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Aufpassen beim „Liken“: Erste Abmahnungen für Facebook-Nutzer trudeln ein

Artikel auf Google Plus teilen.
99 Kommentare 99

Beim Teilen interessanter Facebook-Artikel solltet ihr zukünftig noch etwas genauer aufpassen als bislang. Nach Angaben der auf Internetrecht spezialisierten Kanzlei Wilde, Beuger und Solmecke könnte eine neue Abmahnwelle bevorstehen, die sich diesmal gegen Nutzer des Facebook-eigenen Teilen-Knopfes richtet.

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Im ersten, jetzt veröffentlichten Fall hat es die Inhaberin einer Fahrschule getroffen, die den Teilen-Button in einem Artikel der Online-Zeitung BILD geklickt hatte und anschließend vom Fotografen des (automatisch mit-) geteilten Vorschau-Fotos abgemahnt wurde. WBS LAW-Anwalt Solmecke merkt an:

„Diese Abmahnung ist für den Nutzer besonders überraschend. Beim Teilen eines Beitrags über den Share Button wird nämlich immer automatisch ein verkleinertes Vorschaubild gezeigt, auf das der Nutzer keinen Einfluss hat. Er kann weder verhindern, dass das Bild gezeigt wird, noch kann er die Größe des Bildes so variieren, dass eventuell noch der Name des Urhebers sichtbar wird.“

Im aktuellen Fall verlangte der Rechteinhaber in seiner initialen Abmahnung die Zahlung von über 1000 Euro – letztendlich wurde der Fall immerhin gegen die Vergleichsgebühr von 500 Euro eingestellt. Solmecke geht davon aus, dass weitere Abmahnungen in den kommenden Tagen folgen und erneut jene Nutzer treffen werden, die Bilder über den Facebook Share Button geteilt haben:

„Es wird mit Sicherheit nicht bei dieser einen Abmahnung bleiben. Eine wegweisende Gerichtsentscheidung ist unabdingbar. Bis dahin besteht nun eine erhöhte Abmahngefahr für die Nutzer und eine noch größere Gefahr für die Blogbetreiber, die womöglich bald zahlreichen Regressansprüchen ausgesetzt sein werden.“

(Direkt-Link)

Montag, 23. Mrz 2015, 17:31 Uhr — Nicolas
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  • Gerade höre ich es in den Radionachrichten…
    Good work!

  • Diese Scheiss Abmahngeier. Schneidet ihnen die E…. Ab.

  • aufpassen bei der Unterscheidung von Liken und teilen! Auch in der Überschrift.

  • gehts jetzt um „liken“ oder „teilen“? sind 2 paar Schuhe..

  • Gut das ich denn Account gelöscht hab..

  • In meinen Augen ein fatales Fehlurteil.
    Auf dem Angebot der Bild wird explizit in den Metadaten der Seite festgelegt welches Bild beim Sharen verwendet werden soll. Der Benutzer hat das Bild also nicht mal selbst bestimmt.

  • Deshalb sind auf meine Seiten seit 2 Jahren keine Sharing-Buttons mehr. 1. wegen Datenschutz und 2. wegen den oben genannten Thema. Was vergessen wurde zu erwähnen. Die Fahrschule kann jetzt das Geld vom Springer-Verlag holen. Die Bild-Zeitung bleibt nun auf den Kosten sitzen da sie das Recht durch den Buttons erteilt haben.

  • Zitatrecht? Mit so einem Schwachsinn kommen die nicht durch. Wenn, dann müsste der Fotograf die BILD verklagen, dass sie unter dem Artikel einen Sharebutton anbieten.

  • Jop, so kann man definitv das „Internet“ kaputt machen. Sehr cool! Schei* Web2.0. Mal ehrlich.

  • Falsch!
    Man kann das Vorschaubild abschalten, wenn man den Link kopiert und dann einfügt.

