DASDING, YOU FM und UNSERDING verschmelzen
ARD bündelt Jugendprogramme: Neues DASDING startet früher als geplant
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk treibt die Neuordnung seiner Jugendangebote schneller voran als zunächst angekündigt. Das gemeinsame Radioprogramm DASDING, das aus den bisherigen Angeboten DASDING, YOU FM und UNSERDING hervorgeht, soll bereits am 1. Juni 2026 starten.
Gemeinsames Programm für vier Bundesländer
Ursprünglich war ein Start Anfang 2027 vorgesehen. Nun erfolgt die Einführung deutlich früher. Damit setzt die ARD ihre Reformpläne schneller um. Das Angebot richtet sich an Hörer zwischen 20 und 29 Jahren. Es wird in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland ausgestrahlt.
Die Kooperation ist Teil der laufenden Reformen. Ziel ist es vor allem, Strukturen zu bündeln. Gleichzeitig soll die veränderte Nutzung von Medien stärker berücksichtigt werden. Schon heute erreichen die drei Programme zusammen täglich mehr als eine Million Menschen. Damit besteht bereits eine gemeinsame Basis.
- ARD Sounds: Update und neuer Name für die Audiothek
Produziert wird das neue DASDING in Baden-Baden, Frankfurt und Saarbrücken. Dabei arbeiten die Redaktionen künftig enger zusammen. Inhalte entstehen standortübergreifend. Zudem koordiniert eine zentrale Programmleitung die Abläufe. Gleichzeitig verantworten gemischte Teams Musik, Wortbeiträge und Aktionen.
Vernetzte Redaktionen und neue Programmstruktur
Auch das Moderationskonzept wird zusammengeführt. Nach Angaben der ARD übernehmen Lucas Bänsch, Tina Hauswald, William Lauth und Sophie Schindler die Morningshow. Für den Vormittag sind Celine Jost und Sarah Hautsch vorgesehen. Beide verbinden klassisches Radio mit Formaten aus sozialen Netzwerken.
Am Nachmittag wechseln sich mehrere Teams ab. So moderieren Marvin Fischer und Panagiota Beletseli gemeinsam. Außerdem sind Leni Eckstein und Timo Killer im Einsatz. Die Abendsendung kommt künftig aus Saarbrücken. Dort moderieren Aliena Pfeiffer und Tiffany Meiser im Wechsel.
Trotz der stärkeren Zentralisierung sollen regionale Inhalte erhalten bleiben. So werden weiterhin Nachrichten und Beiträge aus allen beteiligten Bundesländern integriert. Zusätzlich setzt das Angebot verstärkt auf Social Media und Podcasts.
- Drei Sender werden eingestellt: ARD und ZDF ordnen Spartenkanäle neu
Durch die engere Zusammenarbeit erwarten die Sender Einsparungen von rund 1,8 Millionen Euro im Radiobetrieb. Ein Teil dieser Mittel soll künftig in digitale Angebote fließen. Damit setzt die ARD erstmals bei einem Radioprojekt dieser Größenordnung auf eine gemeinsame Produktion mehrerer Landesrundfunkanstalten.


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