USV-Funktion und 6.000 Ladezyklen
Bluetti Elite 300 ausprobiert: Kompakte Powerstation mit hoher Kapazität
Mit der Elite 300 hat Bluetti eine neue Powerstation im Programm, die vor allem durch ihre Kombination aus hoher Kapazität und relativ kompakter Bauform auffällt. Der Hersteller bewirbt das Gerät dann auch als weltweit kleinste tragbare Powerstation mit 3.014,4 Wh Kapazität. In Verbindung mit einer Dauerleistung von 2.400 Watt lassen sich damit viele typische Anwendungsfälle abdecken, etwa im Camper, Gartenhaus oder zur Absicherung wichtiger Geräte zu Hause.
Die Bluetti Elite 300 ist keine klassische mobile Powerstation für kurze Ausflüge. Wir würden das Gerät eher als flexible Energiereserve, die man bei Bedarf auch mal mitnehmen kann, beschreiben. Das Gewicht von 26 Kilogramm sollte man jedoch nicht unterschätzen. Dafür bleibt das Gerät mit seinem fast würfelförmigen, 366 × 305 × 297,5 mm großen Gehäuse vergleichsweise handlich und lässt sich auch in beengteren Umgebungen noch gut unterbringen.
Alle typischen Anschlüsse vorhanden
Die Auswahl an Anschlüssen entspricht dem üblichen Standard und deckt alle typischen Einsatzbereiche ab. Insgesamt stehen acht Ausgänge zur Verfügung, darunter zwei klassische AC-Steckdosen, je zwei USB-C- und USB-A-Anschlüsse mit bis zu 140 Watt sowie ein 12-Volt-Anschluss mit 30 Ampere, der für andere 12-Volt-Geräte mit höherem Strombedarf gedacht ist.
Auch bei den Lademöglichkeiten zeigt sich die Elite 300 vielseitig. Die Powerstation kann klassisch über das Stromnetz geladen werden, lässt sich aber ebenso mit Solarpanels betreiben oder über eine Kombination aus beiden Quellen versorgen. Die Powerstation unterstützt zudem das sogenannte Pass-Through-Charging, kann also gleichzeitig geladen werden und angeschlossene Geräte mit Strom versorgen. Das ist insbesondere im stationären Betrieb als Notstromlösung oder USV relevant.
2.400 Watt Dauerleistung und USV-Funktion
Die Elite 300 bietet ausreichend Leistung, um ein breites Portfolio an Geräten ohne Netzstrom zu betreiben. Heizlüfter, Wasserkocher und Kaffeemaschinen oder Werkzeuge laufen innerhalb der Leistungsgrenze von 2.400 Watt stabil. Kurzzeitig sind bis zu 4.800 Watt möglich, was beim Einschalten leistungsstärkerer Geräte hilfreich sein kann.
Bei Verwendung als unterbrechungsfreie Stromversorgung wird der Netzstrom durchgeschleift, und wenn der Strom ausfällt, übernimmt die Powerstation automatisch die Versorgung aus dem Akku. Laut Hersteller passiert das innerhalb von 10 Millisekunden, und in der Praxis hat das bei unseren Tests zuverlässig funktioniert. Weder ein Mac noch andere angeschlossene Geräte wie ein Heizlüfter haben eine Unterbrechung bemerkt. Für typische Anwendungen im Haushalt oder Büro ist das vollkommen ausreichend.
Was man allerdings beachten sollte: Sobald die Elite 300 dauerhaft am Netz hängt, läuft der Lüfter mehr oder weniger ständig auf niedriger Stufe. Dies ist zwar nicht laut, doch hört man dauerhaft ein gleichmäßiges, leichtes Gebläse, vielleicht vergleichbar mit einem Backofen, der nach dem Betrieb noch nachlüftet. In einem belebten Wohnbereich oder Technikraum fällt das kaum auf, direkt unter dem Schreibtisch oder neben dem Bett möchte man die Powerstation aber nicht unbedingt stehen haben.
App bietet umfangreiche Steuerungsfunktionen
Über die zugehörige App stehen umfangreiche Kontroll- und Konfigurationsmöglichkeiten bereit. Die Verbindung kann wahlweise über Bluetooth oder WLAN erfolgen. Über Bluetooth erfolgt die Steuerung direkt und lokal, also ohne Internetverbindung. Die WLAN-Verbindung ist optional und setzt ein Benutzerkonto voraus, bietet dafür aber den Vorteil, dass man ortsunabhängig und auch von unterwegs auf die Powerstation zugreifen kann.
