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Complexion Reduction: Der App-Design-Trend 2016

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Wenn sich der Interface-Designer Michael Horton gerade nicht um den Look der Golf-Applikation GolfMatch oder den Apple TV-Auftritt des US-Fernsehsenders CBS Swarm kümmert, dann bloggt der New Yorker über mobile Design-Entwicklungen.

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Seinen Anfang des Monats veröffentlichten Artikel „Complexion Reduction“ wollen wir euch heute ans Herz legen – denn beim Versuch die Frage zu beantworten, welche visuellen Entwicklungen nach „flat, clean und minimal“ in der Welt der iOS-Applikationen anstehen, hat Horton hier eine Punktlandung hingelegt.

Fast alle großen Apps, so Horton, lassen ähnliche Design-Entwicklungen erkennen, die sich grob auf drei Stichpunkte zusammenstreichen lassen: Überschriften und Kategorie-Bezeichnungen werden größer, satter und kräftiger. Die eingesetzten Icons werden stark simplifiziert. Und: Wo es geht wird auf Farbe verzichtet.

Design

Ein Trend, den Horton „Complexion Reduction“ nennt.

You’ve never heard of ‘Complexion Reduction’ you say? Well yea, that’s because I just made the term up. Recently I’ve noticed a new trend that is beyond flat design, beyond minimal design and independent of progressive reduction.

Eine lesenswerte Bestandsaufnahme, mit der die nicht nur den Wiedereinzug monochromer Benutzeroberflächen begründet, sondern auch ein grundsätzliches Umdenken in der Design-Community feststellt. „[…] designers become less worried about their specific responsibilities (like making it pretty) and focus on the ultimate goal of creating the best product for their user.“

Alle

Dienstag, 12. Jul 2016, 14:55 Uhr — Nicolas
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  • „[…] designers become less worried about their specific responsibilities (like making it pretty) and focus on the ultimate goal of creating the best product for their user.“
    Das sollte sich Apple auch mal wieder beim Hardware-Design zu Herzen nehmen, form follows function.

    • @Kaine: Apple macht das doch viel besser – aber kaum jemand merkt es:

      1. APPLE fügt den diversen vorhandenen Gesten (tippen, tippen und halten, doppeltippen, mit ein, zwei oder drei Fingern, Pinch to Zoom, usw.) eine weiter „revolutionär neue“ Geste zu: „fest drücken“ ( aka „3D Touch“) – vermutlich weil zuvor einfach „nicht genügend“ möglich Gesten vorhanden waren.
      Obwohl: Über einen einfachen antippbaren und ggf. beschrifteten Button kann man doch eigentliche jede beliebige Funktion aufrufen – völlig grenzenlos…

      2. Diese neue Geste hat aber einen unersetzlichen Vorteil: Sie setzt zwingend neue Hardware voraus! Da leuchten die $-Zeichen in den Augen der Aktionäre…

      3. Die Bedienung eines Systems mit Gesten hat generell – mit Ausnahme des einfachen Tippens auf einen (virtuellen) Button – einen gravierenden Nachteil: Da es keine „Beschriftung“ gibt, muss man „auswendig“ wissen, WO WELCHE Geste WAS bewirkt.

      4. Das ist akzeptabel und handhabbar, so lange man sich auf wenige Gesten beschränkt und dafür sorgt, dass eine Geste SYSTEMWEIL gleich funktioniert; ein Beispiel wäre z.B. das berühmte „Pinch to Zoom“, wobei es auch hier dann frustrierend wird, wenn man auf immer mehr Apps trifft, wo man sich einen Wolf „pinchen“ kann – und nichts „zoomt“…

      5. Die neue Geste „fest Drücken“ KANN nun aber nicht überall GLEICH funktionieren – denn da diese Geste HARDWAREABHÄNGIG (!) ist, sind z.Z. alle iPads und alle Nicht-iPhone 6S von dieser Geste ausgeschlossen.

      6. Auch das wäre noch nicht weiter schlimm, wenn des „feste Drücken“ nur als Komfortfunktion genutzt würde, um gerade bei iPhones die Einhandbedienung zu erleichtern – ALLE wichtigen Funktionen aber auch noch ohne „3D Touch“ aufgerufen werden könnten!

      7. Das war am Anfang wohl noch weitgehend so der Fall – was in ziemlich viele Kommentare der Art „ich hab’s mal ausprobiert, bin aber bald wieder zur alten Bedienung zurück gekehrt“ gemündet hat.

      8. Das war natürlich nicht schön für Apple – das hat man sich so eine tolle Geste ausgedacht, die neue Hardware voraussetzt – und der Kaufanreiz hieraus ist minimal (wie man z.B. am Erfolg des SE sieht!)

      9. Aber dann hatte Apple eine weiter geniale Idee: Wenn die neue Geste als reine „Abkürzung“ die Verkaufszahlen nicht ausreichend anheizt, muss man dafür sorgen, dass es in Zukunft wichtige Funktionen gibt, zu deren AUFRUF (!) man zwingend dieses 3D-Gedöhnse, also neue Hardware, benötigt.

