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Apple und Swift: Das „gute Beispiel“ kommt nur langsam voran

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Wenn es nach Apple geht, ist Swift die nächste große Programmiersprache, die fortan am besten jedermann benutzt. Ein großer Schritt auf diesem Weg war sicherlich die erst kürzlich erfolgte Freigabe von Swift als Open Source, aber auch ohne diesen Schritt wurde der im Jahr 2014 vorgestellten Entwicklungsumgebung für iOS und OS X von Entwicklerseite Respekt gezollt. Apple selbst hat betreffend den Einsatz von Swift offenbar jedoch noch einiges an Nachholbedarf. Dem Entwickler Ryan Olson zufolge ist der Taschenrechner momentan die einzige weitgehend auf Swift basierende Apple-App unter iOS 9.2.

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Olson hat sowohl die automatisch mit iOS installierten als auch die zusätzlich von Apple angebotenen Apps analysiert und kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass Apple bislang keine einzige komplett mit Swift erstellte App im Programm hat. Beim Taschenrechner darf er immerhin bei 20 der 22 verwendeten Klassen das Strichlein auf der Swift-Seite machen, der Rest basiert noch auf Objective-C. Bei der im Rahmen der Swift-Vorstellung als „erste Apple App, die Swift verwendet“, angekündigten App zur Entwicklerkonferenz WWDC wurde Swift nur für sechs der insgesamt 281 Klassen verwendet. Die Apple-Store-App nutzt Swift immerhin für die integrierte Uhr.

Mit gutem Beispiel voran geht Apple hier also noch lange nicht, mit zukünftigen Updates, insbesondere bei Neuentwicklungen dürfte sich dieses Verhältnis aber zum Positiven ändern.

Dienstag, 19. Jan 2016, 12:38 Uhr — chris
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  • Und wo genau ist jetzt das „Problem“ hierbei?

  • Ist ja auch ein Statement dafür, wie fließend die Apodtion von Swift für Objective-C-Programme und -Programmierer ablaufen kann. In einem solchen Fall würde ich auch nicht alles recoden, sondern nur an den Stellen, wo es zuerst Sinn ergibt. Never touch a running system ;-)

  • Das Apple Swift unter Open-Source gestellt hat, hat nur einen Grund: Lieferung von innovativen Ideen. Apple hasst die JB-Szene, die bisher für Ideen rund um iOS gesorgt hat. Das ist deutlich am Verhalten und den Anstrengungen die Apple unternimmt um Lücken durch die Exploits greifen könnten, sofort zu patchen. Ohne JB macht das iOS nur halb soviel Spaß (allein die Musik App im iOS 9, katastrophal Profitorientiert) mit JB sorgt Apple zunehmend dafür, dass nicht alles rund läuft.
    Ich hoffe das künftig Linux vermehrt auf Smartphones verfügbar sein wird. Denn schicke Smartphones können auch Andere herstellen.

    • zu “ Ohne JB macht das iOS nur halb soviel Spaß (allein die Musik App im iOS 9, katastrophal Profitorientiert)…“:
      Auch Musiker haben das Recht für ihre Arbeit entlohnt zu werden. Ich verstehe manche Aussagen nicht, dass etwas schlecht ist, weil es nicht kostenlos angeboten wird. Ein Großteil meiner Bekannten, die heute noch einen JB nutzen sind hauptsächlich darauf aus ihre Musik bei Youtube herunterzuladen, in die Musik-App zu implementieren und sie somit kostenfrei zu hören.
      Gerade wenn man viel Musik hört finde ich Streaming ideal. Aber sich „nur“ illegal an solchen Medien zu bedienen finde ich persönlich sehr fragwürdig.
      Für einen Elektriker oder einen Klempner muss man auch Geld bezahlen und selbst das will keiner mehr. Aber man selbst fordert eine Gegenleistung vom Arbeitgeber für seine Tätigkeit…

      • Nee da hast du mich verkehrt verstanden oder ich mich unklar ausgedrückt. Gegen kostenpflichtige Inhalte habe ich keine Einwände, aber die Art wie Apple das, am Beispiel der Musik-App, umsetzt, ist nur noch auf kostenpflichtigen Konsum ausgelegt.

    • Android ist doch Linux. Die Zukunft schon heute!

      • Twittelatoruser

        Android ist kein Linux. Android besteht aus einem durch Google verkrüppelten inzwischen alten Linux-Kernel mit stark verfremdeten X-Server. Darauf läuft Dalvik, eine zu Sun/Oracle Java VM kompatible VM so modifiziert, dass Google keine Lizenzgebühren an Sun/Oracle zahlen muss. Und das Mehrbenutzersystem hat Google irgendwie erstellt, ohne das in Linux vorhandene, lange getestete und komplexere Mehrbenutzersystem zu verwenden. Und Google hat mit den AGBs zur Nutzung von Android erreicht, dass es nicht viel offener als iOS ist. => Wer das System genauer kennt, weiß, dass Android kein Linux ist.

  • Sollte Apple doch bitte alles sooooo schnellll wie möglich auf Swift umschreiben, damit die dabei (natürlich!) entstehenden bugs von euch bemeckert werden können xD

  • Apple schreibt eh schon zuviel vom IOs regelmäßig neu und vergisst dabei alte Funktionalitäten.

    So war die Umstellung des DNSresponders (was nichts mit Swift zu tun hat) nun kein Vorzeigeprojekt für eine „Neuentwicklung“
    Bestes Beispiel sind aber die Hörbuchfunktionen, die seit iOS 7 fast vollständig entfernt (vergessen) wurden und erst seit 8.4.1 mit der erweiterten iBooks langsam wieder zurück kehren. Dabei fehlte in 8.4.1 direkt die Merkfähigkeit der Position und auch in 9.2 sind nicht alle Funktionen von 6.1 zurück. Dafür aber neue Bugs, die am Datenvolumen knabbern, wenn man (selbsterstellte?) Hörbücher abspielt. In einem Fall wurde mehr Datenverkehr erzeugt, als das Hörbuch groß war geschweige denn, was ich davon in einer halben Stunde gehört habe.

    Mit diesen Erfahrungen sollte man nicht unbedingt fordern, dass alles auf Swift umgestellt wird oder die langsame Umstellung anprangern …

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