T-Mobile bereitet sich auf die Marktöffnung bzw. das Ende des iPhone Exklusiv-Vertiebes vor. Anders wird sich die aktuelle iPhone-Offensive des Mobilfunkanbieters wohl kaum erklären lassen. Nach der Ankündigung der kostenlosen Navi-Applikation, Navigon Select, wird T-Mobile seinen Bestandskunden auch Vorzüge beim Kauf der ePaper-Ausgabe des SPIEGELs gewähren und zukünftig sogar das Bild-Abo preisreduziert anbieten.
Die SPIEGEL-Aktion wird bislang noch als Schnupper-Angebot beworben (fünf Ausgaben des SPIEGEL ePapers kosten 9,50€ statt 19€) soll in naher Zukunft jedoch den regelmäßig vergünstigten Kauf der elektronischen SPIEGEL-Ausgabe ermöglichen. iPhone-Besitzer können sich das ePaper dann für 1,90€ pro Ausgabe herunterladen - sich mit ihrem Telekom-Account in der Spiegel-Applikation anmelden und auch dort auf die gesammelten SPIEGEL-Magazine zugreifen. Die anfallenden Kosten wird T-Mobile direkt über die monatliche Handy-Rechnung abbuchen.
Neben Apples offiziellen Statistiken zum AppStore - hier die Bekanntgabe des 3 Milliardsten AppStore-Downloads, hier der Hinweis auf 100.000 verfügbare Anwendungen - haben sich vor allem die inoffiziellen Auswertungen der Werbeanbieter AdMob, Flurry und Distimo bewährt. Ähnlich den Angeboten von AppShopper und Co. durchforsten die Analytiker der Vermarktungsagenturen den AppStore täglich auf neuveröffentlichte Applikationen und werten die, durch Werbe-Einblendungen generierten Nutzer-Daten zahlreicher iPhone-Besitzer aus.
Grundsätzlich dürfen wir davon ausgehen, dass die inoffiziell Zahlen nicht immer zu 100% zutreffen, uns jedoch einen guten Einblick auf Wachstum und Trend des AppStores gewähren.
Wozu die Einleitung? Distimo verkündet aktuell die Veröffentlichung der 150.000. Applikation im AppStore. Drei Viertel der im weltgrößten AppStore (hier die Konkurrenz im Überblick) angebotenen Downloads sind kostenpflichtig, 25% kostenlos. Im Android Market liegt das Verhältnis bei 60-zu-40.
Neben den zahlreichen Spiele-Titeln, stellen die eBooks weiterhin die zweitgroßte und die am schnellsten wachsende Kategorie. 27.000 elektronische Bücher lassen sich zur Zeit im AppStore herunterladen - 92% davon kosten Geld.
Die auf Techcrunch veröffentlichte Geschichte sollte uns zu denken geben. Mit dem aktuellen Update des von Lexcycle angebotenen eBook-Readers Stanza (AppStore-Link) verabschiedet sich selbiger nun von der bislang implementierten Möglichkeit, eBooks (u.a. im ePub-Format) auch über das iPhone-USB Kabel eingespielt zu bekommen. Ein Schritt der - so die Update-Beschreibung im AppStore - auf Apples Intervention hin umgesetzt wurde. Techcrunch schreibt:
“Just for your reference: the feature enabled users to transfer books in the ePub or eReader format to their mobile devices using a USB cable. […] I asked Lexcycle if and why Apple had requested the removal of the feature from the iPhone app via e-mail and swiftly received a short response, saying that Apple had indeed demanded that Lexcycle remove the feature from Stanza. I requested more information but was subsequently told by Lexcycle was strictly ‘forbidden from discussing the specifics of our conversations with Apple on this matter’.“
Mit Blick auf die im iPhone OS 3.2 aufgetauchte Download-Funktionalität, sowie die in der iPad-Keynote angesprochene Filesharing-Option, dürfte sich davon ausgehen lassen, dass Apple den Filetransfer zum und vom iPhone zukünftig global regeln wird. Eine iTunes-Erweiterung die sich dann um die zu synchronisierenden Daten kümmert (Passwort-Dateien zu 1Password , PDFs in euren eBook-Reader und MP3s an eure DJ-Applikation sendet) liegt im Bereich des Möglichen.
