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„Mikey Shorts“ rennt gegen Freemium-Spiele an; und in Deutschland gegen eine Wand

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46 Kommentare 46

Wir kennen die Verrückten aus den ifun.de-Kommentaren, aber wir kennen und schätzen auch die ganzen schlauen Köpfe die regelmäßig bei uns vorbeischauen. Vielleicht könnt ihr uns ja mal erklären, warum es Spiele wie „Mikey Shorts“ (AppStore-Link) so schwer in Deutschland haben.

In Amerika fast ausschließlich mit Bestnoten bewertet, erntet Mikey in Deutschland nicht nur wenig sondern auch sehr gemischtes („Ist nicht wie Super Mario…“) Feedback. Dabei gibt sich das Spiel Mühe vieles richtig zu machen. Die Anwendung setzt nicht auf die leider schon alltäglichen In-App-Zukäufe im Spiel, sondern kostet einmalig 0,79€. Preiswertere Angebote erlaubt Apples Software-Kaufhaus bekanntlich nicht.

Der Titel kommt von einem unabhängigen Entwickler. Das Gameplay ist solide und macht durchaus Spass. Die Steuerung reagiert schnell, das Menü ist weitgehend selbsterklärend und das Spiel liefert was der Beschreibungstext verspricht: Einen Speed-Runner der die fünf Minuten auf dem Klo oder die Zeit im Wartezimmer dazu ausnutzt euch zum Setzen neuer Bestzeiten herausfordert. Sicher, „Mikey Shorts“ ist keine Grafik-Leckerbissen, mit Angry Birds kann der 12MB-Titel aber allemal mithalten.

Warum also kommen die Top-Spiele hierzulande aus der Free-To-Play Kategorie mit einem Sack voll In-App-Käufen an Bord und fixen ihre Nutzer lieber mit Gameplay-Ausschnitten an, als fertige Spiele gegen eine Einmalzahlung anzubieten. Und warum wird die erste Kategorie eher honoriert als der kleine, in Mikeys Fall sogar universale Zeitvertreib für 79 Cent?


(Direkt-Link)

Samstag, 25. Aug 2012, 18:31 Uhr — Nicolas
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  • Wahrscheinlich gefakete Bewertungen wie bei und bei der Carglass-„App“.

  • Verstehe ich auch nicht, wie ich diese spiele hasse. Ich bin durchaus bereit einmal Geld zu bezahlen und ein fertiges gutes Spiel zu kaufen als andauernd gemolken zu werden.

    • Na ja,

      gibt auch free-to-play Spiele mit InApp-Kauf, die man ohne zu bezahlen lange spielen, sogar größtenteils durchspielen kann. Durch permanentes Abdrücken von Kohle hätte man halt bessere Wummen, kommt schneller durch, hat’s leichter und was weiß ich was. Bei Six-Guns von Gameloft z.B. ist das so, da habe ich keinen Cent investiert, hatte aber sehr sehr lange Spielgenuß. Man sollte das Free-to-Play mit InnApp nicht generell verteufeln, finde ich…

      • du hast es dir doch selbst bewiesen: es geht auch super ohne diesen InApp muell! also wieso dann ueberhaupt anbieten? die antwort: um irgendwelchen kids, die ihr iphone, bzw ihren ipod touch (!) von mama geschenkt bekommen haben, die kohle aus der tasche zu ziehen. meist auch nur abgeboten von großen „entwicklerstudios“, die sich damit selbst den markt zerschießen, da die kids durch ihre rezessionen andere anstaendige titel – die nicht auf InApp setzen – zerreissen und und so die grundlage fuer einmal-bezahl titel nehmen. verwoehnte deutsche kinder, die alles haben wollen und am besten sofort! gedanke: „ach, ich kann schneller durchs spiel kommen, wenn ich mir etwas kaufe?“ koennen es sich ja finanziell leisten und kotzen sich dann aber darueber aus, dass sie nur das iphone 4 haben und nicht die neuste generation! paradoxe unzufriedenheit! wohlstandsgeneration! mit geld ist alles machbar…
        da gehts gehts schon nicht mehr um den spielgenuss an sich!

