iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 44 329 Artikel

Vorgabe gilt ab Frühjahr 2027

Großbritannien plant nächtliche Social-Media-Sperre für Jugendliche

Artikel auf Mastodon teilen.
11 Kommentare 11

Die britische Regierung will den Zugang zu sozialen Netzwerken für 16- und 17-Jährige in der Nacht begrenzen. Ab dem Frühjahr 2027 sollen ausgewählte Apps zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens standardmäßig gesperrt sein. Verbindlich ist die Ruhezeit allerdings nicht. Jugendliche können sie selbst mit wenigen Eingaben abschalten.

Uk Kinder Social Media 2500

Die Regelung ergänzt das bereits angekündigte Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren. Dieses soll unter anderem TikTok, Instagram, Snapchat, Facebook, YouTube und X umfassen. Welche Dienste von der nächtlichen Sperre betroffen sein werden, hat das zuständige Technologieministerium noch nicht mitgeteilt.

Endlos-Feeds und Autoplay werden abgeschaltet

Für minderjährige Nutzer sollen außerdem Funktionen deaktiviert werden, die eine lange Nutzung fördern. Dazu gehören automatisch startende Videos und personalisierte Feeds, die fortlaufend neue Beiträge laden. Auch diese Voreinstellungen können Jugendliche ab 16 Jahren ändern.

Die Regierung begründet das abgestufte Modell damit, dass Nutzer nicht unmittelbar nach ihrem 16. Geburtstag ohne Schutzvorgaben auf alle Plattformfunktionen zugreifen sollen. Die Einschränkungen sollen vor allem Schlafprobleme durch nächtliche Nutzung verringern und die Konzentration in Schule und Ausbildung unterstützen.

Grundlage sind unter anderem Tests mit Familien und Jugendlichen. Dabei wurden ein tägliches Zeitlimit, eine nächtliche Sperre und die vollständige Entfernung von Apps untersucht. Die Sperrzeiten ließen sich demnach am einfachsten umsetzen. Teilnehmer gingen früher schlafen, fühlten sich erholter und berichteten von weniger Stress. In einigen Familien nahm auch die gemeinsam verbrachte Zeit zu.

Gleichzeitig zeigten sich auch Nachteile. Manche Jugendliche fühlten sich zeitweise von ihrem Freundeskreis abgeschnitten. Zu Beginn der Tests beobachteten Eltern zudem Gereiztheit und Stimmungsschwankungen.

VPN-Dienste bleiben weiterhin erlaubt

Eine Sperre von VPN-Diensten ist nicht vorgesehen. Solche Anwendungen können den Standort eines Geräts verschleiern und dadurch Altersbeschränkungen umgehen. Nach Untersuchungen der Regierung nutzen allerdings nur sieben bis zehn Prozent der befragten Minderjährigen ein VPN gezielt für diesen Zweck. Einschränkungen könnten nach Einschätzung der Verantwortlichen zudem den freien Zugang zu Informationen beeinträchtigen.

Jugendschutzorganisationen halten die geplanten Voreinstellungen für zu leicht abschaltbar und fordern umfassendere Regeln. Auch beim Umgang mit KI-Chatbots bleibt die Regierung zunächst zurückhaltend. Für Nutzer unter 18 Jahren sind lediglich regelmäßige Nutzungspausen vorgesehen. Weitergehende Schutzmaßnahmen wurden nicht angekündigt.

15. Juli 2026 um 12:33 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    11 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Das wird vermutlich genauso viel bringen, wie damals der Alkoholausschank bis 23 Uhr.

    • Einfach mal machen und nicht schon im Vorfeld mies machen!
      Bei uns bekommt man sowas ja überhaupt nicht gebacken. Liegt aber nicht nur an der Regierung sondern an den vielen Köchen die meinen mit kochen zu müssen.

      • Pauschalitäten sind nie die Lösung

      • Das ist auch einfach ein total falscher Ansatz, hier wieder mit der „Gesetzeskeule“ zu winken!

        Es wäre viel erfolgreicher Eltern und Erziehungsberechtigte zu motivieren Ihren Kids entsprechend Werte und einen gesunden Umgang damit zu lehren.

        Aber ja damit würde man ja wieder mündige Kinder erziehen, wo kommen wir denn da hin, wenn auf einmal wieder selber Denken in Mode kommt…

  • Ich sehe hier die Eltern mit in der Pflicht. Über Bildschirmzeit lässt sich sehr viel einstellen. Stundenkontingent je App, WLAN/Mobileinstellung, AppStore-Sperre, so das es gar kein Downloadzugriff gab u.s.w.

  • Interessantes Vorhaben!
    Ich würde es auf 23 – 7 Uhr erweitern.

    Es ist so traurig zu sehen, wie viel sich in anderen Ländern bewegt und wie wenig in D.
    Und wenn hier was kommt, dann ein nutzloses kompliziertes Regelwerk. (Lobbyismus ist hier einfach zu mächtig)

    • Ist doch egal, da die Nutzer die Funktion nach belieben ein- und ausschalten können sollen. Konsequent wäre es die Möglichkeit vorzuschreiben, dass das Zeitfenster nach persönlichem Wunsch angepasst werden kann. Bewegen tut sich allerdings auch damit wenig. iOS und macOS bringen genau eine solche Funktion mit Bildschirmzeit bereits seit Jahren als Bordmittel mit. Bei Android heißt es Digital Wellbeing. Und für Windows sowie Linux gibt es zumindest entsprechend Drittherstellersoftware.

  • Wenn es dort auch so gut läuft wie hierzulande, hat es nur 8 Fokusgruppen gebraucht und ein paar hunderttausend an Kosten für externe „Berater“, um solch ein Meisterwerk der „Handlungsempfehlung“ auszuarbeiten.
    Wird erfolgreich, das wissen wir doch alle.

  • am besten ganz verbieten alles! all die platzformen führen bei den meisten zu einem suchtverhalten und reizüberflutung die sich auf lange sicht extrem negativ auf jeden einzelnen auswirkt. ist eigentlich wahnsinn das so anwendungen, die darauf abzielen die user so lange und oft an den screen zu kleben, erlaubt sind.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 44329 Artikel in den vergangenen 6892 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven