Bereits seit März gibt es die Amazon-Software “Kindle for iPhone” im amerikanischen App Store, jetzt ist das kostenlose Programm auch im deutschen App Store erhältlich. Amazon-Kunden können damit das Angebot des amerikanischen Kindle Store durchsuchen und elektronische Bücher kostenlos anlesen oder kaufen. Die Anzahl der vorhandenen deutschsprachigen Titel ist bislang allerdings verschwindend gering, schade ist zudem, dass die von Amazon angebotenen Tageszeitungen nicht vom iPhone aus abgerufen werden können.
Amazons iPhone-App setzt die sogenannte Whispersync-Technologie ein, dies bedeutet dass Einkäufe ebenso wie Anmerkungen oder gesetzte Lesezeichen im Hintergrund mit dem Kindle-Server synchronisiert werden. Wir haben bei Amazon nachgefragt, wie es sich mit dem aufkommenden Datenvolumen verhält und welche Verbindungen genutzt werden - bislang noch ohne Antwort. (Vielen Dank für eure E-Mails zu diesem Thema)
Die AppStore-Eingangskontrolle, das gesamte Zulassungsverfahren und die stellenweise willkürlichen iTunes-Ablehnungen Apples mögen in letzter Zeit noch so oft in der Kritik gestanden haben - Amazon zeigt das es noch einen Zacken schlimmer geht.
Ohne Vorankündigung hat Amazon alle bislang verkauften Kopien der Orwell-Klassiker 1984 & Farm der Tiere von den Kindle-Geräten seiner Kunden gelöscht. Copyright-Streitigkeiten sollen (wie so oft heutzutage) ausschlaggebend gewesen sein.
So sollen Amazon die Bücher als Public-Domain Titel angeboten und in das eigene Medienarchiv eingepflegt worden sein. Das Problem: Weder 1984 noch Farm der Tiere sind in den USA bislang gemeinfrei.
These books were added to our catalog using our self-service platform by a third-party who did not have the rights to the books
Zum Vergleich: Die im August veröffentlichte Applikation NetShare (ein Software-Modem) konnte sich nur einen Tag im AppStore halten ehe sie von Apple entfernt wurde. Im Gegensatz zu Amazon beließ Apple die Applikation jedoch auf allen Geräten deren Kunden sich bereits eine Kopie gekauft hatten. Die Möglichkeit zur Fern-Löschung hätte bestanden - genutzt wurde sie nicht.
Die Amazon-Anbindung macht die jetzt vorgestellte Applikation zu einem Pflicht-Download. Cyclops (AppStore-Link) bietet einen kostenlosen Barcode-Scanner und liefert euch nur Sekunden nach der Foto-Aufnahme den aktuellen Amazon-Preis zum gewählten Produkt.
Cyclops setzt, wie auch die gestern vorgestellte Texterkennungs-Applikation Scan Cam, ein iPhone 3GS voraus. Ohne die verbesserte Kamera scheinen sich sowieso nur wenige der jetzt im AppStore aufschlagenden OCR-Programme erfolgreich nutzen zu lassen.
Im Gegensatz zu Scan Cam funktioniert Cyclops weitestgehend fehlerfrei. Foto vom Barcode machen, vier Sekunden warten, Amazons-Produktbeschreibung mit der im Medimarkt vergleichen, Preise checken, einkaufen.
Wir empfehlen den sofortigen Download, ähnliche Anwendungen mussten nach Amazons Einspruch bereits aus dem AppStore entfernt werden.
