Gesundheitsdaten, KI und mobile Nutzung
ePA-Zukunftspläne: Elektronische Patientenakte vor großem Ausbau
Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Weiterentwicklung seiner Digitalisierungsstrategie vorgelegt. Parallel zur öffentlichen Vorstellung wurde auch das zugehörige Strategiepapier „Gemeinsam digital 2026“ als PDF veröffentlicht.
Darin konkretisiert das Ministerium seine Pläne rund um die elektronische Patientenakte (ePA), die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke und den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz in Versorgung und Verwaltung.
Elektronische Patientenakte vor Ausbau
Die elektronische Patientenakte soll künftig eine deutlich aktivere Rolle einnehmen. Statt primär als Ablage für Befunde gedacht zu sein, wird sie als zentraler Einstiegspunkt in das Gesundheitssystem beschrieben. Vorgesehen ist die Anbindung weiterer digitaler Anwendungen, darunter eine digitale Ersteinschätzung, Terminvermittlung und elektronische Überweisungen. Ziel ist es, die ePA für alle Versicherten attraktiv zu machen und nicht nur für Personen mit längerer Krankengeschichte.
Derzeit nutzen rund vier Millionen Versicherte die ePA aktiv. Bis 2030 soll diese Zahl auf etwa 20 Millionen steigen. Um dies zu erreichen, plant das Ministerium vereinfachte Zugangsverfahren sowie zusätzliche Funktionen wie digitale Medikationsprozesse und Erinnerungen.
Noch im laufenden Jahr soll außerdem die strukturierte Weitergabe ausgewählter Daten an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit starten.
Gesundheitsdaten, KI und mobile Nutzung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der systematischen Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung und Versorgung. Das Strategiepapier benennt ausdrücklich das Ziel, Daten besser zu strukturieren, zu standardisieren und über verschiedene Quellen hinweg nutzbar zu machen. Das Forschungsdatenzentrum soll dafür technisch ausgebaut werden. Bis Ende 2026 sollen mindestens 300 Forschungsvorhaben auf Basis dieser Daten initiiert oder umgesetzt werden.
Künstliche Intelligenz wird dabei als unterstützendes Werkzeug eingeordnet. Sie soll unter anderem bei der medizinischen und pflegerischen Dokumentation entlasten, große Datenmengen auswerten und Forschungsprojekte ermöglichen. Laut Strategie ist vorgesehen, KI-gestützte Dokumentation bis 2028 in mehr als 70 Prozent der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen einzusetzen.
- PDF-Download: Gemeinsam digital 2026
Aus dem veröffentlichten PDF geht zudem hervor, dass der mobile Zugriff auf die Telematikinfrastruktur eine größere Rolle spielen soll. Vorgesehen ist, Gesundheitsdienstleistern einen sicheren mobilen Zugang zu ermöglichen und damit auch digitale Check-ins in Gesundheitseinrichtungen sowie telemedizinische Angebote zu unterstützen. Ergänzend dazu soll die technische Basis vereinfacht und stabiler werden. Die gematik GmbH erhält in diesem Zusammenhang stärkere Befugnisse, um verbindliche Standards schneller durchzusetzen und die Nutzung digitaler Anwendungen zu vereinheitlichen.


Ich werfe mal die Frage in die Runde.
Warum nutzen die andern 80 Millionen die ePA nicht!? :)
Vielleicht Neuland oder The German Angst.
Oder die peinliche Umsetzung mit gravierenden Sicherheitslücken.
Genau. Siehe CCC
@Prof. Dr. Guido Noelle
Der CCC der immer noch darauf wartet, dass der „unsichere“ ePerso gehackt wird? Inzwischen sind 16 Jahre nach Einführung vergangen.
