Artikel Durch die iPhone-Kamera betrachtet: Schwingende Gitarren-Saiten
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Durch die iPhone-Kamera betrachtet: Schwingende Gitarren-Saiten

Videos 47 Kommentare

Der “Rolling Shutter“-Effekt lässt sich, stark vereinfacht, in einem kurzen Satz erklären. Wenn ihr die iPhone-Kamera auslöst, “knipst” Apples Smartphone nicht sofort das Bild vor der Kamera-Linse, sondern fährt den digitalen Bildsensor des Gerätes von links oben nach rechts unten ab um euer Motiv zu sichern.

Stellenweise bewegen sich die zu fotografierenden Objekte jedoch wesentlich schneller als der Bildsensor. Drückt man in diesen Situationen auf den Auslöser der iPhone-Kamera, entstehen Bilder wie diese.

Ein nette Demonstration des “Rolling Shutter”-Effekt lässt sich jetzt in diesem Video des Youtube-Nutzers “justkylevids” bestaunen. Das iPhone 4 filmt die schwingenden Saiten einer Akustikgitarre aus dem Inneren des Klangraums.

Diskussion 47 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
      • In iMovie gibt es glaubich eine Funktion, um Rolling sniffet zu vermindern. Ich kann aber nicht beurteilen, ob das was taugt. Werde es mal testen.

        — Kopfnuss
      • @honk
        Stimmt bedingt, zu PAL Zeiten haben 24,** Bilder/sek ausgereicht, dem Auge Bewegung vorzutäuschen – im LCD-Zeitalter sind 60 als Minimum nötig.

        — UranDieb
    • Quatach, das passiert auch bei 300€ Camcordern. Zwar nicht so, aber ein Rotor dreht sich dann nur langsam und rückwärts obwohl es vorwärts geht :P

      — db
      • Das mit dem optischen Rückwärtsdrehen hat einen anderen Grund. Das geschieht dadurch, das die Bildrate, also die Menge der aufgenommen Bilder pro Sekunde, kleiner ist, als die Frequenz in der die einzelnen Rotorblätter an der Optik vorbei fliegen. Wenn der Rotor z.B. 30 mal pro Sekunde vorbei kommt und die Framerate bei den üblichen 24~25 Frames/s liegt wird das Rotorblatt bei jedem Bild an einer anderen Position aufgenommen. Je nach Bildrate kann dabei der Effekt des Rückwärtsdrehens entstehen. Liefen beide absolut synchron könnte man den Rotor sogar optisch stehen lassen, wenn man das Bild ausreichend kurz belichtet um die bewegungsunschärfe zu vermeiden.

        — Andreas
      • Andreas hat recht. Solange du nicht ein “besseres/teureres Auge” ^^ hast passiert dir das im richtigen Leben auch. Zum Beispiel wenn du dir die Felgen eines Autos anschaust das langsam beschleunigt während du slber mit konstanter Geschwindikeit nebenher fährtst. Zum Beispiel drehen sich die Felgen am Anfang schnell, werden langsamer, bleiben scheinbar stehen, und drehen sich dann rückwärts.
        Das hat wie Andreas mit unserem Auge zu tun das nur ca. 25 Bilder/s wahrnehmen kann. Andere Teier wie Katzen haben teilweise eine höhere fps

        — Domi
      • soein unsinn. der effekt tritt nur bei videoaufnahmen auf. dein auge hat keine framerate im technischen sinne.

        — honk
      • von wegen Unsinn. dein Nick passt ganz gut, honk. wenn dir das noch nie aufgefallen ist dann hier ein anderes Beispiel: Fahr bei Nacht im laternenlicht mal Fahrrad und werf über den Lenker mal einen Blick auf den reifen. selber Effekt ist zu sehen.

        deutlich fällt es such auf, wenn man als Fußgänger ein fahrendes auto beim bremsen auf die Felge schaut und noch weitere Beispiele kann ich dir nennen.

        und dann das mit den 25bilden pro sek. die das Auge wahrnimmt, stimmt auch. gäbe es sonst einen Grund warum Filme und Kameras höchstens 30fps machen?