Bereits Anfang November vermeldete die Entwickler-Schmiede MyPodApps die Einstellung des USB-Supportes für zahlreiche iPhone-Applikationen.
Ganze acht Ableger etablierter Print-Zeitungen (bzw. Zeitschriften) finden sich momentan im Deutschen AppStore. Mit Bild und Welt, der Süddeutschen und der zuletzt veröffentlichten Financial Times Deutschland, bietet das bislang verfügbare Angebot eine ordentliche Auswahl und bedient sowohl die Freunde kostenloser Anwendungen als auch all jene, die bereit sind für Abo-Inhalte zu bezahlen. Wir haben uns das aktuell erhältliche Line-Up genauer angesehen und eine übersichtliche Tabelle mit den - mehr oder weniger - kaufentscheidenden Features zusammengefasst.
Passend zur hier vorgestellten Infografik der bislang kursierenden Tablet-Gerüchte, liefert die französische Webseite nowhereelse.fr nun eine ähnliche Auflistung für die anstehende iPhone-Generation. Unter dem Titel “iPhone 4G - another visual rumor roundup” haben die Kollegen nicht nur alle wahrscheinlichen (und unwahrscheinlichen) Voraussagen zusammen getragen, sondern Bewerten die Umsetzung der 12 aufgezählten Features auch prozentual. Warum die “berührungsempfindliche Rückseite” ausgerechnet mit 75%, der LED-Blitz hingegen nur mit 50% gewichtet wird, können wir auf die Schnelle nicht nachvollziehen.
Ach ja. Da wir uns schon wieder im Gerüchte-Land aufhalten, soll auch der vom Wallstreet Journal ausgegrabene Deal zwischen Apple und HarperCollins nicht unerwähnt bleiben. HarperCollins, (u.a. der viertgrößte Buch-Verlag in England) scheint nach direkten Gesprächen mit Apple, nicht nur Teile des eBook-Angebotes für das Apple Tablet bereit zu stellen; auch könnte der Verlag die digitale Veröffentlichung aktueller Bestseller bewusst zurückhalten.
Zudem geht das Wallstreet Journal davon aus, dass HarperCollins aufgewertete Sonder-Versionen des derzeit erhältlichen Buch-Angebotes vorbereitet. Die “enhanced eBooks” könnten mit zusätzlichen Videos und Interviews mit den Autoren ausgestattet sein und so nicht nur die Multimedia-Kapazitäten des Tablets ausnutzen, sondern auch für einen deutlich höheren Preis vertrieben werden. Statt den üblichen $10 pro Buch, würde sich ein “enhanced eBook” problemlos für $15-$20 verkaufen lassen.
Brian Murray, the chief executive of HarperCollins, said in December that e-books enhanced with video, author interviews and social-networking applications could command higher retail prices for publishers than current e-books.
Die Anwendung Book & Dic (AppStore-Link) steht momentan zum kostenlosen Download im AppStore bereit, dürfte die sonst geforderten 2,39€ jedoch durchaus rechtfertigen. Die schön gestaltete Applikation kommt mit zahlreichen, englischen Buch-Klassikern (u.a. Alice im Wunderland, Farm der Tieren und Dracula) und integriert im übersichtlichen User-Interface den Schnellzugriff auf ein Deutsch-Englisch Wörterbuch. Beim Lesen lassen sich beliebige Wörter des aktuellen Textes anklicken und werden im gleichen Fenster sofort übersetzt. Kleine Spiele und das ebenfalls eingebundene Vokalbeltraining runden das Angebot der aus Korea kommenden Applikation ab. Ein Download-Tipp.
Bereits seit März gibt es die Amazon-Software “Kindle for iPhone” im amerikanischen App Store, jetzt ist das kostenlose Programm auch im deutschen App Store erhältlich. Amazon-Kunden können damit das Angebot des amerikanischen Kindle Store durchsuchen und elektronische Bücher kostenlos anlesen oder kaufen. Die Anzahl der vorhandenen deutschsprachigen Titel ist bislang allerdings verschwindend gering, schade ist zudem, dass die von Amazon angebotenen Tageszeitungen nicht vom iPhone aus abgerufen werden können.
Amazons iPhone-App setzt die sogenannte Whispersync-Technologie ein, dies bedeutet dass Einkäufe ebenso wie Anmerkungen oder gesetzte Lesezeichen im Hintergrund mit dem Kindle-Server synchronisiert werden. Wir haben bei Amazon nachgefragt, wie es sich mit dem aufkommenden Datenvolumen verhält und welche Verbindungen genutzt werden - bislang noch ohne Antwort. (Vielen Dank für eure E-Mails zu diesem Thema)
eBooks bzw. die zahlreichen an das iPhone angepassten Magazine und Romane stellen aktuell die am schnellsten wachsende Kategorie des AppStores. Bereits im September übertraf die Anzahl der eBook-Neuveröffentlichungen die der Spiele. Momentan bietet die Deutsche Filiale des AppStores knapp 11.000 Applikationen in der eBook-Kategorie an - gut ein Zehntel aller verfügbaren Downloads.
Neben bereits etablierten Anwendungen wie Textunes, Stanza und dem hier vorgestellten (bislang leider nur im US-Store erhältlichen) Comic-Reader PanelFly, sowie frischen Ideen wie dem TAZ-ePaper dürfen wird uns in Zukunft auch auf ein Update der zur Zeit kostenlos erhältlichen Libreka-Applikation (AppStore-Link) freuen. Auf der Frankfurter Buchmesse angekündigt, soll die Anwendung mit der sich momentan mehr als 100.000 Bücher im Volltext durchsuchen lassen, demnächst um einen eBook-Shop ergänzt werden der nicht nur das populäre ePub-Format unterstützen wird, sondern auch den In-App Kauf aller dann von Libreka angebotenen eBooks ermöglichen soll.
Erwähnenswert sind jedoch auch die kleinen Neuveröffentlichungen. So verspricht der Motu One Verlag - im AppStore unter anderem mit dem kostenlosen Titel “Sommer mit Schafen” vertreten - jedes verlagseigene Buch komplett neu zu setzen und die Downloads so nicht nur iPhone-kompatibel sondern komplett iPhone-optimiert anbieten zu können. Abrupt endende Sätze, Zeilenumbrüche am Seitenanfang und verschobene Absätze die in anderen eBook-Angeboten den Lesefluss stören, sollen so der Vergangenen angehören.
Ebenfalls sehenswert und unten im Youtube-Video vorgestellt, ist das Angebot des Distill Magazins. Distill kompiliert sehenswerte Photo-Reihen aus diversen Mode-Magazinen und bietet die aktuelle Ausgabe (AppStore-Link) nun probeweise als 4€ teure iPhone-Applikation an. “The Distill app is proof that a magazine can become a robust, highly functional easy-to-use mobile product.”
Via eMail macht uns Florian auf das hier vorgestellte Kinderbuch-Konzept des japanischen Mobile Art Labs aufmerksam. In diesem Youtube-Video zu begutachten, kombiniert Art-Labs ein einfach illustriertes Bilderbuch mit interaktiven Elementen einer passenden iPhone-Applikation, soll die Eltern-Kind Kommunikation fördern und dürfte unendlich viele Einsatzgebiete haben. Eine schöne Idee und ein sehenswerter Clip. Das Video haben wir euch im Anschluss eingebettet.
