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Ticket-Kauf per iPhone App: Touch&Travel nach Berlin jetzt im gesamten Rhein-Main-Verkehrsverbund verfügbar

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Eine der größten Einstiegshürden des Smartphone-gestützten Ticketsystems “Touch&Travel” ist neben der mangelhaften Kommunikation, die auf sieben Seiten gestreckte Anmelde-Prozedur. Adresse, Handy-Nummer, Bankverbindung und Co. müssen in die entsprechenden Online-Formulkare eingetragen werden, anschließend erfolgt die SMS-Registrierung und die finalisierende Konto-Freischaltung über den nochmaligen Besuch der Webseite. Ein Erst-Setup, das nicht mal eben so von der Hand geht, sondern mindestens 10 Minuten eurer Freizeit für sich beansprucht.

Immerhin: Inzwischen lässt sich die “Touch&Travel”-App (AppStore-Link) nicht mehr nur bei einem Test-Mobilfunkanbieter nutzen, sondern unterstützt alle drei großen deutschen Netze (o2, Telekom und Vodafone) und immer mehr Verkehrsbetriebe.

Momentan können deutschlandweit etwa alle Bahn-Fernverkehrsverbindungen mit ICE, IC, und EC genutzt werden. In den Stadtgebieten Berlin (AB) und Potsdam (AB) lassen sich alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Seit dem Wochenende bietet nun auch auch der gesamten Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Ticket-Buchung in allen Verkehrsmitteln an. Eine Option, die bisher nur knapp 3500 Testkunden vorbehalten war:

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 9. Dezember 2012, kommen der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn (DB) in ihrem gemeinsamen eTicketing–Projekt einen weiteren großen Schritt voran: Ab diesem Zeitpunkt wird das Smartphone-gestützte eTicketing-Verfahren Touch&Travel der DB im gesamten Gebiet des RMV nutzbar sein. Bisher war Touch&Travel bereits im Stadtgebiet Frankfurt/Main und im Schienenpersonennahverkehr des RMV verfügbar. Jetzt sind mit nur einer Fahrkarte von jeder Haltestelle im RMV-Gebiet aus auch Reisen möglich, die Fahrten mit dem Fernverkehr der DB beinhalten.

Die Funktionsweise: Registrierte Touch&Travel Kunden lassen sich an ihrer Start-Haltestelle orten und melden sich anschließend für die Fahrt an. Beim Erreichen des Ziels wird die Anwendung noch mal gestartet und anschließend der für die zurückgelegte Strecke und unter Berücksichtigung des Reise-Zeitraums günstigste Preis ermittelt und in Rechnung gestellt. Am Monatsende bucht Touch&Travel die entstandenen Fahrtkosten vom registrierten Giro-Konto ab.

Aufgepasst: Das Touch&Travel-Angebot wirbt zwar damit, dass sich die Kunden “nicht um die Auswahl der tariflich richtigen Tickets für den RMV, die DB und die Berliner Verkehrsbetriebe kümmern müssen“, berücksichtigt jedoch nicht alle Fahrscheinangebote wie z.B. reduzierte Viererkarten und Fahrrad-Tickets. Vor der Buchung über die App kann es also Sinn machen, sich die vor Ort gültigen Spar-Tarife noch mal gesondert anzuschauen.

Davon abgesehen ist die Reise mit Touch&Travel stressfrei und erlaubt das direkte Einsteigen in den eingefahrenen Zug. Das Verpassen der nur kurz haltenden S-Bahn, beim Warten auf den Fahrkartenautomat, sollte mit der App der Vergangenheit angehören. Jetzt auch im Rhein-Main-Verkehrsverbund.


(Direkt-Link)

Diskussion 17 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  1. Das ist eher armselig, wie lange es dauert so ein System Deutschlandweit umzusetzen!
    eTicketing gibt es doch in vielen Verkehrsbünden schon – Warum dann nicht auch TnT?!
    Ich tippe auf 2020 …

    — JotOER
  2. Was macht man denn, wenn man kontrolliert wird? Wird das angezeigt, dass man gerade seinen Startpunkt gewählt hat und dabei ist noch die Strecke zu berechnen?

    Marc
    • Da gibt es einen Kontroll-Modus, da ist dann unter anderen dein Startort zu sehen und auch der Zeitpunkt, zu dem du diesen gewählt hast, damit du nicht 10 Sekunden vor der Kontrolle erst die Fahrkarte kaufst. Außerdem ist dieser Kontroll-Modus animiert, damit du nicht einfach einen Screenshot präsentierst.