Entwickler-Tipp: Standby verhindern iPhone Entwickler Ivo Wessel schickt uns einen kurzen Programmierer-Tipp per eMail. Um den tiefen Standby-Schlaf des iPhones zu verhindern, spielen seine Applikationen kurze, nicht hörbare “Songs” ab und können so auch noch nach stundenlanger Laufzeit, auf sich aufmerksam machen. Ivo schreibt:
Eine kleine interessante programmiertechnische Besonderheit findest sich übrigens bei der Goldfinger- bzw. der Traffic Light-Applikation: Beide Apps beinhalten eine Alarm-Funktion, die auch dann funktioniert, wenn sich das Gerät im Stand By-Modus befindet und nicht mit dem Rechner oder einem Netzteil verbunden ist. Bei vielen Uhren-Applikationen geht dann nämlich der Alarm nicht. Die Hersteller der meisten Uhren empfehlen bei aktivem Alarm immer “Sollte über Nacht im Dock oder am Netz bleiben”. […]
Ich habe einfach mal nachgegrübelt, und da ist mir eingefallen, dass Songs auch im Stand By-Modus ohne Kabel abgespielt werden. Und da spiele ich einfach alle 10 Sekunden einen ganz kurzen, lautlosen “Song” ab und verhindere damit wirksam, dass das iPhone bzw. der iPod in den Sleep-Modus verfällt.
Mit Blick auf die Akkulaufzeit, ein klassicher Trade-off - Nichts desto trotz, ein interessanter Hinweis.
Delicious Library: Amazon macht sich unbeliebt Nach nicht einmal einem Monat, haben die Entwickler der Delicious Library ihre kostenlose Applikation nun aus dem AppStore zurück ziehen müssen. Die persönliche Datenbank zum Katalogisieren von Büchern, CDs und DVDs greift zum Anzeigen weiterführender Informationen auf Amazons-Datenbestände zurück. Ein Vorgang den Amazon mit einer kürzlichen AGB-Änderung (zumindest für mobile Geräte) nun verhindert. via techcrunch
You will not, without our express prior written approval requested via this link , use any Product Advertising Content on or in connection with any site or application designed or intended for use with a mobile phone or other handheld device.
Ausgewählte Hintergundbilder
Francesco Mugnai listet in seinem Blog-Eintrag “45 free beautiful iPhone wallpapers” knapp 50 ausgewählte iPhone-Hintergrundbilder. An dieser Stelle kommen wir wie immer zu unseren obligatorischen Empfehlungen: Poolga, Pixelgirl und SmashingMag. Mit Dank an Veox für die eMail.
Noch ein Wort in eigener Sache
Dies ist Eintrag 3000 auf iFUN.de/iPhone. Vielen Dank für’s Mitlesen!
Datenverbrauch: Das Wall Street Journal schreibt über den Datenhunger der amerikanischen iPhone-Nutzer. Mit einem vier mal höheren Datenverbauch als der “normale” Handy-Nutzer würden iPhone-Kunden das AT&T-Netz auf lange Sicht in die Knie zwingen - und mit ihrer Flatrate-Pauschale von $30 zu wenig für den verursachten Datenverkehr zahlen.
“As the proportion of customers with iPhones grows - 5.9 million 3G iPhones were activated in the last three quarters, 7.5% of AT&T’s total subscribers - the resulting growth in downloading and Web browsing will strain AT&T’s network. AT&T will need to add cell towers and spend more on the back-haul lines that connect the towers to the rest of the network.”
Amazons Buch-Shop: Nachdem Amazon nicht nur die eigene eBook-Applikation im US AppStore platziert, sondern auch den iPhone-optimierten eBook-Reader Stanza gekauft hat, lässt sich nun auch in Amazons amerikanischem eBook-Store, direkt vom iPhone aus einkaufen. Der Kindle Store bietet gut 280,000 Bücher zum Sofort-Kauf an.