        — Tobbes
      • Natürlich gibt es diesen Effekt auch in der Wirklichkeit. Nur es es schwieriger ihn zu provozieren. Beim TV ist es mit der Technick nur schneller zu erreichen, gewollt oder ungewollt. Alle anderen die so schnelle Augen haben das dieser Effekt nicht eintritt müssten dann auch in Echt alle Rotorblätter Einzeln warnehmen können.
        Ich vermute mal das das Licht von den Augen zum Hirn nur Impulse sind und keine konstante variable Spannung. Daher auch in Echt dieser Effekt.

        — Futzi.2
      • Na sowas:
        Nachts im Laternenlicht –> Laterne mit Wechselspannung –> Licht ‘flackert’ –> Effekt auch ohne Kamera zu sehen –> Auge hat bestimmte FPS zum Gehirn –> Bullshit!

        — R
  1. Kurz zur Info: Ich habe die 15+ Kommentare bzgl. der falschen “Saite”-”Seite” Verbesserung der Übersichtlichkeit halber entfernt.

    — nicolas
  2. Nein, es bedeutet lediglich, dass das iPhone eine Digitalkamera hat. Bei einer photochemischen Kamera werden die lichtempfindlichen Chemikalien beim Öffnen des Verschlusses auf einem Schlag belichtet, ein Kunststück, dass der Sensor-Chip einer jeden Digicam nicht schafft.

    — Hopfi
    • Die meisten guten Digitalkameras arbeiten mit CCD Sensoren, diese haben dieses Problem nicht. Das Problem tritt nur bei CMOS Chips auf, wie sie im iPhone verbaut sind. Diese sind halt generell meistens günstiger.

      — Marcel
      • Korrekt.
        Darüber hinaus verbrauchen CMOS Chips für gewöhnlich weniger Strom und man kann sie bedeutend kleiner konzipieren.

        — Pazuzu
      • Leider sind in den meisten Digitalkameras KEINE CCDs mehr verbaut. Was die kosten senkt, aber nicht unbedingt die Bildqualität steigert. Aber bis auf wenige einzelne Hersteller und Modelle sind auch die sehr teuren Kameras inzwischen auf CMOS umgestiegen… Aber man kann auch sagen, je teurer die Kamera desto geringer tritt der Rolling Shutter auf…

        — Niko
    • Nein, auch nicht “auf einem Schlag” in der Analogfotografie. Meist haben die Kameras nämlich einen Verschlussvorhang, der eine Öffnung über dem Filmmaterial “bewegt”.

      — BM
    • In erster Linie bedeutet das, dass die Kamera eine CMOS Chip und keinen CCD Chip verwendet.
      Das ist jedoch logisch, da CMOS-Technologie platzsparender ist und weniger Strom verbraucht.

      — Pazuzu
    • Immer diese unqualifizierten Kommentare… Das ist eine Handy Cam. Zeig mir eine die keine CMOS ist in einem Handy ???

      — Nils
      • Sony Ericsson S700i, ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber das hatte damals einen CCD eingebaut:)
        Hat übrigens für damalige Verhältnisse mit seinen 1,3 Megapixeln relativ gute Bilder gemacht.

        — Lukas
  3. Nett anzusehen! Mich würde interessieren, wie man den folgenden Effekt nennt: wenn ich die iPhone-Kamera auf Foto stelle und dann damit auf eine LED-Lampe zeige (passiert nicht bei jeder), dass die LED-Leuchte dann auf dem Touchscreen des iPhones im Sekundentakt blinkt, obwohl sie eigentlich (für´s Auge zumindest) kontinuierlich leuchtet. Sobald ich aber auf Video umschalte, dann leuchtet das Lämpchen durchgehend.
    Ist mir vor Monaten schon im 2003er Punto (188) meiner jüngeren Schwester aufgefallen bei der orange leuchtenden Tankanzeige.

    — iPat
    • Das dürfte durch Pulsweitenmodulation entstehen. Dem trägem menschlichem Auge fällt das aufgrund der hohen Frequenz nicht auf.

