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ZDF-Beitrag: Kfz-Versicherer setzen auf App-Überwachung

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Während die hiesigen Daten- und Verbraucherschützer keinen Monat verstreichen lassen, ohne vor den möglichen Folgen eines zu sorglosen Umgangs mit den persönlichen Gesundheitsdaten zu warnen, etablieren die KFZ-Versicherer derzeit ein neues Policen-System, das fast ausschließlich auf der Erfassung von Fahrdaten basiert.

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Unter dem Schlagwort „Telematic-Versicherungen“ bieten viele der am Markt vertretenen Unternehmen (u.a. die Sparkassen-Direkt-Versicherung, die Allianz und die Huk-Coburg) inzwischen Rabatte für all jene Autofahrer an, die kein Problem damit haben, ihren Fahrstil von der Versicherung überwachen zu lassen.

Ein neues Phänomen, mit dessen zunehmender Verbreitung sich jetzt das ZDF-Verbrauchermagazin „Volle Kanne“ beschäftigt hat.

In dem bereits vor einer Woche freigegebenen TV-Beitrag versucht der Sender dabei drei Fragen zu beantworten: Wie funktionieren die Programme? Für wen lohnt es sich? Und welche Risiken stecken dahinter?

Wer einen Telematik-Tarif nutzt, zahlt mit seinen Daten. Regelmäßig müssen die Fahrten-Aufzeichnungen an die Versicherung übermittelt werden. Die Allianz arbeitet mit einem kanadischen Dienstleister zusammen, der die Informationen erhält. Die Allianz selbst habe keinen direkten Zugriff auf die Daten und könne keine persönlichen Informationen daraus ableiten. […] Ob die Verkehrssicherheit sich durch die Telematik erhöht, muss sich erst zeigen. Bei der Allianz können Fahrer die Datenübermittlung für einzelne Fahrten unterbrechen – und ohne Aufsicht Gas geben. Solange genügend Fahrten erfasst werden, gilt der Tarif auch dann.

Telematik-Tarife für Autofahrer

Montag, 25. Apr 2016, 15:31 Uhr — Nicolas
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  • Wo ist das Problem?
    Ist doch klasse wenn man nun dafür belohnt wird, sich an Gesetze zu halten und andere dann benachteiligt werden, wenn sie zB ständig rasen und wie Idioten fahren.

    • An sich besteht da kein Problem.
      Aber bei einem kanadischen Unternehmen kann ich mir zum Beispiel vorstellen, dass Bewegungsprofile erstellt werden und die verkauft werden.

    • Weil es Leute gibt, die sich an die Gesetze halten und nicht bereit sind ihre täglichen Wege und Art und Weise des Fahrens Preis geben wollen? Die werden dann zu denen gezählt, die die StVO nicht einhalten und Gesetze brechen. Diese Gruppe wird stark benachteiligt und unter General Verdacht gestellt a la wer nichts zeigen will, hat was zu verbergen.

      • Genau SO sieht es aus.
        Irgendwann wird das Pflicht – und das BDSG ist nur noch pro forma existent – zumindest für den Bürger.

      • Naja, direkt „Pflicht“ muss gar nicht sein, es reicht schon, wenn die Verweigerer derart exorbitant hohe Prämien zahlen, dass es ohnehin fast jeder macht. Dann haben die Versicherer auch ohne gesetzliche Pflicht ihr Ziel erreicht.

    • Und wenn ich nachts auf der Autobahn bei freier Strecke 230 fahre, merkt die App, dass nichts los ist oder bin ich dann ein Raser?!

      • Bin auch dafür!
        Hole mir ein altes iPhone bei eBay und leg es meiner Oma in ihren VW rein. GPS an, mit dem Zigarettenanzünder verbinden und schon werde ich für das Sonntagsfahren meiner Oma belohnt :D

    • Und wenn du jetzt aber dafür bestraft wirst weil du bspw. zu oft Spurwechsel machst? Oder teilweise sehr langsam fährst und man darauf schließt, dass du nicht so gut reagieren kannst?

  • Ein sehr interessantes Thema. Ich selbst bin auch am überlegen, ob ich so einen Tarif für mein nächstes Auto auch wählen sollte.

    Es ist lediglich die Frage, wie viel einem die privaten Daten und die Privatsphäre wert ist. Stichwort: der gläserne Bürger.

  • Da bezahlt man dann weniger an Versicherung aber mehr an Datenvolumen und das ist ja auch nicht gerade billig

  • Liebe Allianz, glaubt mir, die Fahrdaten meines bei euch versicherten Lotus Exige wollt ihr lieber nicht sehen. Und die Fahrdaten des M4 meines Allianz-Versicherungsvetreters genauso wenig ;)

  • Naja, ich will fahren wie ich will und nicht wie die Versicherung es gerne hätte.

  • Das Problem ist das alle zu pauschal so Dinge festlegen wie „schnell = unsicher / teurer“.

    Viel schlimmer sind aber die unaufmerksamen Fahrer die trödeln, bei Rot durchfahren, ohne Schulterblick abbiegen etc

    Dann sollte man doch eher die SFKs bspw austauschen etc

    • +1!

      Viele Unfälle passieren schließlich nicht weil jemand mit 200 km/h auf der Autobahn unterwegs sind, sondern weil irgendein Affe ohne zu gucken links rüber zieht und irgendwann ist das dann mal zu knapp um noch zu bremsen!

      • Statistisch gesehen passieren 98 Prozent aller Unfälle im Geschwindigkeitsbereich unter 200 km/h! Also müsste man sich doch über 200 km/h im sicheren Bereich befinden! ;-)

  • Nicht der Mensch der die App nutzt spart, sondern alle anderen bezahlen mehr!