Außerdem hat der CCC gar nichts skandalöses bei der ePA entdeckt, sondern an ganz anderen Stellen. Und dies vor Jahren. Der populistische CCC hat die Thematik nur nochmal in Verbindung zur ePA erneut veröffentlicht um Aufmerksamkeit zu bekommen
@BrotundRosen:
Schon mal die CCC-Vorträge gesehen? Ich versuche es mal höflich zu formulieren: Der bisherige unsorgsame Umgang mit den Daten und deren Sicherheit im System ePA (Gematik) ist der sorgenarmen Nutzung derer nicht gerade förderlich. Generell scheint es im Gesundheitssystem noch Wissenslücken im richtigen Umgang mit den doch schon sensiblen Daten zu geben.
https://www.heise.de/news/Technischer-Fehler-AOK-Bayern-schliesst-tausende-elektronische-Patientenakten-11170408.html
Vertrauenswürdig finde ich das nicht.
+ 1
Die privat Versicherten sind raus
Ältere haben viele nicht die Lust sich damit zu beschäftigen
Kinder haben keinen Zugang
Manch einer geht nicht zum Arzt
Der Rest sind dann vielleicht 5 Millionen.
Die müssen erst einmal den Zugang zu den Daten finden nachdem es überhaupt einen Bedarf gibt.
Es sind längst deutlich viel mehr
Anmeldegedöns zu kompliziert?
Sicherheitsaspekte?
Die 80 Millionen leiden nicht an Long Tagesschau
Wie geil :-)
Der monetäre Wert dieser Gesundheitsdaten geht in mehrstellige Millionenbereiche. Überall dort ist auch die Gefahr, dass Schmu getrieben wird.
Lauterbach verkündete die ePa als unknackbar als fast parallel auf dem ccc mit einfachen Mitteln das Gegenteil bewiesen wurde.
Irgendwann macht es bestimmt Sinn, aber dafür muss erst noch nach- und ausgebessert werden und dann… vielleicht.
Manche Krankenkassen haben extrem schlechte Software. Was ich da bei der Barmer mitgemacht habe. Irgendwann habe ich denen ihre Grottenschlechte App gelöscht.
Ich wüsste nicht, was es an der Barmer App auszusetzen geben würde.
Stimmt, die sind eine absolute Katastrophe. Man müsste für die vertane Lebenszeit eine Rechnung an die aufstellen…
…dann schreib mal eine Rechnung und berichte hier, bitte!
…ich wüßte auch nichts zu bemängeln.
Aktiv zu nutzen ist gar nicht so einfach. Weil man Ärzte immer noch fast drängen muss, die ePa zu nutzen.
Aber zum Glück geht es den Ärzten auch bald ans Geld.
Ich würde ja gerne. Leider unterstützt bis jetzt keiner meiner Ärzte die ePa für Privatpatienten.
Das liegt aber nicht an deinen Ärzten. Die ePA gibt es für PKV Versicherte einfach nicht.
Ich hoffe die HUK wird das irgendwann auch unterstützen.
Die Privatversicherten der HUK wurden doch schon angeschrieben, ihr Einverständnis dazu zu geben.
Die HUK-COBURG-Krankenversicherung (HCK) arbeitet aktuell daran, Ihnen einen Identity-Provider zur Verfügung zu stellen, sodass Sie die Möglichkeit haben, die ePA zu nutzen. Wann die HCK diesen notwendigen Identity-Provider bereitstellen kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Sobald ein Termin zur Bereitstellung bekannt ist, informieren wir Sie.
Aktueller Stand auf der Webseite der HUK
Ist nicht relevant, weil bisher kaum ein Arzt sich mit der ePa für Privatpatienten beschäftigt. Meine PKV die AXA war einer der ersten, die die ePa unterstützt hat, nur macht bisher kein Arzt mit. Die gucken mich immer an als wäre ich ein Alien wenn ich danach frage.
Bin ja mal gespannt, ob der dieses Jahr angeblich kommende Zwang für die Ärzte das Ganze zu befüttern, auch dazu führt, dass da Daten reinkommen. Für mich hat sich das Anmelden an der Patientenakte nicht wirklich rentiert. In meiner gibt es ein einziges einsames Dokument. Das war’s.