Update 08.11.09: Apple hat die Anwendung aus allen AppStore-Filialen entfernt. /Update Ende
Via eMail macht uns Adrian auf die seit vorgestern im Deutschen AppStore angebotene, spanische Ausgabe des Hitler-Buches “Mein Kampf” aufmerksam. Knapp 300kB groß, wird das eBook von Ricardo Reyes aktuell für 1,59€ angeboten, und lässt uns ein mal mehr an Apples Zulassungsverfahren zweifeln. Zum einen ist die aktuelle Rechtslage deutlich formuliert und kann in der Wikipedia eingesehen werden:
“Der Bayerische Staat geht gegen unkommentierte oder vollständige Nachdrucke mit allen rechtlichen Mitteln vor. Auch nach 2015 werde man “wilde” Veröffentlichungen als Verbreitung von verfassungsfeindlicher Propaganda und Volksverhetzung verfolgen.“
Zum anderen ist das Icon der Anwendung mit einem Hakenkreuz “geschmückt” - viel eindeutiger dürfte sich eine potentielle AppStore-Ablehnung eigentlich nicht präsentieren können. Wir erinnern uns an Apples Intervention gegen ein Buch dessen Text die Zeile “fuck me like you hate me” enthielt und fragen uns, wie es der oben beschriebene Download überhaupt in den Deutschen AppStore geschafft hat. Nachbessern bitte.
Wir grüßen die mitlesenden Web-Entwickler und haben einen Buchtipp für euch: Bei O’Reilly veröffentlicht, bietet euch das eBook “Building iPhone Apps with HTML, CSS, and JavaScript” von Jonathan Stark einen kostenlosen Einstieg in die Programmierung iPhone-optimierter Web-Applikationen und zeigt euch Wege und Mittel, die so erstellten Projekte in eine native iPhone-Applikation zu verwandeln um selbige anschließend im AppStore verkaufen zu können.
Das eBook streift Frameworks wie jQTouch und Phonegap, lässt sich für $33 als PDF- und Printausgabe bestellen oder eben kostenlos im Web lesen. Das, auch unten eingebettete, Youtube-Video des Autors zeigt euch eine so (also ohne einen Zeile Objective C) erstellte Anwendung. iFUN.de/tv wäre unser Beispiel zum Thema. Mit nur drei Mausklicks könnten wir unser kleines Video-Portal auch als AppStore-Download verkaufen - machen wir aber nicht.
Bei Flurry hat man sich auf die Analyse mobiler Applikationen spezialisiert und nun die Ergebnisse einer Auswertung veröffentlicht, die Statistiken von mehr als 2500 Applikationen, 40 Millionen Nutzern und vier Geräte-Plattformen (u.a. den Android & das iPhone OS) vereint. Zwei interessante Fundstücke:
Im September wurden im AppStore erstmals mehr eBooks als Spiele freigebeben. Zur Zeit machen die digitalen Bücher gut 20% aller Neuveröffentlichungen aus. Im Oktober war jeder fünfte neue AppStore-Download ein Buch. Gut 1% der amerikanischen Gesamtbevölkerung hat bereits ein eBook auf einem iPhone (an-)gelesen.
Ebenfalls erwähnenswert: Das beständige Wachstum der Heavy-User. Laut Flurry startet der durchschnittliche iPhone-Besitzer die auf seinem Gerät installierten Applikationen nur etwa acht mal pro Monat. Der Heavy-User (so, wie ihn Flurry skizziert) mehr als 100 mal.
[…] shows significant growth in the Addict segment over the past six months. In September, 1.2% of the more than 40 million users Flurry tracked, or roughly one half of a million, used apps more than 100 times per month.
