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Lesetipp: Metadaten verraten alles über euch

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21 Kommentare 21

Mit dem ArtikelWie dein unschuldiges Smartphone fast dein ganzes Leben an den Geheimdienst übermittelt“ hat die Webseite Netzpolitik einen lesenswerten Beitrag von Dimitri Tokmetzi ins Deutsche übersetzt, dessen Lektüre wir euch ans Herz legen möchten. Auf 2500 Wörter erklärt Tokmetzi welche detailliert-persönlichen Informationen sich allein aus den Metadaten eurer Kommunikation ablesen lassen können.

meta

Ein Experiment, das da weitermacht, wo die Veröffentlichungen des Grünen-Politikers Malte Spitz, der bereits vor etwa drei Jahren seine Vorratsdaten einklagte und auf ZEIT ONLINE als Datenvisualisierung veröffentlichte, aufgehört haben.

Geheimdienste sammeln Metadaten über die Kommunikation aller Bürger. Die Politiker wollen uns glauben machen, dass diese Daten nicht allzu viel aussagen. Ein Niederländer hat das überprüft und das Gegenteil demonstriert: Metadaten verraten viel mehr über dein Leben, als du denkst.

Ton Siedsma ist nervös. Er traf die Entscheidung vor Wochen, aber verschiebt sie doch immer weiter. Es ist der 11. November, ein kalter Herbstabend. Um zehn nach acht (20:10:48 Uhr um genau zu sein), während er auf dem Weg nach Hause den Elst Bahnhof passiert, aktiviert er die App. Sie wird alle Metadaten seines Telefons in der kommenden Woche speichern.

Metadaten sind nicht der tatsächliche Inhalt der Kommunikation, sondern die Daten über die Kommunikation; etwa die Nummern, die er anruft oder antextet, und wo sein Handy sich zu einem bestimmten Zeitpunkt befindet. Wem er E-Mails schreibt, die Betreffzeilen der E-Mails und die Webseiten, die er besucht. […]

Eine ausgesprochene Lese-Empfehlung.

Dienstag, 05. Aug 2014, 17:20 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Danke für den Lesetipp! Immer wieder erschreckend ..

  • Der berühmte Digitale Fingerabdruck,
    warum brauch man noch einen Reisepass wenn es doch Smartphones und etc. gibt….

  • Passend dazu: Marc Elsberg – Zero Sie wissen, was du tust

    Fiction? Paranoia?

  • Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum Seitens der Nutzer diese Spionage hingenommen wird, so nach dem Motto: „Esst mehr Mist, Milliarden Fliegen können sich nicht irren!“ Was soll es, Jahrhunderte lang lebten die meisten Menschen als Leibeigne – scheinbar liegt die Abstumpfung gegenüber den politischen Eliten und deren Überwachungsinstitutionen darin begründet!!! Was kann ich schon gegen die Obrigkeit und deren Begehrlichkeiten tun?

    Wenn jeder eMail-Inhaber an jeweils 10 Bundestags- und Europaabgeordneten eine entsprechende Mail schickt, nach 10 Tagen die fehlende Beantwortung anmahnt und das über zwei Monate, da sollt ihr mal sehen wie schnell die in die Startlöcher kommen.

    • Word. Aber die „ich hab doch nichts zu verbergen“ Propaganda hat doch prima funktioniert. Außerdem müssten die User dann doch mal ihre Komfortzone verlassen. Da reden sich viele diese Zustände lieber einfach schön.

    • Startlöcher … in die geht maxinal Usain Bolt.

      Noch naiver ist es zu glauben, dass nur einer des Establishments Interesse daran hat, das zu ändern.

  • Herr Mustermann

    Leute, wer bisher das Gegenteil glaubte, ist oder war naiv.

  • Fällt nur mir auf, dass Berlin Mitte wie ein Pokéball aussieht?!

  • Die Frage ist, was man (dagegen) tun kann. Und da bleibt nach meiner Einschätzung bei der Fülle an Funktionen und Apps der heutigen Smartphones (Berechtigungen) eigentlich nur noch ein Dumbphone oder gar kein Telefon als Alternative, von den weiteren „Quellen“ Tablet und/oder PC ganz zu schweigen. Dies alles effektiv abzusichern schafft doch kein Mensch. Und ich bilde mir ein, schon ein bisschen mehr als der Durchschnitt zu wissen. Also entweder ein Leben ohne Internet, oder in Kauf nehmen, dass man alles herausfinden kann. Crazy und beängstigend.

    • Im Moment kann man nichts tun außer offline zu bleiben, also kein Digitales In- u. Output. Aber in unserm Digitalisierungszeitalter wird es immer schwieriger einen Ausweg zu finden. Wenn das nicht so gewollt ist, dann weiß ich auch nicht.

    • kein digitaler fingerabdruck macht auch – oder erst recht – verdächtig…

  • Welche App hat er benutzt und gibt es sowas für den ultimativen Selbstversuch?

  • klar kann man was tun… z. B. nicht mehr wählen. Ich denke in der heutigen Zeit das politischste Instrument das einem zur Verfügung steht. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten: wer wählt gefährdet/schädigt eine Demokratie. Paradox, ich weiß. Und glaubt mir ich würde gerne wählen und an gesellschaftlichen Entscheidungen Einfluss nehmen. Aber so naiv bin ich nicht als das ich nicht sehen das dem derzeit nicht so ist.
    Wir steuern vielleicht auf eine Zeit zu die die Nationalsozialisten und alles bisher dar gewesenes übertreffen wird. Und ich vermute die Grundlage wird genau die Datensammlung ermöglichen. Oh,… ich hoffe das ich mich irre!!

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