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Streit um Tagesschau-App ohne Einigung: Gericht muss entscheiden

News 16 Kommentare

Eigentlich haben die Tagesschau und der Verband der Zeitungsverleger noch bis heute Nacht um 23:59 Zeit den seit Monaten schwelenden Streit um die Tagesschau-App (ifun.de berichtete) außergerichtlich beizulegen. Eine Einigung in letzter Minute ist nach Angaben des STERN jedoch unwahrscheinlicher als je zuvor. Nach Informationen des Magazins wird das Landgericht Köln – dieses hatte die beiden Parteien noch im Juni aufgefordert den Streit vor einem Urteil beizulegen – die Vorwürfe gegen die Tagesschau-App abschließend bewerten müssen. Die im Raum stehende Frage: Ist das gebührenfinanzierte App-Angebot der Tagesschau  zu Text-lastig und verzerrt somit den Wettbewerb zwischen Öffentlichen und Privaten?

“Wir erwarten das Urteil”, sagte am Donnerstag Anja Pasquay, die Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Die ARD-Pressestelle teilte mit: “Wir waren und sind auch weiterhin gesprächsbereit und in Kontakt. Leider haben wir bislang noch keine aus Sicht aller Beteiligten zufriedenstellende Lösung gefunden.”

Das Urteil, das die Zukunft der inzwischen auf vier Millionen iOS-Geräten installierten Tagesschau-App (AppStore-Link) maßgeblich beeinflussen dürfte, wird zum 27. September erwartet. Heute Nacht läuft die vom Landgericht gesetzte Frist zur außergerichtlichen Einigung ab.

Diskussion 16 Kommentare.
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  1. Das ist doch alles unglaublich. Die sind alle sowas von gierig. Das ist eine so geniale App…. Hoffe die bleibt.

    — Antoni
    • Die Schnittstelle bleibt ja erhalten. Wir sollten also einen Massenaufruf machen damit alle die App noch laden, falls sie verschwindet

      — komacrew
  2. Was würdet Ihr tun?
    Ihr entwickelt für viel Geld eine App, die dann vom Kunden bezahlt werden soll!
    Zur gleichen Zeit kommt aber eine kostenlose App auf den Markt die genau das macht was Ihr auch anbieten wollt! Nur, dass diese App durch den “GEZahler” finanziert ist…
    Das nennt sich, glaube ich, Wettbewerbsverzerrung!?
    Und man sieht mal wieder, nicht nur Apple klagt ;)

    — Akajira
    • Nehmen wir ein anderes Beispiel: ich entwickle für viel Geld eine App mit der man online-Radio hören kann, die meine Kunden mir bezahlen sollen. Zeitgleich kommt eine App von der ARD die auch online-Radio anbietet und das nicht kostenlos, sondern schon VORAB finanziert durch Zwangsabgaben vor denen man sich nicht drücken kann. Das nennt man nicht Wettbewerbsverzerrung sondern Dummheit, da in Analogie zur Tagesschau-App ALLE textuellen Inhalte auch vorher und nachher kostenlos auf der Webseite zur Verfügung stehen. Will ich Kunden gewinnen die für mein Produkt mehr bezahlen, MUSS ich entweder mehr bieten oder besser sein als der Konkurrent…

      Als wenn die Tagesschau-App eingestellt würde sich mehr Leute ein überteuertes Abo der Welt oder sonstiges zulegen, nur weil man mit den iOS Geräten nicht mehr durch künstliche Beschneidung auf deren Webseite kommt und noch dazu ein Tap genügt um sich einen Webclip zur weiterhin kostenlosen Homepage Tagesschau.de zu erstellen und immernoch alle Infos zur Hand zu haben, bis auf die fehlenden Optionen Push und offline Funktionalität. Dadurch gewinnt der Kläger vielleicht 1 von 100 Kunden dazu aber zieht den Zorn von 90 potentiellen Kunden auf sich die niemals wieder etwas vom Kläger haben wollen

      — komacrew
      • Genau so ist es.
        Mal abgesehen davon dass selbst die Inhalte von Bild und Co. per RSS Reader gezogen werden können! Also warum dann dafür zahlen?!

        Merlok
    • Ich sehe dass auch so, dass ich gern für meine Zwangsgebühren einen Gegenwert habe. Ich bin also für die Tagesschau-App, da das eines der wenigen öffentlich rechtlichen Medien ist welches ich überhaupt nutze. Fakt ist zudem, das die redaktionellen Themen ja nicht explizit für die App erstellt werden, sondern lediglich vorhandene darüber bereitgestellt werden. Somit sehe ich es eher als Pflicht, das der Staat seiner Informationspflicht so nachkommt.

      — Martin
    • Natürlich ist die App von GEZ-Zahlern finanziert. Man sollte sich aber von dem Gedanken trenne, dass es vorfinanziert ist. Das liegt schlicht und ergreifend in der Natur der Sache. Es ist letztendlich ein weiterer Kanal für die Nachrichtenverbreitung, so wie es auch Radio, TV, teletext oder das herkömmliche Web ist. Und nun kommen da Verleger, und wollen das weitere Verbreiten von hochwertigen und neutralen Inhalten verbieten? Sind wir hier in China oder was? Wenn die privaten Verlage und Medien es denn schaffen, hochwertige News & Apps zu liefern, dann bin auch auch bereit dafür zu zahlen. Qualität setzt sich durch.

      — travis@work
  3. Mögliche Lösung:
    Eine kostenlose App mit eingeschränktem redaktionellem Umfang.
    Eine kostenpflichtige App mit allem drum und dran.
    Weiss nicht ob die ARD rein rechtlich sowas monetarisieren darf. Falls nicht, muss das ein Dritter vermarkten und die Tagesschau-Inhalte lizensieren.

    — ManAtWeb
    • Du bekommst etwas, das eigentlich nicht sein darf. Also bezahlst du demnach für etwas illegales. Besser wir alle die GEZahlt haben.

      — Ichbleibich
  4. Hmm… Es geht doch um den Text. Demnach dürften Printmedien keine Videos publizieren, so einfach. AZ, TZ, SZ, Bild alle habens Videos.

    — Rudi
  5. die Printmedien gehen mir sowas von auf den sack.. die haben es schlichtweg verpeilt im 21ten Jahrhundert anzukommen. die Geschichte mit der Tagesschau App. ist nur lächerlich,, endlich hat man mal einen realen Vorteil davon das man die zwangsabgabe bezahlen muss und die Printmedien Klagen dagegen. dann die andere Geschichte mit dem leistungsschutzrecht.. da hat sich die Lobby mächtig ins Zeug gelegt um sich durchzusetzen.. ich hoffe google nimmt die deutschen Seiten aus dem Index

    — Brösel

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