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Rauswurf in England

Huawei beim deutschen 5G-Ausbau weiter mit im Boot

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Die britische Regierung hat nicht nur entschieden, dass Huawei keine Netzwerkkomponenten für 5G in Großbritannien verkaufen darf, sondern will darüber hinaus durchsetzen, dass bis 2027 auch alle bereits vorhandenen Bauteile des chinesischen Konzerns aus der 5G-Infrastruktur entfernt werden müssen. Zuvor war die Huawei-Beteiligung zumindest in nicht sensiblen Bereichen des Netzwerks erlaubt gewesen.

5g

Diese Kehrtwende wirft natürlich die Frage auf, wie es diesbezüglich in der Bundesrepublik aussieht. Fakt ist, dass die Anbieter ihre Pläne ohne den Einsatz von Huawei-Produkten quasi einstampfen können. Ein Ausweichen auf alternative Hardware würde langfristige Verzögerungen mit sich bringen.

„Kein Hersteller wird ausgeschlossen“

Bislang jedenfalls gibt sich die Bundesregierung offen und betont, dass man vorab keinem Anbieter die Zusammenarbeit verweigern wolle. Die ZEIT zitiert hier einen Regierungssprecher, der sich auf die von der Bundesregierung vorgegebenen Sicherheitsanforderungen für Mobilfunknetzbetreiber beruft, die für alle Anbieter und Hersteller gelten, aber auch keinen davon ausschließen.

Was wie eine Stimme für Huawei klingt, bleibt allerdings eine recht vage Position. Bereits jede gewöhnliche Ausschreibung lässt sich ohne Aufwand so steuern, dass bestimmte Anbieter außen vor bleiben. Der Bundesregierung obliegt nun die unbequeme Aufgabe, für maximale Sicherheit zu sorgen, ohne die zeitlichen Pläne für den Ablauf leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Den Briten darf man dagegen vorwerfen, dass sie sich wohl weniger aus sicherheitstechnischen Bedenken, sondern vielmehr um ihre Beziehung zu den USA nicht gefährden, so überraschend doch gegen Huawei entschieden haben. Donald Trump hat europäischen Staaten in diesem Zusammenhang öffentlich gedroht und sie mehr oder weniger vor die Wahl gestellt, „verbietet Huawei oder ihr bekommt unsere Geheimdienstinfos nicht mehr“. Huawei wird unterstellt, die eigenen Produkte mit Hintertüren für chinesische Spionage auszustatten.

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16. Jul 2020 um 17:25 Uhr von chris Fehler gefunden?


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