  • Kann natürlich sein, das sich diese spiele so gut machen weil sie anfangs ja nichts kosten. Bei uns in de muss ja alles bestens gratis sein^^

    • Das glaube ich auch. Kostenlos ist erst mal gut. Dass es Freemium ist wissen die meisten erst wenn es zu spät ist.

      • Gratisgesellschaft! Gibt’s in keinem anderen Land!

      • @thomas wie kommst du darauf? Ich glaube, dass es diese Gesellschaft in jedem Land gibt. Die USA sind nunmal sehr groß, auch von der Bevölkerung her. So können dort auch anfangs kleine Ideen groß werden.

  • ganz einfach: Deutsche Mentalität!

    Hier wird keine Katze im Sack gekauft!
    Um die Meinungen andere sind dem tunlich deutschen nix Wert!:-)

    Den meisten reichen ein paar Bildchen und n schöner Text nicht aus!
    Demos!!!

  • weil deutsche einfach zu bloed sind, gute sachen zu erkennen.

  • Im Prinzip beantwortet ihr eure Frage schon selber.
    – keine In-App-Zukäufe
    – 0,79€
    – unabhängiger Entwickler
    ist zwar löblich, aber macht allein noch kein gutes Spiel aus. Das entscheidende ist das Gameplay und das ist hier bestenfalls solide in meinen Augen.

  • Es gibt viele gute Spoele die kaum jemand kauft.

    Born to fly ist auch so ein Spiel.

  • „Vielleicht könnt ihr uns ja mal erklären, warum es Spiele wie “Mikey Shorts” (AppStore-Link) so schwer in Deutschland haben.“

    Weil es Deutschland ist. Ich habe auf meine 79 ct teure App schon die Bewertung bekommen: „Für umsonst wäre es ok.“

    Das heisst also, wenn ich zwei Monate daran verwende, eine App herzustellen, 79 EUR an Apple bezahle wäre es ok, wenn ich die App kostenlos in den App-Store stelle. Danke, das ist echt nett!

    • Du sollst die App ja auch aus Spass programmieren, nicht aus Geldgier :-)

      • Es geht um Respekt und Wertschätzung meiner Arbeit. Das ist übrigens der Hauptgrund, warum es für Android keine brauchbaren Apps gibt. Ich werde meine Apps nicht auf Android portieren.

      • Es ist nicht verboten, Apps zu programmieren mit dem Hintergrund Geldverdienen.

        BTW: was ist vom Aufwand schwieriger:

        Apps für Android oder für iOS (von der Programmiersprache gesehen)?

      • Den Frust des Entwicklers kann ich gut verstehen und 79cent ist nun mal wirklich nix.

        So ein riesiger Einkaufsladen wie der Apple Stire ist nur für Kunden und einige sehr weniger Entwickler gut. Im Prinzip vergleichbar mit einem Supermarkt. Im Gegensatz zum Einzelhandel kann eine Supermarkt Kette die Preise diktieren und schadet damit dem Erzeuger der ja irgendwie verkaufen muss.

        Auf den App Store gemünzt heißt das, dass es durch den Konkurrenzdruck immer wieder 0€ Aktionen gibt, so das es ausreicht nur diese zu Laden.

        Desertieren sind unbekannte Apps einfach nicht auffindbar, zB kein Filter nach umbewerteten Apps, keine Darstellung der Keywords die Entwickler vergeben etc. Einfach eine schlechte Präsentaion im App. Store.

        Apple fördert nur die bekannten Apps und sonnt sich selber in deren Glanz der Diwnload-Zahlen.

