Mit der heute von Opera veröffentlichten Pressemitteilung (Direkt-Link) kündigt sich die erste ernstzunehmende Browser-Alternative für iPhone-Nutzer an. So soll Operas, für mobile Geräte optimierte Browser-Version, der Opera Mini 5, zum diesjährigen Mobile World Congress erstmals als native iPhone-Applikation präsentiert werden. In der für den 15. Februar angesetzten Presse-Preview, verspricht Opera einen ersten Blick auf den, im Vergleich mit Safari, bis zu sechs mal schnelleren Browser und stellt gleichzeitig ein um den Faktor 10 reduziertes Datenaufkommen in Aussicht.
Bislang hat Opera die Browser-Alternative noch nicht in den AppStore eingereicht (Gerüchte diesbezüglich tauchten bereits Ende 2008 auf), hofft jedoch auf ein entgegenkommen Apples:
“We have not submitted it yet to the Apple App Store. However, we hope that Apple will not deny their users a choice in Web browsing experience,” said Jon von Tetzchner, co-founder of Opera.”
Um das Datenaufkommen zu reduzieren nutzt Opera die hauseigenen Server-Infrastruktur und komprimiert angefragte Webseiten noch vor der Anzeige auf dem Endgerät.
Bis heute akzeptiert Apple ausschließlich jene Browser, die auf das im iPhone integrierte MobileSafari Modul aufsetzen. iCab Mobile und iDroid zum Beispiel. Mozillas Firefox-Team kehrte der iPhone-Entwicklung bereits im August 2008 den Rücken. via macnews
Bis auf den folgenden, von gigaom zitierten Interview-Schnipsel, gibt es noch keine wirklich handfesten Informationen zu Mozillas iPhone-Applikation. Denkbar wäre z.B. ein iPhone-optimierte Fennec-Browser (hier in den News). Wie auch immer, Mozillas CEO John Lilly äußerte sich auf der Play Conference wie folgt:
“Mozilla will release an app to the iPhone app store in the next few weeks, it’ll surprise people.”
Wir lehnen uns zurück und hoffen auf eine MobileSafari-Alternative, unabhängig davon, dass Mozilla diese im August 2008 noch als “nicht realistisch” einstufte.
Nicht vergessen, so ziemlich alle Browser-Alternativen für das iPhone sind keine wirklich alternativen Browser. Vielmehr liefern Lösungen wie AirBrowser und ShakingWeb eine andere Verpackung für Apples MobileSafari und erweitern diesen dann beispielsweise um ein besseres Lesezeichen-Management, die Möglichkeit Web-Seiten im Fullscreen-Format anzuzeigen oder konzentrieren sich explizit auf den Schutz der Privatsphäre.
Auch myDesktop (AppStore-Link) setzt auf MobileSafari auf, bietet mit dem Multi-Window Mode jedoch eine bislang noch nicht verfügbares Feature. myDesktop ist in der Lage, mehrere Webseiten gleichzeitig im eigenen Fenster anzuzeigen und erlaubt die dynamische Anpassung der Fenstergröße. Die einzelnen Fenster lassen sich minimieren und verschieben, Lesezeichen können gesetzt werden, die Seiten bei Bedarf in den Fullscreen-Modus gebracht werden. Das im Anschluss eingebettet Youtube-Video gibt euch einen ersten Eindruck des Browsers, die Applikation kostet 2,99€ und ist 0,6MB groß. Danke Marcus.
Komplett lokalisert, und dementsprechend auch auf Deutsch verfügbar, dürfte die für den 28.7 angekündigte Applikation DataCase von Veiosoft eine Lücke schließen, die viele von euch bereits beim Launch des ersten iPhones geärgert hat. DataCase macht das iPhone zur externen Festplatte. Ohne gehacke, ohne Jailbreak und mit einem ganzen Sack voll nützlicher Feature.
Um sich mit dem eigenen Rechner zu verbinden bietet DataCase den Datei-Transfer via FTP, HTTP und Bonjour an, taucht auf dem Mac als eigenes Laufwerk auf und lässt sich auch über den Browser ansprechen. Vom iPhone unterstützte Dateiformate lassen sich direkt auf dem Gerät anzeigen - einmal mit dem WLan des Kumpels verbunden, hat dieser bereits mit dem IE, Safari oder Firefox drahtlosen Zugriff auf die mitgebrachten Filme. Wir melde uns noch mal sobald DataCase verfügbar ist, definitiv dürfte die Applikation (den Preis mal außen vor) in jedem Fall auf die “Muss ich kaufen”-Liste kommen.
Browser-Alternativen zu MobileSafari, im zukünftigen AppStore? Warum nicht! Mit Blick auf das aktuell veröffentlichte Konzept-Video des Firefox-Mobile Teams, könnten neue Ansätze zur Webnavigation sicher für ordentlich frischen Wind sorgen.
Das von Aza Raskin vorgestellte Demo-Video, zeichnet ein Bild des momentanen Firefox-Mobile Entwicklungsstandes und setzt den Fokus auf die maximale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Bildschirm-Fläche. Mit Single-Touch Aktionen lassen sich neue Tabs öffnen, verschieben, anordnen und durchsuchen. Feature die sich auch auf dem iPhone umsetzen ließen und sicherlich eine schöne Ergänzung, zum zur Zeit noch alternativlosen Safari-Browser von Apple wären. via LH
Zum Thema passen die gestern von TGDaily publizierte Geschwindigkeitsanalysen zu Firefox 3 und Safari 4. Die beiden Beta-Versionen der anstehenden Browser-Updates kümmern sich um die schnellere Ausführung von Javascript und wollen das Rückrad der Web2.0-Welle so um bis zu 53% schneller abarbeiten.
Safari 4 has just been seeded to the developers at Apple’s developer conference. The manufacturer claims that the software has a 53% faster JavaScript engine than the preceding and current version 3.1. Although Firefox 3 RC3 was the first to deliver significant JavaScript performance improvement, Apple apparently is exceeding those gains with Safari 4.
Der Webbrowser Opera soll schon bald auf das iPhone kommen. Die Entwickler haben dieser Tage eine entsprechende Ankündigung gemacht: Im Gegensatz zu Firefox haben man jahrelange Erfahrung im Mobilbereich. (> Überpulse)