Zu wenig Testgeräte: Um ihre Applikationen vor der Veröffentlichung im AppStore zu testen, können iPhone-Entwickler genau 100 “Ad-Hoc Slots” verteilen und es ausgewählten Beta-Testern so ermöglichen, neue Programme vorab auf Fehler und Funktion zu prüfen. Zu wenig wie sich jetzt herausstellt. Zwar lassen sich die bislang verteilten “Ad-Hoc Slots” deaktivieren, werden jedoch weiterhin von den 100 zur Verfügung stehenden Tickets abgezogen. So hat PCalc-Entwickler James Thompson von Apple die folgende Mail erhalten: “Please know that each Standard iPhone Developer Program enrollment has a limit of 100 test devices please be aware that removing a device will not replenish the current amount available.“Und macht in seinem Blog auf die damit verbundene Problematik aufmerksam:
“I can’t currently add any new testers or change their device entries if they get new ones. And I can only imagine what is going to happen when the new iPhones come along, presumably next month, and lots of people get replacements. If I bought a new iPhone for myself, I couldn’t even add it to my own list of development devices currently.”
Kurze Links: Bei FSMdotCom zeigt man vier iPhone-kompatible Wege, lange URLs zu kürzen um beliebige Links so direkt zu Twittern oder per eMails versenden zu können.
Was da wohl auf uns zukommen wird. Nachdem sich Amazon in den USA bereits mit der hauseigenen KindleKindle-Hardware am Markt für elektronische Bücher aufgestellt hat, hat der Online-Versandhändler jetzt nicht nur die im AppStore verfügbare eBook-Reader Applikation Stanza (AppStore-Link) gekauft, sondern auch deren komplette Entwickler-Schmiede, Lexcycle.
Zum Kaufpreis der vier Jahre alten Firma gibt es momentan noch keine Angaben, den Infos der New York Times nach, wird sich für die Anwender der kostenlosen iPhone-Applikation aber auch zukünftig nichts ändern:
“We are not planning any changes in the Stanza application or user experience as a result of the acquisition. Customers will still be able to browse, buy, and read e-books from our many content partners.”
Amazon bietet jetzt auch in Deutschland Musikdownloads im MP3-Format an. Komplette Alben sind zu Preisen zwischen 5 und 10 Euro, einzelne Songs in der Regel unter einem Euro erhältlich. Sämtliche Musikdateien liegen als DRM-freie MP3s mit etwa 256 kbps (variabel) vor. Downloads erfolgen mit Hilfe eines kostenlosen Download-Managers, der die Einkäufe direkt an iTunes überträgt. (Danke für eure Mails!)
Oliver hat uns die eMail-Bestätigung des Amazon-Versandzentrums weitergeleitet - ganz offensichtlich sind die ersten vorbestellten Geräte nun unterwegs zu ihren Empfängern:
“Guten Tag,
unser Logistikzentrum hat den unten stehenden Artikel verschickt! Amazon.de Artikel (Verkäufer: Amazon EU S.a.r.L.): 1 Apple iPhone 3G 8GB - EUR 749,00 Versendet mit DHL Overnight Express“
Während Amazon selbst, keine Geräte mehr zu Versand anbietet, tummeln sich weiterhin etliche Reseller auf der Amazon-Prime Plattform.
PwnPlayer: Musik-Player mit Ordner-Struktur
Eine interessante Alternative zur Standard iPod-Applikation des iPhones dürfte uns in den nächsten Tagen via Cydia erreichen. Der PwnPlayer kommt aus den gleichen Händen wie der bereits hier beschriebene Soulseek-Client für das iPhone, bringt vollen Zugriff auf das iPhone-Dateisystem und ist so in der Lage auch Downlods und auf das iPhone kopierte Musik abzuspielen.
Der PwnPlayer ist zudem kompatibel mit der auf dem iPhone abgelegten iTunes-Musik, kommt mit einer Suchfunktion, On-Screen-Control und Coverflow. Einen ersten Eindruck gibt euch dieses Video (Youtube-Link), hier gibt es die komplette Feature-Liste.
Apple: Ablehnen und den Mund verbieten
Wer unsere letzten Einträge über die AppStore-Eingangskontrolle und die von ihr abgelehnten Applikationen gelesen hat, wird verstehen, dass man bei Apple keine all zu große Lust auf das negative Feedback der weltweiten iPhone-Community hat. Sorgte die sehr dünne Argumentation doch stets für Web-weites Kopfschütteln. Um weiterer Kritik nun aus dem Weg zu gehen, verweist man bei Apple neuerdings auf das mit den Entwicklern geschlossene NDA und unterbinded so die zukünftige Veröffentlichung der AppStore-Absagen und ihrer Begründungen.