      — Pazuzu
      • ok, danke. Ich habe mir schon immer gedacht, dass es einfach daran liegt, dass LED´s in echt flackern und nicht kontinuierlich leuchten. (Bemerkt man auch oft an LED Rücklichtern von Autos, wenn man den Kopf schnell bewegt sieht es deutlich anders aus als Rücklichter mit Glühbirnen drin) Aber es will mir nicht in den Kopf, warum das iPhone im Bildmodus und Videomodus dies unterschiedlich darstellen. Was passiert da im iPhone? Ich meine, ich löse das Video / Foto nicht aus, es ist lediglich die Einstellung vorgenommen und dann schau ich mir das Lämpchen über den Touchscreen an.

        — iPat
      • Vermutlich wird die Kamera im Video-Modus mit einer anderen Wiederholfrequenz abgestatet oder sowas in der Art.

        — Marcel
      • @ Marcel: im Video wird die Wiederholfrequenz erhöt? Aber wozu? Wieso nicht die hohe Wiederholfrequenz auch im Bildmodus?

        @Pazuzu: Hab jetzt mithilfe des Begriffs Pulsweitenmodulation einige interessante Treffer per Google gefunden (Danke) http://www.led-treiber.de/html.....lagen.html

        Auch für mich interessant (gehört dann aber wohl in ein anderes Forum): Warum das Armaturenbrett des 188er Puntos unterschiedliche PVM-gedimmte LED´s haben, denn die anderen LED-Lichter dort haben nicht den gleichen Effekt?!? :-)

        Danke nochmals

        — iPat
      • Hierüber kann ich nur spekulieren. Ich tippe mal auf die höhere Bildwiederholrate. Im Videomodus wird das Bild mit 30fps auf dem iPhone angezeigt. Im Fotomodus werden jedoch als Vorschau weit weniger Bilder gezeigt, das sorgt dafür, dass jedes Bild länger angezeigt wird und jedes Mal wenn ein Vorschaubild gemacht wird, dass gerade eine Momentaufnahme zeigt in der die LEDs kein Licht emittieren wird dieses ergo auch länger angezeigt. Die Trägheit der Augen tut dann ihren Rest, bei den 30fps fällt das dunklere Einzelbild nicht auf, das länger gezeigte Bild hingegen schon.
        (Stell das iPhone auf Videomodus und beweg es, du wirst feststellen, dass das Bild sich flüssig bewegt. Nun geh in den Fotomodus und beweg die Kamera, das Bild “ruckelt/stottert”)
        Wie gesagt, nur eine These ;o)

        — Pazuzu
      • Kein Problem…

        Da musst du mal Fiat fragen, keine Ahnung was den Italienern so durch den Kopf geht ;o) (Außer Spaghetti…)

        — Pazuzu
  4. der Effekt war mir auch auf meinem letzten Urlaub aufgefallen, aber bei den Fotos, die ich wärend der Fahrt aus einem Bus geschossen hatte! Objekte in unmittelbarer Nähe, so bis 6-7 Meter entfernt, waren windschief.

    — jurgano
  5. Also wenn ich meine Gitarre mit meinem iPhone 4 filme kommt so ein effekt nicht zustande. Da ist es ganz normal. Ich frage mich ob das nicht ein fake ist. Andernfalls frage ich mich was ich falsch mache -.-

    — Fraqq
    • Genau, obwohl der Effekt logisch zu erklären und auch genauso zu erwarten ist hat bestimmt jemand sich viel Zeit genommen um so ein Video am PC zu faken. Ist klar.

      — Marceöl
  6. Auch wenn es zeigt das die Kamera schlecht ist. Bis jetzt ist es nie jemandem aufgefallen und ohne diese Videos wäre das auch nie passiert. Also coole Videos. Eindrucksvoll. Trotzdem tolles iPhone bzw. trotzdem gute Kamera.

    — Jonas
    • Quatsch. Solche Videos gibt es schon länger bei Youtube. Außerdem funktioniert das auch mit anderen Handykameras.

      — audi2drive
  7. Der Effekt ist auch zu beobachten wenn man durch die Handykamera laufende Scheibenwischer beobachtet. Die sehen aus wie Gummi!

    — Manuel
  8. bei drehmaschinen zb darf kein leuchtstofflampen licht verwendet werden, da bei frequenzgleichheit der drehmaschine zur flacker frequenz der lampe der eindruck entsteht das die maschine steht…
    so sind schon viele unfälle passiert!

    dh es gibt feste parameter der menschlichen wahrnehmung. (abtastfrequenz)

    — markus

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