Gestohlene Schaltpläne?
Apple und OpenAI: Streit um Geschäftsgeheimnisse eskaliert
Der Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI um mutmaßlich entwendete Geschäftsgeheimnisse bekommt eine neue Wendung. Apple erklärt, bei der forensischen Untersuchung des MacBooks des früheren Mitarbeiters Chang Liu neue Belege gefunden zu haben. Demnach soll Liu einen vertraulichen Apple-Schaltplan nicht nur nach seinem Wechsel zu OpenAI heruntergeladen, sondern anschließend auch für seine Arbeit beim KI-Unternehmen verwendet haben.
Die neuen Vorwürfe gehen aus einer aktuellen Gerichtsakte hervor, über die unter anderem Reuters berichtet. Liu war zuvor acht Jahre als leitender Elektroingenieur bei Apple beschäftigt und wechselte im Januar 2026 zu OpenAI. Wie bereits berichtet, wirft Apple ihm vor, nach seinem Ausscheiden über eine Sicherheitslücke weiterhin auf interne Dateien zugegriffen zu haben.
Die nun untersuchten Daten sollen zeigen, dass Liu im März einen internen Schaltplan für einen Spannungswandler verwendete, um mit der Elektroniksoftware LTspice Simulationen durchzuführen. Apple zufolge lief die Arbeit auf einem Mac mini, dessen Daten später über iCloud mit dem zurückgegebenen MacBook synchronisiert wurden.
KI-Agent lernte LTspice
Besonders ungewöhnlich ist ein weiteres Detail der Gerichtsunterlagen. Liu soll einen KI-Agenten darauf trainiert haben, LTspice selbstständig zu bedienen, Ergebnisse auszuwerten und Parameter anzupassen. Apple sieht darin ein besonderes Risiko: Werden Geschäftsgeheimnisse für KI-Systeme verwendet, könne sich deren Nutzung nach Ansicht des Unternehmens nur schwer wieder rückgängig machen lassen.
ChatGPT kann mittlerweile auf viele iOS-Features zugreifen.
Apple behauptet außerdem, Liu und weitere OpenAI-Mitarbeiter hätten von seinem fortbestehenden Zugriff auf Apples Systeme gewusst. Als Liu von einer internen Untersuchung erfahren habe, soll er einer Kollegin zudem Anweisungen zum Löschen von Beweismaterial geschickt haben. Apple fordert deshalb eine beschleunigte Beweisaufnahme und möchte weitere Geräte untersuchen lassen. 9to5Mac hat die neuen Vorwürfe und die zugrunde liegende Gerichtsakte ausführlich zusammengefasst.
OpenAI gibt Apple Mitschuld
OpenAI weist die Anschuldigungen weiterhin zurück. In einer neuen Stellungnahme vor dem zuständigen Bundesgericht argumentiert das Unternehmen laut Reuters, Apple habe bislang keinen Diebstahl geschützter Geschäftsgeheimnisse nachgewiesen. Zugleich kritisiert OpenAI Apples interne Abläufe. Beschäftigte hätten persönliche iCloud-Konten für berufliche Zwecke verwenden dürfen, während ausscheidende Mitarbeiter teilweise unmittelbar aus dem Unternehmen begleitet worden seien. Dies habe die ordnungsgemäße Rückgabe und Trennung von Daten erschwert.
OpenAI wirft Apple zudem vor, mit der Klage Konkurrenz auszubremsen und Mitarbeiter von einem Wechsel abzuschrecken. Rund 400 ehemalige Apple-Beschäftigte sollen inzwischen für OpenAI tätig sein. Eine Entscheidung über Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung wird frühestens nach einer für den 1. Oktober angesetzten Anhörung erwartet.


>>n. Apple zufolge lief die Arbeit auf einem Mac mini, dessen Daten später über iCloud mit dem zurückgegebenen MacBook synchronisiert wurden.<<
So viel zum Thema Privatsphäre auf Apple Produkten
Ist doch genau so, wie es sein soll.
Der Backup wurde einfach eingespielt.
Und wo liegt das Problem? Schließlich möchte man doch, dass die Daten zwischen den Geräten synchronisiert werden, um jederzeit Zugriff darauf zu haben.
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun. Das ist ein Geschäfts Laptop, und natürlich hat ihre Firma vollen Zugriff auf ihre Systeme. Wäre ja auch seltsam, wenn nicht.
Das ist selbst in Deutschland nicht anders, da es sich um betriebsrelevante Daten handelt.
Einzige Ausnahme wären private Daten wenn die private Nutzung erlaubt war.
Der Liu arbeitet (mit angeblich gestohlenen Daten) auf einen Mac Mini. Auf diesem wird der gleiche iCloud Account verwendet, wie bei einem bereits zurück gegebenen (Firmen?) MacBook.
Also war Liu entweder so dumm, weiterhin einen Firmen-Account zu benutzen, den Apple, ähnlich dumm, nach seinem ausscheiden nicht gesperrt hat. Oder Apple hat Zugriff auf einen anderen (privaten?) Account von Liu.
Klingt irgendwie alles komisch.
Im Text wird ja erwähnt das bei Apple es erlaubt war Private Apple Accounts auf Apple Geräten zu nutzen die die Firma den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt hat. Apple hätte klar eine Trennung vornehmen müssen worauf der Private Account zugreifen kann und worauf nicht, da hat sich sicher vorher keiner Gedanken gemacht.
Der MacBook ist sicherlich Firmeneigentum. Bei Verdacht, gelten da ganz andere Regeln….. Bitte nicht einfach Halbwissen zur Weisheit machen ;-)
Sollte auf der linken Seite des Bildes seit heute nicht eine andere Büste abgebildet sein?
Sollte auf der linken Seite des Bildes nicht eine andere Büste abgebildet sein?
Ich denke dass Tim Cook die meiste Erfahrung in diesem Fall hat und sicher daher selbst noch darum kümmert.
Erkläre mal was du damit meinst. Geht es nicht um den persönlichen iCloud Account des Mitarbeiters?