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Urteil mit Signalwirkung: Apple muss nicht entschlüsseln

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28 Kommentare 28

Im öffentlich ausgetragenen Konflikt mit dem FBI hat Apple jetzt einen ersten Etappensieg für sich verzeichnen können. Ein Richter in New York entschied (PDF), dass man das Unternehmen nicht verpflichten könne ein verschlüsseltes iPhone zu entsperren.

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Bei dem aktuellen Urteil handelt es sich zwar nicht um den Fall der Terrorismus-Verdächtigen von San Bernadino, sondern um eine Drogen-Geschichte, Prozessbeobachter sprechen dem Verfahren jedoch eine Signalwirkung zu, die sich auch auf den noch zu verhandelnden Terrorfall auswirken könnte.

Glenn Greenwald kommentiert:

In a formulation extremely favorable to Apple, the judge wrote that the key question raised by the government’s request is whether the AWA allows a court “to compel Apple — a private party with no alleged involvement in Feng’s criminal activity — to perform work for the government against its will.”

Dienstag, 01. Mrz 2016, 8:22 Uhr — Nicolas
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  • bravo! nicht zu unterschätzen in der amerikanischen präzedenzfall-rechtsprechung.

  • Präzedensfall. Check!
    İn den USA meines Wissens sehr sehr wichtig für weitere Urteile.

  • Bitte nicht die Amis unterschätzen

    Wenn sich der Nutzer erstmal gaaaanz sicher fühlt……

    dann wird geerntet.

    Nebenbei auch noch eine gute PR für Apple

    : konnte auch eine stille Vereinbarung „Capitol -FBI -Apple“ sein:

    Schauen wir mal

    • Das FBI ist doch harmlos. Die müssen doch immer den offiziellen Weg gehen. Die NSA hat da doch ganz andere Möglichkeiten, mit den Geheimgerichten, die Massenüberwachung ungeprüft genehmigen. Da darf Tim dann aber auch keine PR Aktion draus machen.

    • Genau das denke ich auch. Apple ist ein Amerikanisches Unternehmen und das die an ihrem Standpunkt so festhalten ist nunmal super PR..Kann mir doch keiner erzählen, dass das FBI nicht in der Lage wäre ein Iphone zu knacken…

      • Anscheinend. Der tolle Sicherheitsexperte der ein Schuh essen wollte kommt langsam in Zeitnot!

    • Paranoia! Die ewigen Verschwörungstheorien…

      • Du ist ein Sprecher von welcher Partei gleich noch ?! Nimm mal deine rosa Brille ab …

  • Ich freue mich. Kann mir jedoch bitte jemand sagen wie es mit dem verschlüsseln bei Android ausschaut?! Ist das dort ähnlich oder gibt es das dort garnicht?

    • Frag am Besten auf einer anderen Seite. Hier, im Kommentarbereich, ist das Hauptquartier der Fehlinformationen über Android.

    • Laut Richtlinien von Google müssen die Hersteller die Geräte nur verschlüsseln, wenn diese neu mit Android 6 (Marshmallow) ausgeliefert wurden. Geräte mit OS Update auf Marshmallow brauchen wegen Performanceproblemen nicht verschlüsselt werden.

      Jetzt kann Du gerne mal schauen wie viele Geräte mit Android ab Werk automatisch verschlüsseln… ;-)

  • Android und verschlüsselt. Der war gut

  • Ich checks nicht. Apple hat in der Vergangenheit schon iPhones entschlüsselt, wenn Strafverfolgungsbehörden das beantragt haben. Auch dazu wird es passende Urteile geben. Jetzt urteilt ein Richter in einem Drogen Fall, dass Apple das nicht muss und es wird von einem Präzedenzfall gesprochen? Waren das vorher, als Apple entschlüsseln musste, keine Präzedenzfälle? Auch werden Grundsatzentscheidungen und Einzelfallentscheidungen durcheinander gewürfelt. Ich glaube nach wie vor nicht, dass sich die USA die Daten von Millionen iPhone Nutzern weltweit entgehen lassen. Entweder haben Sie Backdoors, haben iOS schon selbst geknackt (denn sicher ist das System auch nicht und der Glaube, dass iOS sicher sei stammt aus einer Zeit, in der Apple wenig verbreitet war…) oder holen notfalls die Terrorkeule raus. Ich glaube die Hoffnungen der Nutzer und die Realität laufen hier stark gegeneinander.

