Community-Wünsche prägen die Entwicklung
Intake: Kalorientracker erhält optionale KI ohne Abo-Zwang
Als wir die Kalorienzähler-App Intake im März erstmals vorgestellt haben, traf das bewusst einfache Konzept ohne Abo und ohne Zusatzkäufe bei vielen ifun.de-Lesern einen Nerv. In den Monaten danach entwickelte sich ein reger Austausch zwischen Community und Entwickler.
Zahlreiche Funktionswünsche wurden aufgegriffen und schrittweise umgesetzt. Nach Nährstofftracking und Intervallfasten folgte mit Intake AI vor kurzem die bislang größte Erweiterung der App.
Die neue KI-Unterstützung ergänzt die bestehende App, verändert deren Grundprinzip jedoch nicht. Intake kann weiterhin gegen einen einmaligen Kaufpreis genutzt werden. Die KI ist ein optionales Zusatzmodul, das nur bei Bedarf aktiviert wird.
Fotos, Sprache und Etiketten als Eingabe
Intake AI soll das Eintragen von Mahlzeiten beschleunigen. Nutzer können eine Mahlzeit beschreiben, ein Foto aufnehmen oder das Nährwertetikett eines verpackten Produkts scannen. Aus diesen Informationen erstellt die KI einen Vorschlag für Kalorien sowie Makro und Nährwerte. Bevor die Daten gespeichert werden, lassen sich sämtliche Angaben kontrollieren und bei Bedarf anpassen.
Der Entwickler weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich um Schätzwerte handelt. Die KI übernimmt deshalb keine Einträge automatisch ins Ernährungstagebuch. Stattdessen können Portionsgrößen verändert, Zutaten ergänzt oder entfernt und einzelne Werte korrigiert werden.
In den bereits veröffentlichten Folgeversionen wurde die Funktion weiter ausgebaut. So unterstützt Intake inzwischen Spracheingaben für KI-Chats, erkennt Getränke automatisch und kann komplexere Mahlzeiten entweder als einen gemeinsamen Eintrag oder als einzelne Zutaten übernehmen.
Eigenen API-Schlüssel statt Abo verwenden
Für die Nutzung von Intake AI bietet der Entwickler zwei Modelle an. Wer nicht schon für einen eigene KI-Dienst zahlt, kann die Funktion per Abonnement für 3,99 Euro pro Monat oder 39,99 Euro pro Jahr freischalten. Hintergrund sind die laufenden Kosten, die bei jeder KI-Anfrage entstehen.
Alternativ unterstützt Intake das sogenannte „Bring your own key“-Verfahren. Nutzer hinterlegen dabei einen eigenen API-Schlüssel von OpenAI, Anthropic oder inzwischen auch Gemini. Die App nutzt anschließend den gewählten Anbieter direkt. Die anfallenden Kosten werden dabei unmittelbar über das jeweilige API-Konto des Nutzers abgerechnet.
Mit diesem Ansatz kombiniert Intake die neue KI-Unterstützung mit einer fairen Wahlfreiheit. Wer die Funktion nicht benötigt, kann die App weiterhin vollständig ohne KI und ohne laufende Gebühren verwenden. Nutzer, die bereits über einen eigenen API-Zugang verfügen, können diesen direkt einbinden und behalten damit die Kontrolle über die entstehenden Kosten.

Welcher Anbieter wird denn genutzt, sofern man sich für das Jahresabo über die App selbst entscheidet? Kann das nirgends so recht rauslesen. Ansonsten: MEGA, die Kunden selbst entscheiden zu lassen. Die App scheint wirklich mal was anders machen zu wollen.
+1
Nimm deine eigene AI, kannst einfach deinen API Schlüssel eingeben und los geht’s
Ich denke, das ist schon verstanden worden.
Wenn aber nicht die „eigene KI“ genutzt werden kann/soll: Welcher Anbieter (OpenAI, Anthropic, usw.) wird dann von der App für das KI-Feature genutzt?
