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ZAPP-Medienmagazin über Apple: „Wenig Transparenz, viel Show“

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ZAPP, das Medienmagazin des Norddeutschen Rundfunks hat sich in seiner gestrigen Ausgabe dem Apple-Zulieferer Foxconn gewidmet und Apples Asien-Engagement kritisch unter die Lupe genommen. Cupertino, so die ZAPP-Redakteure, würde beim Bau der iPhone-, Macbook- und iPad-Einheiten in China wenig transparent agieren und den schlechten Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten nicht die nötige Aufmerksamkeit widmen.

Zwar haben die ZAPP-Macher den zwischenzeitlich im Youtube-Kanal der ARD veröffentlichten Beitrag vor wenigen Stunden kommentarlos gelöscht – ebenfalls wenig transparent – und auch aus dem sonst online verfügbaren Sendungsmitschnitt entfernt, stellen die beiden Kern-Interviews mit Cornelia Heydenreich (Referentin für Unternehmensverantwortung bei der Organisation Germanwatch) und dem freien Wirtschaftsjournalisten Hannes Koch aber hier zum Online-Zugriff zur Verfügung. Danke Holger.

„Immer und überall erreichbar, mit allen und jedem vernetzt… der mobile Mensch – auf ihn hat es Apple abgesehen. Und sich eine eigene Fangemeinde geschaffen. Apple ist Kult und das wertvollste Unternehmen der Welt. Die Marke steht für unkomplizierte, unbegrenzte Kommunikation. Hat für alles eine Antwort. Nur wenn kritische Fragen gestellt werden – dann fehlt dem Apfel der Biss.“

Donnerstag, 26. Mai 2011, 14:45 Uhr — Nicolas
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  • Und was daran war für die ZAPP-Macher neu?

  • Wie gut, dass der Kauf eines Apple Gerätes freiwillig ist. Dass sich ein derartig innovatives Unternehmen nicht in die Karten schauen lässt, kann ich gut verstehen. Das guter Journalismus genau dies will, ist wünschenswert. Alles also in bester Ordnung.

    • „derartig innovatives Unternehmen“

      :D :D

      • Was stimmt den daran nicht??? (IPhone, IPad, Neuartige Betriebssysteme…)

      • Was stimmt daran den nicht??? (IPhone, IPad, neuartige Betriebssysteme….)

      • Ganz einfach, viele Androide bieten schon jetzt deutlich mehr! Wo die ersten iphones noch innovativ waren hinken sie nun deutlich hinterher, zumindest bei den Features.
        Wenn das 4s oder 5 rauskommt, dann ist Samsung wieder 1-2 Schritte vor. Auch wenn Apple deutlich wertiger ist. Aber schneller sind die anderen!!!

  • Alles totaler Schwachsinn. Apple denkt und handelt simple und logisch. Viele Analysten tun das wohl nicht.
    Zur WWDC gibt es ein iOS 5 Preview und kein fertiges iOS.
    Es wird keine neue Hardware ohne neues iOS geben, also kein neues iPhone im Juni, da das iOS noch nicht fertig ist.
    Das iOS trägt die Versionsnummer 5. Warum sollte iOS 5 auf einem iPhone 4S rauskommen?
    Das iPhone 3GS gab es nur, weil das zweite iPhone bereits 3G hieß.
    Damit war damals nicht mal die Versionsnummer, sondern lediglich der Hinweis auf UMTS Unterstützung gemeint. Das 3GS war lediglich ein Kompromiss um später auf auf den Namen iPhone 4 springen zu können.
    Apple wird jetzt ganz normal mit den fortlaufenden Nummern arbeiten, genau wie beim iPad.

    Also wird es irgendwann im Herbst ein iPhone 5 mit iOS 5 geben.
    Ganz einfach und logisch, so wie Apple es mag.

  • „Immer und überall erreichbar, mit allem und jeden vernetzt…der mobile Mensch – auf ihn hat es Apple abgesehen.“

    Schon falsch, „ihn“ hat Apple erschaffen!!!