Mithilfe der App lässt sich genau nachvollziehen, was gerade passiert. Neben der aktuellen Leistung am Eingang und Ausgang werden auch der Ladezustand und weitere Betriebsdaten angezeigt. Darüber hinaus finden sich hier diverse Konfigurationsmöglichkeiten. So lassen sich verschiedene USV-Modi einstellen, Zeitpläne definieren oder die Leistungsaufnahme aus dem Stromnetz gezielt begrenzen.
Die App stellt darüber hinaus Nutzungsdaten grafisch dar und zeigt unter anderem, wie viel Energie verbraucht oder geladen wurde. Letzteres kann insbesondere bei der Nutzung von Solarpanels hilfreich sein.
LiFePO4-Akku mit 6.000 Ladzyklen
Bei der Akkutechnik setzt Bluetti bei der Elite 300 auf LiFePO4-Zellen, deren Lebensdauer mit mehr als 6.000 Zyklen angegeben wird. Das bedeutet, dass die Powerstation auch dann noch etwa 80 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung erbringen soll, wenn sie 16 Jahre lang jeden Tag einmal vollständig geladen wurde. Unabhängig davon, ob dieses Ziel am Ende tatsächlich erreicht wird, ist die Powerstation definitiv auf regelmäßige Nutzung ausgelegt.
Unterm Strich zeigt die Bluetti Elite 300 ihre Stärken vor allem dann, wenn sie über längere Zeit an einem festen Ort und am besten auch regelmäßig genutzt wird, zum Beispiel als flexible Energiereserve für Haushalt, Camper oder Werkstatt. Denkt an die 26 Kilogramm, wenn das Gerät häufiger transportiert werden soll. Dank der integrierten Haltegriffe lässt sich dies zu zweit aber gut bewältigen.
Kleiner aber nicht teurer als die Konkurrenz
Die offizielle Preisempfehlung für die Bluetti Elite 300 liegt bei 2.199 Euro. Aktuell und vermutlich auch mehr oder weniger dauerhaft bekommt man das Gerät sowohl beim Hersteller als auch bei dessen Vertriebspartnern für 1.599 Euro. Andere Powerstations in dieser Klasse kosten ähnlich viel, sind zum Teil aber wesentlich sperriger.
Weiterführende Infos findet ihr entweder auf der Produktseite des Herstellers oder in der hier als PDF verfügbaren Bedienungsanleitung.






Könnte ich das auch so betreiben, dass der Akku immer einen Rest vorhalten muss, für den USV-Fall der Fälle, aber ansonsten ausschließlich durch PV auf 100% geladen wird, und das untere SOC-Limit durch Durchschleifen aus dem Netz erhält?
Dann hätte ich eine Notstromversorgung für die Wärmepumpe, würde aber zusätzlich möglichst PV-Strom nutzen, sofern möglich.
Wenn ich dich richtig verstehe, geht das. Habe dir hier mal einen Screenshot aus den Einstellungen hochgeladen:
https://images.iphone-ticker.de/wp-content/uploads/2026/04/usv-einstellungen-bluetti.png
2.199€? *hust*
Dafür bau ich mir ein Victron System mit 16 kWh – Notstrom / USV inclusive.
Ist dann halt nicht portabel.
Genau. Musst du selber bauen und ist nicht portabel, damit Thema verfehlt. Beim Preis musst du auch nochmal nachlesen (in beiden Fällen……)
Wie geht so etwas? Hast Du einen brauchbaren Link/Links für mich?
Danke für deine Zeit und Mühe.
Mega.
„Leider“einen Monat zu spät. Hab mir die DJI Power 2000 geschenkt.
Kann auch ziemlich alle Fälle bedienen.
Reserve, USV usw…
Diese Gerätegattung ist quasi DAS was ich immer wollte.
Universell einsetzbar und reichlich Energie.
Und ja: man sollte sich vorher aufschreiben WAS man will.
Und ja: es GIBT Leute die so etwas wollen.
Und ja: besser , teurer, billiger usw geht immer.
Und wie beim Motor: Mehr Hubraum ist geiler…
Die DJI erweitert momentan die PV.
Greetings