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Mit personalisierten "Empfehlungen"

Enshoppyfication: ChatGPT-App integriert Einkaufsberater

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Der Begriff Enshittyfication beschreibt eine Abfolge, in der digitale Plattformen aus Kundensicht an Qualität verlieren. In der ersten Phase richten Anbieter ihre Angebote auf möglichst bequeme Nutzung aus und schaffen gleichzeitig Wege, um Nutzer an die eigene Plattform zu binden.

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In der zweiten Phase verschiebt sich der Fokus auf Geschäftskunden. Da private Nutzer kaum noch abwandern können, werden ihre Interessen weniger berücksichtigt. Unternehmen erhalten bevorzugte Sichtbarkeit und gezielte Vorteile.

In der dritten Phase wird der verbliebene Wert sowohl aus privaten Nutzern als auch aus Geschäftskunden herausgezogen. Ziel ist es, möglichst hohe Erträge für Anteilseigner zu erzielen. Die Plattform bleibt dann in einem Zustand bestehen, der gerade ausreicht, um alle Beteiligten gebunden zu halten.

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ChatGPT-App integriert Einkaufsberater

Zwar fährt ChatGPT derzeit noch nicht mit voller Geschwindigkeit in Richtung dieser Entwicklung, doch die derzeitige Entwicklung lässt bereits eine mögliche Tendenz erkennen. OpenAI hat angekündigt, künftig mit Werbeformaten zu experimentieren. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen die ChatGPT-App um einen Einkaufsassistenten, der Nutzer durch Produktrecherchen führt.

Die neue Funktion sammelt Informationen zu Preisen, Bewertungen und technischen Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen und stellt diese in einer optischen Oberfläche bereit. Rückmeldungen von Anwendern sollen die Vorschläge mit der Zeit anpassen und schrittweise verfeinern.

Personalisierte Empfehlungen

Der Einkaufsassistent erstellt nach kurzer Interaktion einen Leitfaden mit passenden Produkten, erläuterten Unterschieden und Hinweisen zu Verfügbarkeit. Das zugrunde liegende Modell wertet Informationen aus mehreren Quellen aus und bereitet sie in strukturierter Form auf.

Bei aktivierter Speicherfunktion bezieht ChatGPT frühere Gespräche ein, um Empfehlungen stärker an persönlichen Vorlieben auszurichten. Die Ergebnisse sollen laut OpenAI organisch entstehen, Händler können jedoch ein Verfahren nutzen, um grundsätzlich berücksichtigt zu werden. Aber aufgepasst: : Fehler bei Preisangaben und Lagerbeständen sind möglich. Die neue Funktion wird schrittweise für alle Tarifstufen freigeschaltet.

25. Nov. 2025 um 08:29 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    15 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ich finde das grundsätzlich nicht verwerflich, auch dass ein Einkommen generiert werden muss um Kosten und Gewinn, die durch die Nutzung entstehen zu gewährleisten. Selbst ein Werbeblock zu Produkten könnte ich akzeptieren. Solange dieser als bezahlte Werbung gekennzeichnet ist, finde ich das völlig in Ordnung und jeder kann ja selbstbestimmt wählen, ob er dann bei diesem Anbieter kaufen möchte oder nicht. Ebenso kann ja jeder für sich selber entscheiden, ob er ein Programm das mit Werbung finanziert ist nutzen möchte oder nicht.

    • Aber nicht wenn es ausartet wir bei bei Amazon. Habe eben präzise nach einer Marke und Modell von etwas gesucht und mich erstmal ewig durch „gesponserte“ Artikel gescrolled, um dann irgendwann entnervt aufzugeben mit der Annahme, dass es das was ich suche dort nicht gibt.

  • Natürlich geht es nur um Profit. Wer die KI trainiert, kontrolliert die Nutzer. Welche Informationen werden verbreitet, welche nicht? So kann man Wissensstände einschränken oder Meinungen beeinflussen. Nicht alles, was glänzt, ist Gold.

  • Noch mehr guided Shopping und noch weniger eigenes Hirn benützen. Schöne neue Welt.

  • KI gewinnt bzw. hat schon in vielen Bereichen an Gewicht bekommen.
    Wichtig ist nur, dass man es reglementiert, um eine Monopol Stellung zu verhindern.
    Insgesamt sehr beeindrucken und eine positive Entwicklung im Bereich KI.

  • Ich hab in der Vergangenheit schon öfter ChatGPT genutzt, um beispielsweise verschieden Hundefutter oder bestimmte Leckerlies gegenüberstellen zu lassen.

    Das kann schon eine Hilfe sein.

  • Händler können jedoch ein Verfahren nutzen, um grundsätzlich berücksichtigt zu werden. Damit ist es wieder nur Manipulation und Blenderei.

  • ChatGPT geht hier irgendwie einen neuen Weg. Die sind noch nichtmals ansatzweise in einer Gewinnzone angekommen, aber mit GPT5 wurde der Nutzen schon drastisch runtergefahren. Ehemals brauchbare Ergebnisse mit GPT4 sind mit GPT5 unbrauchbar und beim 2. Prompt kommt eine Meldung, dass man ein Abo braucht oder 2:45h warten soll um den Chat fortzuführen.
    Wenn jetzt noch gekaufte Suchergebnisse präsentiert werden, ist auch die minimalste Funktion kaum noch gegeben eine gute Antwort vom Chatbot zu erhalten.
    Amazon kann es sich scheinbar mit ihrer Marktmacht erlauben die eigene Suche unbrauchbar zu machen durch bezahlte Werbung die höher gewichtet wird, aber OpenAI??

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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