Ich hätte gehofft, dass Blutgruppe und der Hausarzt/ Zahnarzt hinterlegt sind.
Vielleicht auch die Nummer vom Perso und die Krankenkasse und Tarif…
Servus, die ePA muss aktiv „befüttert“ werden. Entweder Krankenkasse (was ziemlicher Schrott ist wenn du die letzten 10 Jahre Abrechnungsziffern siehst und sofort weisst wann bei jemanden ADHS Medikamente oder z.B die Pille abgerechnet bekommen hat ) oder der behandelnde Arzt. Es gibt aktuell ca 11 Euro für den Arzt der als erstes was reinstellt. Da hat jeder Interesse dran, irgendwas reinzuballern. Neulich wollte ich bei einem jungen Patienten eine gutartige Knochenanomalie reinsetzen, das beim nächsten Notaufnahmebesuch nicht wieder falsche Verdachtsdiagnosen auftauchen. Ging nicht, Eltern hatten noch nicht zugestimmt. Es wird kommen… irgendwann.
Ich arbeite in einer Zahnarztpraxis. Wenn die ePA nicht widersprochen wurde, MÜSSEN wir diese befüttern.
Das scheinen alle meine Ärzte offensichtlich anders zu sehen. Ich verstehe ja, dass das zusätzliche Aufwand ist, der sich für den Arzt nicht wirklich rechnet. Das rein als wirtschaftliche Entscheidung zu betrachten, halte ich allerdings für falsch.
Das hat sich offentsichtlich nicht herumgesprochen. Wenn ich nicht meine wichtigsten Befunde selbst einstellen würde, steht da außer dem Medikamentenplan meines Hausarztes nichts drin.
… wenn wir dann die AfD in Regierungsverantwortung haben, hat auch der Staat Zugriff auf unsere Gesundheitsdaten … ?!
die wollen doch nur Dein Bestes….
Zum Besispiel!
Ist echt modern in jeden Beitrag seine (noch so weit entfernte) Thematik einzupflanzen….
Die Thematik ist durchaus ernst und nicht weit entfernt. In den Niederlanden schien es damals auch kein Problem, die Religionszugehörigkeit zu dokumentieren… bis es ein Problem war.
So ein Schwachsinn! Hat der Staat schon längst? Hier ist die volle Bandbreite der Pharma zu erkennen. Wenn man dies vermag.
Bitte mal über die Agenda 2030 genauer informieren und über SmartCitiy oder was das WEF für die Menschen aussucht!
Die Agenda 2030 umfasst mehrere Punkte die das Leben der Menschen auf der Welt verbessern und die Zusammenarbeit der Völker untereinander unterstützen sollen – der WEF 2026 stand unter dem Motto „Ein Geist des Dialogs“
… was gibt’s daran schon wieder rumzuschwurbeln?
Sie wollen ja nur unser Bestes… hoffentlich bekommen sie es nicht ;-)
haaa, zu spät gelesen ;)
wow, elektr. überweisung. das wär doch mal n game changer.
Ich würde z.B. Pfizer direkt an die Datenbank lassen. Soll ich mal Brüssel anrufen?
Na, wer hat schon mal in seiner Akte geschnuppert und abenteuerlichste Diagnosen und Behandlungen vorgefunden?
Viel Spaß bei späterer Jobsuche, Finanzierungsersuchen oder explodierenden Versicherungstarifen…
Aha, also jeder wird/kann auf die ePA zugreifen ja? Solche Aussagen sind das Problem, das Deutschlands Fortschritt behindert.
Na dann pass mal auf dass dich die Realität nicht schon längst überholt hat!