      10. Angefangen hat man damit, dass die tolle Möglichkeit, den Cursor per „Trackpad“ zu positionieren, bei iPhones willkürlich an 3D-Touch gebunden wurde; alle iPads von dieser Funktion auszuschließen, hat sich selbst Apple dann aber wohl nicht getraut – und oh wunder – DORT kann man die Trackpadfunktion mit einem simplen „2-Finger-Tap“ aufrufen – ganz ohne 3D-Gehampel…

      11. Wie das jetzt wohl weitergeht? Dieser Blog hat gestern davon berichtet, dass die extrem nützliche Möglichkeit, alles „druckbare“ in PDFs umzuwandeln, zunächst – auch hier wieder völlig willkürlich – an 3D-Touch gebunden war – also „zufällig“ an die Geste, für die man neue Hardware benötigt. Auf iPads geht das jetzt plötzlich auch mit einer andere Geste (wo bei es ziemlich blöd ist, hierzu ausgerechnet „Pinch to Zoom“ zu verwenden, da damit diese Geste HIER – nur HIER – eine spezielle Wirkung erhält! Warum nicht einfach ein Button „Konvert to PDF“?)

      12. Und was ist mit anderen nützlichen Funktionen, die Apple willkürlich an 3D-Touch „gebunden“ hat – z.B. die Möglichkeit, Downloads von Apps zu priorisieren? Im schlechtesten Fall enthält Apple solche Funktionen vielen Nutzern einfach vor, NICHT weil deren Hardware nicht leistungsfähig genug ist, sondern weil deren AUFRUF (die „Geste“) ein Hardware-Kinkerlitzchen voraussetzt; im besten Fall kann eine solche Funktion auf einem iPad mit einer anderen Geste als „fest Drücken“ aufgerufen werden – dann war es das aber mit dem einheitlichen Bedien-KONZEPT von iPhone und iPad…

      • 11. Wie das jetzt wohl weitergeht? Dieser Blog hat gestern davon berichtet, dass die extrem nützliche Möglichkeit, alles „druckbare“ in PDFs umzuwandeln, zunächst – auch hier wieder völlig willkürlich – an 3D-Touch gebunden war – also „zufällig“ an die Geste, für die man neue Hardware benötigt. Auf iPads geht das jetzt plötzlich auch mit einer andere Geste (wo bei es ziemlich blöd ist, hierzu ausgerechnet „Pinch to Zoom“ zu verwenden, da damit diese Geste HIER – nur HIER – eine spezielle Wirkung erhält! Warum nicht einfach ein Button „Konvert to PDF“?)

        12. Und was ist mit anderen nützlichen Funktionen, die Apple willkürlich an 3D-Touch „gebunden“ hat – z.B. die Möglichkeit, Downloads von Apps zu priorisieren? Im schlechtesten Fall enthält Apple solche Funktionen vielen Nutzern einfach vor, NICHT weil deren Hardware nicht leistungsfähig genug ist, sondern weil deren AUFRUF (die „Geste“) ein Hardware-Kinkerlitzchen voraussetzt; im besten Fall kann eine solche Funktion auf einem iPad mit einer anderen Geste als „fest Drücken“ aufgerufen werden – dann war es das aber mit dem einheitlichen Bedien-KONZEPT von iPhone und iPad…

      • Es ist ein Fluider Prozess der sich im Software-Bereich abzeichnet.
        Diese Entwicklung fördert das Kurzzeitgedächtnis und heftet den Nutzer an die neuesten Ideen der Apple-Cupertino-Entwickler.
        Ich bin immer noch fasziniert und am Staunen, wie intuitiv mittlerweile alle Komponenten (TV, Phones, iPads, Macs, Home ) miteinander funktionieren.
        Ohne Witz: Ich fühl mich wohl. Jedoch gibt es bei uns keine neuen iPhones. Das 6 er hat mir gezeigt, das die Materialien nicht mehr besser werden, sondern sogar dran gespart wird. „Wirklich Gorilla-Glas? Dünnes Aluminium? Schlechte Kombi.“ Das iPad Pro ist mit Pen sehr gut im Einsatz. Noch haben wir die Möglichkeit per Bug-Feedback aus der Beta heraus über die Entwicklungen zu diskutieren. ;)

  • Flat und minimal sehr gerne, aber nur wenn dadurch der eigentliche Inhalt ( Bilder bei Instagram)dadurch hervorgehoben wird… Und Funktionen dennoch übersichtlich und klar bleiben… Wenn der Inhalt aber aus Texten besteht und Informationen übermittelt sollen wie bei der Bahn (Website) oder dem aktuellen Outbank Update dann ist das ein Schritt in die falsche Richtung…
    Große weiße Flächen bringen definitiv keinen Mehrwert… Wenn dadurch weniger Platz für wichtiges bleibt !

    • Naja, reduce to max ist halt schon Design.
      Viel Weiss rundherum betont das Minimale.

      Beispiel mit dem weissen Blatt und dem Fliegendreck drauf. Was fällt dir auf?
      Genau, nicht das weisse Blatt.
      Aber such mal in einer Zeitungsseite den oben genannten Punkt :)

  • Gerade der erste Vergleich zwischen 2015/2016 und Old/Redesign sieht für mich wie ein Windows Mobile Abklatsch aus. Nur das dort die großen Überschritten noch über die angezeigte Displayfläche hinaus gehen konnten / können.

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