    • Es ist so, dass apple rein technisch momentan nicht die Möglichkeit hat ein iPhone zu entschlüsseln, welches von einem Anwender mit einem Fingerabdruck und Passwort gesperrt wurde. Das System ist so aufgebaut, dass sobald jemand veruscht das iPhone wie auch immer zu knacken es keine Chance gibt an die Daten heranzukommen… Ich kann mich aber dran erinnern, dass ich es bei iOS 7 wenigstens mal geschaff habe, ein iPhone wieder neu Aufzusetzen ohne dass ich den Code wusste. Die Daten waren natürlich weg aber das iPhone konnte ich wieder benutzen. Seit iOS 8 ist aber auch dies nciht mehr möglich, da die Geräte nun auch noch zusätzlich über ihre UDID’s an die jeweiligen Accounts geknüpft sind. Also aktuel keine Chance an Daten zu kommn. Die einzige möglichkeit wäre, wenn Apple eine iOS Version veröffentlichen würden in die eine Art Masterkey eingebaut ist. Aber genau das will Apple nicht tun.

    • Apple hat unverschlüsselte iCloud Backups weitergeben aber meines Wissens keine iPhones entschlüsselt.

      • Bis einschließlich iOS 6 oder 7 wurden viele Daten von Apple Apps (insb. SMS/iMessage, Fotos, Emails) im unverschlüsselten Teil des Systems abgelegt. Diese hat Apple früher bereitwillig für jegliche Ermittlungsbehörden (auch außerhalb der USA) nach entsprechender gerichtlicher Anordnung ausgelesen. Die verschlüsselten Daten haben sie natürlich auch damals schon nicht entschlüsselt, aber das hat man dann wohl einfach in Kauf genommen. Heute liefert Apple überhaupt nichts mehr von beschlagnahmten Geräten, weil alles verschlüsselt ist und DAS ist dem FBI zu wenig.

  • Bitte kann mir jemand helfen – Wie kann Apple ein verschlüsseltes iPhone entschlüsseln? Apple hat ja keinen Generalschlüssel, wie soll das dann gehen? Ich dachte es geht darum, ob man Apple verpflichten kann eine Backdoor einzubauen für zukünftige Fälle.

    • Nur in dem man den richtigen Pin eingibt. FBI will den Pin Bruteforcen und dazu eine spezielles iOS von Apple in dem die Zeitsperre und 10 mal falsch eingeben Sperre abgeschaltet ist. Apple will das nicht programmieren.

      • Die Verschlüsselung ist vor dem FBI sicher. Bei NSA und co kann das schon anders aussehen.

      • Würde das funktionieren, das OS sozusagen im Hintergrund auszutauschen? Dann wäre das natürlich eine Möglichkeit.

      • Genau da sind wir jetzt an dem Punkt das es wohl möglich ist die aktuelle iOS Version auszutauschen gegen eine neue (ohne die Sperren) die aber von Apple signiert sein muss. Heißt: Derzeit könnte Apple eine iOS Version mit Backdoor programmieren und diese nachträglich auf ein gesperrtes Gerät aufspielen um die Sperren zu umgehen. Meine Vermutung ist wenn Apple sich durch setzt dann wird auch dieser Weg in Zukunft von Apple versperrt.

  • Vorsichtig, hier ging es um Kriminalität, bei Terror greift der Patriot-Act und da können Unternehmen (und jedermann) sehr wohl verpflichtet sein, mit staatlichen Stellen zusammenzuarbeiten, auch wenn sie nicht selbst involviert sind. D.h. Das Urteil könnte in dem anderen Fall durchaus Grudnlage für ein anderes Urteil sein. Es könnte auch den Weg zu einem faulen Kompromiss ebnen, nach dem Motto: Grundsätzlich keine Pflicht beim Entsperren zu helfen, aber bei Terror, na klar, das machen wir dann auch. Könnte Apple zumindest in den USA aus der momentanen Falle helfen, dass man zwar Datenschutz oberste Priorität einräumt, aber natürlich nicht unpatriotisch sein will (in USA kann das für ein Unternehmen k.o. Bedeuten)
    Ich kann übrigens noch immer nicht vom iPad Pro Kommentare senden

  • Aus meiner Sicht ist das alles ein groß inszeniertes Theater, um den Vertrauensverlust in amerikanische Firmen wieder herzustellen. Es soll nur suggeriert werden „schaut her, die Daten sind bei amerikanischen Firmen doch sicher.

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