Dachtest du etwa diese deine Akte ist für dich! Google: – Fehldiagnosen laut Patientenberaterin schon seit Jahren ein Problem – Zitat: „Durch die Einführung der elektronischen Patientenakte haben Patienten die Möglichkeit bekommen, einen Überblick über ihre Diagnosen zu erhalten. Das hat dazu geführt, dass in letzter Zeit vermehrt Fälle auftauchen, in denen Fehl- oder Phantomdiagnosen festgestellt wurden. Wenn da plötzlich eine Depression oder eine Angststörung auftaucht, kann das für Betroffene schwerwiegende Folgen haben.“ Tja…
Google – dein Freund und Helfer. Warte ab, bevor du urteilst. Es kann ein richtiger Schritt in eine (funktionierende) digitale Welt sein, welcher seit laaaaaaangem nötig ist. Internet sollte kein Neuland sein! Man kann sich vor Neuem verschliessen oder versuchen.
@Gerhard Nach meinem Google findest du den Beitrag beim ÖR/ MDR. Sollte ja für gewisse Blasen einigermaßen unverdächtig sein…
Ich will ja schon froh, wenn in meiner Patientenakte irgendwas drin wäre.
Geht’s euch eigentlich besser, wenn ihr immer den Teufel an die Wand mahlt?
Soll die App das marodierende Gesundheitssystem retten?
Schönes Wort, nur leider in diesem Zusammenhang nicht passend.
Du meinst vermutlich marode. Marodierend sind Raubritter oder Banditen. Moment…
Zumindest hat Digitalisierung allgemein ein enormes Einsparpotenzial und wenn ich dann nur daran denke, wie oft Untersuchungen doppelt gemacht werden, weil der Eine nix von dem Anderen weiß – geht da vermutlich auch Einiges!
gut das ich weiterhin widersprochen habe…
Bei uns hat die ganze Familie widersprochen. Wenn ich das hier lese, bin ich sehr froh darüber. Es war der richtige Schritt.
Gut, dass ihr euer Röhrenradio noch aufgehoben habt und die Kutsche noch in der Scheune steht – meine Güte!
Jedesmal neu einloggen wenn man es paar Wochen ned braucht nervt.
…ob es nervt oder nicht:
Es dient der Sicherheit!
Ich brauche ein Passwort, die Kartennummer und muss dann letztendlich die Karte dann noch vom iPhone einlesen lassen, nur um auf meine Daten zugreifen zu können. Und das jedes mal. Logisch hat man dann irgendwann keine Lust mehr. Zumal das Einlesen der Karten teilweise lange dauert.
Ich sags einfach mal so: Was nützt denn eine ePa, wenn ein (Fach-)Arzt noch nicht einmal bereit ist, sich ein von ihm in Auftrag gegebenes MRT oder CT anzuschauen und sich nur auf den Befundbericht der Radiologie beruft?? Das ist mir schon derart oft passiert, dass ich mich ernsthaft frage, wieso es die ganzen Fachärzte überhaupt braucht, wenn im Endeffekt nur das Urteil des Radiologen zählt. Ob Krebs, degenerative Bandscheibe oder nicht kongruent zueinander stehende Wirbelkörper: Der Radiologe befundet „Alles o.k.“ und es wird nichts gemacht. Bis man schließlich mal einen Arzt findet, der seine eigene Meinung dazu bildet …
Die Lobbyarbeit zahlt sich aus die Spenden einnahmen steigen.
Epaaaaaaa
wollte meine vor Monaten Aktivieren, leider kam dabei raus das meine Krankenkassen karte gesperrt wurde und ich komme noch aus der Materie das ist alles andere als Anwender freundlich das ist ein Bürokratische gesamt Katastrophe, das was man vom Staat halt erwartet. so wird das niemals was mit der Akzeptanz
„Systematische Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungsarbeit“
Wozu? Und mit welchem Ziel? Das wird nicht gesagt.
Hier wird wieder viel Steuergeld für Projekte ausgegeben, von denen man nicht weiß, ob die Versicherten davon profitieren. Werden neue Jobs vom Ministerium generiert?
Ich der jetztigen Form überhaupt nicht zu gebrauchen.