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Gedanken zu BILD und WELT – Fehlt eine eigene Kategorie für Abo-Apps?

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bild_kritik.jpgEine Menge Diskussionen gab es diese Woche um die neu im App Store eingetroffenen Abo-Apps für die Springer-Zeitungen Bild und Welt. Auch wenn nicht jedermanns Geschmack, jede der beiden Zeitungen hat ihre – im Falle der Bild zahlenmäßig durchaus beeindruckende – Leserschaft. Die bisherige Kritik an dem neu eingeführten Abo-Modell wurde leider teils auf Kritik an der journalistischen Qualität der beiden Publikationen reduziert. Dabei ging es stets um etwas komplett anderes: Im App Store wurde – zum verständlichen Ärger von vielen Käufern – die Tatsache, dass es sich beim Kaufpreis der Programme lediglich um die Gebühren für ein 30 Tage-Abonnement handelt völlig unzulänglich kommuniziert. Nach diesen 30 Tagen sind die „gekauften“ Anwendungen quasi wertlos.
Apple hat schon kleinere „Vergehen“ zum Anlass genommen, Programme nicht für den App Store zuzulassen und wird sich überlegen müssen, wie in Zukunft grundsätzlich mit solchen Angeboten zu verfahren ist. Unsere Einschätzung dazu gibt’s nach dem Klick.

Den Schuh der fehlerhaften Kommunikation muss sich zweifelsohne Springer anziehen. Wir wollen keine Absicht unterstellen, aber jedem der die Gepflogenheiten im App Store kennt muss klar sein, dass kein Stammkunde beim Kauf einer Applikation mit dem Namen „Bild“ oder „Welt mobil“ davon ausgehen wird, lediglich ein Monatsabo bezahlt zu haben. Einen Hinweis auf dieses Abomodell haben wir in der App Store-Beschreibung anfangs vergeblich gesucht, inzwischen findet sich ein leider etwas unauffällig platzierter Absatz mir entsprechenden Informationen am unteren Ende des Textes. Die Quittung für die fehlende Aufklärung erhält der Verlag nun in Form von kritischen Bewertungen, die ihren Höhepunkt vermutlich an dem Tag, an dem die Apps ohne Zuzahlung ihre Funktion einstellen erreichen werden.

Hier kommt nun Apple ins Spiel. Entwicklern wurde es bislang ja nicht gestattet, eine nur begrenzte Zeit funktionsfähige Version ihrer Programme anzubieten, für deren weitere Verwendung nach Ablauf einer Testphase bezahlt werden muss. Nichts anderes passiert aber nun bei den Springer-Apps. Wie uns ein Pressesprecher des Verlags telefonisch bestätigte, erhalten diese nach 30 Tagen keinerlei neue Daten, werden also komplett nutzlos. Apple kann diese Tatsache eigentlich nicht ignorieren, sondern sollte schleunigst Stellung beziehen und für Aufklärung, besser noch für eine saubere Lösung sorgen – zum Beispiel durch eine eigene Kateogrie oder auf eine sonstige Weise klare Kennzeichnung solcher Abo-Angebote.

Bis dahin sehen wir Springer und weitere, möglicherweise noch folgende Anbieter in der Pflicht. Die einfachste, und vor allem auch schnell und ohne Aufwand realisierbare Lösung wäre wohl ein Hinweis auf das Abonnement direkt im Name der Anwendung; also zum Beispiel BILD (Abo) oder WELT mobil (Abo). Maximale Kundenzufriedenheit sollte eigentlich ein Grundinteresse aller beteiligten Unternehmen sein – warten wir also ab, ob sich die Verantwortlichen die Kritik zu Herzen nehmen.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
13. Dez 2009 um 13:55 Uhr von chris Fehler gefunden?


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