Mit einem Preis von 19,95€ kein Schnäppchen, steht nun die 25. Auflage des Duden-Standardwerks “Duden – Die deutsche Rechtschreibung” (AppStore-Link) zum Download im AppStore bereit. Die Pressemitteilung versorgt uns mit den entsprechenden Statistiken:
Mobil nachschlagen lassen sich rund 135 000 Stichwörter mit über 500 000 Beispielen, Bedeutungserklärungen und Angaben zu Worttrennung, Aussprache, Grammatik, Stilebenen und Etymologie[…] Inklusive der 5 000 Wörter, die es neu in den Duden geschafft haben – angefangen von „Abwrackprämie”, „fremdschämen”, „Hybridauto” und „twittern” bis hin zu „Zwergplanet”
Neben dem Rechtschreibduden lässt sich auch das Duden-Wörterbuch (AppStore-Link) im AppStore erwerben. Der Preis hier: 29,95€
Wir könnten jetzt wieder weit ausholen. Von Wörterbuch-Zensur, Massen-Löschungen und der AppStore-Eingangskotrolle im Allgemeinen schreiben. Davon, dass Apple neue Wege geht und wir live dabei sein dürfen, wie der AppStore langsam erwachsen wird. Suchsysteme werden optimiert, Entwickler besser informiert - Google Voice-Applikationen werden erst zugelassen, dann wieder entfernt.
Doch Nachrichten wie diese hatten wir in den letzten Tagen bereits zu Hauf. Für uns ein guter Grund die kurze und knackige Variante zu wählen:
Aktuell nimmt Apple keine eBook-Applikationen mehr in den AppStore auf. Unabhängig davon, dass die eBook-Kategorie bereits jetzt mit zahlreichen Einzel-Anwendungen überflutet ist, durchlaufen zukünftige Einreichungen erst gar nicht mehr den Bewilligungs-Prozess.
Die Kollegen von tuaw zitieren das Ablehnungsschreiben, das Apple momentan an die Entwickler “elektronischer Bücher” verschickt: “…this category of applications is often used for the purpose of infringing upon third party rights. We have chosen to not publish this type of application to the App Store.”
Und nicht nur private Entwickler freuen sich zur Zeit über die de-facto Einstellung des eBook-Vertriebs im AppStore. Auch große Publisher - die eindeutig im Besitz der fraglichen Rechte sein dürften - bekommen momentan wortgleiche Absagen.
“They’re also targeting those who provide media browsing tools. Another developer who built an e-book reader received a recent rejection along the same lines. The application might be used to read copyright infringing books, so Apple will not let it in App Store. […] With Apple rumored to enter the e-book market sometime in the winter, this new policy could fly very close to regulatory scrutiny”
Die zur Bertelsmann AG gehörenden Verlagsgruppe Random House bietet eine Auswahl der hauseigenen Buchtitel jetzt auch im App Store an. Den Start machen 18 Titel aus gemischten Genres (App Store-Link), darunter bekannte Autoren wie Christopher Paolini, Leonie Swann, Helmut Schmidt oder auch Stephen King.
Random House setzt im Gegensatz zu konkurrierenden, oft über Drittanbieter wie Textunes veröffentlichenden Verlagen auf eine eigene Applikation.
Die Buchpreise liegen jeweils leicht unter den Preisen der Papierausgabe. In der Konsequenz ist ein noch nicht als Taschenbuch erschienenes Hardcover im App Store unverhältnismäßig teuer und kostet bis zu 20 Euro während Taschenbuchtitel zu einem akzeptablen Preis von 7-8 Euro durch die Datenleitung kommen.
Die taz, eine Zeitung die uns inhaltlich gefällt, ihre Meldungen aber oftmals gefühlte zwei bis drei Tage nach allen anderen bringt, kommt auf das iPhone. Als kostenpflichtiges Abo in den kostenlosen eBook-Reader Stanza (AppStore-Link) integriert, gibt es die taz des Folgetags immer bereits am Vorabend ab etwa 22 Uhr. Das Abo kostet 10 Euro im Monat.