Die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Ich vermute, dass im Hintergrund auch eine URL und ein API Key genutzt wird, um eine bestimmte KI „ins Boot zu holen“. Copilot wird es wohl nicht sein, s. meine Frage weiter unten.
Hi aktuell werden da unterschiedliche Modelle je nach Anfrage genutzt. Ich habe da ein Routing was das beste Modell auswählt. Aktuell sind das Modelle von OpenAI, das kann sich aber auch noch ändern, da ich Intake AI regelmäßig verbessere.
<3
Super, danke für die Info.
Top Arbeit wieder on Tobi
Benutze es mit Open AI. Da muss man aber etwas Geld aufladen. Für 10€ kann man aber sehr viele Bilder analysieren auch je nachdem welches Model man nimmt
Mit Google Gemini gehen in etwa 250 Bilder für 10€.
Das ganze geht auch über Kurzbefehl unter Verwendung einer vorhandenen und vom iPhone bereits genutzten KI, ohne deren API nutzen und bezahlen zu müssen.
Ein Vorteil der Intake AI soll sein, dass sie die Zutaten der Mahlzeit einzeln loggen kann. Das macht der Kurzbefehl nicht.
Bei meinem Test mit eigenem API Key war das allerdings nicht der Fall. Vielleicht geht das wirklich nur mit der Intake AI.
Das ist tatsächlich ein exklusives Feature von Intake AI, das Problem ist, dass ich für jeden BYOK Anbieter einen eigenen Prompt brauche und einen eigenen Parser, um das JSON Ergebnis wieder einzulesen was von der KI kommt. Leider kocht da jeder Anbieter sein eigenes Süppchen was die Rückgabewerte der API angeht. Deshalb gibt es auch nicht jeden beliebigen Anbieter zur Auswahl, da sonst der Aufwand das alles zu Testen zu groß wird. Intake AI ist auf dem selben Backend gehostet, wie die Lebensmitteldatenbank und kann dir zusätzlich auch noch Produkte aus der Datenbank aussuchen und hat dadurch die genaueren Werte
Ich sehe das nicht als Problem sondern als Herausforderung :D auch die Lebensmitteldatenbank könnte man ja mit anderen LLMs verbinden
Wie werden die Kurzbefehle verwendet? Wo kann ich mich da einlesen?
Die API von ChatGPT/Claude kosten ja zusätzlich zum Abo…
Tobi, der Entwickler hatte in den Kommentaren unter dem ersten Post zum Thema „Intake“ mal einen Link geteilt, unter dem die Sache mit dem Kurzbefehl erläutert wird: https://www.threads.com/@tob1.b/post/DVwdJXOiCRb?xmt=AQF0J7cDLbQJpVmKaq2Fpqu5yEwuyfj9hOD9KRuSPQxfwNZuFBobBT6Dz6Ac-1TURlIOcxvi&slof=1
Ich habe mir die App auch vor kurzem gekauft. Wünschenswert wäre es noch einfach Kalorien eintragen zu können ohne Lebensmittel. Das wäre besonders an Tagen an denen man nicht alles genau tracken kann sehr hilfreich.
Das geht doch… einfach auf „Erstellen“ und dann auf „Schnell hinzufügen“. Man muss je nach Bildschirmgröße mal nach links wischen (da wo Suche, Scannen, Rezepte steht)
@tbat44 Danke für den Tipp! Funktioniert!
Schlag es entsprechend vor. Wenn sich genügend weitere Leute mit einem solchen Bedarf melden, stehen die Chancen nicht schlecht dass die simple Funktion auch noch eingebaut wird
Würde einfach nur URL und API Key zugelassen werden, dann wäre jeder Anbieter möglich und nicht nur die „ausgesuchten“
Hier wäre als Beispiel openrouter mit LLM der eigenen Wahl möglich, welches die Kosten sehr verringern würde.