    • Genau so sieht es aus. In den Zeiten vor iPhone war das Internet alles andere, nur nicht mobil! Wer erinnert such noch an WAP, bzw. die erst „Browser“ im Nolia-Handy?!

  • Kann ifun mal bitte die persönliche Meinung beiseite lassen?

  • Naja die bedingungen in China ( man erinnere sich an die hohe selbstmordrate bei diesem einem Zulieferer ) sind halt fern ab der durchgestylten Apple Endverbraucher Welt.

    Ich würde mal behaupten solange die Ware stimmt
    Sind die Zustände in den Fabriken den westlichen Konzernen relativ schnurz.

    Betrifft aber nicht nur Apple, kann da zu dem Thema das Buch: No Logo von naomi klein empfehlen…

    • Genau darum geht es hier ja.
      Hier ist nicht nur apple zu erwähnen sondern DELL spielt in der gleichen Liga und Firma.
      China ist weit weg und wenn es dort den Arbeitern um die Ohren fliegt warten vor der Tür die nächsten.Arbeitsschutz, Menschenwürde kennt man dort nicht. 6 Tage Woche,14Stunden Arbeitstag, wohnen auf dem Farbrikgelände, das alles für nicht mal 100€ im MONAT!!
      Das weiss auch Angela Merkel, aber wen juckts, der Westen macht die Kohle und freut sich über den UMSATZ.
      Ach ja wenn da mal ein paar Arbeiter vom Dach springen, was solls…auch da warten die nächsten vor der Tür…Das dies alles so bekannt wurde is schlecht gelaufen,da war wohl die Zensur zu schwach…und nicht dass hinterher wir dagegen protestiert hätten…Nene, wir sind ein neues iPhone kaufen gegangen.
      Schade dass man es nicht essen kann, dann wären die wohl schon pleite…
      Ach ja, ich spekuliere nicht… Ich war dort…

    • 1. Die Selbstmordrate der Angestellten von Hon Hai lag 2010 bei ca. 10% der durchschnittlichen Selbstmordrate in Deutschland.
      2. Es müssen ca. 50 Mitarbeiter von Hon Hai jährlich beim Ausüben ihrer Tätigkeiten bei Arbeitsunfällen sterben um dem Durchschnitt deutscher Arbeitsplätze gleichzukommen.
      Bei aller Kritik die man – großteils berechtiger Weise – gegen die Arbeitsbedingungen in diesem Konzern stellen kann sollte man jedoch darauf achten auch gute Argumente zu wählen.
      Behauptung: „man erinnere sich an die hohe selbstmordrate bei diesem einem Zulieferer(?)“
      Hard fact: „Die Selbstmordrate war bei Hon Hai 2010 tendenziell sehr gering“

