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Premium-Saugroboter zum Premium-Preis

Ausprobiert: iRobot Roomba i7+ mit Absaugstation

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Mit dem Roomba i7+ haben wir uns das aktuelle Flaggschiff der „i-Serie“ von iRobot angesehen. Der Saugroboter bietet mit der sogenannten „Clean Base“ – eine Docking-Station mit besonderem Komfort-Feature: Der Auffangbehälter wird hier eigenständig entleert und landet in einem Staubsaugerbeutel mit Platz für rund 30 Ladungen.

Roomba I7 Plus Lieferumfang

Der Sauger selbst kommt in der klassischen runden Roomba-From mit Gummibürsten an der Unterseite, einer rotierenden Seitenbürste sowie diversen Sensoren für die Navigation im Raum. Auch absturzgefährdete Bereiche wie Treppen werden automatisch erkannt.

Der Roomba orientiert sich mit Hilfe von Kameras und virtuellen Markierungspunkten, iRobot setzt hier seine iAdapt-Navigation in der dritten Generation ein. Nach dem Start einer Reinigung sollte er im Anschluss an eine kurzen Orientierungsphase wesentlich geordneter abarbeiten als seine Vorgänger, der Arbeitsvorgang wirkt aber im Vergleich zu mittels Laser navigierenden Saugrobotern immer noch sehr chaotisch. So vermittelt der Roomba auch in dieser Generation zunächst einmal den Eindruck, nach dem Zufallsprinzip zu arbeiten, merkt sich jedoch in der Tat die bereits gereinigten Bereiche. Allerdings wirkt das alles eher willkürlich, meist werden zunächst einzelne Flächenbereiche und abschließend der äußere Rand abgearbeitet. Zu erwähnen ist auch, dass das Navigationssystem des Geräts nicht bei Dunkelheit arbeiten kann.

Ich persönlich finde die geordnete Lasernavigation, wie sie Neato oder auch Roborock verwenden, deutlich angenehmer. Hier läuft der Sauger zunächst die äußere Raumbegrenzung ab und reinigt die Fläche dann in koordinierten Bahnen. So ist besser planbar, wann man z.B. wieder in die Küche kann oder dergleichen. Wobei vermutlich der Großteil der Nutzer die Reinigung ohnehin dann vornehmen lässt, wenn er aus dem Haus ist. Und dann ist völlig Schnuppe, wie das vonstatten geht. Vergessen wird auch beim Roomba keine Ecke.

Roomba I7 App Screenshots

Erstmals bietet iRobot beim Roomba i7 bzw. i7+ die Möglichkeit, Raumkarten anzulegen und zu speichern. Auf dieser Basis lässt sich dann gesteuert über die App eine Reinigung auf Raumbasis durchführen. Die grundlegende Raumerkennung funktioniert recht gut, die automatisch generierten Räume kann man durch das Einsetzen, Verschieben oder Entfernen von Trennlinien noch bearbeiten und zudem Raumnamen vergeben. Wer den Sauger mit Alexa oder Google Home verbindet, kann nicht nur die allgemeine Reinigung, sondern auch die gezielte Raumreinigung per Sprachbefehl starten.

Roomba I7 Reinigungsprotokoll

Die Reinigung auf Basis der erstellten Karten funktioniert von der Ladestation ausgehend absolut zuverlässig. Probleme gibt es, wenn ihr beispielsweise ein zweites Stockwerk kartografiert, dort aber keine Ladestation habt, sondern den Sauger immer nur manuell platziert. Startet man hier nicht ziemlich exakt am selben Platz oder steht ein Hindernis im Weg, scheitert der Sauger je nach Grundriss gerne auch regelmäßig am Auffinden der Räume.

Es gibt beim i7 von Roomba übrigens keine Möglichkeit, per App manuelle Reinigungszonen oder Barrieren festzulegen. Wenn man über die Raumreinigung hinaus Bereiche absperren will, ist man auf die Virtual-Wall-Barrieren des Herstellers angewiesen. Einer dieser batteriebetriebenen Leuchttürme ist im Lieferumfang enthalten.

Die Saugleistung des iRobot i7 ist hervorragend. Der Hersteller gibt diesen Wert mit 1700 Pa an, der aktuelle Roborock beispielsweise bringt 2000 Pa auf den Teppich. Dennoch habe ich den Eindruck, dass der Roomba i7 meine Schuhabstreifer intensiver saugt, als der Roborock. Die Saugleistung ist in diesem Bereich nämlich nicht alles, eine wesentliche Rolle spielt auch die Bürstenkonstruktion und damit die Art und Weise, wie diese Leistung umgesetzt wird. Die Gummibürsten der aktuellen Roomba-Modelle machen hier einen hervorragenden Job und hatten – trotz Tierhaushalt – während der Testphase nicht einmal Probleme mit umwickelten Haaren oder dergleichen.

Roomba I7 Unterseite Buersten

Per Grundeinstellung führt der Sauger eine einfache Reinigung aus und arbeitet als stark verschmutzt erkannte Bereiche automatisch mehrfach ab. Das funktioniert absolut zufriedenstellend. Ihr könnt alternativ aber auch per App eine komplette Zweifach-Reinigung anweisen.

Überraschend gut hat und die „Clean Base“ gefallen. Natürlich muss man in Verbindung mit dem Turm Kompromisse eingehen, denn in Verbindung mit der 50 Zentimeter hohen Ladestation lässt sich der Sauger kaum dezent platzieren, zudem ist das Absaugen – wenn auch nur für wenige Sekunden – mit lautstarken Geräuschen verbunden. Doch nimmt man für den Komfort, den Sauger einfach für sich arbeiten zu lassen und sich nicht um die regelmäßige Leerung eines Auffangbehälters kümmern zu müssen, diese Einschränkungen gerne in Kauf. Wenn man das Gerät jetzt noch nach Zeitplan arbeiten lässt, am besten wenn man aus der Wohnung ist, kann man den Roomba i7 zumindest mal für vier Wochen komplett vergessen. Es sei denn, er hadert mit einem Hindernis.

Während unserer Tests kam das Gerät die meiste Zeit mit Türschwellen, Schwingstühlen und auch frei platzierten Wäscheständern klar. Verfängt er sich allerdings doch mal in einem Hindernis, in unserem Fall waren dies bei einem geringen Prozentsatz der Fahrten die Füße der Schwingstühle, dann stellt er sich mitunter überraschend dumm an. So gelang es dem Sauger wiederholt nicht, die offene Seite eines Schwingstuhlfußes zu finden und das Gerät fuhr so lange gegen die drei geschlossenen Seiten, bis es kapitulierte und per Push-Mitteilung um Hilfe rief.

Unterm Strich hat iRobot hier dennoch einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Allerdings ist der Preis für das Gerät mit 1.199 Euro (899 Euro ohne Absaugturm) extrem hoch angesetzt und nur schwer gegenüber der leistungsfähigen Konkurrenz zu rechtfertigen. Den Roborock S6 bekommt man zwar ohne „Clean Base“, dafür aber mit Wischfunktion bereits zum halben Preis.

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24. Jul 2019 um 20:08 Uhr von chris Fehler gefunden?


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