Als Beispiel einmal die Kosten von DeepSeek V4 Flash gegenpber Sonnet, oder GPT-4.5
Schade, dass das nicht wahrgenommen wurde
So einfach ist das nicht. Jedes Modell nimmt andere Parameter entgegen. Du kannst da nicht einfach nen Kontext hinwerfen und dann passt das schon. Was die Implementierung von OpenRouter eben komplex macht.
Bildübertragung: Manche APIs erwarten eine öffentliche Bild-URL, andere Base64-kodierte Bilder, wieder andere Multipart-Uploads.
Vision-Unterstützung: Nicht jedes Modell hinter OpenRouter kann Bilder verarbeiten. Die Anwendung muss also wissen, ob das gewählte Modell Vision unterstützt.
* Token-/Bildlimits: Modelle unterscheiden sich bei maximaler Bildgröße, Anzahl der Bilder pro Anfrage und Detailstufen.
* Antwortqualität: Selbst wenn die API identisch ist, unterscheiden sich die Modelle erheblich. Für Kalorienschätzungen liefern manche Modelle deutlich bessere Ergebnisse als andere.
Sprich: Das einzige was Tobi damit baut ist eine Support-Falle, weil irgendein Modell hinter OpenRouter gerade nicht geht, die Parameter geändert hat oder whatever.
P.S. Falls jetzt die Diskussion los geht, ich habe aktuell eine Art Online-Obsidian in der closed Beta Entwicklung, wo ich mich mit genau so Dingen beschäftige. In meinem Fall ist aktuell unter anderem Replicate angebunden, wo alleine die Unterscheidung von Seedream-Modellen zur Bildgenerierung nicht einfach per „URL + API Token“ geht.
Hi leider hat jeder Anbieter ein anderes JSON Ausgabeformat in ihrer API, das bedeutet für jeden LLM Anbieter und teilweise für jedes Modell, muss ich eigene Provider schreiben, die den Prompt beinhalten und auch die Antwort verstehen können. Einfach mal so alle zulassen würde komplett schief gehen. Jeder Prompt muss ein bisschen anders sein und Intake muss die Antwort auch lesen können. Daher gibt es jetzt mal nur die drei Anbieter. Gerade Google bietet teilweise sogar API Zugriff kostenlos an, da sollte für jeden was dabei sein.
Mir gefallen sowohl Intake als auch die Intake AI. Sie ist für mich eine willkommene Ergänzung, weil mein iPhone 14 den Kurbefehl nicht unterstützt, ich keinen eigenen API Key habe/brauche und der Umweg über Copilot einfach etwas länger dauert. Auch das einfache Loggen der Mahlzeit inklusive der Makros gefallen mir sehr gut.
An der Stelle eine kurze Frage in die Runde: Auf Basis desselben Fotos und desselben Prompts weichen die Schätzungen von Intake AI und Copilot drastisch (= zum Teil 75 %) voneinander ab. Das heißt, laut Intake AI hat ein Gericht deutlich weniger Kalorien, als Copilot veranschlagen würde. Die Bitte um eine sehr konservative Schätzung macht den Unterschied zwar kleiner, er ist aber immer noch sehr deutlich. Die Frage ist: welche KI ist näher dran? Im Ergebnis vertraue ich keiner der beiden Schätzungen wirklich. Kann/sollte ich da noch irgendwo irgendwas beeinflussen? Dankeschön schon mal vorab.
Hi das ist natürlich immer schwierig zu sagen. Intake AI basiert die Schätzung immer auf allen Einzelzutaten, die die KI erkennt und gleicht das auch im Hintergrund mit echten Datenbankprodukten ab. Was beide KIs natürlich nicht sehen oder schätzen können sind Sachen wie Öl, Butter, Sahne. Daher würde ich so Schätzungen grundsätzlich immer nur als grobe Richtung sehen. Wenn du genau weißt was drin ist, dann schreibe das zum Foto dazu. Umso mehr Informationen du Intake AI gibts, umso genauer wird die Schätzung :)
Vielen Dank, werde ich machen.
