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PDF Guru, Unimeal und Nebula

Abo-Fallen auf dem iPhone: US-Aufsicht geht gegen App-Netzwerk vor

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Die US-Handelsbehörde FTC geht gegen ein Netzwerk hinter mehreren bekannten Apps und Online-Diensten vor. Betroffen sind unter anderem die Fitness- und Ernährungsangebote MadMuscles, Harna und Unimeal, die Astrologie-App Nebula sowie die PDF-Werkzeuge PDF Guru und PDF Master. Ein Bundesgericht hat die Aktivitäten der 15 Unternehmen und acht Beschuldigten vorläufig gestoppt.

Apple App Store

Nach Darstellung der FTC gehören die Anbieter zu einem gemeinsamen Netzwerk rund um Genesis Tech. Die Dienste sollen häufig als kostenlos oder besonders günstig beworben worden sein. Hinweise auf automatisch verlängerte Abonnements und wiederkehrende Kosten seien dagegen nur unauffällig oder im Kleingedruckten erschienen.

Nutzer sollen teilweise auch doppelt oder für zusätzliche Angebote belastet worden sein, denen sie nicht ausdrücklich zugestimmt hatten. Kündigungsoptionen seien schwer auffindbar gewesen oder hätten nicht zuverlässig funktioniert. In einzelnen Fällen sollen Abbuchungen trotz bestätigter Kündigung weitergelaufen sein.

Günstiger Einstieg, teure Verlängerung

Als Beispiel nennt die FTC-Klage den Dienst PDF Guru. Nutzern sei zunächst ein Preis von 0,99 oder 1,99 US-Dollar für den Zugriff auf ein Dokument angezeigt worden. Nur im Kleingedruckten habe sich der Hinweis auf eine anschließende Verlängerung für 49,99 US-Dollar pro Monat befunden.

Parler App Store

Mittlerweile sind viele der betroffenen Apps nicht mehr verfügbar.

Die fünf näher untersuchten Produktgruppen sollen zwischen Anfang 2023 und Mitte 2025 weltweit fast 250 Millionen US-Dollar umgesetzt haben. Über miteinander verbundene PayPal-Konten des gesamten Netzwerks seien innerhalb eines Jahres sogar Zahlungen von annähernd 700 Millionen US-Dollar abgewickelt worden.

Neue Firmen sollen Kontrollen umgangen haben

Das Netzwerk soll wiederholt neue Firmen gegründet und zusätzliche Händlerkonten eröffnet haben. Dadurch hätten die Betreiber ihre Identität verschleiert, Einnahmen zwischen Gesellschaften verschoben und Kontrollen von Zahlungsdienstleistern umgangen.

Die Vorwürfe sind noch nicht abschließend gerichtlich entschieden. Die FTC verlangt neben einem dauerhaften Verbot der beanstandeten Praktiken auch finanzielle Entschädigungen für betroffene Nutzer.

19. Juni 2026 um 13:08 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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