    • Wenn man bedenkt, dass man für 0,79€ auch einen Schokoriegel bekommt, ist das echt nicht viel für eine App, von der man ja wahrscheinlich etwas länger was hat als von einem Schokoriegel. Außerdem programmieren die Entwickler ja auch recht lange an ihren Apps und müssen dann auch noch an Apple Zulassungsgebühren zahlen, sodass es das gute Recht der Einzelentwickler ist, einen Schokoriegel für ihre Arbeit zu verlangen.

  • Habs durch gespielt. Ist schon was kurz der Storymode aber ist seine 79cent wert. Die Steuerung find ich für das Genre vorbildlich.

  • Soll das Werbung für das Spiel sein?
    In Amiland mögen sie auch andere Musik, warum soll das bei Spielen anders sein?

  • Weil das Spiel keine Neuerungen aufweist , ist wie ein Abklatsch mit schlechter Graphik.

  • Bei mir werden gar keine Bewertungen angezeigt.

  • Aber, aber, es ist nicht Mario …

  • Ich vermute mal, ohne es gespielt zu haben, dass es am
    Genre Jump’n’Run liegt. Ich habe sicherlich als Kind Super Mario gezockt bis zur Vergasung, aber heute haut mich das eben nicht mehr vom Hocker.

    Bridge Builder ist das erste Game, welches ich nun zum 3. Mal durchgespielt habe. Davon hätte ich gern mehr!

  • weil in d. lieber gejammert wenn auch nur 10% nicht gut sind – bei 90% ok. eben genau über diese 10%, anstatt sich über 90% zu freuen!
    deutschland = jammerland!

  • Ich finde das spiel ganz nett.
    Aber es ist jetzt nichts besonderes, was ich jeden Tag spielen würde.

  • Ich denke auch das Jump’n Run nicht der Renner ist. Da muss schon eine nette Gestaltung dazu kommen, was ich zB bei Born to Fly gibt, aber auch bei einigen anderen Jump’n Run Spielen.

  • Was wollt ihr jetzt? Die Bewertungen sind doch überwiegend positiv und dann auch eigentlich mit voller Punktzahl. Ein paar gefällt es halt nicht..
    Ich verstehe wirklich nicht euer Ziel!?
    Das Spiel ist seit nichtmal zehn Tagen draußen, wie soll ein völlig unbekanntes kleines Spiel da schon mehr Rezensionen verzeichnen? Wartet mal einen Monat ab und beschwert euch dann nochmal :)

    • Ja, die Fragen habe ich mir auch gestellt, nachdem ich mir die Rezensionen angesehen habe – 21 an der Zahl, davon 17 mit 5 Sternen, lediglich 2x 1 Stern – was ist an diesem Feedback „sehr gemischt“?

  • Jump & Run… genau das, was ich mit meinen 50 Jahren am liebsten spiele! 80% aller Games auf dem iPhone sind Jump & Run – und Mikey ist einer der Toptitel davon. Bei 79 Cent überlegt man auch nicht lange – 1/2 Stunde parken kostet ja hier schon 1,50.

    In einem Land, in dem sogar 79-Cent-Titel nicht gekauft werden (auf Jailbreak-Geräten kostet es halt Null) und in dem regelmäßig Shooter die Plätze 1 bis 5 belegen, hat es ein Spielprinzip aus grauer Vorzeit halt schwer. Leider.

  • Und so hat man bei ifun wieder mal eine Debatte über die Moral der Deutschen angestoßen…

  • Vor der Einführung von Freemium-Spielen habe ich öfter mal günstige Spiele gekauft, aber nachdem der AppStore inzwischen so zugemüllt ist mit diesem Freemium-Bullahit ist mir echt die Lust vergangen nach interessanten Spielen zu suchen. Mich haben die Spiele-Anbieter mit diesem Verkaufsmodell jedenfalls erfolgreich als regelmäßigen Spielekäufer vergrault. Interessieren würde mich mal eine Statistik die zeigt ob die Anbieter mit Freemium-Spielen nun wirklich mehr Umsatz machen, oder ob es viele ehemaligen Kunden wie mich gibt die jetzt nichts mehr kaufen.

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