“Die epub-Ausgabe der taz, die neben einem Faksimile von jeder Druckseite über ein navigierbares Inhaltsverzeichnis verfügt, enthält neben sämtlichen Texten der Druckausgabe alle Lokalausgaben (Berlin, Hamburg, Bremen), die sonntaz am Wochenende und einmal im Monat die deutsche Ausgabe der Le Monde Diplomatique.”
Wir hatten die Geschichte hier in den News. Von der AppStore-Eingangskontrolle abgelehnt, schaffte es der eBook-Reader Eucalyptus (AppStore-Link) wegen seines Verweises auf kostenlos erhältliche - und laut Apple “sexuell anstößige” - Buch “Kama Sutra of Vatsyayana” im ersten Anlauf nicht in den AppStore.
Ein paar Tage und etliche Online-Artikel später, wurde Eucalyptus-Entwickler Jamie jetzt direkt von Apple kontaktiert.
“[…] I received a phone call from an Apple representative. He was very complimentary about Eucalyptus. We talked about the confusion surrounding its App Store rejections, which I am happy to say is now fully resolved. He invited me to re-build and submit a version of Eucalyptus with no filters for immediate approval, and that full version is now available on the iPhone App Store.”
Der 4MB große Download kostet 8€ ein Video zur Applikation gibt es hier.
Datenverbrauch: Das Wall Street Journal schreibt über den Datenhunger der amerikanischen iPhone-Nutzer. Mit einem vier mal höheren Datenverbauch als der “normale” Handy-Nutzer würden iPhone-Kunden das AT&T-Netz auf lange Sicht in die Knie zwingen - und mit ihrer Flatrate-Pauschale von $30 zu wenig für den verursachten Datenverkehr zahlen.
“As the proportion of customers with iPhones grows - 5.9 million 3G iPhones were activated in the last three quarters, 7.5% of AT&T’s total subscribers - the resulting growth in downloading and Web browsing will strain AT&T’s network. AT&T will need to add cell towers and spend more on the back-haul lines that connect the towers to the rest of the network.”
Amazons Buch-Shop: Nachdem Amazon nicht nur die eigene eBook-Applikation im US AppStore platziert, sondern auch den iPhone-optimierten eBook-Reader Stanza gekauft hat, lässt sich nun auch in Amazons amerikanischem eBook-Store, direkt vom iPhone aus einkaufen. Der Kindle Store bietet gut 280,000 Bücher zum Sofort-Kauf an.
Zu wenig Testgeräte: Um ihre Applikationen vor der Veröffentlichung im AppStore zu testen, können iPhone-Entwickler genau 100 “Ad-Hoc Slots” verteilen und es ausgewählten Beta-Testern so ermöglichen, neue Programme vorab auf Fehler und Funktion zu prüfen. Zu wenig wie sich jetzt herausstellt. Zwar lassen sich die bislang verteilten “Ad-Hoc Slots” deaktivieren, werden jedoch weiterhin von den 100 zur Verfügung stehenden Tickets abgezogen. So hat PCalc-Entwickler James Thompson von Apple die folgende Mail erhalten: “Please know that each Standard iPhone Developer Program enrollment has a limit of 100 test devices please be aware that removing a device will not replenish the current amount available.“Und macht in seinem Blog auf die damit verbundene Problematik aufmerksam:
“I can’t currently add any new testers or change their device entries if they get new ones. And I can only imagine what is going to happen when the new iPhones come along, presumably next month, and lots of people get replacements. If I bought a new iPhone for myself, I couldn’t even add it to my own list of development devices currently.”
Kurze Links: Bei FSMdotCom zeigt man vier iPhone-kompatible Wege, lange URLs zu kürzen um beliebige Links so direkt zu Twittern oder per eMails versenden zu können.