    Ich würde mir das Geld aber von Facebook bzw Bild wiederholen. diese bieten schließlich das Teilen des Links an.

    Was hier aber wohl mehr der ausschlaggebende Geund gewesen sein könnte, ist wohl die Tatsache das die Inhaberin wahrscheinlich was Gewerbliches mit dem Bild gemacht hat. z.B. Wenn bei Bild nen Artikel über Fahrsicherheitstrainings war und sie dann den Artikel verlinkt um auf ihre eigenen Trainingshinzuweisen.

    Alles in allem kann man die Sache als juristischer Laie aber wohl ehr nicht bewerten und eine Panikmache ist daher auch unangebracht.

    • Das stimmt nicht so ganz. Der Link verweist wiederum auf den Artikel also auch auch Bild und Text.

      • Der reine Verweis irgendwohin ist kein Problem. Du darfst ja auch sagen „Buch ISBN 000…, Seite Y, Absatz 13“, das ist mit Links ebenso. Nur der Inhalt könnte unter Umständen problematisch sein. Wobei hier nicht der Nutzer sondern Facebook und der Seitenbetreiber, der den Share-Button anbieten, technisch gesehen Verursacher (und die ganze Klage sowieso unsinnig und nur von Geldgier geprägt) sind.

  • Der ganze Online-„Journalismus“ ist auf clickbaits, Likes und Social Sharing-Kacke ausgerichtet und optimiert.
    Die Tatsache, dass Nutzer jetzt genau dafür bestraft werden, ist an Hybris nicht mehr zu überbieten.
    Unglaublich.

  • Was sind 1000 Rechtsanwälte auf dem Meeresgrund?

    Ein guter Anfang…… ;-)

  • Es ist schon erstaunlich wie manche aus jeden scheiss Profit schlagen, mit Raubkopien abmahnen lässt es sich anscheinend nicht mehr genug verdienen, man wird für jeden scheiss zur Kasse gebeten.

  • Typisch Deutschland. Sie soll sich an Bild wenden :-) Mal im Ernst. Das ist doch Scheiße. Dann hätte Bild den Artikel gar nicht auf FB einstellen dürfen, bzw. der Teilen Button müsste von der BILD Online Seite entfernt werden, wenn der Fotograf nicht mit dem Liken und Teilen einverstanden ist. So geht doch jeder davon aus, dass das Liken und Teilen, inklusive dem Vorschaubild, erwünscht ist.

  • …in meinem nächsten Leben werde ich „Abmahnanwalt“, ein lohnenswerteres „Geschäftsmodell“ gibt es ja wohl kaum! ;-)

  • So ein scheiß, dann wird halt vor Gericht gegangen. Es ist doch offensichtlich, dass DAS in einem Rechtsstaat kein Recht ist.

  • selbst schuld. Dummheit schützt vor Schaden nicht. Einfach fratzenbuch und den ganzen Quark meiden. Leben findet offline statt nicht auf dem HarzIV Sofa.

  • Das gleiche gilt für für „Recht haben und Recht bekommen“ !

  • Ich bin auch Hobbyfotograf der Wasserzeichen in seinen Fotos macht. Aber auf so etwas würde ich nie kommen. Das wäre mir mein Ruf den es mir einbringt nicht Wert und wird es sich auch nicht um ein Foto handeln was in voller Grösse verfügbar ist. Das Foto ist ja am Tag X für Geld in Internet gelangt. Ab diesen Tag ist darauf auch kein Weiteres Geld zu holen Fertig. Wenn überhaupt dann bei dem der es weiter gegeben hat „in dem sinne“. Den Teilen Button sehe ich eher als, man holt sich ein Teil vom Original innerhalb Facebook’s. Also ich Schaue aus dem Fenster (Facebook) auf die Echten Autos draussen (Bildartikel). Das Fester ist quasi keine Kopie als Bild sondern ein Fenster worin ich das original sehen kann.