Pulsschlag mit dem iPhone-Mikrofon
Wohl eher als Gag, denn zur wirklich ernsthaften Wettkampfvorbereitung programmiert, wartet mit Heart Monitor gerade der erste Mikrofon-basierte Herzfrequenzmesser auf den Zugang zum AppStore. Das folgende Video gibt einen ersten Eindruck auf die - wahrscheinlich nicht sehr genaue - Funktionsweise.
Wie bereits berichtet, hat Amazon.de diese Woche vorregistrierte Kunden darüber informiert, dass sie jetzt das iPhone mit 8 GB Speicher zum Preis von 749 Euro vorbestellen könnten.
Inzwischen hat die Angelegenheit derart Wellen geschlagen, dass das Internetkaufhaus das Angebot wieder entfernt hat. Laut ORF Futurezone(Danke Stefan) gab Amazon in einer Stellungnahme an, das Gerät sei wegen der großen Nachfrage ausverkauft, hatte zuvor aber den angeblich in Kürze beginnenden Verkauf von iPhones ohne SIM-Lock bestätigt.
Kommt das iPhone als tatsächlich noch in diesem Jahr vertragsfrei? Verschiedene Gerüchte und Mutmaßungen dazu sind im Umlauf, es könnte sich allerdings auch um eine windige Promoaktion von Amazon handeln.
Wir kennen das Spiel vom Januar 2007. Bereits damals fanden sich beide iPhone-Varianten in der Amazon-Datenbank und konnte für satte 899€ bzw. 999€ vorbestellt werden.
mk hat uns nun auf ein ähnliches Angebot zum kommenden iPhone 3G aufmerksam gemacht. Für 399€ und weitere 4€ Versandkosten lässt sich im Amazon-Resellerbereich nun das 8GB iPhone 3G ordern. Der Verkäufer “bestpodstore”, dessen Produktbeschreibung hauptsächlich aus kopierten Apple-Texten besteht, verspricht den gewöhnlichen Versand in 3 bis 5 Wochen, und scheint sowohl den Verkaufspreis als auch die Verfügbarkeit mit Würfeln bestimmt zu haben.
Wer jetzt “no risk, no fun” schreit und trotzdem bestellt, hält uns bitte auf dem Laufenden.
Nicht mal eine Woche, ist die Nachricht über die erfolgreiche Markt-Platzierung von Amazons MP3-Stores alt.
In Amerika bereits zweitgrößter Anbieter im Online-Musik Bizz (nach iTunes) gibt es auf Amazons hauseigener Plattform nur ungeschützte MP3-Dateien zum Download - und diese scheinen sich gut zu verkaufen.
Jetzt gibt es die erste Ankündigung eines iPhone-Clients für Amazons Shop. Die Applikation soll innerhalb der nächsten Woche erhältlich sein und sowohl den Einkauf als auch das Vorhören der Song-Previews vom iPhone aus gestatten. Das Video gibt es im Anschluss.
Mit Dank an Le4der für die Mail.
iPhoneMusicCenter is a native iPhone application that allows to browse AmazonMP3 and to listen samples. With this application, you will be able to buy and download MP3 files form your iPhone/iPod. AmazonMP3 files are DRM-free.
The application will integrate others MP3 shops in a near future.
It is not an Amazon project.
Amazon USA leitet Besucher mit iPhone direkt auf eine optimierte Websteite um (via TUAW). Während man dort dann bereits ohne viel zoomen einkaufen kann, landet man in Deutschland mit dem iPhone noch auf einer ziemlich zerschossenen Seite. Aber die Weiterleitung an sich greift auch hier bereits, und fürs Optimieren bleibt der Webtruppe bei Amazon.de ja noch ein wenig Zeit.