Es ist wirklich der beste Kalorienzähler. Total logisch und nicht überladen. Sehr sehr gut gemacht.
IMHO: Kalorienzählen ist nicht der beste Weg zum Ziel, eher der Verzicht auf ständiges Essen und viele Kohlenhydrate. Intervallfasten bringt nicht nur weniger Gewicht, sondern auch Gesundheit für den Körper.
Dann passt es ja gut, dass Intake auch Intervallfasten unterstützt mit einem anpassbaren Timer inkl. Dynamic Island und Live Activity Support. Ich denke es gibt nicht die eine Methode um abzunehmen. Für mich persönlich hat Kalorienzählen sehr gut funktioniert, da ich es gut in den Alltag integrieren konnte. Für andere ist es Intervallfasten, Keto, Weight Watchers, you name it.
Jeder soll die Methode nutzen, die er gut in den Alltag integrieren kann und vor allem auch über einen längeren Zeitraum ohne zu viele Einbußen umsetzen kann.
Prinzipiell ist es egal ob du durch Kalorienzählen, Fasten, mehr Aktivität oder sonst etwas in ein Kaloriendefizit kommst. Denn das Kaloriendefizit ist die Grundlage zum Abnehmen. Das ist nicht meine Meinung sondern Wissenschaft.
ganz im Gegenteil, das ist eben keine Wissenschaft, sondern der Irrglaube der sich in der Bevölkerung hält. Beim (dauerhaften) Abnehmen geht es nicht darum beständig zu wenig Kalorien zu sich zu nehmen, sondern Insulinresistenz zu verringern und dem Körper zu ermöglichen sein Fett zu verbrennen. Ergo – irgendeine Form von Fasten. Ich kann es nur empfehlen sich da mal genauer mit zu beschäftigen. Weight Watchers ist vorbei.
Da muss ich dich leider enttäuschen. Der Gewichtsverlust durch das Kaloriendefizit verbessert die Insulinsensitivität. Ausschlaggebend ist also das Kaloriendefizit. Gibt ja auch zig Studien die zeigen -> gleiche Kalorien -> ähnlicher Gewichtsverlust, unabhängig vom Insulinprofil. Man kann auch nicht einfach so die Gesetze der Energiebilanz außer Kraft setzen. Übrigens geht es nicht um Kalorienzählen (Weight Watchers) sondern das Kaloriendefizit :D wie du das erreichst (z.B. Fasten, Aktivität oder Punkte zählen) ist wurst.
Es tut mir leid, aber ich habe mich viel mit dem Thema beschäftigt, und das ist der üblige Humbug. Wenn du den ganzen Tag futterst wie ein süßes Meerschweinchen, dann wirst du bei einem Kaloriendefizit dein Gewicht halten. Aber dein Körper baut ab und stellt sich auf die niedrigen Kalorien ein, du wirst in mehrfacher Hinsicht darunter leider. Und wenn du wieder normal essen solltest, dann bist du wieder da wo du angefangen hast. Bringst du allerdings deinem Körper bei, lange Zeiten auch ohne Essen auszukommen, dann stellt er sich langfristig um, genau das, was du haben möchtest. Also Kalorienzählen funktioniert zeitweise, aber es ist ein Pyrrhussieg. Aber zum Glück darf das jeder handhaben wie er möchte. Mehr als Ratschläge geben kann man nicht. Allzeit guten Hunger!
Es ging ums Abnehmen. Wenn man nach dem Abnehmen genauso weiter isst wie davor wird man natürlich wieder zunehmen. Das was du meinst nennt sich Ernährung. Wenn man die ganze Zeit im Kalorienüberschuss ist wird der Körper Fett aufbauen (als Reserve). Hab mich damit auch beschäftigt, bin Ernährungsberater.