezustand jederzeit auch von unterwegs aus im Griff und werdet im Alarmfall auch auf dem iPhone benachrichtigt.

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Die Montage der Geräte selbst erfolgt mittels vier mitgelieferter Schrauben und einer Befestigungsplatte. Die im Lieferumfang enthaltenen Batterien sollen laut Hersteller etwa 5 Jahre halten, die Nutzungsdauer dürfte allerdings auch stark von der Verwendung der verschiedenen Zusatzfeatures abhängen. Neben der Funktion als Rauch- und Kohlenmonoxid-Melder lässt sich der Nest Protect nämlich auch als Nachtlicht nutzen. Der integrierte Bewegungssensor kann den Leuchtring bei Dunkelheit weiß aufleuchten lassen, sobald sich in der Nähe jemand bewegt. Diese Einstellung ist ebenso optional wie das „Nightly Promise“, ein kurzes Aufleuchten der Statuslampe nach dem Ausschalten des Lichts. Ein grüner Ring zeigt euch hier, dass alles okay ist, fehlt beispielsweise die WLAN-Verbindung oder werden die Batterien schwach, leuchtet der Ring orange.

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Zwei weitere, von Haus aus aktive Zusatzfunktionen lassen sich bei Bedarf auch Abstellen: Die automatische Wasserdampferkennung, falls das Gerät beispielsweise in der Nähe einer Dusche montiert ist, und das „Heads up“-Feature von Nest. Hier warnt euch der Rauchmelder bei langsam ansteigender Rauch- oder CO-Konzentration erstmal, bevor der Alarm voll anschlägt.

Sämtliche Aktivitäten werden von den Nest-Rauchmeldern per Sprachausgabe kommentiert. Ihr erhaltet also im Alarmfall auch direkt die Ansage, wo ein Problem vorliegt und werdet jemand die Taste am Melder gedrückt oder sich die Situation wieder bereinigt hat ebenfalls darauf hingewiesen. Zusätzlich verschickt das Gerät entsprechende Push-Mitteilungen über die iPhone-App.

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Die Nest-App bietet neben den bereits angesprochenen Setup- und Bedienfunktionen auch eine Verlaufsansicht für die letzten zehn Tage. Hier lässt sich dann beispielsweise im Detail nachlesen, wann und aus welchem Grund Meldungen vorlagen wie darauf reagiert wurde.

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Netzwerk-Setup: Das Problem mit Fehler P008(0.64)

Leider hat der Nest Protect in seiner aktuellen Version jedoch Probleme mit WLAN-Netzen, die ähnlich wie hier von uns beschrieben mit mehreren Basisstation, die den gleichen Netzwerkname ausgeben, konfiguriert sind. Wie es scheint, kommt das Gerät mit diesem Setup grundsätzlich nicht klar und bricht die Installation unter Ausgabe des Fehlercodes P008(0.64) ab. Im Nest Anwenderforum berichten etliche Besitzer der Rauchmelder von diesem Problem und bislang scheint es keine akzeptable Lösung dafür zu geben. Die Geräte lassen sich zwar installieren, wenn man temporär nur einen einzelnen Accespoint betreibt, laut Anwenderberichten funktioniert die Netzwerkanbindung jedoch sobald man die zusätzlichen Hotspots wieder aktiviert nicht mehr. Somit würden wir sofern bei euch eine entsprechende Netzwerkkonfiguration vorliegt, so lange kein fehlerbehebendes Softwareupdate vorliegt, unbedingt von einem Kauf abraten.

Nest Protect Rauch- und CO-Melder im Video

Nest äußert sich nicht dazu, wann mit einem offiziellen Vertrieb der Produkte in Deutschland zu rechnen ist. Laut unseren Informationen wird dahingehend jedoch schon aktiv geplant, wir können allerdings nicht einschätzen, ob es diesbezüglich in diesem Jahr noch etwas wird.

*UPDATE: Murphy! Schon kurz nach Veröffentlichung dieses Artikels war die englische Sprachausgabe auf unserem Testgerät aktiv. Ursprünglich hatten wir hier ja berichtet, dass die Sprachänderung zwar angeboten, nicht aber durchgeführt wird. Der Wechsel ist auf die entsprechende Einstellung hin nach drei Tagen erfolgt, wie in der Anleitung beschrieben direkt aktivieren ließ sich das Ganze in unserem Fall nicht.

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01. Nov 2014 um 15:11 Uhr von chris Fehler gefunden?


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