Aus für iPhone XS und XR
Microsoft OneDrive verabschiedet sich von iOS 18
Microsoft erhöht erneut die Systemanforderungen seiner OneDrive-App. Im aktuellen TestFlight-Build 18.11.2 kündigt das Unternehmen an, die Unterstützung für iOS 18 und iPadOS 18 in Kürze einzustellen. Wer weiterhin neue OneDrive-Versionen erhalten möchte, muss damit künftig ein neueres Apple-Betriebssystem einsetzen.
Ganz überraschend kommt der Schritt nicht. Bereits im Frühjahr hatte Microsoft iOS 17 aus der Unterstützung genommen. Seit Version 18.1 setzt die reguläre App mindestens iOS beziehungsweise iPadOS 18 voraus. Einen konkreten Termin für den nächsten Schnitt nennt Microsoft bislang nicht.
Für drei iPhone-Modelle ist Schluss
Für die meisten Nutzer dürfte ein Systemupdate ausreichen. Anders sieht es beim iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR aus. Diese Geräte erhalten von Apple weiterhin Sicherheitsaktualisierungen für iOS 18, können aber nicht auf iOS 26 oder eine neuere Hauptversion wechseln.
Auf dem iPad betrifft dies vor allem das iPad der 7. Generation. Auch dieses bleibt bei iPadOS 18 hängen, während iPadOS 26 erst ab dem iPad der 8. Generation unterstützt wird.
Bemerkenswert ist das Tempo der Umstellung. Erst Ende April bezeichnete Microsoft Version 18.0.2 als letzte OneDrive-Ausgabe für iOS 17 und iPadOS 17. Nur wenige Monate später steht nun bereits die nächste Mindestversion vor dem Aus.
Bestehende App dürfte zunächst weiterlaufen
Ein sofortiges Abschalten von OneDrive bedeutet das nicht. Ältere installierte Versionen dürften zunächst weiterhin funktionieren. Neue Funktionen, Fehlerkorrekturen und zukünftige Sicherheitsupdates der App werden auf iOS 18 allerdings nicht mehr ankommen, sobald Microsoft die Umstellung vollzieht.
Wer OneDrive auf einem kompatiblen neueren iPhone oder iPad nutzt und bislang bewusst bei iOS 18 geblieben ist, kann das Problem entsprechend durch ein Systemupdate umgehen. Microsoft nennt für Neuinstallationen derzeit noch iOS 18 als Mindestanforderung – die öffentliche Support-Seite wurde also noch nicht auf die angekündigte Änderung angepasst.


Gerade bei iPads wird imho der Gebrauchtmarkt durch Softwareobsoleszenz stark eingeschränkt. Die überwiegend sehr knappe Ausstattung mit NAND ist auch nicht hilfreich. Die Updatezyklen insbesondere der niedrigpreisigeren Geräte waren einfach zu lang, weshalb sie dann im Vergleich zu iPhones schneller rausfallen. Das ärgert mich, auch im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit, die Apple doch angeblich so sehr am Herzen liegt.
Die Nachhaltigkeit ist eine Heuchelei vom Feinsten. Denn wenn man aktiv ein Betriebssystme-Update verhindert, um neue Hardware zu verkaufen, obwohl es möglich wäre, ist ja schon mal eine Aussage. Und wenn Apps dann völlig unwillkürlich die Voraussetzungen nach oben schrauben, ist das nochmal mehr eine Limitierung, die es faktisch nicht braucht.
Man könnte, wenn Nachhaltigkeit wirklich gewünscht wäre, ganz einfach agieren.
Ich nutze z. B. mein iPhone 12 noch täglich. Habe damit keine Probleme oder Einschränkungen. Auch der Speicher mit 256 GB ist noch gut genutzt und viel davon frei. Als Digitalkamera nutze ich eine DLSM mit Wechselobjektiven. Also ist auch dieses Argument für mich nicht notwenig, auf ein neues Gerät umzusteigen. Also greift wohl nur Plan B, iOS-Update verhindern, dann rotieren die Apps irgendwann raus und man kann das iPhone faktisch nicht mehr nutzen. Es sei denn man möchte mehr als telefonieren damit anstellen.
Mein iMac aus 2012 ist schon lange obsolet. Mein Notebook was auch nicht wirklich viel jünger ist, nutzt nach wie vor das aktuellste Linux, mit dem ich mehr Freiheiten habe, als mit dem „veralteten“ macOS auf meinem iMac. Letzterer wurde aber mit dem OpenCore-Legacy-Patcher auf ein neures System gehoben. Das zeigt, daß alte Hardware nicht entsorgt werden muß, nur weil offiziell kein Betriebssystem-Update mehr geht. Inoffiziell schon.
Und außerdem zeigt das Beispiel mit Linux, daß man dennoch aktuelle Software für teilweise sehr alte Hardware bekommt. Und damit trotzdem noch aktiv am Leben teilnehmen kann. Aktuelle Software, aktuelles Betriebssystem, keine Einfallstore für Viren usw… durch veraltete Software. Losgelöst davon dann auch keine Einschränkungen, wenn WhatsApp eben ein iOS xyz vorschreibt, welches es nicht mehr für die veraltete Hardware gibt.
Fakt ist, ohne solche Einschränkungen wird nix Neues verkauft. Deshalb gibt es wohl diese Einschränkungen.
Ich werde jedenfalls mein iPhone 12, sowie meinen iMac aus 2012 noch lange nutzen. Genügt das nicht mehr, kommt mein Linux Notebook zum Einsatz, an dem ich gerade diese Zeilen tippe, einfach weil es Spaß macht.
Geht mir genauso. Die Hardware wird in vielen Fällen viel zu schnell abgeschrieben. Udn gerade ein Hersteller der mit premium, Nachhaltigkeit und alles aus einer Hand (Hard und Software) wirbt sollte doch in der Lage sein die Hardware 15 oder gar 20 Jahre aktiv zu Supporten!
Ach Hans. Sowas nennt sich Markt. Wenn beispielsweise 5 % deiner Kunden ihre Geräte länger als 3 Jahre nutzen und die Fanboys jedes Jahr blind neue Geräte kaufen, dann nimmst du die 95 % mit und scheißt auf die 5. Fertig. Apple supported schon lange. Samsung und Google auch. Aber das iPhone 12 jetzt jetzt auch 6 Jahre alt. Bei den meisten dürfte der Akku durch sein. Wenn du entsprechende Devices willst: Feel free. Es gibt einige Android-Geräte mit offenem Bootloader die von der Open Source Community ewig unterstützt werden. Nutz deinen Linux-Laptop anstatt MacBooks. Aber mach hier nicht auf den Retter der Welt, wenn es einfach die Masse 0 interessiert.
PS: Ich bin auch für Right to Repair, lange Updates. Aber ich sehe auch, dass es a) kaum einer nutzt und b) es eben oft nicht wirtschaftlich ist.