  • habe seit drei Monaten einen TankTaler Dongle am Auto angeschlossen. Dieser liest und übermittelt auch Fahrdaten, für mich ebenfalls interessant wo und wann ich irgendwie gewesen bin … hat aber mit Versicherung glaube nichts zu tun, oder vielleicht verkaufen sie ja doch die Daten …
    Naja im Moment habe ich selbst kein Problem damit, ist halt ne neue Geschäftsidee wie viele andere auch, denen man eine Chance geben sollte.

  • Heute nachdenken was morgen Legal sein könnte?! Um ein paar Cent zu sparen? Die Ignoranz schafft nur ein Nerd der das Haus nicht verlässt…

  • Und wenn das BT von dem Mist belegt ist, was ist dann mit der Freisprecheinrichtung? Also wieder Handy am Ohr… super!!!

  • Gestern Versicherungen verglichen und kein einziger Anbieter wollte mir so was aufschwatzen.
    Wird hier wieder viel Hype um nix gemacht?

  • Manch einer läßt sich für ein Cent die Freicheit nehmen.@

  • P.s. Außendienst… Ca. 80zig tausend im Jahr

  • Na ist doch ne Idee.
    Schieß ich mir ein 30€ Samsung in der Bucht, installiere die App und lege es meiner Mutter ins Auto! :-)

  • Also : Die Versicherungen geben einem einen Kasten mit dem man selbst die komplett mitgeschnittene Strecke sieht und die wollen UNS erzählen, dass nur WIR die Daten sehen können und nur ein „Scrore-Wert-blah…“ an die Versicherungen geht ? Wie naiv denken die sind wir ?
    Ich sage immer wieder : währet den Anfängen.“ Je mehr dumme Leute so etwas machen, um so schneller wird es nur noch Versicherungen geben die ausschließlich so etwas voraussetzen.
    Erinnert ihr euch an die Szene von „zurück in die Zukunft“, so Marty nach Hause kommt und automatisch die Strafzettel aus einem Drucker in der Wand kommen, weil er zu schnell gefahren ist ?

    Je mehr hirnfreie Menschen sagen „das ist doch toll so was, da kann man sparen“, um so schneller kommt so etwas für alle. Die Einzigen die lachen sind die Versicherungsunternehmen.
    Es gibt so viele Beispiele, die uns immer mehr „Orwell“ näher bringen.
    Leute, kapiert das doch endlich.

  • Ich arbeite selbst im Außendienst einer renommierten großen Versicherungsgesellschaft, doch dies befürworte ich keinesfalls:

    1. Aus den Daten könnten Profile erstellt werden, was dann noch kommt ist noch gar nicht absehbar

    2. wird mit Sicherheit anfangs mit Rabatten gelockt, später erhöht man die Preise und finanziert den Aufwand gegen. Letztendlich zahlt man im Nachhinein als Kunde eh drauf

    Und ich sage das Ganze, obwohl ich neuer Technik sehr aufgeschlossen bin und EDV sowie iPhone (6s) extrem nutze!

    Ich sag nur: Verkauft Eure Daten nicht!

  • Wer ist George Orwell und wann war 1984 – und wieso waren manche Tiere gleicher al andere… ?

  • @Jendrik:
    Orwell ist schon übertroffen, allein mit den Daten der Smartphones (GPS, eingebuchte wlans, Funkzellen,…).
    Und Microfon und Kamera sind auch nur durch den Benutzer vor Ort aktivierbar…. Schlaft mal weiter, Leute!

  • Es geht doch wohl eher darum, wo ich mich zur einer bestimmten Zeit befunden habe. Für den Arbeitgeber sehr interessant, wenn ich angebe im Urlaub zu sein, mich aber bei der Konkurenz Bewerbe. Wer heute noch glaubt das seine Daten sicher und sorgsam behandelt werden, glaubt auch noch an den Osterhasen. Mit jedem Kommentar der im Internet mit einer ip-Adresse öffentlich gemacht wird, lässt es sich leicht auf dem Anschluss Inhaber und damit auf den Verfasser herausfinden.
    Wieso muss meine Versicherung wissen wann und wo ich mich zu einer bestimmten Zeit aufhalte. Werde ich demnächst von meiner Versicheung direkt beim Ordnungsamt angezeigt wenn ich falsch Parke, oder beim der Polizei bei Geschwingidkeitsübertretungen?
    Auch wenn ich nichts zu verbergen habe, es geht keinem etwas an was ich an welchen Tag getan habe, oder wo ich zu irgendeiner Zeit war. Auch nicht unserm Staat.

  • Also immer schön nur Achtelgas geben, in Zeitlupe bremsen und immer einen Hauch langsamer fahren als erlaubt – so wie 80jährige eben. =)

  • Es ist schon interessant wieviel Halbwissen hier (und in der Sendung) verbreitet wird.
    Wartet doch einfach auf Details – keiner wird gezwungen den Tarif zu wählen.

    Wer seinen 29. Geburtstag bereits gefeiert hat braucht übrigens nicht zu überlegen was sich für ihn/sie ändert.

  • Jean Pierre Hintze

    Die Freiwilligkeit ist entscheidend. Hier geht es nicht um die Umgehung des BDSG, sondern um die aktive Mitwirkung an Versicherungstarifen, um Geld zu sparen und nachhaltiger zu Leben! Vielen Verbraucher- und Datenschützern geht es aber leider nicht darum, die Daten unbeteiligter Nichtteilnehmer zu schützen – sondern um die Einschränkung von Freiheitsrechten derer, die sich an solchen Programmen beteiligen wollen und dazu gerne bereit sind, persönliche Daten zur Verfügung zu stellen.

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