      Übrigens sind nicht nur die Konzerne, sondern ebenso die Verbraucher schuld. Für viele ist „Geiz ist geil“ ein Argument, Apple wurde erst dann erfolgreich als sie ihre Produktionsstätten umgelegt haben und innovative Produkte zu „bezahlbaren“ Preisen angeboten haben. Die Produktionskosten steigen sind nunmal ca. 50% höher wenn man in der „westlichen Welt“ produziert. (Die Produktion in den USA hätte Apple in den neunziger Jahren einmal fast den Kopf gekostet. (Pleite war Apple übrigens nie, mit damals 2 Milliarden US$ Rücklagen ist man noch nicht pleite))
      Und Apple ist – obwohl der Konzern Aufgrund seiner Größe und schnell gewachsenen Bedeutung in der IT Welt viel Aufmerksamkeit auf sich zieht – relativ langweilig zu betrachten was dieses Thema angeht. Immerhin macht Apple zumindest gewisse Anstalten um die Arbeitsbedingungen bei Hon Hai/Foxconn zu verbessern. Viel reißerischer ließe sich sicher über Dell recherchieren, ein Konzern der seit Jahren einen gnadenlosen Sparkurs fährt und dem jedes Mittel recht ist die Produktionskosten zu senken. (giyf.com) (Wenn Dell alles tat um die Produktionskosten zu senken, hat das auch irgendwelche Auswirkungen bei ihrem Vertragspartner Hon Hai/Foxconn gehabt?)
      Auch ein paar kleine Frage an HP wären interessant, jahrelang größter Auftraggeber und Kunde bei Hon Hai/Foxconn, davon das sich HP für bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt hat ließt man jedoch wenig bis gar nichts.
      Aber wen kümmert schon Dell, wen kümmert schon HP, die Firma mit dem jahrelang größtem Einfluss auf Hon Hai/Foxconn. Aber Apple, das ist toll, darüber kann man reißerisch berichten. Notfalls nur mit Larifari, wenigstens man bekommt Klicks, egal welche Qualität der Inhalt hat. (Ruhig auch Fehler rein, zum Beispiel die Behauptung aufstellen Apple sei das wertvollste Unternehmen der Welt. Es sei denn Apple heißt seit neustem Exxon Mobil. Ist doch schön schon bei der Einleitung Misst zu verzapfen.)
      Apple macht einen viel zu kleinen Anteil der Produktion von Hon Hai/Foxconn aus. Wenn da nicht alle am gleichen Strang ziehen und nur ein paar für bessere Arbeitskonditionen sorgen wollen und die restlichen Vertragspartner die Preise halten oder lieber noch weiter drücken wollen bringt das gar nichts.
      (PS: Ja, ich bin für bessere Arbeitsbedingungen, ja, ich bin sogar für eine Produktion in den USA/Europa (was die Lebensbedingungen in China für viele Menschen verschlechtern würde), ja, ich bin mir der dadurch extrem steigenden Kosten bewusst, ja, ich wäre bereit mehr zu bezahlen. Und ja, ich behalte im Auge, dass die meisten nicht dazu bereit sind oder ihre Bereitschaft nur heucheln und dann doch wieder den Preis als Argument sehen, weshalb ein kompletter Wandel einfach nicht möglich ist. Nicht solange Konzerne Geld verdienen wollen und die Kunden möglichst wenig bezahlen wollen)

      • Zitat:
        1. Die Selbstmordrate der Angestellten von Hon Hai lag 2010 bei ca. 10% der durchschnittlichen Selbstmordrate in Deutschland….

        Und? Du kannst China mit Deutschland nicht so vergleichen. Da spielen noch ganz andere Faktoren als Apple eine Rolle.
        Das ist wie bei KiK. Die verdienen dort 100€ im Monat oder so. Jeder ist hier in D darüber empört. Und wie die Arbeiter erst dort hausen….

        Aber! KIK zahlt 3mal soviel wie in Indien üblich. Wer wäre da hier nicht froh drüber?

      • Nun gut, dann halt so:
        Die Selbstmordrate der Angestellen von Hon Hai in ihren Werken in China lag bei ca. 5% der durchschnittlichen Selbstmordrate in China.
        Und dein KIK-Beispiel hat keinen Zusammenhang, es sei denn KIK wäre eine indische Firma und würde den Angestellten in Indien 3 mal mehr Gehalt zahlen als einem Textil-Discounter in Deutschland. *sighs*

  • Da wird Apple wohl eine einstweilige Verfügung erwirkt haben. Sonst kann ich mir nicht vorstellen, warum das Video offline gegangen ist.

  • Ich schätze ZAPP sehr. Habe den Bericht 2 mal gesehen, einmal gestern und einmal heute auf Eins Extra.

    Was mich wundert ist die Kritik an Steve Jobs Rechnung zur prozentualen Häufigkeit der Selbstmorde bei Foxconn. Denn die ist sachlich richtig und drängt sich auf. Die Rate ist geringer als in westlichen, modernen Ländern. Dass in einem Unternehmen so „viele“ Selbstmorde in absoluten Zahlen geschehen, liegt einfach an der groden Zahl der Beschäftigten. In Deutschland passieren auch mehr Selbstmorde als in der Schweiz.

    Und das sollte ZAPP eigentlich verstehen können. Es ist sehr ungeschickt, die Kritik trotzdem unter anderem darauf zu stützen, weil das trotz vielleicht teilweise berechtigter anderer Kritik sehr nach von Willen getragener Meinungsmache aussieht, was ich mir von diesem Magazin eigentlich nicht erwarte. Für mich hat durch den Bericht vor allem die Marke ZAPP gelitten. Schade.

