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Gesundheitsdaten, KI und mobile Nutzung

ePA-Zukunftspläne: Elektronische Patientenakte vor großem Ausbau

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33 Kommentare 33

Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Weiterentwicklung seiner Digitalisierungsstrategie vorgelegt. Parallel zur öffentlichen Vorstellung wurde auch das zugehörige Strategiepapier „Gemeinsam digital 2026“ als PDF veröffentlicht.

Neue Epa Tk

Darin konkretisiert das Ministerium seine Pläne rund um die elektronische Patientenakte (ePA), die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke und den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz in Versorgung und Verwaltung.

Elektronische Patientenakte vor Ausbau

Die elektronische Patientenakte soll künftig eine deutlich aktivere Rolle einnehmen. Statt primär als Ablage für Befunde gedacht zu sein, wird sie als zentraler Einstiegspunkt in das Gesundheitssystem beschrieben. Vorgesehen ist die Anbindung weiterer digitaler Anwendungen, darunter eine digitale Ersteinschätzung, Terminvermittlung und elektronische Überweisungen. Ziel ist es, die ePA für alle Versicherten attraktiv zu machen und nicht nur für Personen mit längerer Krankengeschichte.

Patientenakte

Derzeit nutzen rund vier Millionen Versicherte die ePA aktiv. Bis 2030 soll diese Zahl auf etwa 20 Millionen steigen. Um dies zu erreichen, plant das Ministerium vereinfachte Zugangsverfahren sowie zusätzliche Funktionen wie digitale Medikationsprozesse und Erinnerungen.

Noch im laufenden Jahr soll außerdem die strukturierte Weitergabe ausgewählter Daten an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit starten.

Gesundheitsdaten, KI und mobile Nutzung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der systematischen Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung und Versorgung. Das Strategiepapier benennt ausdrücklich das Ziel, Daten besser zu strukturieren, zu standardisieren und über verschiedene Quellen hinweg nutzbar zu machen. Das Forschungsdatenzentrum soll dafür technisch ausgebaut werden. Bis Ende 2026 sollen mindestens 300 Forschungsvorhaben auf Basis dieser Daten initiiert oder umgesetzt werden.

Künstliche Intelligenz wird dabei als unterstützendes Werkzeug eingeordnet. Sie soll unter anderem bei der medizinischen und pflegerischen Dokumentation entlasten, große Datenmengen auswerten und Forschungsprojekte ermöglichen. Laut Strategie ist vorgesehen, KI-gestützte Dokumentation bis 2028 in mehr als 70 Prozent der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen einzusetzen.

Aus dem veröffentlichten PDF geht zudem hervor, dass der mobile Zugriff auf die Telematikinfrastruktur eine größere Rolle spielen soll. Vorgesehen ist, Gesundheitsdienstleistern einen sicheren mobilen Zugang zu ermöglichen und damit auch digitale Check-ins in Gesundheitseinrichtungen sowie telemedizinische Angebote zu unterstützen. Ergänzend dazu soll die technische Basis vereinfacht und stabiler werden. Die gematik GmbH erhält in diesem Zusammenhang stärkere Befugnisse, um verbindliche Standards schneller durchzusetzen und die Nutzung digitaler Anwendungen zu vereinheitlichen.

12. Feb. 2026 um 17:30 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    33 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ich werfe mal die Frage in die Runde.
    Warum nutzen die andern 80 Millionen die ePA nicht!? :)

  • Ich hoffe die HUK wird das irgendwann auch unterstützen.

    • Die Privatversicherten der HUK wurden doch schon angeschrieben, ihr Einverständnis dazu zu geben.

      • Die HUK-COBURG-Krankenversicherung (HCK) arbeitet aktuell daran, Ihnen einen Identity-Provider zur Verfügung zu stellen, sodass Sie die Möglichkeit haben, die ePA zu nutzen. Wann die HCK diesen notwendigen Identity-Provider bereitstellen kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Sobald ein Termin zur Bereitstellung bekannt ist, informieren wir Sie.

        Aktueller Stand auf der Webseite der HUK

      • Ist nicht relevant, weil bisher kaum ein Arzt sich mit der ePa für Privatpatienten beschäftigt. Meine PKV die AXA war einer der ersten, die die ePa unterstützt hat, nur macht bisher kein Arzt mit. Die gucken mich immer an als wäre ich ein Alien wenn ich danach frage.

  • Bin ja mal gespannt, ob der dieses Jahr angeblich kommende Zwang für die Ärzte das Ganze zu befüttern, auch dazu führt, dass da Daten reinkommen. Für mich hat sich das Anmelden an der Patientenakte nicht wirklich rentiert. In meiner gibt es ein einziges einsames Dokument. Das war’s.

    • Ich hätte gehofft, dass Blutgruppe und der Hausarzt/ Zahnarzt hinterlegt sind.
      Vielleicht auch die Nummer vom Perso und die Krankenkasse und Tarif…

    • Servus, die ePA muss aktiv „befüttert“ werden. Entweder Krankenkasse (was ziemlicher Schrott ist wenn du die letzten 10 Jahre Abrechnungsziffern siehst und sofort weisst wann bei jemanden ADHS Medikamente oder z.B die Pille abgerechnet bekommen hat ) oder der behandelnde Arzt. Es gibt aktuell ca 11 Euro für den Arzt der als erstes was reinstellt. Da hat jeder Interesse dran, irgendwas reinzuballern. Neulich wollte ich bei einem jungen Patienten eine gutartige Knochenanomalie reinsetzen, das beim nächsten Notaufnahmebesuch nicht wieder falsche Verdachtsdiagnosen auftauchen. Ging nicht, Eltern hatten noch nicht zugestimmt. Es wird kommen… irgendwann.

  • Prof. Dr. Guido Noelle

    … wenn wir dann die AfD in Regierungsverantwortung haben, hat auch der Staat Zugriff auf unsere Gesundheitsdaten … ?!

  • Prof. Dr. Guido Noelle

    Sie wollen ja nur unser Bestes… hoffentlich bekommen sie es nicht ;-)

  • wow, elektr. überweisung. das wär doch mal n game changer.

  • Ich würde z.B. Pfizer direkt an die Datenbank lassen. Soll ich mal Brüssel anrufen?

  • Na, wer hat schon mal in seiner Akte geschnuppert und abenteuerlichste Diagnosen und Behandlungen vorgefunden?
    Viel Spaß bei späterer Jobsuche, Finanzierungsersuchen oder explodierenden Versicherungstarifen…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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