      — Markus
      • Schön um gut kannst aber dem iPhone einen Standort vorgaukeln und wenn du keine deutsche Uhrzeit eingestellt hast zeigt die App. Müll an und dann kann dir der Schaffner nichts anhaben ;)

        — Alex
  3. Also ich finde dieses App. Besch.ßen habe wie es rauskam nur mal eine Strecke eingegeben Hannover-Wolfsburg und dann das App. Geschlossen und irgendwann ohne das ich diese Strecke gefahren bin wurden mir 18,70€ abgebucht.

    eharn11
  4. In Schweden gibt es das schon seit Jahren, da gibt es keine andere Möglichkeit zu bezahlen in den Verkehrsmitteln. Für Touristen gibt es nur eine Handvoll Läden wo man sich die Tickets kaufen kann. Als guter letzt, wird auch noch die Umwelt geschont.
    Das System spart auch viel Geld, wenn es mal läuft.
    Die Unternehmen wollen die hohen Startkosten nicht bezahlen.

    — Hansi
  5. Eharn was kann die app dafür wenn du die app zwar schliesst es aber in der multitaskleiste geöffnet lässt
    Da ist doch der nutzer schuld nicht die App.

    — Yelloflag
  6. Ich nutze für Frankfurt die APP vom RMV.
    Ist zwar nicht der optische Knaller,

    ABER es lassen sich sehr einfach (auch) Tageskarten und Gruppenkarten buchen.
    Das Hinterlegen von Verbindungsfavoriten macht das Buchen auch noch schneller.

    — Tim
    • Genau das hab’ ich mir auch gedacht als ich die Headline sah!

      Vom RMV gibt’s doch schon lange ‘ne App die hervorragend funktioniert!
      Registrierung geht schnell und einfach, die Nutzung ist unkompliziert (habe tatsächlich schon ‘ne Oma gesehen die dem Fahrkartenkontrolleur ihr iPhone vor die Nase gehalten hat!) und der Funktionsumfang absolut ausreichend.

      Und wie du schon sagst, man kann jede Art von Ticket kaufen die es auch am Automaten gibt!

      Und vor allem muss ich bei der RMV-App nicht noch nach Fahrtende irgendwas bestätigen oder aktualisieren damit nicht endlos weiterberechnet wird! Einmal Ticket kaufen und fertig – wie am Automaten, nur halt schon auf’m Weg dahin oder direkt nach’m schnellen reinhüpfen in die S-/U-/Strassen-Bahn oder den Bus! Top!

      — JD
  7. Größtes Hindernis ist, daß man keine anderen Personen, z.b. Kinder mitnehmen kann! Wenn das implementiert wird, macht es Sinn. Dann Handyticket Tschau……

    — Ralph
  8. Klasse Bewegungsprofile, die man an die verschiedensten Kunden verkaufen kann und die zu profilierenden zahlen auch nich dafür. Toll.

    — MacMorri
  9. Ich finde ein recht simples System wie die “OysterCard” in London sehr gut. Die Normalversion ist zwar Prepaid, was man von Zeit zu Zeit wieder auffüllen muss, aber das ist zu verschmerzen. Guthaben, welches drauf ist, verfällt übrigens nicht. Habe letztens eine Card nach drei Jahren wiedergefunden und funktionierte noch. Sollte zwar selbstverständlich sein, aber es gibt ja auch andere “Lösungen”…

    — HAL
    • gebe dir zu 100% recht.
      eine “andere lösung” ist zb die tatsache, dass bei der bvg 2 oder 3 monate nach fahrpreiserhöhungen die karten verfallen und auch nicht mehr rückerstattet werden. frechheit!

      — ewu
  10. Eigentlich eine wirklich gute Idee. Leider funktioniert das Ganze alles andere als reibungslos.
    Ich benutze die App ab und an hier in Berlin und musste mich schon sehr oft telefonisch rechtfertigen, wieso kein korrekter Fahrpreis ermittelt werden konnte. Ebenso wurde mir schon des öfteren vorgeworfen, ich wäre hin und zurück gefahren, ohne mich auszuloggen. Dabei war es nur ein Umstieg. Und so weiter und so weiter.
    Auf ein Update für das 5er Display wartet man bisher auch vergeblich.

    — Yankman

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