    • Eine sehr gute Einschätzung. Genau das ging mir auch durch den Kopf als die ZAPP Off-Stimme Steve Jobs die „eiskalte Vorrechnung“ unterstellt. Ein „Menschen verachtener Vergleich“ ?

    • Ganz richtig. Selbst in dem kleinen Betrieb, in dem ich arbeite, ist die Selbstmordrate prozentual höher.

    • Auch ich schätze ZAPP sehr. Apple muss sich sicherlich Kritik gefallen lassen, was die Transparenz und den Umgang mit den Produktionsstätten und deren Mitarbeitern in China angeht. Das finde ich wichtig. Aber ich finde es zumindest fragwürdig, dass man sich nur Apple aussucht. Fast jeder andere große Elektronikhersteller lässt genauso bei Foxconn fertigen – und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Arbeitsbedingungen für die anderen Elektronikfirmen wesentlich anders sind. Aber Apple hat halt immer schon polarisiert…

  • Ich habe grad mal einige meiner anderen elektrischen und nicht-elektrischen Geräte unter die Lupe genommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei fast allen „made in china“ drauf gedruckt ist.
    Zwei Dinge dazu:
    Alle Jahre wieder wird ein neuer Booh-Mann gesucht. Noch vor einigen Jahren war das Microsoft. Jetzt ist es Apple und facebook.
    Produkte werden dort hergestellt, wo es am preiswertesten ist. Ob man das nun der wachsenden Globalisierung oder dem hart kalkulierten betriebswirschaftlichen Aspekt zuschreibt, spielt dabei kein Rolle. Kunden wollen (und da schliesse ich mich auch ein) so wenig wie möglich bezahlen. Das dabei auf Menschenrechte verzichtet wird, ist bedauerlich. In einer besseren Welt, wäre das sicherlich anders. Aber wir leben nun einmal nicht in dieser besseren Welt. Von daher kann man für sich selber nun entscheiden: boykottiere ich alles, was „made in china“ ist oder aus anderen Ländern kommt, wo ähnliche Zustände herrschen oder rege ich mich darüber nur auf und mache trotzdem mit.

  • Boah… der kommentar von Jobs ist ja wohl ne frechheit.
    Nur gut wer er mal ins Grass beist, er sein geld (und sein scheiss iphone) nicht mit ins Gab nehmen kann.

    leute, wacht auf.

    • Steve Jobs hat lediglich ein paar Fakten dargestellt, die die meisten Medien gerne verschweigen. Foxconn hat übrigens mittlerweile weit über 900.000 Mitarbeiter. 15 Suizidopfer in einem Jahr bei solch einer Mitarbeiterzahl wäre für deutsche Verhältnisse ein vorbildlicher Schnitt. (Bei aller Tragik und wie makaber das auch klingen mag)
      Aber eine Schlagzeile mit den Worten „Suizidrate bei Foxconn knapp 90% geringer als in Deutschland“ wäre halt nicht sehr beeindruckend. Reißerisch muss es sein, sch*** auf Fakten. Und Zitate immer schön aus dem Zusammenhang reißen, wen schert was Herr Jobs sonst noch über die Arbeitsbedingungen und die Suizidopfer gesagt hat.
      Wozu Journalismus, wenn die Leute sich viel besser auf einfaches Boulevard anspringen? Du bist ein tolles Beispiel dafür…

  • In der Tagesschau-App ist der Bericht noch zu finden!
    Medien: Apple schweigt zu Kritik

  • das wertvollste unternehmen der Welt? ich dachte immer, das wären irgendwelche ölriesen…

    • Korrekt, Exxon Mobil ist das wertvollste Unternehmen. (Ist allerdings auch gerne mal im Gerange um den „Thron“ mit PetroChina)
      Aber Zapp interessiert sich nicht für Fakten, mit Journalismus hat das nichts zu tun. Reißerisches Boulevard, nichts weiter. Schade eigentlich, so ist die Kritik nämlich wertlos.

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