  • Hucklebehrryfinn

    hier wird schon wieder am Verursacherprinzip in die falsche Richtung gedreht….
    Und die Richter lassen es wieder mit sich machen….
    Wann wacht die Legislative mal auf und legt Regeln für solche Fälle fest?
    Erst einmal die Fälle qualitativ überprüfen, bevor Einzelfälle verhandelt werden.
    Dem nächst werden wir wohl auch noch verklagt, dass wir uns erdreistet haben in ein Schaufenster geschaut zu haben?
    Wenn jemand einen Share- / like-Button zur Verfügung stellt in seinem Ursprungspost, sollte auch nur dieser verklagbar sein, nicht aber diejenigen, die den Button geklickt haben. Das entspricht doch nun wirklich nicht mehr der Vervielfältigung oder Erstellung einer Kopie, oder etwa doch???
    Kommen solche Possen eigentlich nur in D vor, oder haben anderer Länder Gerichte auch immer wieder mit solch motivierten klagewellen zu tun?

  • Vergleich… Schön doof.
    Gerichtlich entschieden wäre was anderes.

  • für einen Beweis muss man diese Artikel doch dann aber öffentlich Teilen?!

  • Tritt man nicht bei einem Upload eines Bildes automatisch sämtliche Rechte an Facebook ab? So müsste doch Bild die Abbildung ohne Zustimmung des Fotografs an Facebook übergeben haben.

    • Es wurde kein Bild hochgeladen, sondern ein Link von der Originalseite geteilt, in den das Bild eingebettet war.
      Liest hier überhaupt noch jemand den Artikel, ehe er lospostet??

      • Gibt es hier überhaupt noch Leute, die nicht für nichts und wieder nichts an die Decken gehen? An Anstand fehlt es Ihnen hier auf jeden Fall.
        Es mag sein, dass das Einbetten bereits genügt um die Rechte nicht an Facebook abtreten zu müssen, aber da wäre ein passender Beleg an dieser Stelle von Ihnen angebrachter gewesen.

  • Wieder ein neues Geschäftsmodell? Wir produzieren immer weniger und machen immer mehr Geld mit heißer Luft! Apropos Luft auch die müssen wir bald bestimmt bezahlen, plus Regen und Sonnenschein!

  • Ich dachte man tritt die Rechte an den eigenen Fotos ab wenn es etwas bei FB gepostet wird ?

  • Diese Abmahngeier! Zum Glück gibts genug Support und Schriftliche Vorlagen in Foren für den Abmahnwahn

  • Wer Facebook, Twitter nutzt ist selber Schuld.

  • es gibt nichts Besseres für einen Fotografen, wenn seine Bilder Verbreitung finden!
    Es ist ja nicht so, dass in diesem Fall diese Fotos für eine Werbekampagne für einen Hersteller missbraucht werden.

    Er bekommt sogar kostenlose Werbung, wenn seine Bilder „viral“ gehen.
    Wie dämlich ist der eigentlich noch? 500€ die direkt zum Anwalt gehen, mehr nicht.

    Geistige Meisterleistung vom Anwalt und vom Fotografen… ^^

    • Anwaltskosten sind bei 1000€ unter 10%
      Also immer noch genug Gewinn.

      • Wenn außergerichtlich, dann wird’s auch weniger, da die Streitsumme niedriger ist.

    • Mag sein, dass der Fotograf ein paar Kröten bekommen hat. Schön doof ist er dennoch…

      • Rund 400-450€ für nichts… Ja schön blöd.

      • Richtig! Schön blöd. Verbreitung deines Namens, Werbekampagne bekommen, 20000€ kassieren…

        Jaja, schön blöd…
        Du raffst es echt nicht!

      • Ihr habt alle Ahnung vom Foto-Business … mein lieber Schieber!