Was da wohl auf uns zukommen wird. Nachdem sich Amazon in den USA bereits mit der hauseigenen KindleKindle-Hardware am Markt für elektronische Bücher aufgestellt hat, hat der Online-Versandhändler jetzt nicht nur die im AppStore verfügbare eBook-Reader Applikation Stanza (AppStore-Link) gekauft, sondern auch deren komplette Entwickler-Schmiede, Lexcycle.
Zum Kaufpreis der vier Jahre alten Firma gibt es momentan noch keine Angaben, den Infos der New York Times nach, wird sich für die Anwender der kostenlosen iPhone-Applikation aber auch zukünftig nichts ändern:
“We are not planning any changes in the Stanza application or user experience as a result of the acquisition. Customers will still be able to browse, buy, and read e-books from our many content partners.”
Cnet berichtet über den anstehenden Rechtsstreit zwischen Apple und Monec. Die letztgenannte Firma sitzt in der Schweiz und hält eigenen Angaben nach, die Patentrechte an Touchscreen-Geräten, zur Darstellung von elektronischen Büchern. Monecs Vorwurf: Die im AppStore erhältlichen eBook-Applikationen würden die hauseigenen Patentrechte verletzten.
According to Monec, that violates a patent it filed for a “lightweight” electronic device with a “touch-screen” LCD display having the “dimensions such that […] approximately one page of a book can be illustrated at normal size, this display being integrated in a flat, frame-like housing.”
Apple hat sich bislang noch nicht zur Eingereichten Klage geäußert, wird jedoch nicht darum kommen, sich mit dem Patent Nr. 6,335,678 “Electronic device, preferably an electronic book” vom Januar 2002 auseinander zu setzen. via iPhoneclub.nl
Ein interessantes Web-App - gerade nach unserem nicht so überzeugendem Ansatz eBooks im JPG-Format zu lesen - bei dem sich die Registrierung (wieso muss man sich heutzutage eigentlich überall registrieren) lohnen dürfte, ist Readdle. Kostenlos und übersichtlich Strukturiert bietet Readdle einen einfachen Weg, etliche Dokumente iPhone-gerecht aufzubereiten und diese zum Online-Lesen zur Verfügung zu stellen. Readdle erlaubt den Upload von doc, gif, html, jpeg, pdf, rtf, txt und xsl-Dateien und das Erstellen eigener Kategorien. Ist die eigene Bibliothek angelegt, lassen sich alle Texte mit dem iPhone bequem durchsuchen und lesen. Readdle kommt in unterschiedlichen Layouts für iPhone und Rechner und ist definitiv einen Testlauf wert.
Die Ankündigung, das iPhone würde auch in der Lage sein PDF-Dateien anzuzeigen, klang damals wirklich gut. Erst einmal ausprobiert, sind die Boardmittel zum Lesen längerer Texte aber durchweg ungeeignet. Mal abgesehen von der ganz offensichtlichen Schwachstelle, dass das iPhone PDF-Dateien nur online und als Mail-Attachement anzeigen kann (es gibt keine Möglichkeit PDFs auf dem Gerät zu speichern) - nervt die Bedienung. Einzelne Seiten können nur gescrollt und nicht geblättert werden, das Vorspringen zu bestimmten Abschnitten ist ebenso so wenig vorgesehen wie die Suche im Text und einmal geschlossen öffnet sich das Dokument immer wieder auf Seite 1 und nicht etwa an der letzten Leseposition.
Ein Demo-Video des iPhone PDF-Readers gibt es im Anschluss oder direkt bei Youtube. Doch kurzum: Das iPhone disqualifiziert sich als eBook-Reader. Aber es gibt Alternativen…
Eine gute Möglichkeit komplette Bücher auf dem Gerät zu verstauen ist die Bild-Synchronisation mit iPhoto. Der Haken hier: wie bekommen wir unser eBook ins JPG-Format? Am besten selber testen! Beim Gutenberg-Projekt vorbeigeschaut haben wir mit 1984 recht schnell einen passenden Roman gefunden und als 500Kb große Text-Datei auf unserem Rechner gespeichert.