      • Klar, bombastische Eigenwerbung als Shitstorm-Ziel. Passt… Der wird sich vor Aufträgen nicht mehr retten können…

      • Davon spricht kein Mensch hier.
        Es geht um die Weiterverbreitung eines Fotos, dass schlicht geteilt wird, weil es gut, begeisternd, berührend und vieles mehr ist.
        Was hat das bitte schön mit Shitstorm zu tun?

  • Das Problem ist auch das unsere Gerichte mit ihren Richtern hinter dem Mond leben. Das hat man schon bei anderen Abmahnweilen gesehen das die nicht den Unterschied zwischen A und B erkennen können, ins besondere wenn der Rechtsanwalt Geld mit Abmahnung verdient und so mit kein Schahmgrenze kennt.

    • Was hat denn eine Abmahnung mit der Autorität eines Richters zu tun?
      An einer Abmahnung und einem zugestimmten Vergleich ist überhaupt kein Richter beteiligt.

      Wenn die Fahrlehrerin dem Vergleich zugestimmt hat, ist sie (sorry) schön doof. Sie hat damit auch automatisch einer Schuld zu gestimmt, weshalb auch die Rückforderung von Springer schwierig werden dürfte.
      Sowas macht man nicht! In einem Gerichtsprozess hätte sie wohl eher Recht bekommen.

  • Ganz einfache Lösung: bei Fotos wo der Urheber nicht will, dass sie weiter verbreitet werden, den TEILEN Button deaktivieren.
    Man fragt sich allerdings, was er bei Facebook verloren hat. Die Idee des Teilens wird hier auch von der Rechtssprechung ad absurdum geführt wird.

  • Einfach den Facebookdreck nicht benutzen. Zack, Problem gelöst

  • hahahaha geil … FB ist so geil….. hahaha
    Müsste täglich 1000000 User treffen. Und nochmal hahahahaha

  • War es nicht so, dass FB automatisch die Bildrechte erhält? Wie kann man dann außer von FB von jemandem abgemahnt werden?

  • Wer zur Hölle nutzt Facebook überhaupt noch? Echt jetzt, Junge.

  • Hoffe, dieses Geierpack folgt dem Vorbild des Freiherrn von Gravenreuth!!!! Dieses miese Rechtsverdreherpack

  • Einen feuchten Kehricht würde ich zahlen!!!!

  • Richtig so, wird auch Zeit, das FB und G+ Teilen von Foto ein Riegel davor geschoben wird. Schonmal Watson Urheber Recht gehört ? Abmahnen das einzige Mittel gegen die Leute.

  • Den Sinn vom linken habe ich eh nie verstanden, was bringt das mir ???

  • Facebook löschen Thema erledigt.

  • Diese ganze Abmahnscheisee, ist eine regelrechte Industrie, deswegen habe ich mich in meiner Partei auch dafür eingesetzt, das sowas mal aufhört: Wir setzen uns dafür ein, profitorientierte Abmahnungen gegen Personen, die urheberrechtlich geschütztes Material privat nutzen, einzudämmen. Besonders die Nutzer von Internet-Dienstleistungen benötigen Transparenz und Rechtssicherheit. sowie:Gesetzgebung und Rechtsprechung sollen Gerechtigkeit schaffen und Menschen ermöglichen, ihre Rechte einzuklagen oder sich zu verteidigen. Wir setzen uns gegen eine Anwalts- und Abmahn-Industrie ein, die Gesetze missbraucht, um sich an Kleinunternehmern und Privatpersonen zu bereichern. Wir sind für Möglichkeiten, mit denen sich Menschen gegen ungerechtfertigte Abmahnungen und Klagen angemessen wehren können. Entliehen aus dem Parteiprogramm der Partei der Humanisten: https://parteiderhumanisten.de/politik/grundsatzprogramm/#Wirtschaft Schade, das unsere etablierten Parteien im Parlament das bisher nicht gebacken bekommen -sitzen wohl selber zu viele Juristen im Bundesparlament !

  • Einfach nicht reagieren und auslachen, den Affen. :D

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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